[isbn]9783499258695[/isbn]
Rezension
Im Hamburger Rotlichtviertel wird die Leiche eines grausam verstümmelten Polizisten gefunden. Die Kollegen Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs übernehmen die Ermittlungen, doch es bleibt nicht bei dem einen Toten. Schon bald werden sie an den nächsten Tatort gerufen. - In der Psychiatrie sitzt seit knapp 23 Jahren ein Täter ein. Seine Taten von damals und die neuen Morde ähneln sich erschreckend. Wie kann das sein? Was verbindet diese Beiden Vorfälle miteinander? Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs stellen sich dieser schweren Aufgabe die Hintergründe zu klären.
Der Autor hat hier nicht mit grausem Beschreibungen der Tötungsarten gespart. Wer dieses Buch liest sollte also schon über starke Nerven verfügen. Allerdings verzichtet er drauf die Handlungsabläufe die zum Tode führten detailliert zu beschreiben. Es bleibt nur bei der Erwähnung der Todesart, die sind aber auch schaurig genug.
Der Erzählstil von Stephan Rother ist flüssig zu lesen und die Seiten blättern sich quasi von allein. Ich musste einfach immer weiter lesen um schnell zu erfahren wer und warum hinter den Morden steckte. Das wer und warum ist sehr gut in den Seiten versteckt gewesen so dass ich schon ziemlich bis zum Schluss brauchte um Klarheit zu erlangen. Ich mag solche Thriller/ Krimis gern, bei denen ich nicht sofort alles durchschaue und das war hier der Fall.
Allerdings war es mir im Mittelteil dann zwischendurch etwas zu psychologisch. Es gab ein paar Stellen an denen viel diskutiert wurde mit möglichen Tätern und diese Stellen fand ich ein bisschen langatmig, für meinen Geschmack. Aber das mag jeder selbst beurteilen.
Mein Fazit: ,,Ich bin der Herr deiner Angst" ist ein Thriller der alles hat was ein guter Thriller braucht. Ausreichend Tote, schwer zu durchschauende Handlungsabläufe der Protagonisten und Beschreibungen die das eigene Kopfkino in Gang setzten und dafür sorgen, dass sich der eigentliche Thriller im Kopf abspielt. Mir hat dieses Buch gut gefallen.
Bewertung: [note2]