Nun habe ich einen weiteren Wallander Roman beendet. Hunde von Riga von Henning Mankell [isbn]3552049924[/isbn]
Inhalt: Zwei Tote im Schlauchboot an Südschwedens Küste gefunden! Die Reise nach Riga, wohin die Spur führt, gestaltet sich für Kommissar Wallander unter Blitzen und Krachen. In diesem Fall aus dem Jahr 1991 verschlägt es den sympathischen schwedischen Opernfreund und Fachmann in Sachen Weltschmerz ins politisch unruhige Lettland, wo zudem ein Kollege Wallanders ermordet aufgefunden wurde.
In dem immer noch unter sowjetischem Einfluss stehenden Land gerät Kurt Wallander zwischen die Fronten korrupter Politiker und der lettischen Freiheitsbewegung. Ein teuflisches Komplott von internationalen Ausmaßen beginnt sich abzuzeichnen, in dessen Verlauf der Schwede in den Fängen der Hunde von Riga fast sein Leben lässt.
Meine Meinung: Nach der Hälfte des Buches habe ich es als langweilig eingestuft. Ich habe nichts dagegen, dass sich die Dinge dahin schleppen und man auch bis zur Mitte des Buches noch immer keinen blassen Schimmer hat worum es geht, aber irgendwann will man mal was handfestes in der Hand haben.
Nach und nach entwickelte sich aber eine Geschichte, bei der ich immer mehr am Verstand von Wallander gezweifelt habe.
Er begibt sich in Situationen aus denen er nicht mehr rauskommt (so scheint es) und doch schafft er es immer wieder das Ruder umzureißen und sich einen Vorteil zu verschaffen. Das war am Ende dann schon mehr als unglaubwürdig.
Als ich das Buch zugeklappt habe blieb ich sehr zwiespältig zurück. Vielleicht bin ich einfach zu jung um die ganzen Vorgänge die damals nach dem Fall der Mauer stattfanden zu verstehen. Immerhin war ich gerade mal 10 als das passierte und da hatte ich am Weltgeschehen wenig Interesse. Ich kann es mir nach wie nicht vorstellen wie es gewesen sein muss im Osten zu leben und wie es war dass man ständiger Willkür ausgesetzt und ständig überwacht wurde.
Ich bin überzeugt davon dass Mankell sehr viel für diesen Roman recherchiert hat, aber man merkt beim Lesen dass er eigentlich auch keine Ahnung hat wie es gewesen sein muss. Denn was da an Zufällen, Intrigen und Überwachungen abgeht ist schon dermaßen an der Grenze, dass ich manchmal nicht wusste ob ich bestürzt sein oder in Lachkrämpfe ausbrechen soll.
Alles in allem ein halbwegs lesbarer Wallander-Roman, aber es gibt sehr viel bessere von ihm.
Katrin
Hallo Jacquo!
Ja, die Wallander Bücher haben es in sich. Sie sind nicht einfach und auch nicht zum Runterlesen.
Dein Gefühl:
Als ich das Buch zugeklappt habe blieb ich sehr zwiespältig zurück
Kenne ich von den Büchern sehr gut!
Gruß SilkeS.