Claire Stihlé - Wie uns die Liebe fand

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Offline Inge78

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Claire Stihlé - Wie uns die Liebe fand
« am: 25. Mai 2020, 08:40:29 »
Zitat
Ein elsässisches Dorf, fünf starke Frauen und eine bewegte Vergangenheit – Ein Roman, der den Hunger nach Liebe entfacht
Ein zauberhafter Roman über die Liebe von Claire Stihlé, was sie mit uns anstellt und wie wir sie finden, und ein Roman über die Identität eines Dorfes, über eine starke Frau und deren vier Töchter

Bois-des-Val am Fuß des Sonnenbergs im Elsass: Madame Nanon, 92 Jahre alt und von allen liebevoll Madame Nan genannt, hat so manches erlebt in dem kleinen Dorf mit der guten Luft. Frankreich, Deutschland, Frankreich – schon immer ist ihre Region Spielball politischer Interessen und Machtansprüche gewesen. Dann kehrt endlich Ruhe ein - bis Madame Nans älteste Tochter Marie plötzlich mit einer Erfindung daherkommt, die der Familie nicht nur Ansehen und Geld , sondern den Dorfbewohnern auch jede Menge Liebestaumel beschert. Das Glück scheint perfekt zu sein, gäbe es da nicht die Geschichte mit ihrem Nachbarn Monsieur Boberschram, in den sich Madame Nan verliebt, ohne zu wissen, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben, die alles andere als verbindet.

Madame Nan erzählt uns in diesem Roman ihre Lebensgeschichte , die ihrer Familie und vieler Menschen des elsässischen Dorfes, in dem sie wohnt.
Wir erfahren, wie der 1. und vor Allem der 2.Weltkrieg ihr Leben und das Dorf verändert haben und welche Folgen die Kriege für die Menschen haben.
Dabei hat das Elsass eine Sonderstellung, da die Menschen dort oft ihre Nationalität wechseln mussten, ohne selber eine Entscheidung treffen zu können.
Der Hauptteil der Handlung spielt in den 70er Jahren, Madame Nan ist Anfang 50, ihre Töchter werden erwachsen, ihr Mann ist verstorben, und sie wäre bereit, sich neu zu verlieben. Ihre älteste Tochter entwickelt zusammen mit ihrem Mann sogenannte "Liebesbomben", die für einen wahren Liebesboom in dem kleinen Örtchen sorgen.

Die Geschichte ist nett, die Charaktere sind charmant aber so richtig ist der Funke bei mir nicht über gesprungen. Zum Einen hatte ich große Probleme mit den elsässichen und französischen Ausdrücken, zum Anderen fand ich, dass die Geschichte zwischenzeitlich etwas dahin plätschert. Madame Nan ist lieb und nett aber manchmal schwafelt sie einfach. Und sie springt in ihrer Erzählung zwischen den Zeiten, so dass ich manchmal etwas verwirrt war beim Lesen. Die Story ist OK, hatte mir aber zuviel Nebenhandlungen. Das große Geheimnis , was im Klappentext angedeutet wird, war da schon fast nebensächlich. 
Alles in Allem ein Buch zum weglesen, was bei mir wahrscheinlich keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen wird.
Das Cover finde ich allerdings ausnehmend schön und am Ende des Buches sind ziemlich viele elsässische Rezepte , die sich wirklich lecker lese und von denen ich vielleicht das eine oder andere nachkochen oder backen werde

« Letzte Änderung: 25. Mai 2020, 08:42:25 von Inge78 »
Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

Im finst´ren Förenwald, da wohnt ein greiser Meister. Er ficht gar furchtlos kalt sogar noch feiste Geister.