4. LA
ARGH, ich habe nun das erste Kapitel in dem Leseabschnitt gelesen und würde sooooo gerne in den Austausch gehen, habe aber keine Zeit. :heul:
Während dem Lesen mußte ich übrigens an den Film
Don't look up (https://de.wikipedia.org/wiki/Don%E2%80%99t_Look_Up)denken, den ich bisher schon zur Hälfte geschaut habe.
Thematisch ähnlich
Echt? Inwiefern?
Diese Szene mit dem Strohausfall, der steigenden Temperatur, dem erwärmten Wasser, was den drohenden Tod von den Fischen bedeutete, etc.
Das ist klar auf unsere Klimaerwärmung, den Klimawandel zu produzuieren.
Die Terranauten mußten Massnahmen überlegen, es drohte die Öffnung der Luftschleuse und somit das Scheitern.
Es ging aufjeden Fall daraum eine Katasthrophe zu verhindern.
Ist bei uns mit den Rekordsommern, den Umweltkatasthropen auch so.
Es muß was passieren, tja und es wird auf jedenFall nicht genug getan.
In unten erwähnten Film ist es ebenso.
Ein Komot rast auf die Erde zu und die Experten fordern ein Handeln von der REgierung.
Die nutzt es aber nur um sich zu profilieren und nimmt die Gefahr nicht ernst.
Während dem Lesen habe ich gemerkt dass ich total unruhig war, denn ich selbst fühle mich ja ebenso wie die Terranauten in der aktuellen Klimasituation total unwohl.
ICH würde gerne mehr machen, schaue fassungslos in meinem Bekanntenkreis, dass es Menschen gibt , denen es sich schön reden, total verleumden, was da gerade mit unserer Erde passiert und nur auf Politik, gestiegene Energiepreise und Co schimpfen.
Soll heißen ich konnte mich total gut in Situation reinversetzen und fand die Szene total klasse
Wie ist es Euch ergangen?
So, ich bin jetzt auch durch mit diesem Abschnitt.
Der Stromausfall hat bei mir auch wirklich den Puls hochgetrieben! 48 Grad... hey ich wäre da schon so viel früher an der Schleuse gewesen. Ich wundere mich, wie die da überhaupt noch agieren konnten, ich wäre da schon längst überhitzt in der Ecke gelegen. Für mich wären ja die generellen 28 Grad kaum zum aushalten.
Die Winterdepression finde ich auch krass. Da drinnen muss das wirklich furchtbar gewesen sein.
Warum bekommen Sie eigentlich so wenig Kalorien? Ist doch klar, dass schon allein deswegen die Stimmung kippt.
Und endlich ist passiert, was im Klappentext schon lange angekündigt war. Das zweite Jahr beginnt und Dawn ist schwanger und will mit Sicherheit nicht raus aus E2
Ich habe den Abschnitt auch beendet
Und fand ihn richtig gut
Richtig dramatisch, der Stromausfall
Da sieht man wie schnell so ein Ökosystem kippen kann. Und ich hätte auch Riesenprobleme mit dem Klima, vor Allem auch mit der Luftfeuchtigkeit
Aber sie waren ja dann doch bereit das Experiment abzubrechen bevor Lebensgefahr besteht, das ist ja schon mal gut zu wissen. Aber ja, wenn es eine Biosphäre zB auf dem Mond oder dem Mars gewesen wäre, hätte es wohl einen Außeneinsatz geben müssen
Was mir auch gut gefallen hat, war, wie sie mit der Fleisch Gewinnung umgehen. Das klar ist, dass sie es brauchen, aber Dawn zB nichts davon essen kann, aber trotzdem die Notwendigkeit sieht und das Schwein töten kann. Aber sie haben erst die Hälfte geschafft, wird es auf Dauer genug zu Essen geben? Und der Sauerstoff Gehalt ist ja auch ein Riesenproblem
Und was ist das mit Gretchen und Ramsay, zwei verschiedene Geschichten, wer erzählt die Wahrheit, wer lügt? Ich kann es nicht einschätzen, aber so oder so benimmt Ramsay sich den Frauen gegenüber unmöglich, gerade in dieser Gemeinschaft. Auch wenn sie ja nicht das einzige Paar zu sein scheinen. Und über Düsentriebs Trieb wird gar nicht mehr gesprochen, komisch.
