[isbn]9783351033736[/isbn]
Der neue Geniestreich von Monaldi & Sorti Seine Bewunderer werden erfreut sein, Atto Melani, Kastrat und dereinst Abbé und Spion des Sonnenkönigs, endlich wieder zutreffen. Sie werden auch erstaunt sein, ihn hier in seinen grünen Jahren zu erleben, jung noch und verletzlich, doch schon ebenso scharfsinnig, wie man ihn aus seinen späteren Abenteuern kennt. An der Seite seines Vormundes, Secretarius des Cavaliere Sozzifanti, und gemeinsam mit seinen Schicksalsgenossen – zwei berühmten Kastraten-Sängern, vier ehrenwerten, gänzlich weltfremden Gelehrten und zwei Korsaren von höchst ungehobelten Sitten – enthüllt er diesmal einen Betrug, der scheinbar nur für Philologen von Belang ist, in Wahrheit jedoch weitreichende Folgen hat: die Fälschung eines Großteils der uns überlieferten antiken Autoren. Das Römische Reich, die griechische Antike, das alte Ägypten hätten demnach nie existiert. Platon und Aristoteles, Julius Cäsar und Cicero entsprängen der Phantasie raffinierter Fälscher, und wir lebten heute nicht im 21., sondern eher im 18. Jahrhundert nach Christi Geburt. Kaum zu glauben? Und doch ist die neueste Enthüllung des berühmten Autorenduos das Ergebnis mehrjähriger fundierter Studien - brillant übersetzt in ein großes literarisches Abenteuer. Ein höchst unterhaltsamer Abenteuerroman und eine brillante literarische Spuren-suche, die die Antike als größtes Ammenmärchen der Geschichte entlarvt.
Rezension
Der Kastrat Atto Melani und der Secretarius Cavaliere Sozzifanti begeben sich auf ein Schiff welches sie nach Frankreich bringen soll. Hier soll Atto und ein weiterer Kastrat vor dem König singen. An Bord dieses Schiffes befinden sich ebenfalls Caspar Schoppe, Gabriel Naude, Louis Hardouin, Francois Guyetus, es handelt sich um Gelehrte Männer die ausgezogen sind diverse Schriften der Antike zu suchen. Ihr Schiff wird von Korsaren überfallen, sie können zwar fliehen landen aber auf der scheinbar unbewohnten Insel Gorgona. Dort stoßen sie auf Spuren eines Mönches der in Besitz von Antiken Schriften sein soll. Die Gelehrten wollen diese Schriften an sich bringen, sie wollen sie lesen und studieren. Es beginnt eine Jagd.....
Der Erzählstil von Rita Monaldi war für mich sehr anstrengend zu lesen. Immer wieder gab es eine zahllose Anzahl von Fremdwörtern oder eben viele Lateinische Redewendungen die den Lesefluss immer wieder unterbrochen haben. Auf der einen Seite liest es sich wie ein Brief den eben der Secretarius seinem Schützling Atto Melani geschrieben hat. Dann gibt es aber auch immer wieder diese Passagen in denen die Gelehrten entweder das eine oder andere Schriftstück gefunden haben und lesen und darüber diskutieren oder aber sie erzählen über andere Gelehrte aus der Antike wie Cicero, oder Galileo Galilei um nur zwei zu nennen.
Fand ich die Idee über die Zeit zu lesen und zu erfahren was diese Gelehrten dazu zu sagen hatten am Anfang noch spannend und interessant, änderte sich das jedoch ziemlich schnell. Viele der Begonnen Geschichten waren mir einfach zu langatmig geschrieben und konnten mich auch nicht überzeugen. Es kam bei mir eher Langeweile auf statt Spannung, auch die Rahmenhandlung der Gestrandeten konnte mich nicht überzeugen. Die Protagonisten waren für mich einfach nicht greifbar. Weder konnte ich mit ihnen mitfiebern noch hat mich ihr Handeln als solches überzeugt. Die Geschichte wurde stattdessen immer verworrener und es gab viele Passagen die ich einfach überflüssig fand. ,,Das Mysterium der Zeit" hat sich für mich eher wie ein Sachbuch gelesen und nicht wie ein historischer Roman der auch mal die einzelnen Geschichten derer beleuchtet die als historische Berühmtheiten galten. Ich habe mich mit diesem Buch sehr schwer getan. Schade, ich hatte mir einfach mehr davon versprochen.
Leider gibt es auch kein Personenregister, dieses wäre aber bei der Vielzahl der Protagonisten sehr hilfreich gewesen. Dafür gibt es aber ein Nachwort das noch einmal fast 100 Seiten lang ist und in dem Fiktion und Wahrheit von einander getrennt werden. Normaler weise lese ich so was immer sehr gern. Ich habe diesmal aber darauf verzichtet da ich froh war das eigentliche Buch beendet zu haben. Vielleicht werde ich es später noch einmal lesen.
Mein Fazit: ,,Das Mysterium der Zeit" war für mich einfach nicht das richtige Buch. Wer aber gern philosophische Abhandlungen liest ist hier genau richtig.
Bewertung: [note4]