[isbn]978-3404144068[/isbn]
Im Jahre 1590 steht der Geschützgießer Adam Dreyling vor dem Berggericht. Die Anklage: Anstiftung zum Aufruhr und Verrat von Bergbaugeheimnissen. Doch dies ist nur ein Vorwand; Adam Dreylings wahres Verbrechen liegt woanders: Er hat von seinem Oheim, einem Meister des Bronzegeschützgusses, die sieben Siegel der Waffenkunst erlernt. Da man ihm keine eigene Werkstatt zugestanden hat, ist er mit diesem Wissen über Venedig nach England geflohen, um dort mit dem Schiffsbauer Matthew Baker in den Dienst der Königin Elizabeth zu treten. Gemeinsam haben sie England zum Sieg über die gefürchtete spanische Armada verholfen. Aber Elizabeths Dankbarkeit währte nicht lange, und Dreyling bleibt nur die Flucht. Als die Häscher ihn finden und in der Heimat vor Gericht stellen, beginnt sein gefährlichster Kampf ...
Rezension
,,Der Meister des siebten Siegels" ist ein Roman über das Leben Adam Dreylings, einen Geschützgießer aus Tirol. In einem nicht gerade einfach zu lesenden Stil erzählt der Autor das Leben Adams zum Teil aus der Tagbuchperspektive Adams und zum Teil aus Sicht eines Betrachters. Ich fand es etwas schwierig zu lesen. Leider war es zeitweise auch etwas langweilig. Zumal es voll gestopft ist mit Fachwissen. Wobei der Autor nicht nur Wissen über das Gießen von Kanonen vermittelt hat sondern auch von allen Möglichen anderen Dingen aus dem 16Jahrhundert einschließlich der politischen Lage in Europa und im spiezillen Englands. Auch erfährt der Leser eine Menge Details über die Ereignisse um Sir Frances Drake und Sir Frances Walsingham. Diesen Teil des Buches fand ich dann wieder hochgradig spannend. Wobei auch hier wieder jede Menge Details angeben wurden, die dem Ganzen die Spannung nahmen.
Meiner Meinung nach hätte man dieses Buch gut um ein Drittel kürzen können. Ich fand es gab einige Zeiten von Adam Dreyling die nicht so ausführlich beschrieben werden müssten.
Immerhin umfasst dieser Roman 1118 Seiten. Die meisten Seiten gefüllt mit irgendwelchen technischen Wissen. Um das Ganze Drama um Adam Dreyling zu verstehen brauche ich wirklich nicht zu wissen wie viel Bruttoregister Tonnen die englischen Kampfschiffe und wie viele die Spanier hatten usw. Irgendwie habe ich zu Adam Dreyling nicht wirklich eine Beziehung aufbauen können. Immer wenn es näher um ihn ging kamen irgendwelche Beschreibungen der Umgebung oder der Herstellung von Kanonen oder Segeltechniken dazwischen. Diese an sich interessanten Berichte haben aber den Schwung aus dem Buch genommen. Ich habe immer wieder überlegt ob ich diesen Roman nicht abbrechen soll, nur weil ich wissen wollte wie der Urteilsspruchs Adams am Schluss lauten sollte habe ich überhaupt bis zum Ende durchgehalten.
Sehr gut gefallen, wiederum hat mir, dass es in dieser TB Ausgabe sehr viel Zusatzmaterial gegeben hat. Es gibt Karten, Personenregister und jede Menge Quelleninformationen. Erstaunt war ich auch darüber, dass das meiste der Geschichte wohl ein Tatsachenbericht ist, auch wenn die Figur des Adam Dreyling fiktiv ist, der Kern der Geschichte hat wirklich stattgefunden. Der Autor ist in einem ausführlichen Nachwort darauf eingegangen was Fiktion und Wahrheit ist, dies ist für mich immer sehr wichtig und war auch dieses Mal sehr informativ.
Bewertung: [note3-]