[isbn]9783499257315[/isbn]
Klappentext:
Bea weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Das erste Weihnachtsfest allein mit ihrem kleinen Sohn naht, in ihrem Café ist die Hölle los, und sie hat die ganze Nachbarschaft für den ersten Feiertag eingeladen. Eigentlich hat sie keine Zeit für neue Menschen in ihrem Leben, ganz zu schweigen von einer neuer Liebe. Doch Weihnachten ist die Zeit der Wunder, und in der duftenden Wärme des Honey Pot Cafés werden aus Fremden allmählich Freunde. Aber kann Bea ihr Herz wirklich noch einmal verschenken?
Meine Meinung:
Ich habe mir dieses Buch letztes Jahr in der Adventszeit gekauft und dann doch nicht gelesen. Dieses Jahr habe ich über die Feiertage spontan dazu gegriffen. Eigentlich ohne besonders viel Lust darauf und vielleicht auch nur, weil man es mit 320 Seiten kurz dazwischen schieben kann. Und dann habe ich es fast in einem Rutsch ausgelesen und kann mir kaum vorstellen, dass ich über Weihnachten zu einem besseren Buch hätte greifen können.
Die Geschichte ist aus drei Perspektiven erzählt. Protagonistin ist Bea, die Cafébesitzerin und Mutter eines 15 Monate alten Sohnes. Warum der Vater des Kindes nicht mehr im Leben beider vertreten ist, erfahren wir erst im Verlauf der Geschichte.
Außerdem lesen wir von Chloe, einer zu dünnen und unglücklich verliebten Anwältin und Olivia, einer Journalistin in einem Modemagazin. Sie sieht ein bisschen wie Scarlett Johansson aus und hat sich gerade mit Kieran, ihrem irischen Freund verlobt. Dessen komplette Verwandtschaft rückt über Weihnachten an, während ihre Familie auf den Bermudas feiert.
Der Klappentext deutet es schon an: Diese drei Frauen werden, wenn auch auf Umwegen, Freundinnen und helfen sich gegenseitig, an Weihnachten ein Wunder zu erleben.
Die Geschichte ist genreüblich ohne größere Überraschungen. Trotzdem: Romane, die in Cafés spielen, scheinen immer besonders gemütlich zu sein. Außerdem habe ich mir mittlerweile einfach eingestanden, dass ich mich in einem solchen ,,Contemporary" einfach sehr wohl fühle. Ich lese gern vom Alltag anderer Frauen, wie ich sie sein könnte, oder wie sie in meinem Freundeskreis auftauchen könnten. Dazu gehört natürlich auch immer eine Liebesgeschichte. Die in diesem Roman haben mir gefallen, machen aber nicht den Kern der Geschichte aus, weswegen ich ,,All I want for Christmas" auch in Unterhaltung und nicht in die Liebesromane eingeordnet habe
Natürlich habe ich, obwohl ich mich beim Lesen nie gelangweilt oder aufgeregt habe, auch einen kleinen Kritikpunkt: Amy Silver scheint selbst keine Kinder zu haben. Der kleine Luca geht einwandfrei ins Bett, lässt sich problemlos um 19 Uhr hinlegen, auch wenn er kurz zuvor noch ein Nickerchen gemacht hat. Das hält der Mutter Bea natürlich für einige Aktivitäten den Rücken frei, sei es im Café oder mit ihrer neuen Liebe. Ist aber trotzdem unrealistisch. Ich selbst habe keine Haustiere, aber ich behaupte mal, wie Chloe mit ihrem Welpen umgeht ist auch nicht so richtig realistisch.
Insgesamt empfehle ich ,,All I want for Christmas" aber als liebenswerte Freundschaftsgeschichte, die man nicht einmal unbedingt im Dezember lesen muss.
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