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Krimi => Rezensionen => Thema gestartet von: Kathrin in 15. September 2010, 12:38:36

Titel: Leonie Swann - Garou
Beitrag von: Kathrin in 15. September 2010, 12:38:36
[isbn]3442312248[/isbn] Autor: Leonie Swann
Verlag: Goldmann
ISBN: 3442312248
Seiten: 415
Ausgabe: Hardcover
Preis: 19,95 €
ET: 06.2010

Inhalt:
Es ist soweit: Für die Schafe von Glennkill beginnt ein neues, wollsträubendes Abenteuer. Gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca haben sie die irische Heimat verlassen und ihre ersehnte Europareise angetreten! In Frankreich beziehen sie Winterquartier im Schatten eines entlegenen Schlosses, und eigentlich könnte es dort recht gemütlich sein – wären da nicht die Ziegen auf der Nachbarweide, die mysteriöse Warnung eines fremden Schafes und das allgemeine Unbehagen vor dem Schnee. Ein Mensch im Wolfspelz! – wispern Ziegen und Menschen. Ein Werwolf! Ein Loup Garou! Oder doch nur ein Hirngespinst? Als dann ein Toter am Waldrand liegt, ist schnell nicht mehr klar, wer gefährlicher ist: der Garou oder seine Jäger. Fest steht, dass die Schafe schnell Licht ins Dunkel bringen müssen, um sich selbst und ihre Schäferin zu schützen. Und schon bald folgen sie mit bewährter Schafslogik einer ersten Spur, die sie durch die Gänge des Schlosses und das Schneegestöber der Wälder führt ...

Meine Meinung:
Interessant wie sich die Einstellung zu einem Buch oder eine Idee zu einem Buch ändern kann. Ich habe soeben meine Rezension zu ,,Glennkill" von Leonie Swann gelesen und bin erstaunt, dass ich mich dort eher gegen eine Fortsetzung der netten Idee, dass Schafe in einem Kriminalfall ermitteln, ausgesprochen habe. Ich hatte Bedenken, dass nach dem Hype um ,,Glennkill" ein weiteres Buch mit Mopple, the Whale und Miss Maple künstlich aufgesetzt wirken würde. Doch das Gegenteil war der Fall. Sowie ,,Garou" in den Buchläden lag, bin ich tagtäglich um das Buch herumgeschlichen und irgendwann haben meine schafigen Lieblinge so laut geblökt, dass ich das Buch einfach mit nach Hause nehmen musste. Und das hat sich gelohnt!

Nach dem die Glennkill-Schafe im ersten Band ihren ermordeten Schäfer beerbt haben, hält ihre neue Schäferin (gleichzeitig Tochter des alten Schäfers) ihr Versprechen ein und reist mit den Schafen von Irland nach Frankreich, um dort im Schatten eines Schlosses ihr Winterquartier aufzuschlagen. Dort treffen sie auf eine benachbarte Ziegenherde, einen einsamen Widder, den Ungeschorenen, der seine Herde verloren zu haben scheint und merkwürdige Schlossbewohner und Gäste. Hinzu kommt, dass der ungeliebte Tierarzt hier oft sein Unwesen zu treiben scheint und schließlich auch noch Mama – Rebeccas Mutter – in den Schäferwagen einzieht und mit ihrem angeblichen zweiten Gesicht und Wahrsagereien vor allem die junge Schäferin nervt und die Schafe verwirrt. Nach dem Fund von grausam zugerichteten Rehen und der Information, dass die alte Herde des Ungeschorenen spurlos verschwunden sei, machen Gerüchte die Runde, die Legende des berühmt-berüchtigen Loup-Garou könnte mehr als nur eine Legende sein. Als schließlich eine Leiche auf der Schafsweide gefunden wird, hält die Glennkillschafe nichts mehr und allen voran das Winterlamm und die Ziege Madouc nehmen die Ermittlungen auf.

Mit ,,Garou" ist Leonie Swann eine wunderbare Fortsetzung ihres Bestsellers ,,Glennkill" gelungen, der mir sogar noch besser gefällt. Ob es daran lag, dass die Schafe noch schafiger sein durften oder ob sie einfach die Menschen in den Hintergrund geblökt haben, weiß ich nicht. Vielleicht hat sich aber auch tatsächlich nur meine Einstellung zu dem Buch geändert. Hatte ich mir bei ,,Glennkill" mehr von dem Kriminalfall erhofft, so habe ich hier den Fall eher vernachlässigt und die Schafe viel mehr genießen können. Wie oft habe ich über die Schafslogik laut lachen müssen und auch ihre neuen Nachbarn, die Ziegenherde und auch der Ungeschorene sind wunderbare neue Figuren und eindeutig noch eine Bereicherung für das Buch. Es ist ein Genuss den Schafsgedanken zu folgen und Leonie Swanns Wortwitz und Wortspiele unterstreichen dies noch massiv.

Mein eindeutiger Liebling in diesem Band war nicht mehr Mopple, the Whale, den ich nach wie vor liebe, sondern der leicht senil gewordene Leitwidder Sir Ritchfield, auch wenn seine Rolle doch eher klein war.

Es ist ein wunderbares Buch! Die Investition in ein teures Hardcover hat sich voll gelohnt und nun kann ich es kaum erwarten, weitere Abenteuer mit meinen Lieblingsschafen zu lesen. Ich hoffe sehr auf weitere tolle Ideen von Leonie Swann und eine weitere Fortsetzung mit den Glennkill-Schafen.

Bewertung:
[note2+]

Liebe Grüße
Kathrin
Titel: Re:Leonie Swann - Garou
Beitrag von: SilkeS. in 15. September 2010, 13:25:31
Hallo !

Ich fand Glennkill damals ehrlich gesagt ziemlich albern. Aber irgendwie zeigt mich die Fortsetzung trotz allem...  :flirt:

Danke für die tolle Rezi

Gruß SilkeS
Titel: Re:Leonie Swann - Garou
Beitrag von: SilkeS. in 19. Januar 2012, 13:44:02
Meine Meinung
Ich hatte ja schon ziemliche Probleme mit den Ersten Abenteuer um die Schafe aus Glennkill.
Sie sind ja süß und charakteristisch toll beschrieben, aber irgendwie, fand ich ihr denken und handeln albern und nicht schäfisch.

Dann aber bekam ich nun Glennkill geschenkt, was ich eh vorhatte zu lesen.
Zum einen weil  ich Reihen grundsätzliche eine zweite Chance gebe, zum anderen weil einige Zeit vergangen war und ich dachte, dass ich ja wüsste was mich erwartete und somit besser damit klar käme.

Nichts war's! Ich hatte genau die gleichen Probleme wie bei Bd. 1
Die Schafe denken zwar schäfisch, demnach ist es manchmal goldig, wie sie gehörte Worte zu ihren Interessen anpassen, aber dann wiederrum kommen Situationen wo sie wissen wie sie sich verhalten müssen oder eben auch nicht.
Alles in allem, um die Schafe herum ist es schon drollig und witzig, aber der Krimi war ein einziges Chaos. Ich versuchte beim Lesen mitzuraten, habe Motiv und Mörder gesucht um Ende dann echt wie der Ochs vor dem Berg zu Ende und nichts zu verstehen.
Die Lösung ist in meinen überhaupt klar herausgearbeit, nicht nachvollziehbar und wird einem einfach so präsentiert. Das hat mich sehr unbefriedigt das Buch zuklappen lassen.


[note5]