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Unterhaltung => Rezensionen => Thema gestartet von: DG7NCA in 08. April 2013, 20:21:00

Titel: Schokoladengeister - Jael McHenry
Beitrag von: DG7NCA in 08. April 2013, 20:21:00
[isbn]345335561X[/isbn]
Schokoladengeister - Jael McHenry




Klappentext Quelle Verlagsseite

Ginny Selvaggios Leidenschaft ist das Kochen. Bei dem Duft von schmelzender Schokolade fühlt sich die junge Frau geborgen. Das Leben außerhalb ihrer heimeligen Küche hingegen macht ihr oft Angst, denn sie leidet an einer leichten Form des Autismus. Als ihre Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, bricht Ginnys wohlbehütete Welt zusammen. Doch zugleich entdeckt sie, dass eine ganz besondere Begabung in ihr schlummert: Indem sie die Rezepte ihrer verstorbenen Liebsten nachkocht, kann sie deren Geister heraufbeschwören. Und dies bleibt nicht die einzige Magie: Im Schutz ihrer geliebten Küche lässt Ginny den jungen Witwer David in ihr Leben, mit dem sie bald eine zarte Freundschaft verbindet.

Meine Meinung

Als erstes fällt das Cover auf, das zum Buch so eher nicht paßt. Es suggeriert einen Chicklit oder eher eine lustigen Roman. Doch dem ist überhaupt nicht so.
Ginny`s Reise zu sich und nach draußen beginnt mit der Beerdigung ihrer Eltern. Es wird einem schnell klar das Ginny autistisch ist und mit diesem Schiksalsschlag zu beginn überfordert ist. Da sie sich schon immer durch kochen in ihre Welt zurückziehen kann, wird das zu einer Art Rückzugsort. Noch während der Beerdigung kocht sie ein Rezept ihrer Oma nach und diese erscheint ihr als Geist. Das ist ein Kapitel ihres Weges aus der "Behüteten Welt ihres Zuhauses" ,welches durch den Tod ihrer Eltern nur noch ein Trugbild ist
Mit den Menschen ihrer kleinen Welt und gegen sie beginnt für Ginny der Weg aus der Vergangenheit in "ihre" Zukunft.

Nachdenklich, einfühlsam und überraschend kommt die Begegnung mit Ginny für den Leser daher. Man kann sich durch die Ich-Erzählung mit Ginny`s Gedanken- und Gefühlswelt dem "Asperger-Syndrom" einlassen.
Ich empfehle jeden einmal Ginny und ihrer Sicht der Welt zu begegnen.

5 von 5 Punkten