Totenpfad von Elly Griffiths| [isbn]3499252198[/isbn] | | Totenpfad Krimi Seiten: 336 Bewertung: [note3+] |
InhaltDr. Ruth Galloway, forensische Archäologin: liebt Katzen und alte Knochen. Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy Downey. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe, die Detective Chief Inspector Harry Nelson von der Norfolk Police um den Schlaf bringen. Als an einem nebligen Herbsttag in den Salzwiesen nahe der Küste Mädchenknochen gefunden werden, ist er sich sicher, dass es Lucys sind. Doch die Archäologin Ruth Galloway sieht auf einen Blick: ein Fund aus vorgeschichtlicher Zeit. Damals opferte man Menschen in heidnischen Ritualen – an Plätzen, wo Land und Wasser aufeinandertreffen. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen. Harry und Ruth ahnen, dass sie dem Täter nahe sind. Wie nahe, ahnen sie allerdings nicht.
Meine MeinungDr. Ruth Galloway, forensische Archäologin, wird durch den Fund einer jahrhunderte alten Leiche in eine Entführung mit fraglicher Todesfolge hineingezogen.
Detectiv Cheif Inspector Harry Nelson und sie wirken zu Anfang beide recht spröde, was ich im Laufe der Geschichte aber etwas ändert.
Die Geschichte als solches liest sich recht gut, die Schrift ist recht groß und insgesammt platzfüllen gewählt, so daß man dieses Buch recht schnell gelesen bekommen und sich beim Lesen auch nicht wirklich langweilt.
Der Verdacht, um wen es sich bei dem Enführer handeln könnte, ist mir recht schnell gekommen und hat sich zum Schluß auch bestätigt. Was aber nicht unbedingt den Lesespaß gemindert hat.
Ein deutlicher Kritikpunkt für mich an diesem Buch ist, daß ewige herumreiten und erwähnen der Hauptperson Dr. Galloway auf ihrem Gewicht. Mit 78 Kilos ist sie nicht unbedingt als dick und schwer übergewichtig zu bezeichnen. Aber trotzdem findet dieses Thema fast in jedem Kapitel einen Platz. Seit es, daß sie befürchtet, daß der Sicherheitsgurt im Auto nicht passen sollte, oder sie für Männer insgesamt eher unattraktiv ist. In einem Buch eines anderen Genres hätte es mich zwar auch gestört, aber hier ist es mir irgendwie besonderst aufgefallen.
Auch wird in diesem Buch sehr mit Klischees gearbeitet, was wahrscheinlich das Schreiben als solches vielleicht ein wenig erleichtert.
Trotzallem habe ich mich ganz gut unterhalten gefühlt. Der Fall als solches ist jetzt nicht unbedingt absolut glaubhaft. Aber doch soweit, daß ich nicht komplett genervt die letzte Seite gelesen habe.
Die Landschaften, das Moor und die Geschichte darum sind es aber schon fast wert, daß Buch zu lesen.
Da sich das Buch wirklich sehr schnell liest, ist es ein nettes Zwischendurchbuch.
Liebe Grüße
Susanne
Ruth Galloway ist 39 Jahre alt und hält sich mit 79 Kilo für dick und unattraktiv. Sie ist forensische Archäologin und unterrichtet an der Universität von Norfolk. Sie lebt allein mit zwei Katzen in einem kleinen Häuschen direkt an der Küste am Salzmoor und liebt die Einsamkeit. Vor zehn Jahren kam sie hierher, um an der Ausgrabung einer alten Opferstätte teilzunehmen und ist geblieben.
Der Polizist Harry Nelson bittet sie um Hilfe, denn im Salzmoor wurden Knochen gefunden und er glaubt, es handelt sich um die vor zehn Jahren verschwundene Lucy Downey, von der bis heute jede Spur fehlt. "Leider" stellt sich heraus, dass das Skelett ein Mädchen aus der Eisenzeit ist und nicht die entführte Lucy.
Allerdings hat Harry regelmäßig Briefe bekommen, von denen er glaubt, dass sie vom Täter stammen. Er bittet Ruth sich diese anzusehen, da auch Hinweise über Archäologie, Mythologie und Religion darin enthalten sind.
Dann verschwindet wieder ein Kind und als der erste Brief bei Harry ankommt, ist ihm klar, dass der Täter wieder da ist.
Zusammen mit Ruth sucht er nach Hinweisen und Zusammenhängen zwischen den beiden Taten und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Ist einer von Ruths Freunden der Täter, die damals vor zehn Jahren bei der Ausgrabung dabei waren und nun plötzlich alle wieder in dem kleinen Städtchen in Norfolk auftauchen?
Elly Griffiths hat mit Ruth Galloway eine sympathische Protagonistin erschaffen. Ich mochte sie gleich und musste oft verständnisvoll lächeln, bei der Meinung, die sie von sich selbst hat. Auch Harry Nelson war mir trotz seiner oft schroffen Art sympathisch. Die Entwicklung zwischen den beiden war für mich durchaus glaubwürdig und realistisch.
Der erste Teil dieser Reihe hat mir gut gefallen. Es ist kein actiongeladener Thriller, sonder ein guter, solider Krimi, der besonders zum Ende hin richtig spannend wird. Auch wenn ich zwischendurch in Bezug auf den Täter so eine Vermutung hatte, gab es doch immer wieder Wendungen, bei denen ich dann gezweifelt habe.
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