[isbn]3378006978[/isbn]
Zitat von: Klappentext vom Buch
Kommissar Liebermann und Kater Serrano ermitteln auf eigene Faust und Pfote, um ihre verschollenen Herzensdamen aufzuspüren. Bald merken sie, dass sie die Fälle nur gemeinsam lösen können. Ein warmherziger, komischer und sehr spannender Krimi im Schatten königlicher Parks und Gemäuer.
Serrano, der stolzeste Kater von Potsdam, hat Streit mit seiner Freundin Aurelia. Sie will sich mit ihm paaren, doch er ist gerade kastriert worden. Am nächsten Tag ist Aurelia wie vom Erdboden verschluckt. Zur gleichen Zeit verliebt sich Hauptkommissar Hendrik Liebermann, den es vor die Tore Sanssoucis verschlagen hat, in eine schöne Fremde. Zwei Sätze, ein Lächeln, und es ist um ihn geschehen. Das nächste Mal begegnet er dem Lächeln auf einer Vermisstenanzeige: Charlotte Olbinghaus, Journalistin, ist spurlos verschwunden. Sowohl Liebermann als auch Serrano schnüffeln in allen Ecken ihres so verdächtig freundlichen Viertels. Als sie eine Leiche finden, wissen sie, dass sie dem Mörder nur zusammen auf die Schliche kommen können.
Meine Meinung:Ich bin ein wenig ,,vorbelastet" an diesen Krimi her ran gegangen. Da ich die Katzenromane von Andrea Schacht sehr liebe, war ich skeptisch ob mich dieser Roman überzeugen kann. Aber ich habe sehr schnell gemerkt:
Er kann!Das liegt zum einen an dem sehr erfrischenden und leicht verständlichen Schreibstil der Autorin, und zum anderen an der wundervollen Atmosphäre, die vor dem inneren Auge des Lesers erscheint.
Der Kater Serrano und der Komissar Liebermann sind beide etwas eigenwillig und misstrauisch. Na ja und dieser neue Mensch im Revier des Katers mischt sich in eine eingeschworene Vorstadtgemeinschaft ein. Das alleine ist schon sehr Verdächtig, aber obendrein geschehen auch noch seltsame Dinge im Revier des Katers, Menschen und auch Katzen verschwinden. Hängt das vielleicht mit diesem neuen Menschen zusammen?
Es macht sehr viel Spaß, den Komissar und auch den Kater bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Zumal sie sich dabei erst einmal misstrauisch, quasi aus der Deckung heraus, beobachten.
Der Kriminalfall tritt fast etwas in den Hintergrund, da man sich in dem Vorstadt-viertel mit der Kneipe, dem Tante Emma Laden, den Spielplatz und den vielen Katzen wie zu Hause fühlt. Man beobachtet mit den Augen der Katzen die etwas bunt gemischte Nachbarschaft in der Straße und wundert sich mit Liebermann, wie oft ihm dieser Kater über den Weg läuft.
Die kleinen Puzzle-Teile, die am Ende zur Aufklärung aller geheimnisvollen Vorgänge führen, hat Frau Anlauff sehr geschickt in der Handlung versteckt.
Die Autorin zeichnet ein sehr liebevolles Bild von den Menschen und ihren persönlichen Schicksalen. Man mag sich als Leser am Ende gar nicht von ihnen verabschieden, weil sie einem wirklich ans Herz gewachsen sind.
Zum Glück ist dieses Buch der erste Band einer Serie und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Da ich ein furchtbar schlechtes Gedächnis für Namen (egal ob von Katzen oder Menschen) habe, hätte ich mir am Anfang eine Übersicht der Katzen - und Menschen Namen gewünscht, denn es war zunächst etwas verwirrend die Protagonisten kennen zu lernen. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt den ich zu diesem Buch überhaupt habe.
[note2+]
Und hier noch meine Meinung:
,,Katzengold – Serrano ermittelt" ist der erste Ausflug der Autorin Christine Anlauff ins Krimigenre und macht nicht nur der Katzenliebhaberin in mir Lust auf mehr Fälle des Ermittlerduos Kommissar Liebermann und Kater Serrano.
