[isbn]9783937357478[/isbn]
Inhalt:
Hier eine kurze Inhaltsangabe zu machen, ist ein bisschen schwierig. Zum einen wird die Geschichte von Sapphira erzählt. Sie lebt im Harem des Sultans Bayezid I und wird dort zur Heilerin ausgebildet. Der zweite wichtige Erzählstrang erzählt von Falk von Katzenstein der sich auf die Reise in den Orient macht um Pferde zu kaufen. Er erzählt von seinen Abenteuern und wie er zu Sapphira gelangt. Es beginnt im Jahre 1399....
Meine Meinung:
,,Die Heilerin des Sultans" ist zwar eigentlich der dritte Teil einer Trilogie, (war für mich aber der erste Teil, da ich die Vorgänger nicht gelesen habe.) Allerdings konnte ich mich trotzdem Mühelos auf die Geschichte einlassen. Man kann die Bücher Problemlos unabhängig voneinander lesen. Der Erzählstil von Silvia Stolzenburg ist angenehm und leicht zu lesen, wenn man mal davon absieht, dass es hier einige Handlungsstränge gibt. (Ich persönlich mag so was sehr gern.) Die einzelnen Kapitel haben dann jeweils ein Datum bezw. Ortsangabe, so dass beim Lesen immer klar war über welchen Protagonisten man gerade liest.
Für mich war der Erzählstrang der Sapphira mit am spannendsten. Ihr Leben im Harem des Sultans und ihr erlernen der Heilkunst fand ich sehr interessant. Der zweite tragende Erzählstrang war der von Falk, wie er aus Ulm aufbrach um im Orient Pferde für seine Zucht zu kaufen. Sein Weg war spannend zu lesen und voller Abenteuer. Die Protagonisten im Einzelnen sind gut ausgearbeitet und haben so ihre Ecken und Kanten. Das Leben im Harem schildert die Autorin so spannend und bildhaft, dass ich schnell Bilder im Kopf hatte. Es hat mir gut gefallen von diesem Leben zu lesen. Deutlich spürbar während der Geschichte ist, wie sich die Protagonisten entwickeln. Ist vor allem Sapphira zunächst noch mehr oder weniger ein Kind, so wird sie langsam zu einer Erwachsenen jungen Frau, die ihr Leben selbst bestimmen will und dann auch dem entsprechend handelt. Es hat mir gut gefallen ihr dabei über die Schultern zu schauen. Auch wenn mir Sapphira zunächst mit ihren 13 Jahren etwas zu jung und naiv war, aber wie gesagt sie entwickelt sich ja.
Deutlich zu spüren ist auch die gute Recherchearbeit die die Autorin im Vorfeld geleistet hat und hier zum Tragen kommt. So erfährt man so ganz nebenbei, wie die politische Lage Anfang des 15 Jahrhunderts im Orient war. Ich fand es spannend, wer da gegen wen gekämpft und Intrigiert hat.
In einem Nachwort geht Fr. Stolzenburg nochmal auf Fiktion und Wahrheit ein. Es war interessant zu lesen und ich habe wieder ein kleinwenig was gelernt.
Mein Fazit:
,,Die Heilerin des Sultans" ist ein spannender, historischer Roman über eine junge Frau in einem Harem. Ich fand ihn realistisch und glaubwürdig und könnte mir gut vorstellen, dass es sich durchaus so verhalten hat wie geschildert wurde. Ich konnte jedenfalls wunderbar abtauchen in diese Welt und hatte ein prima Kopfkino. Die beiden Vorgänger ,,Die Launen des Teufels" und ,,Das Erbe der Gräfin" werde ich bestimmt auch noch lesen.
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