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Tach zusammen,
im Auswichtelthread von 2013 ist ja angeklungen, dass hier einige sind, die sich zu der Zeit wo dieser Text entsteht, daran versuchen, das Gitarrespielen zu erlernen. Da kam die Idee auf, vertiefende Unterhaltungen darüber in einen separaten Thread auszulagern, weil es im (aus)Wichtelthread nicht wirklich rein passt. Diesen Thread eröffne ich hiermit.
Und weil es ja nicht nur (angehende) Gitarrenspieler (http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8934) (http://www.smiliemania.de/)gibt, sondern auch noch ein Dutzend oder mehr anderer Instrumente, die der/die eine oder andere vielleicht spielt (http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8938) (http://www.smiliemania.de/) oder es erlernt, hab ich den Titel etwas allgemeiner gehalten. (Steffi hat ja vor Jahren mal geschrieben, das sie wieder Klavierstunden (http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8947) (http://www.smiliemania.de/) nehmen oder zumindest wieder etwas mehr üben wollte.) Und ich hätte da sicherlich auch noch die eine oder andere Frage zur Musiktheorie, die man hier auch mal diskutieren könnte. Also auf ins Getümmel, auf das die Noten fliegen... :->
:winken:
Hans
An die Gitarrenspieler
habt Ihr auch das Problem, dass sich an den Fingern der linken Hand nach ein paar Minuten die Seiten so tief eindrücken, dass kein weiterer Griff mehr sinnvoll machbar ist? - Oder habt Ihr da inzwischen eine entsprechende Hornhaut? :gruebel:
:winken:
Hans
Hi Hans,
Die Hornhaut bildet sich so langsam ....
Wenn ich nicht total regelmäßig übe, habe ich eher das Problem, dass mir die Sehne des linken Unterarms weh tut.
Dann geht erst mal gar nix mehr und ich muss bis zum nächsten Tag warten.
Liebe Grüße
Leseschnecke
Also mein Mann spielt nahezu täglich seine 1 - 2 Stunden. Mit diesem Problem hat er nix zu tun. Kann allerdings auch dran liegen, dass Du vielleicht Stahlsaiten benutzt?? Er hat eine klassische Gitarre mit Nylonsaiten und spricht bei den anderen immer mit :zwinker: vom 'Eierschneider'.
:winken: Christiane
Hi Ihr,
@Schnecke:
:hmschild: das sind ja dolle Aussichten...
@Christiane:
Ich hab auch Nylosaiten drauf, aber wenn ich auf den 2 unteren Melodiesaiten, also h und e was im ersten Bund greifen soll, dann klappt das nur für ein paar Minuten, danach hab ich so tiefe Rillen in den Fingern, das ich nichts mehr vernünftig greifen kann. Ach ja, die Sehen tun auch ein bischen weh, aber mehr in den Fingern und weniger im Unterarm. (Das die Muskeln zum Bewegen der Finger im Unterarm liegen, brauch ich hoffentlich nicht näher zu erklären.)
Und "Eierschneider" passt zu Stahlsaiten auch ganz gut, obwohl es auch welche mit Nylonhülle gibt. Aber wie ich mal gelesen habe, funktionieren die Tonabnehmer von E-Gitarren nur mit Stahlseiten. Nur weis ich noch nicht, ob ich irgendwann auch mal Ambitionen zur E-Gitarre und ihren Möglichkeiten der elektronischen Verzerrungen entwickeln werde. - Ich meine, damit kann man zwar interessante Effekte produzieren, aber bisher überlass ich das erst mal anderen.
:winken:
Hans
Ich hab erst klassische Gitarre gespielt und bin dan vor zig Jahren zur sogenannten "Western" Gitarre gewechselt, also mit Stahlsaiten.
Vorteil ist, dass das Griffbrett schmaler als das der klassischen Gitarre ist.
Nachteil ist, dass man sich erstmal an die Metallseiten gewöhnen muss.
Aber auch hier gibt es Tricks.
Ich habe mit die dünnsten Saiten für Western Gitarre, die man kriegen kann, meistens die von Martin's (glaub ich), wenn's Geld knapp ist auch die von Ernie Ball. Kann man mit leben.
Jetzt spiele ich so seit über 30 Jahren Irish bzw. Scottish Folk und zwar als Begleitgitarrero (ohne dieses exorbitante rumgezumpel, was viele Gitarrenspieler drauf haben, die nicht begriffen haben, dass sie im Folk kein Solo spielen, sondern nur einen Teppich für die anderen Musiküsse legen sollen..)
Ich bin zugegebenermalßen hardcore drauf und spiel auch über die Schmerzgrenze hinaus, bis die Blasen an den Fingerkuppen platzen :->
für alle anderen gilt nur: üben, üben, üben... Die Hornhaut kommt von alleine.
Nägel schön kurz halten und auf Fingerstellung achten, das machen nämlich viele falsch. Die Fingerkuppen sollen wie kleine Hämmer auf die Saiten kommen und nicht die ganze Auflagefläche.
Schlecht zu erklären. Das erste Fingergelenk muss nach außen zeigen und nicht nach innen knicken. Macht das Sinn?
