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Storica => Rezensionen => Thema gestartet von: nirak in 27. März 2012, 18:33:13

Titel: [12 Jahr. Deutschland] Die Fälscherin - Julia Freidank
Beitrag von: nirak in 27. März 2012, 18:33:13
[isbn]978-3547711677[/isbn]

Das Lazariterspital in Jerusalem ist die Hölle, in welche die Aussätzigen verbannt sind. Auch für die junge Blanka endet der Zweite Kreuzzug hier. Sie wird zum Sterben zurückgelassen. Jahre später, wieder in Bayern, ist Blanka geheilt. Als ihr Vater erkrankt und Blanka ihr Erbe zu verlieren droht, muss sie im Krieg der beiden größten Mächte des Mittelalters Partei ergreifen. Um ihre Familie und ihren Herrn zu schützen, fälscht sie im Auftrag Ottos von Freising Urkunden. So wird sie zur heimlichen Kämpferin gegen die aufstrebenden Wittelsbacher. Bis sie sich in Ortolf verliebt, den gefährlichsten Ritter ihrer Feinde.

Rezension

Blanka ist die Tochter eines Ritters von Bischof Otto von Freising, dieser lebte im 12 Jahrhundert. Ihrem Vater gehörte das Lehn Burgrain. Doch dann erkrankt er und Blanka und ihr Bruder drohen ihr Erbe zu verlieren. Da macht der Bischof ihr ein Angebot welches sie nicht ausschlagen kann. Blanka gerät zwischen die Fronten zwischen dem Bischof und den gefürchteten Wittelsbachern. Sie begegnet aber auch ihrer großen Liebe. Was soll sie tun? Wie soll sie sich entscheiden? 

Der Erzählstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen. Die Geschichte um Blanka leicht verständlich. Die schwierigen politischen Verhältnisse der damaligen Zeit  sind gut ausgearbeitet und verständlich dargestellt. Fr. Freidank hat die historischen Ereignisse wunderbar in ihre fiktive Geschichte um Blanka eingebaut. Aber leider fehlte meiner Meinung nach ein bisschen Tiefgang.
Blanka fand ich eher unscheinbar und blass und nicht wirklich greifbar. Vielleicht lag es auch daran, dass die Autorin immer wieder von einer Szene zur anderen gesprungen ist und es dadurch auf mich etwas unruhig wirkte. Außerdem mag ich es nicht unbedingt wenn zu viel Gewalt mit ihm Spiel ist, was hier eben der Fall war und eben auch deutlich beschrieben wurde.

Gut gefallen hat mir hier allerdings, dass es gleich zu Anfang ein Personenregister gibt, aus dem hervorgeht welche Protagonisten einen realen Hintergrund haben und welche rein Fiktiv sind. Am Ende gibt es noch ein erklärendes Nachwort, welches interessant war.

Mein Fazit: ,,Die Fälscherin" ist ein solider historischer Roman. Der mich zwar nicht völlig überzeugt hat, sich aber gut lesen ließ und somit für einige unterhaltsame Lesestunden gesorgt hat. Auch gibt es einen realen Hintergrund der Geschichte, der ziemlich interessant war und mir gut gefallen hat.

Bewertung: [note3-]