[isbn]978-3839213551[/isbn]
Inhalt:
Mitten im 30jährigen Krieg im Schwarzwald auf dem Petersthal Hof lebt Bernina mit ihrem Mann Nils Norby. Sie erholt sich von den Schrecken der Jahre als ein rätselhafter Fremder auftaucht. Bernina gewährt im Unterschlupf für eine Nacht. Am nächsten Morgen muss sie feststellen, dass er verschwunden ist und ihre wertvolle Familienchronik mit ihm. Bernina beschließt zu den Markttagen nach Freiburg zu reisen und gerät dabei zwischen die Fronten. Der große Krieg ist plötzlich wieder sehr nah.
Meine Meinung:
,,Die Entscheidung der Krähentochter" ist nun mehr der dritte Band dieser Reihe und dabei nicht weniger spannend als die Vorgänger. Im Gegenteil ich war gefesselt von der ersten Seite an. Der Erzählstil des Autors ist geprägt von kurzen, knappen Sätzen, die die düstere Atmosphäre des Krieges mühelos tragen. Die Spannung baut sich langsam auf und zunächst scheint es auch eine völlig normale historische Geschichte zu sein. Der Autor schildert das Leben auf dem Hof, gibt einen kleinen Rückblick was in den letzten Jahren mit Bernina und Nils geschehen ist, dann wird die Familienchronik entwendet und Bernina fragt sich natürlich was will dieser Fremde mit dem Buch. Sie beginnt die Suche nach der Chronik und kommt geheimnisvollen Dingen auf die Spur. Dabei gerät sie nicht nur einmal in Gefahr. Ich fand die Schilderungen spannend zu lesen und habe mit Bernina nach der Chronik gesucht und mit ihr gezittert als sie dem großen Krieg in Freiburg wieder zu nahe kam.
Auch gibt es den einen oder anderen neuen Charakter zu entdecken. Die sich wunderbar in die Geschichte einfügen und so noch einmal mehr für Spannung und Abwechslung sorgen. Mir hat das gut gefallen. Auch wenn die Atmosphäre eine düstere war, so war es doch auch gleichzeitig spannend. Die historischen Hintergründe fügen sich wunderbar in die fiktive Geschichte um Bernina ein. Es entstand ein zwar fiktiver Roman, die Geschichte könnte sich aber durchaus so zugetragen haben. Ich fand sie glaubwürdig.
In einem Nachwort klärt Oliver Becker den Leser über Wahrheit und Fiktion auf, was ich gerade bei einem historischen Werk wichtig finde. Ich lese gern, welche historische Begebenheit denn nun auch so gewesen sind wie sie geschildert wurden, oder welche ganz der Fantasy des Autors entsprungen sind. So auch hier.
Mein Fazit:
Oliver Becker hat hier wieder einen spannenden, historischen Roman abgeliefert, der für einige aufregende Lesestunden gesorgt hat. Mir hat ,,Die Entscheidung der Krähentochter richtig gut gefallen. Ich kann nur jedem empfehlen, der historische Romane mag, diese Buchreihe zu lesen. Natürlich könnte man auch jedes dieser Bücher für sich allein lesen. Es gibt immer wieder kleine Rückblenden, die den Leser über die vorherigen Geschehnisse auf dem Laufenden halten und so entgeht einem nichts, außer vielleicht eine wunderbare Geschichte über eine starke Frau die ihr Leben im 30 jährigen Krieg meistern musste.
- Das Geheimnis der Krähentochter
- Die Sehnsucht der Krähentochter
- Die Entscheidung der Krähentochter
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