[isbn]3805250940[/isbn]
Klappentext:
«Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Vom ersten Tag an, an dem du mit deinen lächerlichen Klamotten hereingestapft bist. Du hast mein Leben verändert.»
Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.
Meine Meinung:
Die Romane von Moyes sind für mich eigentlich immer Abwandlungen voneinander, irgendwie immer mehr oder weniger ähnliche Konstrukte. Ich hätte nicht mehr viel Erinnerung an "Ein ganzes halbes Jahr" bis auf die grobe Story. Lou's Familienhintergund habe ich in meiner Erinnerung oft mit "Weit weg und ganz nah" vertauscht (Und musste jetzt auch nachgucken, welcher Titel das war, ich kann die nicht auseinander halten).
Dennoch habe ich das Buch in zwei Tagen weggelesen, weil Lou einfach ein sympathischer und auch interessanter Charakter ist, genauso wie alle Nebenfiguren. Moyes schreibt einfach so lebendig, manchmal humorvoll, manchmal ergreifend, aber nie schwülstig, dass man gern immer weiterliest. Immer wieder stolpere ich über Beschreibungen, die eine Stimmung oder ein Gefühl auf den Kopf treffen, Zwischentöne, die mir absolut einleuchtend klingen und bekannt vorkommen.
Schön auch, dass Moyes sich nicht an der üblichen Systematik orientiert: Mann und Frau lernen sich kennen, sind ne Weile glücklich, dann passiert irgendein Konflikt, alles geht den Bach runter bis sie sich zum Schluss aussprechen und alles ist toll. So fragt man sich bis zum Schluss, ob es wohl noch Wendungen gibt und was Lou tun wird.
Zunächst wirkt die Wendung, mit der Will wieder in ihr Leben tritt, zwar nicht grade wie eine sehr originelle Idee, aber Moyes baut sie interessant aus.
Dem Buch fehlt sicher die große Dramatik von von "Ein ganzes halbes Jahr", aber man kann sowas auch nicht in jede Geschichte konstruieren und muss es ganz sicher auch nicht.
Wenn es also vielleicht auch kein Buch ist, was einem ewig im Gedächtnis bleibt, so ist es dennoch schön zu lesen und unterhält einen sehr, sehr gut. Hat mir gut gefallen!
Note:
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