Liebermann, ein Kommisar des Vermisstendezernats, passt während des Urlaubs seiner Exfrau in deren Wohnung auf die gemeinsame Tochter auf. Ihn plagt ein Bandscheibenvorfall, er wird krankgeschrieben und bereits am ersten Abend macht er die Bekanntschaft der faszinierenden Charlotte Olbinghaus. Als diese kurz darauf von ihrem Ehemann als vermisst gemeldet wird, machen sich Liebermann und seine direkten Kollegen Uwe und Marion auf die Suche nach der Vermissten. Auch Serrano, der frisch kastrierte Chef-Kater des Viertels, ist auf der Suche nach seiner Herzensdame, der roten Katze Aurelia, die in etwa zeitgleich mit Charlotte Olbinghaus verschwunden ist.
Mit der Zeit laufen die beiden Fälle zusammen und Liebermann, der Katzen eigentlich gar nicht so mag – und natürlich wimmelt es in diesem Viertel nur so vor Katzen – muss irgendwie versuchen mit Serrano zusammenzuarbeiten, was aber weder Kater noch Mensch leicht fällt, da sie einander einfach nicht verstehen. Ich finde es wunderbar von der Autorin, dass sie Serrano nicht vermenschlicht hat, er denkt katzisch, sein Blickfeld passt zu seiner Körpergröße und sonderlich viel versteht er von der menschlichen Sprache auch nicht – ein Fehler, den ich als Katzenhalterin selbst immer wieder mache, wo ich doch der Meinung bin, dass mich meine Katzen zumindest verstehen müssten, wenn sie schon nicht so wollen wie ich und ihren eigenen Kopf haben :-). Von den herrlich-katzischen Katzen habe ich vor allem Serrano und den alten Kater Bismarck ins Herz geschlossen. Gerade Bismarck könnte wunderbar als Hahn im Korb in meine Katzen-Mäde-WG passen.
Auch das menschliche Ermittlerteam Liebermann, Uwe und Marion gefällt mir sehr gut. Alle drei haben ihre Macken und Schwierigkeiten im Leben, sind aber geniale Ermittler, die wunderbar zusammenarbeiten. Auch der Kriminalfall hat mir gut gefallen und gehört wohl zu den wenigen Krimis, die länger und fest in meinem Gedächtnis verankert sind. Ich finde es absolut bewundernswert, wie die Autorin immer wieder den ein oder anderen Hinweis streut, den ich vollkommen übersehen habe und mich somit komplett hinters Licht geführt hat. Ebenso gibt es immer wieder Szenen und Episoden, die die Autorin mit Witz und Ironie gespickt hat, was mir bekanntlich sehr gut gefällt, besser als die ach so humorvollen Romane, bei denen ich das Gefühl habe, auf jeder Seite lachen zu müssen es aber einfach nicht kann.
Leider kamen mir mitunter die Katzen etwas zu kurz. Ich hatte über das Cover, den Ttiel und den Klappentext irgendwie mehr von Serrano erwartet. Dennoch ist es ein gelungener erster Krimi von Christine Anlauff und ich freue mich sehr, dass die Autorin eine Fortsetzung schreiben will und ich sowohl auf Kater Serrano als auch auf das Ermittlerteam um Liebermann treffen werde.
[note2]
lg
kathrin
[isbn]3378006978[/isbn]
Meine Meinung:
Der Einband ist ein schönes Softcover, welches gut in der Hand liegt. Auf dem Titelbild ist eine Katze abgebildet, die auf dem zusammengeklappten Dach eines gelben Cabrios sitzt und an dem Leser vorbei schaut.
Das Cover und der Titel "Katzengold - Serrano ermittelt" sowie der Klappentext ließen mich vermuten, dass es ein um einen richtigen Katzenkrimi handelt.
