Andrews, V.C.: Blumen der Nacht

Band 1 Foxworth Hall Saga

Originaltitel: Flowers in the Attic
Verlag:
Goldmann
erschienen:
1982
Seiten:
430
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442066174
Übersetzung:
Michael Görden

Klappentext:

Blumen der Nacht – Cathy, Chris und die Zwillinge Carrie und Cory hätten nie gedacht, daß sie ihre Kindheit im Halbdunkel eines verlassenen Dachbodens verbringen würden…

Es ging nicht darum, daß ihre Mutter sie nach dem Tod ihres Vaters weniger liebte -, aber es stand ein Vermögen auf dem Spiel: Das Erbe des sterbenden Großvaters von Foxworth Hall, der aber nichts von der Existenz seiner Enkel erfahren durfte, da er die Ehe seiner Tochter nie akzeptiert hatte. Nur für eine kleine Weile sollten sie, versteckt in einem Seitentrakt des riesigen Hauses und versorgt von einer abergläubischen Großmutter, auf den Tod des Großvaters warten.

Doch die wenigen Tage werden zu furchtbaren Jahren. Von der Außenwelt abgeschlossen, geplagt von Träumen und Begierden, vergessen von der Mutter, schmieden sie den Plan der Rache, den sanften Mord…

Rezension:

Angeblich soll die Foxworth Hall Saga die beste Saga der Autorin sein. Da ich einige Mehrteiler der Autorin sehr gerne gelesen habe (die Casteels, die Cutlers) machte ich mich schließlich mit einiger Vorfreude an den ersten Band der Geschichte um die vier Geschwister, die auf einem Dachboden eingeschlossen hausen müssen, weil der Großvater bis zu seinem Tod nichts von ihrer Existenz erfahren darf.

Nun die Grundidee ist natürlich total überzogen, aber das ist bei V.C. Andrews öfters so, hindert sie aber nicht daran richtig gute Bücher zu schreiben. Bei „Blumen der Nacht“ konnte sie mich leider nicht überzogen. Die Geschichte ist an vielen Stellen einfach nicht rund. Obwohl es spannend ist zu verfolgen wie die Kinder Jahre auf diesem Dachboden verbringen und sich dort ihre eigene Welt erschaffen, stellt man sich während des Lesens viele Fragen. Es gibt einfach einen Punkt, an dem man nicht mehr nachvollziehen kann, wieso sich Cathy und Chris nicht wehren und wieso sie den Lügenmärchen ihrer Mutter, die sie immer weniger besucht, Glauben schenken.

Zudem hat mich die sexuelle Komponente zwischen Cathy und Chris wirklich abgestoßen. Natürlich ist es so das beide in den Jahren in diesem Zimmer eingesperrt sind, wo sie ihre Körper und ihre sexuellen Gefühle erforschen. Trotzdem finde ich es abstoßend, wenn daraus Inzest entsteht. Dies ist auch in anderen V.C. Andrews Büchern so, aber da wußten die Betreffenden zu diesem Zeitpunkt nie, das sie verwandt sind. Cathy und Chris wissen es jedoch, wehren sich auch dagegen, geben ihrem Verlangen dann aber schließlich doch nach.

Vielleicht liegt es auch daran, das die Bücher aus den frühen 80ern stammen. Das merkt man dem Buch einfach auf jeder Seite an. Das ist genauso wie jetzt „Dallas“ gucken. Irgendwie ein bißchen zum kaputt lachen, ein bißchen zu dramatisch und aufgesetzt. Außerdem ist der Roman zu lang. Viele Dinge wiederholen sich auf dem Dachboden und es ist zwischendurch schon ermüdend weiter zu lesen. Ich bin gespannt, ob die Saga in den nächsten Bänden besser wird.

Note: 3

  • Livii

    Hallo, ich fand diese saga bis zum band „wie blüten im wind“ äußerst spannend und wollte immer und immer weiter lesen, jetzt bin ich bei band „dornen des glücks“ kaum habe ich angefangen, war ich der festen überzeugung, man hätte hier nicht weiterschreiben dürfen, weil es übertrieben wird, die dramtik war soweit gut aber noch mehr passt nicht.