Ich muss sagen Lindas Passagen mag ich am Wenigsten und auch Linda mag ich immer weniger und kann ich immer weniger verstehen. Vor Allem gab es doch diesen großen Streit zwischen Dawn und ihr an Weihnachten und jetzt sind sie wieder Freundinnen? Das habe ich nicht verstanden.
Linda ist von Neid zerfressen, sie sucht nur ihren Vorteil und macht dabei alles falsch, wird zur Alkoholikerin
Und was soll das mit diesen Theaterstücken? Das verstehe ich gar nicht
Ansonsten finde ich das Buch echt immer noch gut zu lesen, es ist für mich vom Thema her nicht so dramatisch und diskutabel wie bei Sam aber ein interessantes Setting
Und jetzt bin ich gepannt ob das Kind echt in E2 geboren wird. Das wäre natürlich Presse Rummel ohne Ende
Wir haben gerade Don't look up geschaut
Genialer Film, wir haben etwas völlig anderes erwartet und wurden richtig überrascht
Aber eine Parallele zu den Terranauten sehe ich so gar nicht
Ich bin jetzt auf Seite 234.
Zitat von: SilkeS. in 13. April 2022, 11:05:21
Diese Szene mit dem Strohausfall, der steigenden Temperatur, dem erwärmten Wasser, was den drohenden Tod von den Fischen bedeutete, etc.
Das ist klar auf unsere Klimaerwärmung, den Klimawandel zu produzuieren.
Die Terranauten mußten Massnahmen überlegen, es drohte die Öffnung der Luftschleuse und somit das Scheitern.
Es ging aufjeden Fall daraum eine Katasthrophe zu verhindern.
Ist bei uns mit den Rekordsommern, den Umweltkatasthropen auch so.
Es muß was passieren, tja und es wird auf jedenFall nicht genug getan.
In unten erwähnten Film ist es ebenso.
Ein Komot rast auf die Erde zu und die Experten fordern ein Handeln von der REgierung.
Die nutzt es aber nur um sich zu profilieren und nimmt die Gefahr nicht ernst.
Während dem Lesen habe ich gemerkt dass ich total unruhig war, denn ich selbst fühle mich ja ebenso wie die Terranauten in der aktuellen Klimasituation total unwohl.
ICH würde gerne mehr machen, schaue fassungslos in meinem Bekanntenkreis, dass es Menschen gibt , denen es sich schön reden, total verleumden, was da gerade mit unserer Erde passiert und nur auf Politik, gestiegene Energiepreise und Co schimpfen.
Soll heißen ich konnte mich total gut in Situation reinversetzen und fand die Szene total klasse
Wie ist es Euch ergangen?
Anders :-).
Also den Film kenn ich nicht, hab mir daher mal die Inhaltsangabe bei der Wikipedia durchgelesen und konnte
daraus wenig Parallelen zu der Szene im Buch erkennen. Gut, es geht auch um eine Katastrophe, aber nach dem Artikel doch eher darum, dass die Politik die Füße stillhält, weil es ihnen nur ums eigene Karrieredenken geht und die Presse die Wissenschaftler auch nur durch die Klischees zieht, statt sich ums das Problem selbst zu kümmern.
Hier im Buch ging es nach meinem Empfinden tatsächlich zunächst viel mehr um konkrete Krisenbewältigung: Was können wir abschalten, um heil durch die Reparaturzeit zu kommen? Dass draußen erstmal nichts funktioniert bekommt man ja erstmal nicht so mit. (Hab allerdings den Abschnitt von Linda noch nicht gelesen. - Da erfahre ich bestimmt noch mehr darüber und dann vielleicht auch, was Dich zu dieser Idee brachte.)