Es hilft auch, wenn man sich am Anfang ein dickes Kissen zwischen Rippen und Ellenbogen packt, damit man den Abstand und die Haltung hinbekommt.
Der Daumen hält nicht den Gitarrenhals sondern dient quasi nur dazu , dass selbiger nicht rumschlackert.. Der Gitarrenhals ruht in der Kuhle zwischen Daumen und Hand.
Wenn man sie mit dem Daumen festhält, verkrampft die Hand und man klebt regelrecht fest, was keinen Sinn macht.
Mit dem Daumen arbeitet man als Gegengewicht, wenn man zum Beispiel auf der tiefen E Saite spielt, rutscht der Daumen runter, damit man mit den Fingern bequem an die Töne kommt.
Die linke Hand soll immer etwas hohl sein, damit die Saiten frei schwingen können.
Finger immer kurz vor dem Bundstäbchen aufsetzen und nicht genau drauf, sonst brummt es bzw. wird schief.
Hab ich was vergessen? :gruebel:
Ach so: frohes Spielen!
Ich finde Kingsizefairy hat das alles gut und richtig erklärt. :bang:
Hier könnt ihr mich mal sehen und hören:
http://www.youtube.com/watch?v=J8sz7ANzFHQ
(ich bin der mit der roten Gitarre ganz rechts)
naja... ich spiel ja auch seit über 40 jahren.... :zwinker:
Hi Fee,
danke für die Tips. :flirt:
Meine Gitarre wurde mal als "Wandergitarre" verkauft, dürfte also eine klassische sein, die nur etwas kleiner ausfällt. Ist ein NoName-Produkt, weil nur drauf steht, dass der Hals mit Stahl verstärkt ist: "Steel Reinforced Neck". Was Stahlsaiten angeht, so werd ich da den Vergleich mit dem Eierschneider nicht los... :rollen:
Bezüglich Fingerhaltung steht in meinem Buch ja auch drin, dass man die Finger möglichst Senkrecht aufs Griffbrett drücken soll. - Ist auch leichter gesagt, als getan. Naja und dann hab ich ein Problem mit den Fingernägeln: die sind nämlich meisstens zu lang, weil ich mir seit früher Kindheit angewöhnt habe, die auch als Werkzeuge zu benutzen. Als Kind meisst, um fest zusammen klemmende Legosteine auseinander zu kriegen indem ich mit dem Fingernagel den Spalt zwischen zwei Steinen erweitert habe. Und später haben sie sich in diversen Situationen als praktisch erwiesen, so das ich jetzt Schwierigkeiten habe, mich an die extrem kurzen Nägel zu gewöhnen. Dann kann ich sie nämlich nicht mehr als Werkzeuge benutzen... :wuschig:
Ach ja, das mit den Bundstäbchen hab ich auch schon heraus gefunden, wobei ich das aber auch kaum hinbekomme, wenn ich z.B. den e-Moll-Akkord spielen soll/will. Hab aber auch keine Ahnung, ob das nun am Griffbrett liegt, oder an meiner möglicherweise falschen Haltung. Das Griffbrett ist 4,5cm breit. Vielleicht kann mir ja mal jemand verraten, ob das eher Schmal ist, oder nicht.
:winken:
Hans
Hey Hans,
Volker meint, für eine Westerngitarre sind 4,5 cm zwar wohl normal, aber seine Konzertgitarre hat einen deutlich breiteren Sattel.
Dass Du mit den Sehnen und mit der Dehnung noch Probleme hast find ich nicht weiter verwunderlich. Das ist ja schon ein längerer Prozess der Gewöhnung wenn man ganz jung anfängt zu spielen. Aber wenn man erstmal so ein einigermaßen 'angejahrter Knochen' ist dann dauert es halt, die Sehnen ein wenig in neue Wege und Streckungen zu bringen. Aber: nix ist unmöööglich.... :zwinker:
Die kurzen Fingernägel sind da natürlich fast schon unumgänglich - kannst ja rechts Deine Werkzeuge behalten :flirt:.
Und Du siehst: Fairy schreibt es auch - wenn Du nur lang genug spielst erledigt sich Dein Problem mit den Rillen von ganz allein...
Und dann fällt mir noch ein, dass Du was zu E-Gitarre und Tonabnehmern geschrieben hast. Inzwischen gibt es auch supergute Tonabnehmer für Konzertgitarren und da kannst Du problemlos mit Deinen Nylonsaiten spielen. Damit stehen Dir auch n Effekte offen, aber Du kannst auch die Gitarre einfach lauter bekommen und sie hört sich dann tatsächlich trotzdem noch richtig schön nach Konzertgitarre und Nylon an. (Nein, ich hab nichts gegen den Klang von Stahlsaiten für die passende Musik, aber ich hab was gegen den Pseudo-E-Gitarrenklang, den Tonabnehmer und co früher aus der Konzertgitarre machten).
Weiter fleißig üben und dabei viel Spaß haben!!
Grüße ,
Christiane
Zitat von: KingsizefairyDer Gitarrenhals ruht in der Kuhle zwischen Daumen und Hand.
