Der unsichtbare Freund - Stephen Chbosky

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Offline Inge78

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Der unsichtbare Freund - Stephen Chbosky
« am: 05. August 2021, 13:30:19 »
Zitat
Die alleinerziehende Kate muss dringend mit ihrem siebenjährigen Sohn Christopher untertauchen. Das beschauliche Örtchen Mill Grove, Pennsylvania, scheint dafür ideal zu sein. Eine Straße führt hinein, eine hinaus. Ringsum liegt dichter Wald. Doch kurz nach ihrem Umzug beginnt der kleine Christopher eine Stimme zu hören. Und merkwürdige Zeichen zu sehen. Zeichen, die ihn in den Wald locken.

Sechs Tage lang bleibt er spurlos verschwunden. Als er wieder auftaucht, kann er sich an nichts erinnern. Aber plötzlich hat er besondere Fähigkeiten. Und einen Auftrag: ein Baumhaus mitten im Wald zu errichten. Wenn er es nicht bis Weihnachten schafft, so die Stimme, wird der ganze Ort untergehen. Ehe sie sichs versehen, befinden sich Christopher, seine Mutter und alle Einwohner von Mill Grove mitten im Kampf zwischen Gut und Böse.

Christopher flieht mit seiner Mutter vor dem gewalttätigen Stiefvater. In ihrem neuen Heimatort scheint aber Einiges nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Dann verschwindet Christopher für 6 Tage ... und kommt verändert wieder.

Ich hätte diesen Horror Roman am Liebsten in Einem verschlungen. Sehr spannend und wirklich hohes Tempo. Auch die Charaktere mochte ich, alle Voran natürlich Christopher und seine Mutter Kate.
Das Buch ist defintiv vom Schlage eines Stephen Kings, in seiner Brutalität und seiner Kompromisslosigkeit. Man merkt dem Autor an, dass er bereits Filme gemacht hat, denn er schreibt sehr bildhaft und mein Kopfkino lief wirklich oft während des Lesens.
Die Personen im Buch müssen einige Entwicklungen durchmachen und viel Erschreckendes durchleben. Und die Steigerung dieser Schrecken, die war mir manchmal dann doch etwas zu viel. Da hat es der Autor an einigen Stellen meiner Meinung nach übertrieben. Auch das Ende, das große Finale, war schon sehr überfrachtet. Und ich mochte das Ende an sich schon sehr, diesen großen Knall am Ende, das war für mich nahezu perfekt.

Ich habe es geliebt, beim Lesen mit zu rätseln, Theorien zu entwickeln und wieder zu verwerfen. Ich habe die Spannung geliebt, diese nervenaufreibende Spannung, die mich voran getrieben hat. Die Charaktere sind toll gezeichnet und man leidet mit ihnen mit. Der ein oder andere Charakter hätte aber gerne noch mehr beleuchtet werden können, da hat der Autor am Ende die eine oder andere Figur am Ende fallen gelassen.
Einige Erzählstränge wurden zwischenzeitlich etwas wirr, ich konnte nicht Allem immer sofort folgen. Aber am Ende haben sich buchstäblich alle Fäden aufgelöst.

Alles in Allem ein richtig guter Horror Thriller, der vielleicht nicht das Genre neu erfindet sondern eher den alten Kampf"Gut gegen Böse" um eine neue interessante Facette bereichert. Aber nichts für Zartbeseitete, es geht schon ordentlich zur Sache. Ich hoffe sehr, dass auch dieser Roman des Autors verfilmt wird, vielleicht sogar als Serie.

Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Im finst´ren Förenwald, da wohnt ein greiser Meister. Er ficht gar furchtlos kalt sogar noch feiste Geister.