Mir ist vor allem aufgefallen, dass Boyle einmal mehr das menschliche Denken und Handeln durchschaut und dem Leser unter die Nase reibt: Als es ums Storm einsparen geht sieht jeder seinen Bereich als den wichtigsten und damit absolut unabschaltbaren an. Sollen doch die anderen sparen. - Damit ergibt sich tatsächlich auch eine Parallele zum Klimawandel-Thema (auch wenn mich das nicht so angesprungen hat wie Dich). Jeder sieht die Verschwendung der anderen, mag aber am eigenen Lebensstil nichts ändern.
Zitat von: Tara in 14. April 2022, 15:01:41
Der Stromausfall hat bei mir auch wirklich den Puls hochgetrieben! 48 Grad... hey ich wäre da schon so viel früher an der Schleuse gewesen. Ich wundere mich, wie die da überhaupt noch agieren konnten, ich wäre da schon längst überhitzt in der Ecke gelegen. Für mich wären ja die generellen 28 Grad kaum zum aushalten.
Die Winterdepression finde ich auch krass. Da drinnen muss das wirklich furchtbar gewesen sein.
Warum bekommen Sie eigentlich so wenig Kalorien? Ist doch klar, dass schon allein deswegen die Stimmung kippt.
Ja, spannend war das wirklich! Die am Ende fast 50°C sind schon wirklich heftig. Da muss man natürlich auch das Öffnen der Schleusen in Erwägung ziehen. Denn egal ob man die Schleuse öffnet oder ob kurz darauf alle Teilnehmer sterben, die Mission wäre so oder so als gescheitert zu betrachten. Und das läge dann vor allem an der Schlamperei der Mannschaft draußen, die die Notfallgeneratoren nicht ordentlich gewartet hatte. Dass so viele Teilnehmer trotzdem darauf beharren, in E2 zu bleiben, finde ich schon erstaunlich. Klar wollen sie nicht scheitern, aber mit ihrem Tod würden sie kein bisschen mehr erreichen, nichts beweisen.
Verstehen kann ich allerdings, dass die Schmerzgrenze da für die Leute sehr verschieden ist. Für Dich sind 28°C schon schwer zu ertragen, ich fühl mich bei 28 - 30°C pudelwohl. :-)
Die wenigen Kalorien ergeben sich einfach daraus, wie die Erträge ihrer Landwirtschaft sind. Da sind die Parameter, was die Böden, was dieser Miniozean hergeben, wie das Klima für die Pflanzen ist, wieviel man in vegetarische und wieviel man in tierische Produkte investiert. Und natürlich, welche Arbeitsleistung und wieviel Fläche für die Produktion zur Verfügung stehen.
Mit der Arbeitsleistung von 8 Leuten (die ja daneben auch noch andere Aufgaben haben) kann man nur eine bestimmte Fläche bebauen. Und dann bekommt man eben auch nur die Früchte, die Menge Getreide,... die dadurch erwirtschaftet werden können.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Aber sie waren ja dann doch bereit das Experiment abzubrechen bevor Lebensgefahr besteht, das ist ja schon mal gut zu wissen. Aber ja, wenn es eine Biosphäre zB auf dem Mond oder dem Mars gewesen wäre, hätte es wohl einen Außeneinsatz geben müssen
Was hätten sie denn bei einem Außeneinsatz tun können? Ich denke, dort würde man auf Solarstrom setzen. Wenn der aber wegen eines technischen Problems ausfällt und der Notstrom auch nicht funktioniert - was soll man dann machen? Draußen ist dort ja auch nichts und niemand, der es 'mal eben richten' könnte.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Ansonsten finde ich das Buch echt immer noch gut zu lesen, es ist für mich vom Thema her nicht so dramatisch und diskutabel wie bei Sam aber ein interessantes Setting
Ja, das geht mir genauso.
Jetzt muss ich erstmal die zweite Hälfte des Abschnitts lesen und sehen, was da noch passiert ...
