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Unterhaltung => Rezensionen => Thema gestartet von: Xandi in 12. Juni 2011, 11:57:19

Titel: Durch stürmische Zeiten -- Lesley Pearse
Beitrag von: Xandi in 12. Juni 2011, 11:57:19
[isbn]9783404164561[/isbn]

Kurzbeschreibung
England 1786. Wegen eines harmlosen Diebstahls wird die junge, mittellose Mary Broad zum Tode verurteilt. Das Schicksal scheint es gut mit ihr zu meinen, als sie bald darauf begnadigt und stattdessen auf einem Gefangenenschiff in die neu entdeckte Kolonie Englands, Australien, gebracht wird. Was zunächst eine glückliche Fügung zu sein scheint, erweist sich jedoch schnell als harte Prüfung: Die monatelange Überfahrt ist geprägt von Krankheit, Leid und Tod, und die unmenschlichen Lebensbedingungen in Australien lassen Mary oftmals verzweifeln. Doch die tapfere Frau hat den unbändigen Willen zu überleben. Zusammen mit ein paar Verbündeten wagt sie schließlich die gefährliche Flucht ═ getragen einzig und allein von Hoffnung und Liebe ┤ Basierend auf dem wahren Schicksal einer mutigen Frau, mitreißend erzählt von Englands Nr.-1-Bestsellerautorin

Meine Meinung und Beurteilung
Ich hab dieses Buch mit im Urlaub gehabt und ich glaube zu Hause hätte ich es nach einigen Seiten sicher wieder weggelegt.  Und hätte ein wirklich super Buch verpaßt!

Mary kommt mit ihrer Abenteuerlust in einem kleinen verschlafenen Städtchen in Cornwall nicht klar. Darum bricht sie auf um in einer größeren Stadt ihr Glück zu suchen. Aber leider, wie das
anscheinend damals so war, gelingt ihr das nicht wirklich und sie muß sich durch stehlen über Wasser halten. Dabei wird sie erwischt und verurteilt.
Die damals 19 jährige wird in erster Instanz zu Tode verurteilt. Aber das Schicksal nimmt sich ihrer an und sie wird für die Depotation vorgesehen.

Die Schilderungen von den Gefängnissen, dem Schiff, die Umstände und Lebensbedingungen sind sehr glaubhaft und schrecklich geschildert. Ich hatte ständig dieses trostlose Bild vor Augen,
wie es da unter Deck ausgeschaut hat.
Mary geht durch die Hölle und muß viele Schicksalsschläge einstecken. Sie ist eine hart und oft emotionslose Frau. Aber ich glaub, anders könnte sie das alles garnicht durchgestanden haben.
Immerhin soll sich dieses Leben ja wirklich so abgespielt haben. Diese Mary gab es wirklich.

Unglaublich was ein Mensch und ein Menschlicher Körper so alles aushalten kann. Die 7 Jahre ihres Lebens, die wir sie hier begleiten, sind keine Kaffeefahrt.

Bewertung
Mir war die Hauptperson oft zu kalt und emotionslos. Mit ein bißchen mehr Gefühl hätte auch ich mehr für sie empfinden können und mitfühlen
trotzdem eine gelungene Abwechslung zu meinem sonstigen Lesestoff

[note2-]