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Krimi => Rezensionen => Thema gestartet von: uschi in 20. Januar 2012, 20:51:01

Titel: Fünf - Ursula Poznanski
Beitrag von: uschi in 20. Januar 2012, 20:51:01
[isbn]3805250312[/isbn]

In der Nähe von Salzburg wird auf einer Weide zwischen Kühen eine Leiche gefunden. Die Ermittlerin Beatrice Kaspary und ihr Kollege Florin Wenninger übernehmen den Fall. Schnell ist die Identität der Toten geklärt. Was den Ermittlern aber Kopfzerbrechen bereitet, ist die Tätowierung an den Fußsohlen der Toten. Sie besteht aus Buchstaben und Zahlen. Beate Kaspary kann zuerst keinen Sinn darin erkennen, bis sie von einem Kollegen darüber aufgeklärt wird, dass es sich hier um Geocaching handelt. Er betreibt dieses Hobby selbst und weiß daher, dass es sich bei den Zeichen um Koordinaten handelt.

So beginnt eine blutige Schnitzeljagd, die immer mehr Opfer fordert. Zu spät erkennt Beatrice, dass am Ende auch sie auf der Liste des Täters stehen wird und somit in höchster Lebensgefahr schwebt.

Ein interessanter Plot, ich muss gestehen, ich hatte bisher von Geocaching Null-Ahnung und habe daher erst einmal etwas gegoogelt. Es war mir danach aber sofort klar, dass sich Geocaching super für die Handlung eines Thrillers eignet

Mit Beatrice Kaspary und Florin Wenninger hat die Autorin sympathische Ermittler geschaffen. Sie werden sehr realistisch dargestellt, Kaspary versucht ihren Kindern gerecht zu werden, was bei ihrem Arbeitspensum nicht immer so einfach zu verwirklichen ist. Dafür muss sie sich auch noch von ihrem Exmann terrorisieren lassen, obwohl sie schon selbst genug mit ihren Schuldgefühlen zu kämpfen hat. Dazu kommt noch, dass ihr Chef sie nicht ausstehen kann.

Kontinuierlich baut Frau Poznanski den Spannungsbogen bis zum Ende auf, streut immer wieder einmal Hinweise auf den Täter ein. So nach und nach entwirrt sich das Knäuel und der Leser erfährt, wer der Täter ist und welche Motivation ihn umgetrieben hat. Auch die Gründe, warum diese Morde geschahen, werden sehr einleuchtend dargestellt. Der Leser tappt lange im Dunkeln, zumindest ich habe lange gebraucht, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Ein rundum gelungener Thriller, allerdings sollte man nicht allzu zartbesaitet sein, da es doch sehr blutig wird.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es ein Wiedersehen mit Beatrice und Florin geben wird. Ich würde mich über neue Fälle freuen, ich denke auch, über das Verhältnis der Beiden zueinander ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Als Leser merkt man, dass es unterschwellig bei den Beiden doch gehörig knistert.  

[note2+]