[isbn]9783764504342[/isbn]
Eine Insel kämpft um die Freiheit – und eine Frau um ihre große Liebe
London, 1649. Nach der Hinrichtung Königs Charles I. heiratet Elizabeth Raleigh den Sohn einer reichen Pflanzerfamilie von Barbados. Schon während der stürmischen Reise in die karibische See erkennt sie jedoch, dass ihr Mann Robert nicht der ist, für den sie ihn anfangs hielt. Ihr Zwiespalt vertieft sich, als sie dem charismatischen Freibeuter Duncan Haynes begegnet.
Nach Wochen erblickt Elizabeth endlich ihre neue Heimat Barbados und erliegt dem tropischen Zauber der Karibik. Doch bald überschatten dunkle Familiengeheimnisse ihr Leben, und als auf Barbados ein tödlicher Freiheitskampf entbrennt, spitzen sich die Ereignisse auf dramatische Weise zu ...
Piraterie, heimliche Liebe und Verrat vor der traumhaften Kulisse von Barbados.
Rezension
Elisabeth Raleigh, eine adlige junge Lady aus England heiratet den jungen Pflanzer Robert Dunmore. Dieser lebt mit seiner Familie auf Barbados. So begibt sie sich auf das Schiff Eindhoven und tritt ihre Reise in die Karibik an. Noch am Tag vor ihrer Hochzeit lernt sie den charismatischen Freibeuter Duncan Haynes kennen. Auch ihn führt sein Weg nach Barbados. Wo sie sich unwillkürlich wieder begegnen!
Der Erzählstil von Elena Santiago ist schön leicht und luftig und so ließen sich die Seiten auch schnell lesen. Erwartet hatte ich einen interessanten Reisebericht und einige historische Informationen über Barbados. Leider wurde ich diesbezüglich enttäuscht. Die Handlung war ziemlich einfach und übersichtlich geschrieben. Die Protagonisten waren mir zu blass und unscheinbar.
Historische Einzelheiten gab es nur am Rande bezw. zum Ende hin. Der überwiegende Teil war der Liebe zwischen dem Kaperfahrer Duncan und Elisabeth gewidmet. Diese Beziehung ging mir zu schnell und ich fand sie auch für eine Beziehung die 1649 spielt unglaubwürdig. Ich denke einfach, dass sich ein junges Mädchen damals nicht so verhalten hat wie die Autorin es uns hier erzählt. (Auf Einzelheiten möchte ich hier nicht eingehen, da ich niemanden dem Spaß am Lesen dieses Buches nehmen möchte.)
Auch fand ich die Sprache hier viel zu modern. Diese ganze Geschichte hätte auch in der Gegenwart spielen können. Es fehlen einfach die typischen Begriffe und Redewendungen dieser Zeit. Auch von dem Leben der Sklaven und ihren Herren wird nicht wirklich viel erzählt. Schade ich hatte einfach ein bisschen mehr erwartet.
Als die Geschichte dann doch noch die Sklavenaufstände aufgreift wird es kurzfristig interessant und spannend. Leider ist dieser Teil dann auch sehr schnell vorbei und das Buch beendet. Es bleiben am Schluss einige Fragen offen da es wohl eine Fortsetzung geben soll.
Das Cover und die Aufmachung dieses Romans haben mir allerdings sehr gut gefallen. Die Frau die man von hinten sieht und auf die Bucht schaut laden zum träumen ein und haben bei mir einen Hauch von Fernweh ausgelöst.
Auch die Innenseite ist toll gemacht. Vorn gibt es eine Karte der Karibik und hinten ist ein alter Segler abgebildet. Beides fand ich gut.
Mein Fazit: ,,Inseln im Wind" ist ein Roman der sich flott lesen lässt und trotz meiner Kritik von mir noch drei Sterne bekommt, da er mich in jedem Fall gut unterhalten hat und ich einige kurzweilige Stunden mit Elisabeth, Duncan und Robert hatte. Für kalte Wintertage am Kamin genau das richtige. Man kann beim Lesen schön entspannen da die Handlung nur wenig Tiefe aufweist und man so nicht großartig darüber nach zu denken braucht.
Bewertung: [note3-]