Außeneinsatz im Sinne von: mal schauen wo das Problem ist und ob ein Kabelbinder und Panzertape dieses lösen können
Ach so, ja, das ist natürlich klar. Aber als Vergleich müsste man ja ein Problem ranziehen, bei dem die Lösung nicht in der Hand der Ecosphere-Bewohner liegt (so wie es hier der Fall ist: ohne die Außenmannschaft haben die Terranauten schlicht keine Chance).
Ja, aber auf dem Mars wären sie auch nicht vom örtlichen Stromnetz abhängig, schwierig dass zu vergleichen
Ich habe immer im Kopf dass die NASA die Projekte ja auch beobachtet um eigene Konsequenzen für ihre Projekte zu ziehen und da wird wohl sowohl der psychologische Aspekt eine Rolle spielen als natürlich auch nicht Biosphäre an sich
Der Plan ist doch auch, immer wieder neue Teams rein zu schicken oder? Bringen die dann auch neue Tiere und Pflanzen mit oder leben die von dem was die Anderen quasi übrig lassen?
Ja klar, da gibt es kein örtliches Stromnetz. Aber angenommen sie haben Solarzellen, dann könnte da ja auch was kaputt gehen, das irreparabel ist. Dann wär das das Ende der Mission - ohne ein 'Hintertürchen'. Oder sie können wie Du sagst, einen Außeneinsatz fahren und das reparieren. Aber da müssten sie eben selbst ran und hätten keine Mannschaft draußen, die ihnen das abnehmen.
Bei den nächsten Missionen hab ich es so verstanden, dass da die Biosphäre jeweils entsprechend der Erkenntnisse der Vorgänger noch angepasst wird. Irgendwo stand da was in der Art, dass sie jetzt auch schon teils die Pflanzenzusammensetzung geändert haben. Bei den Insekten ist das halt nicht so leicht, weil man die ursprünglich mitgebrachten Arten kaum ausgerottet bekommt, wenn sie in der E2 erstmal Fuß gefasst haben. Aber grundsätzlich machen weitere Missionen ja vor allem dann Sinn, wenn man die Bedingungen immer weiter verbessert und die ganze Sache nach und nach optimiert.
Zwischen Mission 1 und 2 lagen ja jetzt auch Jahre (?) aber demnächst soll ja die neue Crew direkt rein, also direkter Wechsel, oder habe ich das falsch verstanden
Zitat von: Inge78 in 16. April 2022, 20:36:33
Zwischen Mission 1 und 2 lagen ja jetzt auch Jahre (?) aber demnächst soll ja die neue Crew direkt rein, also direkter Wechsel, oder habe ich das falsch verstanden
Ja, so habe ich das auch verstanden!
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Richtig dramatisch, der Stromausfall
Da sieht man wie schnell so ein Ökosystem kippen kann.
Ja ich fand es total realistisch und eben auch unsere aktuelle Erderwärmung beziehend.
Wir hatten es schon dass Flüsse bei uns zu warm wurden und die Fische darin verendet sind.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Und ich hätte auch Riesenprobleme mit dem Klima, vor Allem auch mit der Luftfeuchtigkeit
Aber sie waren ja dann doch bereit das Experiment abzubrechen bevor Lebensgefahr besteht, das ist ja schon mal gut zu wissen. Aber ja, wenn es eine Biosphäre zB auf dem Mond oder dem Mars gewesen wäre, hätte es wohl einen Außeneinsatz geben müssen
Ja und bei uns gibt es inzwischen Klimaflüchtlinge, weil manche Teile der ERde einfach nicht mehr bewohnbar sein, weil sie zu heiß werden, oder ständig überflutet werden etc.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Was mir auch gut gefallen hat, war, wie sie mit der Fleisch Gewinnung umgehen. Das klar ist, dass sie es brauchen, aber Dawn zB nichts davon essen kann, aber trotzdem die Notwendigkeit sieht und das Schwein töten kann.
Ich habe verstanden warum das Schwein sterben mußte, aber es wurde auch dargstellt, dass die Terranauten das Fleisch brauchen und das ist absoluter Quatsch.
