[isbn]9783499254307[/isbn]
413 Seiten
Rowohlt Taschenbuch Verlag
OT: The Cloud Maker
Klappentext:
Ein Kloster, hoch oben im Himalaya. Keiner kennt den Weg dorthin.
Zwei junge britische Bergsteiger, bereit für das Abenteuer ihres Lebens.
Ein kleiner Junge auf der Flucht. Die Hoffnung eines ganzen Volkes ruht auf ihm.
Ihnen auf den Fersen chinesische Soldaten. General Zhu weiß, wie man jemanden zum reden bringt.
Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel. Der Einsatz ist das Schicksal Tibets.
Das Buch beginnt sehr grausam mit einem Überfall chinesischer Soldaten auf ein tibetisches Kloster. Die Chinesen legen eine menschenverachtende Brutalität an den Tag und das zieht sich durch das ganze Buch. Der schlimmste von allen ist General Zhu, der von seinen Vorgesetzten freie Hand gewährt bekommt, damit er den gesuchten Jungen findet. Diese Freiheit nutzt Zhu schamlos aus.
Doch den Hauptteil der Handlung tragen die beiden Bergsteiger Luca und Bill, die durch Zufall auf das letzte Geheimnis der Tibeter stoßen. Zuerst erleben wir, wie sie einen tibetischen Berg besteigen und dabei in Not geraten. Die Stimmung hat der Autor gut eingefangen und ich fand die Gefühle der beiden glaubwürdig. Doch nicht immer ist die Handlung überzeugend, wenn z.B. die Verfolger die Berge erklimmen können, die die beiden erfahrenen Bergsteiger zuvor mit Mühe und Not besteigen konnten.
Obwohl ich kein Fan von Bergsteigerromanen bin, wurden mir die Beschreibungen des Autors nicht zu viel. Vielmehr war es interessant zu verfolgen, mit welchen Schwierigkeiten die Protagonisten zu kämpfen hatten.
Spannung bringt die Verfolgungsjagd zwischen den Bergsteigern und dem chinesischen Militär. Doch der angedeutete Tibet-/Chinakonflikt bleibt dabei auf der Strecke und wird für meinen Geschmack zu oberflächlich abgehandelt. Da hätte ich gern mehr und ausführlicher darüber gelesen.
Die Bezeichnung Thriller finde ich nicht zutreffend. Ich würde es als Abenteuerroman bezeichnen.
Insgesamt ist das Buch ganz spannend zu lesen und es hat mich an die Abenteuer von Indiana Jones erinnert. Schade, dass es so oberflächlich und auf Effekte aus ist.
Fazit: Ein netter Abenteuerroman für zwischendurch.
[note3-]
LG, Aurian