Jessica Townsend: Nevermoor - Fluch und Wunder (Band 1 der Nevermoor-Reihe)

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Offline Kathrin

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Nevermoor - Fluch und Wunder von Jessica Townsend

Herausgeber ‏ : ‎ Verlagsgruppe Oetinger Service GmbH
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 432 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3791500643

Inhalt:
Willkommen in der Welt grenzenloser Magie!

Morrigan Crow ist verflucht, an ihrem 11. Geburtstag zu sterben. Doch als die Zeiger auf Mitternacht zulaufen, wird sie vom wunderbar seltsamen Jupiter North gerettet und in sein Hotel in der geheimen Stadt Nevermoor gebracht. Dort gibt es riesenhafte, sprechende Katzen, Vampirzwerge und echte Freunde für Morrigan. Doch sie muss schwierige Prüfungen bestehen, um in ihrem neuen Zuhause bleiben zu dürfen, und außer ihr scheint hier jeder ein besonderes Talent zu haben. Oder kann Morrigan vielleicht mehr, als sie ahnt?

Bildgewaltig und fantasievoll: Band 1 der international gefeierten Kinderbuch-Saga entführt Jung und Alt in ein einzigartiges Wunderland voller Magie und Abenteuer.

Meine Meinung:
Ich gebe zu, als ich meinem Patenkind vor ca. 1 Jahr den ersten Teil der Nevermoor-Reihe von Jessica Townsend geschenkt habe, war das nicht ganz uneigennützig von mir. Ich hatte so viel Gutes über diese Fantasy-Bücher gehört und meine Nichte ist im perfekten Alter für die Reihe (genau wie mein großer Neffe vor inzwischen vielen Jahren bei Harry Potter), also warum nicht das Buch verschenken und dann irgendwann mal ausleihen und selbst lesen?  Da das Buch jetzt auch auf meine 12 Books in 12 Months-Liste gelost worden ist, habe ich es mir gleich zu Beginn des neuen Lesejahres geschnappt. Und was soll ich sagen, ich liebe es, wenn eine neues Lesejahr so richtig gut beginnt, auch wenn es für mich nicht ganz zu 5 Sternen gereicht hat.

„Die Journalisten trafen noch vor dem Sarg ein.“ Das ist der erste Satz aus „Nevermoor – Fluch und Wunder“ und der Sarg ist für niemand anderen bestimmt als für Protagonistin des Buches, Morrigan Crow, ein 11-jähriges Mädchen, das als verflucht verschrien ist und wie alle verfluchten Kinder an ihrem 11 Geburtstag sterben wird. Doch Morrigan stirbt nicht, denn an ihrem 11. Geburtstag taucht Jupiter North, ein völlig Fremder, in ihrem Zuhause auf und bringt sie nach Nevermoor, einer Stadt, von der Morrigan noch nie gehört hat und in der neue Freunde und viele Abenteuer auf sie warten.

Dass ich gleich zu Beginn der Rezension Harry Potter erwähnt habe, passierte nicht von ungefähr, denn zum einen wird der Vergleich in vielen Rezensionen gezogen und zum anderen fühlte auch ich mich an den ersten Harry Potter Band erinnert. Wir haben es in beiden Reihen mit Protagonist*innen zu tun, für die an ihren 11. Geburtstag das Leben eine völlig ungeahnte Wendung nimmt und die von Band zu Band älter und erwachsener werden. Morrigans bester Freund ist für mich eine wunderbare Mischung aus Ron, Fred und George Weasley und auch Jupiter North scheint eine ähnliche Rolle für Morrigan zu spielen wie Albus Dumbledore für Harry.

Doch das war es dann auch schon mit der Ähnlichkeit, denn die Autorin hat ihre ganz eigene Welt geschaffen. Ich habe mich im Deucalion, dem Hotel, in dem Morrigan bei Jupiter North lebt, sehr schnell wohl gefühlt, hätte zu gerne gewusst, wie sich mein Zimmer dort verwandelt, aber die Faszination wie der erste Anblick von Hogwarts oder der Winkelgasse hat sich nicht ganz eingestellt. Die Welt hat mich weniger zum Staunen gebracht, aber dennoch war es ein Wohlfühlbuch und genau das Richtige nach der harten Realtität des zweiten Weltkrieges, wo ich mich zuvor literarisch aufgehalten hatte. Diesen totalen Kontrast habe ich dringend gebraucht.

Bei Nevermoor handelt es sich um eine Kinder/ Jugendbuch-Reihe und lässt sich daher super flüssig und gut lesen, ohne aber zu kindlich zu sein. Allerdings ist bei den Figuren schon recht schnell klar, wer zu den „Guten“ und wer zu den „Bösen“ gehört, mit 1-2 Ausnahmen vielleicht. In wie weit sich die Sprache, die Figuren und auch die Geschichte entwickeln werden, wenn Morrigan älter wird, bleibt abzuwarten. Wer weiß, was Jessica Townsend noch für uns bereit hält.

Auch wenn ich mich von Anfang an mit dem Buch pudelwohl gefühlt habe, so hat es doch bis ca. 80 Seiten vor Schluss gedauert, bis es so richtig BÄMMM bei mir gemacht hat. Da wurde die ein oder andere Frage, die ich mir in der Zwischenzeit gestellt hatte zwar beantwortet, aber es wurden auch mindestens so viele neue Fragen aufgeworfen, die noch nicht beantwortet sind.  Und spätestens als Fenestra, die Magnifikatze, ihre besondere Katzenpersönlichkeit raushängen lässt und mich damit heftiglichst zum Kichern gebracht hat, wollte ich eigentlich am liebsten direkt weiterlesen … nur dummerweise hat mein Patenkind Band 2 noch nicht … aber bald. Und vielleicht ist es auch ganz gut, wenn ich mir die Reihe mit etwas Abstand zwischen den einzelnen Bänden zu Gemüte führe. Band 2 und 3 sind zwar bereits in deutsch erschienen und Band 4 ist im Original angekündigt, aber wenn ich mir das alles schön häppchenweise gönne, dann ist die Wartezeit für  weitere Bände vielleicht nicht so lange, die ja alle erst noch geschrieben werden müssen.

Bewertung:
Rock the Night!

Offline Annette B.

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Zitat von: Kathrin
Und spätestens als Fenestra, die Magnifikatze, ihre besondere Katzenpersönlichkeit raushängen lässt und mich damit heftiglichst zum Kichern gebracht hat, wollte ich eigentlich am liebsten direkt weiterlesen … nur dummerweise hat mein Patenkind Band 2 noch nicht … aber bald. Und vielleicht ist es auch ganz gut, wenn ich mir die Reihe mit etwas Abstand zwischen den einzelnen Bänden zu Gemüte führe.

Das klingt verdammt gut was du in deiner Rezi so positiv hervorgehoben hast. Logisch das dieses Buch nun auch direkt auf meine Wunschliste gelandet ist. Ich lese sehr gerne Jugendbücher und wenn auch noch eine freche oder launische Katze darin vorkommt um so lieber.
Vielen Dank für diesen Tipp im Jugendbuch Genre.  :schmusen:

Was du zum lesen von Buchserien sagst, kann ich genau so unterschreiben.  :bang:
Ich habe jetzt häufig die Erfahrung gemacht, dass eine schöne Serie ihre Wohlfühl-Atmosphäre verliert, wenn man ein Buch nach dem anderen liest.
Liebe Grüße Annette