Ein Mensch braucht kein Fleisch zur augewogenen Ernährung. Das Eiweis kann man sich auch super soger in größern Mengen über Hülsenfrüchte zuführen.
So wirklich habe ich nicht den Eindruck als wäre der Speiseplan "gesundheitlich" auf den Bedarf angepasst.
Klar sie müssen gucken, was sie ernten, aber das muß ja vorher auch beim Pflanzen bedacht worden sein.
Ist ja bei Selbstversorgern ebenso.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Ich muss sagen Lindas Passagen mag ich am Wenigsten und auch Linda mag ich immer weniger und kann ich immer weniger verstehen. Vor Allem gab es doch diesen großen Streit zwischen Dawn und ihr an Weihnachten und jetzt sind sie wieder Freundinnen? Das habe ich nicht verstanden.
Linda ist von Neid zerfressen, sie sucht nur ihren Vorteil und macht dabei alles falsch, wird zur Alkoholikerin
Ich verstehe LIndas Problem wirklich nicht. Ich finde sie auch total unsmpatisch.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Und was soll das mit diesen Theaterstücken? Das verstehe ich gar nicht
Ich hatte es so verstanden, dass es eben für die 1 jahresfeier war, damit die Zuschauer etwas unterhalten werden und evtl neue Interessenten anlockt.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Ansonsten finde ich das Buch echt immer noch gut zu lesen, es ist für mich vom Thema her nicht so dramatisch und diskutabel wie bei Sam aber ein interessantes Setting
Ja, das stimme ich dir zu
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 23:20:26
Wir haben gerade Don't look up geschaut
Genialer Film, wir haben etwas völlig anderes erwartet und wurden richtig überrascht
Aber eine Parallele zu den Terranauten sehe ich so gar nicht
Ich meinte auch nicht Parrallele zu Terranauten sondern zu unserer Klimaerwärmung.
Die Politiker wissen, dass wir dringend was tun müssen um die Erderwärmung aufzuhalten.
NOCH können wir was tun, aber es wird nichts, bzw. nicht annähernd genug unternommen.
Das ist ja auch die Aussage im Film. Man weiß um den Kometen der auf die Erde rast und die Politiker unternehmen nichts, tun es ab, machen sich lustig etc.
Aber ich habe den Film (noch nicht) zu Ende geschaut.
Zitat von: Christiane in 16. April 2022, 14:08:07
Mir ist vor allem aufgefallen, dass Boyle einmal mehr das menschliche Denken und Handeln durchschaut und dem Leser unter die Nase reibt: Als es ums Storm einsparen geht sieht jeder seinen Bereich als den wichtigsten und damit absolut unabschaltbaren an. Sollen doch die anderen sparen. -
Damit ergibt sich tatsächlich auch eine Parallele zum Klimawandel-Thema (auch wenn mich das nicht so angesprungen hat wie Dich). Jeder sieht die Verschwendung der anderen, mag aber am eigenen Lebensstil nichts ändern.
:applaus1: Ja genau die sTelle fand ich auch toll und kann das auch total auf uns mit dem Klimawandel produzieren.
Keiner will das Auto stehen lassen, keiner will auf Flugreisen verzichten, keiner will den Fleischkonsum einschränken etc.
Man selber kann ja nichts ausrichten... :rollen:
Zitat von: Christiane in 16. April 2022, 14:08:07
Zitat von: Tara in 14. April 2022, 15:01:41
Der Stromausfall hat bei mir auch wirklich den Puls hochgetrieben! 48 Grad... hey ich wäre da schon so viel früher an der Schleuse gewesen. Ich wundere mich, wie die da überhaupt noch agieren konnten, ich wäre da schon längst überhitzt in der Ecke gelegen. Für mich wären ja die generellen 28 Grad kaum zum aushalten.
Die Winterdepression finde ich auch krass. Da drinnen muss das wirklich furchtbar gewesen sein.
Warum bekommen Sie eigentlich so wenig Kalorien? Ist doch klar, dass schon allein deswegen die Stimmung kippt.
