Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel von Maria Dries

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Offline Christiane

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[isbn]978-3746631790[/isbn]


Klappentexte:
Philippe Lagarde aus Barfleur, als Kommissar eigentlich längst im Ruhestand, erhält einen Spezialauftrag. Ein junger Mann aus besten Kreisen wurde erstochen im Ferienhaus seiner Familie aufgefunden. Auf dem Film der Überwachungskamera ist ein Mönch zu sehen. Der Mord wurde mit einem Dolch der Templer begangen, und auf der Leiche lag eine weiße Christrose. Schnell findet Lagarde heraus, dass der Tote zur Gewalt gegen Frauen neigt. Aber wo genau ist das Motiv?

Mein Eindruck:
Zu diesem Buch fällt meine Rezi sehr kurz aus. Das einzige, was mir an dem Buch gefallen hat war, dass ich in Gedanken in und auf dem Mont-Saint-Michel unterwegs sein konnte. Leider waren die Beschreibungen der Umgebung wie von Personen oder Handlungen durch die Bank weg eher nervig bis langweilig. Di Autorin versucht, dem Leser durch die Verwendung vieler Adjektive eine genaue Vorstellung ihrer normannischen Welt zu vermitteln. Leider übertreibt sie es damit so sehr, dass es sich stellenweise wie eine todlangweilige Aufzählung liest. Atmosphäre kommt da nicht auf.
Die Krimihandlung lässt sich anfangs noch recht gut an. Aber schon etwa ab der Mitte des Buches keimte in mir ein Verdacht auf wer der Mörder sein könnte. Und wenige Seiten später war ich mir eigentlich so gut wie sicher. Die beiden  Kommissare hingegen zeigten sich noch bei der Verhaftung total überrascht, hatten vorher keinerlei Verdacht geschöpft – sehr merkwürdig!
Dazu kommt, dass der Klappentext suggeriert, dass der Kommissar bereits pensioniert und damit schon ein wenig älter ist. Im Verlauf des Buches gibt es aber immer wieder Szenen, die ihn wie einen deutlich jüngeren Mann erscheinen lassen. Das war so wenig stimmig, dass ich es auch als störend empfand. So hatte ich bis zum Schluss kein wirkliches Bild des Kommissars vor mir.


Fazit:
Mein Fazit zu diesem Normandie-Krimi ist fast schon unterirdisch. Schlechter Schreistil, Kommissar ohne Konturen und ein Fall, der mich nicht wirklich gefesselt hat. Einzig der Ort des Geschehens hat mir gefallen und das ist doch ein bisschen wenig.

Note:




Staunt euch die Augen aus dem Kopf, lebt, als würdet ihr in zehn Sekunden tot umfallen. Bereist die Welt. Sie ist fantastischer als jeder Traum, der in einer Fabrik hergestellt wird.
 Ray Bradbury (1920 - 2012)