Kommissar Liebermann, eine Berliner Schnauze, nur leider ohne Dialekt, ist wegen seines Rückens krankgeschrieben. Und so kann er zwei Wochen auf die gemeinsame Tochter aufpassen, die mit ihrer Mutter in Potsdam wohnt.
Kaum ist der Kommissar eingetroffen und seine Exfrau in ihren Urlaub entschwunden, begegnet ihm ein Engel. Die Dame tritt zwar nur einen Augenblick in sein Leben, aber dieser Moment hat einen bleibenden Eindruck auf Liebermann hinterlassen ...
Fast zur gleichen Zeit hat Kater Serrano, Herrscher über die Ossietzkystraße in Potsdam, mit seiner Angebeteten einen Streit. Sie verschwindet kurz darauf und taucht nicht mehr auf. Serrano sucht tagelang, aber seine Aurelia bleibt verschwunden.
Komischerweise bleibt sie unauffindbar, seit dieser komische Mann zum ersten mal in der Straße auftauchte, der plötzlich auf die kleine Miri aufpasste, während ihre Mutter für einige Zeit wegfuhr ...
Für mich war der Roman mal eine ganz neue Art von Krimi.
Zwar ist dies nicht mein erster Krimi, in dem eine Katze mitermittelt, aber die Art und Weise, wie die Autorin mich durch das Buch führte, war einmalig!
Eigentlich bin ich in dem Glauben an den Roman herangegangen, dass Serrano und Liebermann zusammen gehören und von Anfang an gemeinsam ermitteln. Aber ich wurde schnell eines Besseren belehrt.
Die zwei können sich Anfangs überhaupt nicht leiden und Serrano dachte von diesem steifen Mann sogar das Allerschlimmste.
Erst im aufe des Buches kamen sie sich näher und begannen, einander so etwas wie vertrauen entgegen zu bringen.
Mit der Zeit konnten sie sich auch gegenseitig helfen, was teilweise sehr ulkig dargestellt wurde. Dadurch musste ich des öfteren grinsen oder schmunzeln.
Und so lösten sie zusammen, immer mehr mit Hilfe des anderen, zwei Vermisstenfälle.
Zu Beginn war es teilweise durch die Vielzahl der verschiedenen Figuren etwas verwirrend. Zudem wechselten die Sichtweisen nicht nur unter den Menschen. Auch durfte ich regelmäßig einen Enblick in die Katzenwelt haben, was teilweise sehr lustig wirkte.
Herrlich war auch, wie die Autorin Kleinigkeiten untermischte und sie so herausstechend beschrieb, ohne das es langweilig klang. Zudem musste ich oft lauthals lachen, da die Autorin Liebermann teilweise wirklich niedlich und etwas trottelig dargestellt hatte.
Jede wichtige Figur hatte ihre Macken und bekam so zum Teil ihre Spitznamen und wurde dementsprechend vorgestellt. Da die Autorin die Sichtweise der Katzen miteinbezog, kamen dabei auch recht merkwürdige und humorvolle Beschreibungen heraus.
Eine Spannung baute sich erst zum Schluss richtig auf, als eine Leiche auftauchte und Liebermann mit Serranos Hilfe auch eine Spur von der Vermissten findet.
Aber leider bekam ich bei diesem Krimi nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Mir dauerte es etwas zu lange, bis Mann und Kater sich näher kamen um gemeinsame Sache zu machen. Auch hatte ich gehofft, mehr aus Serranos Blickwinkel zu sehen.
So war es für mich ein leichter Krimi mit Katzenanhang. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Der Roman hat sehr lange Kapitel die aber mit vielen Abschnitten durchzogen sind.
Der Schreibstil von Christine Anlauff ist angenehm zu lesen und beinhaltet regelmäßig etwas Humor. Zudem ist ihr Schreibstil flüssig und macht richtig Laune immer weiter zu lesen.
Trotz der kleinen Mängel gebe ich diesem Werk fünf volle Sterne.
Ich bin schon sehr auf den nächsten Krimi mit Liebermann und Serrano gespannt!