[isbn]1590174143[/isbn]
Inhalt:
"My Dog Tulip" ist ein autobiographisches Werk Ackerleys, in dem er das Leben mit seiner Schäferhündin Tulip (die im wahren Leben Queenie hieß) beschreibt. Einen großen Teil des Buches nimmt der Versuch ein, Tulip auch ein erfülltes Sex-Leben zu bieten.
Meine Meinung:
Ich wünschte, ich könnte auch eine deutsche Übersetzung empfehlen, weil ich das Buch wunderschön fand. Ackerley ist zwar bestimmt in seinem konkreten Vorgehen kein Vorbild für alle Hundehalter (zumal das ja auch noch ganz andere Zeiten waren, die Erstausgabe erschien 1956) - aber sein Bemühen, die Hündin über die Artgrenzen hinweg zu verstehen und ALLE ihre Bedürfnisse zu erfüllen ist einmalig und rührend. Darüber hinaus ist es poetisch und humorvoll geschrieben und wirklich ein Genuss zu lesen. Das Sexuelle hat mir etwas zu viel Raum eingenommen, aber wenn ich in mich gehe, vor allem deshalb, weil ich ihm gern widersprechen würde, dass die meisten unserer Haustiere sexuell frustriert sind- und es nach diesem Buch nicht kann. Es macht zu deutlich, dass wir trotz allen Bemühens (und aller Verhaltensforschung, füge ich für mich selbst hinzu) nicht wirklich wissen können, was in ihnen vorgeht, nur mehr oder weniger fundierte Vermutungen anstellen. Für mich ist das Buch ein Appell, sich davon nicht frustrieren zu lassen, sondern sich immer weiter und immer intensiver um Verständnis und Verständigung zu bemühen.
Fazit:
Viele Hundebücher zelebrieren sentimental die angeblich bedingungslose Liebe eines Hundes zu seinem Herrn- dieses lässt die bedingungslose Liebe eines Schriftstellers zu seinem Hund auf jeder Seite durchschimmern.
[note1]
Klingt absolut nach einem must have and must read! Ich fürchte, das ist schon wieder eines für meine Liste :rollen:.