Buchrebellin Forum

Krimi => Rezensionen => Thema gestartet von: nirak in 24. Juli 2011, 10:07:51

Titel: Blutengel - Michael Koglin
Beitrag von: nirak in 24. Juli 2011, 10:07:51
[isbn]978-3442474110[/isbn]

Geheimnisvolle Botschaften, in die Haut der Opfer geritzt, ein perverser Serienmörder, Kommissar Mangold steht vor einem Rätsel

Die 35-jährige Tanja Binkel wurde in ihrer Berliner Wohnung mit einem Fuß an der Decke aufgehängt. In ihren Oberschenkel wurde ein lateinischer Spruch geritzt: ,,Semper aliquid haeret."– ,,Es bleibt immer etwas hängen." An der Ostsee wird eine weitere Leiche mit einem eingeritzten Satz entdeckt. Dann ein Opfer in München und ein grausam hingerichteter Priester in Florenz. Der Hamburger Kommissar Mangold und seine Sonderkommission, zu der auch die Profilerin Kaja Winterstein gehört, arbeiten mit Hochdruck. Aber der Täter treibt ein perverses Katz-und-Maus-Spiel ... und die Tatorte werden immer bizarrer.

Rezension

,,Blutengel" ist der folge Band zu ,,Bluttaufe". Leider habe ich diesen ersten Band nicht gelesen und in diesem Nachfolger schwingt doch auch immer noch etwas von den ersten Ermittlungen nach. Obwohl diese neuen Morde nichts mit dem Vorgänger zu tun haben.
Ein verrückter Killer geht um und bringt quer durch Deutschland scheinbar wahllos dafür aber ziemlich grauenvoll Menschen um. Frauen sowie Männer. Er hinterlässt seine Botschaften eingeritzt in den Opfern. Der Autor schildert ziemlich genau wie die Morde geschehen, also Gänsehautfaktor.

Die Story ist logisch aufgebaut und gut durchdacht. Mir erschloss sich jedenfalls nicht so schnell, wer denn nun eigentlich hinter den Morden steckt.

Das Ermittlerteam fand ich etwas gewöhnungsbedürftig und schon reichlich chaotisch. Was nicht unbedingt negativ gemeint ist. Hier gibt es eine Profilerin, Kaja Winterstein, die noch sehr mit dem ersten Fall beschäftigt ist, einen Reporter, Hensen, mit Hang zum esoterischen, einen Polizisten, Weitz, der nicht wirklich Teamfähig war und der Chef vom ganzen Mangold, der alle zum zusammen arbeiten bringen soll sowie den Autisten Sienhaupt. Diese Idee einen Autisten als Ermittler einzusetzen fand ich sehr gut und unterscheidet diesen Thriller mit Sicherheit von anderen Werken aus diesem Genre.

Auch der Erzählstil des Autors ist etwas gewöhnungsbedürftig aber gut. Er wechselt immer wieder zwischen den Protagonisten hin und her, so das ich als Leser immer auf dem neusten Stand der Ermittlungen war. Was nicht unbedingt auch der Stand der Ergebnisse ist. So war ich doch zwischen durch auch mal auf der falschen Spur.

Insgesamt hat mir ,,Blutengel" gut gefallen und ich werde mit Sicherheit auch noch irgendwann ,,Bluttaufe" lesen um zu erfahren wie alles begann. Auch denke ich, würde ich einen weiteren Fall mit diesem ungewöhnlichen Team lesen. Ich hatte interessante Lesestunden. Würde aber jedem raten, der dieses Buch lesen möchte, tatsächlich zuerst ,,Bluttaufe" zu lesen, weil die Bände doch irgendwie aufeinander aufzubauen scheinen, jedenfalls was die Lebensumstände der Ermittler betrifft.

Bewertung: [note2]