[isbn]3785723253[/isbn]
Klappentext
England im 13. Jahrhundert. Zum ersten Mal begleitet Rowena ihren Vater zu einem Ritterturnier. Ihr fällt die Ehre zu, dem Sieger einen Kuss zu gewähren. Schon bald verliert sie ihr Herz an einen jungen Außenseiter, den niemand kennt - Cedric of Cloagh übt eine unerklärliche Anziehungskraft auf die junge Baroness aus. Ist das nur der Sturm der ersten Liebe, oder verbindet die beiden tatsächlich etwas ganz Großes? Doch als Rowena dem Ritter erlaubt, ihre Farben zu tragen, zieht sie damit den Zorn des gefürchtetsten Teilnehmers des Turniers auf sich. Der Chevalier de Montfort hat die Macht, jeden zu vernichten, der sich ihm in den Weg stellt. Zu spät erkennt Rowena, dass sie mit der unbedachten Offenbarung ihrer Gefühle nicht nur Cedrics Leben und ihr eigenes Glück in Gefahr bringt, sondern auch die Wahrung eines jahrtausendealten Geheimnisses riskiert, dessen Erbin und Hüterin sie ist. Auf dem Spiel steht die Existenz eines ganzen Volkes, geheimnisvoller und älter als die Kelten ...
Meine Meinung
Es ist eigentlich ein Fantasy-Liebesroman mit Tragik aber auch einem, sogar doppeltem Happyend.
Rowena ist zu Anfang ein wenig kindlich, ungestüm und behütet. Sie ist neugierig auf das Turnier, welches den Auftakt zu diesem Roman bildet.
Der zweite Protagonist ist Cedric, ein junger Ritter der sich "umsieht" begleitet von seinem treuen Knappen Colum, die beide aus dem hohen Norden stammen.
Die dritte Hauptfigur ist der "Bösewicht" Montfort. Es beginnt alles damit das Montfort interesse an Rowena zeigt, diese aber Cedric begegnet und bei den beiden es Liebe auf den ersten Blick ist. Allein diese Szene ist so einfühlsam beschrieben das man das "knistern" direkt spürt.
Rowena in ihrer Naivität bringt nun Montfort gegen sich und Cedric auf, so das sie sich einen unversöhnlichen Feind schafft.
Das Turnier selbst wird so intensiv und farbig geschildert das mir immer wieder Szenen aus dem Film "Ritter aus Leidenschaft" vor Augen standen.
Ab diesem Zeitpunkt beginnen sich langsam zwei Erzählstränge zu bilden. Nach Beendigung des Turniers werden durch Montforts Interventionen die Wege von Rowena und Cedric sehr unsanft getrennt. Cedric begibt sich unfreiwillig nach Outremer zu seinem eigenen Abenteuer, welches sich jedoch für die Geschichte selbst als sehr aufschlußreich und wichtig erweist.
Rowena dagegen muss sich mit den Intriegen von Montfort und dem Bischof von Exeter auseinander setzen. Dieser ist auf einer Art Hexenjagd, welche vorallem ihren Vater und dessen "Wald" betrifft. Dabei klingen immer wieder die Anspielungen auf Rowenas Herkunft durch ihre Mutter an, deren Heilkunst sie geerbt hat. Bis sich ihr eröffnet dem "Alten Volk" verwand zu sein, was sie jedoch in große Gewissenskonflikte bringt.
Nachdem sich der Spannungsbogen zu Beginn eher langsam aufbaut fällt er ab dem zweiten drittel des Buches kaum noch ab.
Rowena muss durch die Schiksalsschläge schnellstens erwachsen werden und die Geschicke ihrer Leute in die Hand nehmen.
Durch ein tragisches Erlebniss hat sie dann engsten Kontakt mit dem "Alten Volk", von dem wir nun erstmals mehr und mehr erfahren. Das Bild das davon gezeichnet wird kann man fast wie ein Gemälde betrachten, das mehrere Schichten hat.
Ich hätte davon gerne intensiver und noch mehr erfahren.
Währenddessen erleben Cedric und Colum, der irgendwie geheimnisvoll ist, in Outremer Schlachten, aber auch Kontakte mit der Magie des Orients. Und treffen dort eine weitere Person die sich als überaus wichtig für die Auflösung der Geschichte entpuppt.
Nun nähern sich die Erzählstränge wieder aneinander an und verbinden sich in England. Bevor sich alles zu einem guten Ende neigen kann muss jedoch der Kampf um das "Alte Volk" und die Liebe bestanden werden. Der Teils überraschende Gesichtspunkte bringt.
Ich konnte mit den Personen dieses Buches mitfiebern, mitleiden, mitweinen und auch mitlachen. Die Menschen wurden so unterschiedlich sie waren glaubhaft dargestellt. Die Sprache der Autorin war eine gelungene Mischung aus Alt und Neu sehr passend um die Geschichte zu erzählen. Der Fantasy Anteil ist behutsam und nicht erdrückend, sondern sanft in die Erzählung eingebunden.
Das Ende selbst läßt für mich aber auch noch Raum um eventuell eine Neue daran anzuknüpfen.
Meine Bewertung [note2+]
Gruß Carola
Danke, Carola, für Deine Rezi!!! Ich werde mir die Autorin auf alle Fälle mal vormerken, wobei ich vermutlich wenn dann erstmal ein anderes Buch von ihr lesen werde, weil ich's nicht so mit den Fantasy-Elementen und "Heilerinnen" hab. Entweder ein Roman ist hist. oder aber Fantasy, mit dieser Mischung hab ich oft Probleme. Ich liebäugele ein wenig mit dem hier, auch wenn ich das Vergewaltigungs-Thema auch ein wenig ausgereizt finde, aber Richard Löwenherz finde ich immer interessant:
[isbn]3821857862[/isbn]
lg
kathrin