ähh Fee, wie machst Du das??? :gruebel:
Wenn ich den Hals in die Kuhle lege und dann versuche, C-Dur zu greifen, dann deutet mein Zeigefinger in einem Winkel von etwa 45° von oben auf die h-Saite, so das die Nagelfläche über der G-Saite liegt, und diese mehr oder weniger berührt. - Ich glaube meine Hände und Finger sind für diese Technik zu lang; ca. 20 cm von der Handwurzel bis zur Kuppe vom Mittelfinger. Da muss ich einerseits mit dem Daumen gegenhalten, (sonst klingt das C nicht richtig, das auf der h-Saite gespielt werden soll) andrerseits liegt der Hals da nirgendwo auf, sondern wird komplett zwischen Daumen und Fingern gehalten.
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Approps C-Dur Akkord: Dazu steht in meinem Buch (http://www.amazon.de/Gitarre-spielen-leicht-gemacht-mit/dp/1407506358/ref=sr_1_1):
Grundton C im 3. Bund der a-Saite (Ringfinger), einem e im 2. Bund der d-Saite (Mittelfinger) und einem c' im 1. Bund der h-Saite. C' deute ich als Cis. Nun zeigt mir das (chromatische) Stimmgerät aber kein cis sondern c an, wenn ich im 1. Bund der h-Saite greife. Wo ist denn da der Fehler? Im Buch, oder deute ich c' falsch?
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@Christiane:
So wie Du Dich hier ausdrückst, könnte man fast meinen, du würdest zu Deinen Kindern reden... :->
Und was die Tonabnehmer angeht, ich glaube das Thema lassen wir erst noch mal, denn da kann ich bisher eigentlich gar nicht mitreden, von ein paar technischen Sachverhalten mal abgesehen.
Soweit mal dazu. Oder hat vielleicht noch jemand einen Vorschlag für ein anderes Lehrbuch?
:winken:
Hans
Zitat von: Hans in 25. April 2014, 20:30:28
@Christiane:
So wie Du Dich hier ausdrückst, könnte man fast meinen, du würdest zu Deinen Kindern reden... :->
:wieher: Soll ich jetzt sagen 'Berufskrankheit'?? :-)
:winken: Christiane
@Christiane:
sag doch einfach, was Du willst. :-) Aber eigentlich sagen die Smilies ja eh schon alles. :elch:
:winken:
Hans
Hans,
der daumen ist bei mir in den meisten fällen eher das gegengewicht. druck übe ich immer nur mit den verbliebenen fingern aus (außer bei den barrégriffen)
1. bund H Seite ist immer C, der zweite Bund ist cis
das c' nennt man auch ein "eingestrichenes C"
das hat aber eher was mit der Notationssprache zu tun. Du hast ja mehrere Cs
auf der Gitarre zum Beispiel das C auf der A Saite, danndas besagte auf der H Seite und 8 töne weiter eins auf der E Saite was dann als c'' notiert würde
die ' dienen also lediglich zum zählen
wenn es ein cis wäre würde es als #c oder cis oder c# da stehen (kommt immer drauf an, wer das schreibt)
also ein #c' wäre der besagte 2. bund auf der H Saite
Hi Fee,
danke für die Erläuterung; - dann hab ich das c' also falsch gedeutet.
Wenn ich Deine Erklärung jetzt richtig verstanden habe, dann hat dieser Strich eher was mit der Oktave zu tun, in der der Ton klingt, oder? - Hm... jetzt wird es ein wenig technisch... nehmen wir anstelle des c mal den Kammerton a. Der schwingt gemäss Festlegung mit 440 Hz (Hertz) und definiert den Grundton für die Tonleiter. Wenn man nun eine Oktave höher geht, dann hätte man demnach ein a', welches dann mit 880 Hz schwingt. Oder anders ausgedrückt: Wenn man an der Gitarre die a-Seite leer anschlägt, dann hat man ein a (mein Stimmgeräte zeigt dann 2a an), wenn ich nun im 12. Bund der a-Saite greife, hab ich wieder ein a, was dann allerdings ein a' wäre, weil es eine Oktave höher liegt, oder? - Das Stimmgerät zeigt dann jedenfalls 3a an.
Lieg ich damit richtig?
:winken:
Hans
guggsu...
http://www.musiklehre.at/2_005.htm
hatte ich es auch wieder falsch im Kopf... kommt davon, wenn man sich da nicht mehr mit beschäftigt *seufz*
was ich also unten geschrieben habe war FALSCH, also im Hinblick auf eingestrichenes C
Oh Fee, nobody is perfect. :flirt:
Und mir geht es dabei ja auch oft so, dass ich da nur irgendwelches Halbwissen von der Theorie habe, das ich mit der Praxis (noch) nicht verbinden kann... :wuschig: - Aber die verlinkte Seite sieht gut aus. :flirt:
:winken:
Hans
Hier gibts mal wieder was Neues von mir, diesmal akustisch:
http://www.youtube.com/watch?v=0lRJ6orAwvo
Manchmal ärgert es mich dann doch, dass ich gegen Flash allergisch bin... - hier zum Beispiel. :wah: