Ragdoll - Dein letzter Tag
Autor: Daniel Cole
Klappentext
"Ein grausamer Fund erschüttert London. An unzähligen Fäden hängt im riesigen Fenster eines Hause eine zusammengeflickte Leiche. Ein Finger zeigt auf die gegenüberliegende Wohnung., ihr Mieter: Detektive William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf. Als der Presse eine Liste mit 6 Namen und genauen Todesdaten zugespielt wird, besteht kein Zweifel mehr, was der Fingerzeig zu bedeuten hat. Denn einer der Todeskandidaten ist Wolf selbst......
Inhalt
Detektix Fawkes wird zu einer aus verschiedenen Leichenteilen zusammengesetzen "Stoffpuppe" gerufen. Nicht nur, dass der Finger der Puppe auf seine derzeitige Wohnung zeigt. erkennt er schnell , dass der Kopf zu einem von ihm überführten Serienkiller gehört.
Zusammen mit seiner tendenziell schlecht gelaunten Kollegin Baxter, dem Ruhepol im Team Shaw und dem Neuling Edwards nimmt er die Ermittlungen auf.
Offenbar stehen die verwendeten Leicheteile, bzw deren Vorbesitzer, im Zusammenhang mit diesem alten Fall.
Ausgerechnet der Neue Edwards erkennt Zusammenhänge, die niemand gerne sehen möchte.
Meine Meinung
Die Ermittlungen wem die einzelnen Bestandteile dieser marionettenhaften Puppe zuzuorden sind, gestaltet sich recht spannent. Nach und nach ist ein Plan hinter der Zusammenstellung erkennbar. Auch wenn die Lösung, die Edwards anbietet niemandem schmeckt, ist ein Sinn zu sehen.
Natürlich wäre "Ragdoll" kein guter Thriller, wenn die Auflösung so einfach wäre. Ich war zumindest am Ende doch etwas überrascht, die Idee war mal was anderes-
Zu den Protagonisten:
Mit dem von seiner Vergangenheit gequälten und getriebenen Fawkes wurde ich nicht so recht warm. Er ist zwar mal was anderesn als der aus der selbst verursachten Asche auferstandene strahlende Held, was auf jeden Fall mal was anderes ist, aber sympathisch ist er nun mal nicht.
Zu sehr ist er von sich und der Richtigkeit seiner Auffassung überzeugt, gerne bereit, eine Ungerechtigkeit mit Gewalt zurecht zu biegen.
Emily Baxter ist fairerweise zu jedermann nicht nett. Sioe hat auch ihre problematische Vergangernheit, die in diesem ersten Band etwas zu Tage kommt.
Finlay Shaw ist ein Netter, besonnen und immer bemühlt die Hitzköpfe runterzukühlen.
Alex Edwards, neu vom Betrugderzernat zur Mordkommision versetzt, gibt alles um sich zu bewähren und recherchiert auch nachts um seine Theorien zu beweisen. Bewunderswert aber auch auch sehr verbissen in seine Arbeit.
Keiner konnte sich in mein Herz schleichen, aber man muss ja auch nicht jeden lieb haben und wahrscheinlich sind die Protagonisten in ihrer Darstellung dem Leben näher als verkrachte Existenzen für die zum Schluß alles gut wird.
Ragdoll ist auf jeden Fall ein spannend zu lesender Thriller mit überraschenden Entwicklungen,
[note2-]