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Krimi => Rezensionen => Thema gestartet von: Kathrin in 11. Januar 2018, 14:55:48

Titel: Inge Löhnig: Sieh nichts böses (Tino Dühnfort 08)
Beitrag von: Kathrin in 11. Januar 2018, 14:55:48
[isbn]3548613195[/isbn] Verlag: List Taschenbuch
ISBN: 3548613195
Seiten: 429
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro

Inhalt:
Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind.

Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halb verwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur - ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses.
Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.

Meine Meinung:
Der neueste Fall der Kripo München rund um Tino Dühnfort und sein Team ist anfangs extrem verwirrend. Denn wir werden gleich mit drei Erzählsträngen konfrontiert, die sich zunächst einmal so gar nicht mit dem Fall der ermordeten jungen Frau, deren Leiche nach einem Unwetter gefunden wurde, in Einklang bringen lassen. Wie sich Leben und Schicksal von  Jasper Seyboth, einem Schuldnerberater, einer jungen Hut-Designerin und von Uwe und Marion Lilienthal mit einander verknüpfen, erzählt Autorin Inge Löhnig in einzigartigen Stil, mit dem sie mir wieder einmal wunderbar spannende aber auch tiefgehende und erschütternde Lesezeit geschenkt hat.

Es ist fast schon unheimlich, wie sehr mich dieses Buch mitnimmt. Und das trifft auf jeden einzelnen Aspekt des Buches zu. Das fängt bei der Hiobsbotschaft für Tino und seine Lebensgefährtin Gina an, die ihre Welt aus den Angeln zu kippen droht, geht weiter zu der schlimmen Kindheit von Jasper und seinen Geschwistern und endet bei Uwe und Marion Lilienthal, die seit zwei Jahren keinen Kontakt zu ihrer einzigen Tochter mehr haben und die mir so was von zuwider sind. Gerade Themen wie häusliche Gewalt und absolute Gefühlskälte innerhalb einer Familie bringen die Festung der heilen Welt und Familie in der ich aufgewachsen bin, mehrfach zu erbeben. Ich war wirklich ganz tief drin in der Geschichte und habe das Buch wirklich verschlungen. Dennoch war ich letztlich fast schon erleichtert, als ich die letzte Seite umdrehen und wieder daraus auftauchen konnte. Nichtsdestotrotz hoffe ich natürlich sehr, dass uns Inge Löhnig so schnell wie möglich mit neuen Fällen für Tino und sein Team oder auch für das Cold Cases-Team von Gina und ihren Kollegen versorgt. Denn neben spannenden Kriminalfällen, muss ich einfach wissen, wie sich das Leben für meine beiden Lieblingsermittler weiterentwickelt.

Wie schon des Öfteren möchte ich auch in meiner Rezension für ,,Sieh nichts böses" jeden, den ich auf die Dühnfort-Reihe neugierig gemacht habe, die chronologische Reihenfolge der Serie ans Herz legen. Die Kriminalfälle mögen in sich abgeschlossen sein, aber die Charaktere und deren Leben entwickeln sich weiter und das begeistert mich mindestens so sehr, wie die Lösung der Fälle.

Bewertung:
[note2+]
Titel: Aw: Inge Löhnig: Sieh nichts böses (Tino Dühnfort 08)
Beitrag von: Esmeralda in 15. Oktober 2024, 07:59:20
Mein Leseeindruck:
"Sieh nichts Böses" ist der 8. Teil der "Dühnfort-Krimireihe" und wie nicht anders zu erwarten hat mich der Roman wieder gepackt und ich konnte ihn kaum aus der Hand legen.

Inge Löhnig hat wie kaum eine andere Autorin ein Händchen dafür verschiedene Handlungsstränge so zu verknüpfen, dass man als Leser lange nicht ahnt, wer der wirkliche Täter ist.
Sämtliche Charaktere sind auch diesmal wieder ausnahmslos hervorragend gezeichnet.

Ich hatte auf jeden Fall wieder mächtig viel Spaß beim Re-read und kann die Reihe uneingeschränkt empfehlen.

[note 2+]