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Krimi => Rezensionen => Thema gestartet von: Kathrin in 04. Januar 2021, 13:10:26

Titel: Kristina Ohlsson: Sterntaler (3. Fall für Frederika Bergmann und Alex Recht)
Beitrag von: Kathrin in 04. Januar 2021, 13:10:26
Sterntaler von Kristina Ohlsson

Herausgeber :  Blanvalet Taschenbuch Verlag
Taschenbuch :  544 Seiten
ISBN-10 :  3442381282

Meine Meinung:
Okay, wenn ich jetzt sagen würde, dass ,,Sterntaler" von Kristina Ohlsson ein Buch für meine Seele war, dann wäre das wohl arg übertrieben und nicht so ganz passend für diesen Thriller/ Krimi. Aber ich mochte diesen dritten Fall für Frederika Bergmann und Alex Recht so gerne und ich kann gar nicht verstehen, warum ich nicht schon längst in dieser Reihe weiter gelesen habe. Die Autorin kann einfach fesselnd schreiben und ich mag die Charaktere ... was will ich eigentlich mehr. Fest steht auf jeden Fall, dass ich mit ,,Himmelsschlüssel" (Fall 4) nicht so lange warten werde, schon alleine, weil ich den Band 5 (,,Papierjunge") unbedingt nochmal re-readen will.

In ,,Sterntaler" werden kurz nach einander zwei Leichen gefunden, beide nicht weit von einander entfernt, was unsere Ermittler vermuten lässt, dass die beiden Tode in einem Zusammenhang liegen, denn beide sind ermordet worden – wenn auch auf unterschiedliche Weise. Die zuerst entdeckte Leiche ist die von Rebecca, einer Studentin, die seit zwei Jahren vermisst wurde. Die zweite Leiche kann lange Zeit nicht identifiziert werden und liegt auch schon wesentlich länger in ihrem Grab, seit mindestens 25 Jahren. Während der Emittlungen stoßen Frederika Bergmann, Alex Recht und ihr Kollege Peder Rhyd auf das Thema von Rebeccas Studienarbeit, die sich mit der einst gefeierten Kinderbuchautorin Thea Aldrin befasst, welche selbst für den Mord an ihrem Lebensgefährten im Gefängnis saß und seitdem nicht mehr gesprochen hat.

Die Geschichte ist von der ersten Seite an spannend. Ich war sofort drin und hätte die Tage vor Weihnachten am liebsten durchgelesen, wenn da nicht noch andere ToDos auf mich gewartet hätten. Der Erzählstil von Kristina Ohlsson ist wunderbar flüssig zu lesen, genau das richtige Tempo für mich ... was das Buch für mich aber eher zu einem Krimi als zu einem Thriller macht. Aber das ging mir schon bei Band 2 so und letztlich bin ich wohl auch eher ein Krimi- als eine Thriller-Leser. Da ich den fünften Fall (Papierjunge) als erstes gelesen habe, wusste ich irgendwann, worauf es in diesem Fall hinauslaufen würde. Zumindest in einem bestimmten Aspekt. Das hat mich aber nicht weiter gestört, auch wenn ich über diese Wendung extrem traurig war, weil ein absolut unschuldiger Charakter sein Leben lassen musste. Ein anderer Aspekt hat mich da deutlich mehr gestört, und zwar der Seitenarm rund um Spencer Lagergren (Kenner der Reihe wissen, wer das ist). Das empfand ich als sehr konstruiert, zumal mir in dieser Hinsicht auch nicht alle Fragen gut genug gelöst  sind. Das gilt übrigens auch für kleinere Aspekte rund um die Kinderbuchautorin Thea Aldrin. Hier waren es Kleinigkeiten, nichts gravierendes ... eher ein etwas unbefriedigtes Gefühl.

Nichtsdestotrotz, war das Buch ein absoluter Lesegenuss. Ich mag die Reihe, ich mag die Figuren (allen voran Peder Rhyd) und mag den Schreibstil der Autorin, mit dem sie mich auch schon in ,,Schwesterherz" und ,,Bruderlüge" (Martin Benner-Reihe) begeistern konnte. Umso mehr freue ich mich auf die weiteren Fälle von Frederika Bergmann und Alex Recht, wie auch auf Fall 3 für Martin Benner (,,Blutsfreunde"). Definitiv eine Autorin, zu der ich in einer Leseflaute problemlos greifen kann.

Bewertung
[note2]