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Krimi => Rezensionen => Thema gestartet von: nirak in 01. Mai 2012, 15:47:01

Titel: [Krimi 20 Jahrh.] Finsterau - Andrea Maria Schenkel
Beitrag von: nirak in 01. Mai 2012, 15:47:01
[isbn]978-3455403817[/isbn]

Rezension

1944 in einem kleinen Dorf in Bayern. Die junge Afra wird Tod in ihrem Elternhaus aufgefunden. Sie lebte einige Zeit in der Stadt und kehrte dann Schwanger nach Hause zurück. Ihre strenggläubigen Eltern haben sie zwar aufgenommen waren aber entsetzt. So machte der Vater ihr das Leben zu Hölle. Wer tötete Afra und warum?

Der Erzählstil ist gewöhnungsbedürftig und hat mir nicht so gut gefallen. Die einzelnen Passagen mit dem Versuch im bayrischen Dialekt haben mir nicht gefallen, sie waren zuwenig um authentisch zu sein und zu viel um ein zügiges Lesen zu ermöglichen.
Der Tod Afras und die Aufklärung waren mir dann auch zu schnell erzählt. Es gibt  mehrere Erzählstränge und man erlebt den Tag aus Sicht der einzelnen Beteiligten. Der Tod von Afra wird dadurch von allen Seiten beleuchtet, dies fand ich aber wieder gut. Aber auch hier gilt einfach zu kurz. Ich finde die Autorin hätte sich die Zeit nehmen sollen und alles etwas intensiver schildern können. So konnte ich irgendwie keine Beziehung zu Afra und ihrer Familie aufbauen. Schade, denn die eigentliche Geschichte hat mir gut gefallen zumal sie einen realen historischen Hintergrund hat. Auch finde ich hier das Preis-Leistungsverhältnis nicht angemessen. Ein Buch von gerade mal 124 Seiten für 16,99 € empfinde ich einfach als zu teuer.

Mein Fazit: Finsterau ist ein interessanter, historischer Kriminalfall. Der mich leider nicht völlig überzeugt hat und mir einfach zu kurz im Detail war. Der Erzählstil der Autorin war auch nicht unbedingt meins.

3 Sterne vergebe ich dafür, dass hier ein durchaus Interessanter Mordfall in einer schwierigen Zeit geschildert wird.