Ja, spannend war das wirklich! Die am Ende fast 50°C sind schon wirklich heftig. Da muss man natürlich auch das Öffnen der Schleusen in Erwägung ziehen. Denn egal ob man die Schleuse öffnet oder ob kurz darauf alle Teilnehmer sterben, die Mission wäre so oder so als gescheitert zu betrachten. Und das läge dann vor allem an der Schlamperei der Mannschaft draußen, die die Notfallgeneratoren nicht ordentlich gewartet hatte. Dass so viele Teilnehmer trotzdem darauf beharren, in E2 zu bleiben, finde ich schon erstaunlich. Klar wollen sie nicht scheitern, aber mit ihrem Tod würden sie kein bisschen mehr erreichen, nichts beweisen.
Verstehen kann ich allerdings, dass die Schmerzgrenze da für die Leute sehr verschieden ist. Für Dich sind 28°C schon schwer zu ertragen, ich fühl mich bei 28 - 30°C pudelwohl. :-)
Die wenigen Kalorien ergeben sich einfach daraus, wie die Erträge ihrer Landwirtschaft sind. Da sind die Parameter, was die Böden, was dieser Miniozean hergeben, wie das Klima für die Pflanzen ist, wieviel man in vegetarische und wieviel man in tierische Produkte investiert. Und natürlich, welche Arbeitsleistung und wieviel Fläche für die Produktion zur Verfügung stehen.
Mit der Arbeitsleistung von 8 Leuten (die ja daneben auch noch andere Aufgaben haben) kann man nur eine bestimmte Fläche bebauen. Und dann bekommt man eben auch nur die Früchte, die Menge Getreide,... die dadurch erwirtschaftet werden können.
Ich kenne mich wirklcih nciht gut aus, aber früher die Bauer, die ja auch sich selbst versorgt haben, die die Feldarbeit auch selbst gemacht haben ohne elektrsiche Geräte. Haben die Mangel gelitten.
ICH haben den EINDRUCK, dass die Ackerfläche nicht so bestellt wurde, dass die Terranauten alles haben, was sie brauchen. WAs ist z.B. mit Getreide oder Hülsenfrüchten? Dafür gibt es einen Dschungel, der zwer eine grüne Oase ist und auch für die Temperaturregulierung ist (stellvertretend vermutlich für die grüne Lunge, dem Rgenwald in Brasilien stehend)
Zitat von: SilkeS. in 17. April 2022, 14:04:18
Ich kenne mich wirklcih nciht gut aus, aber früher die Bauer, die ja auch sich selbst versorgt haben, die die Feldarbeit auch selbst gemacht haben ohne elektrsiche Geräte. Haben die Mangel gelitten.
ICH haben den EINDRUCK, dass die Ackerfläche nicht so bestellt wurde, dass die Terranauten alles haben, was sie brauchen. WAs ist z.B. mit Getreide oder Hülsenfrüchten? Dafür gibt es einen Dschungel, der zwer eine grüne Oase ist und auch für die Temperaturregulierung ist (stellvertretend vermutlich für die grüne Lunge, dem Rgenwald in Brasilien stehend)
Ja, die Bauern haben überlebt, keine Frage. Aber trotzdem denke ich, dass Du es Dir da zu einfach machst. Nur einige Aspekte und Stichpunkte, die Du da vielleicht außer Acht lässt:
Die Bauern früher lebten nicht in einem so kleinen und komplett abgeschotteten Areal. Wenn man das aber macht, kann man nicht sagen 'ich bau jetzt ein Stück 'gemäßigte Zone mit optimalem Ackerboden' nach. Denn auf unserer E1 gibt es keine von den anderen so unabhängige Biotope. Wir brauchen alle Klimazonen, um 'den Laden am Laufen zu halten'. Der Regenwald ist als Sauerstoffspender erforderlich. Die arktischen Gebiete sind Antrieb für die Meeresströme, etc., die wiederum das Klima stark beeinflussen. Und so weiter. Wenn ich nur einen Teil der Klimazonen habe oder das Verhältnis unausgewogen ist, dann kann ich kein autarkes Gesamtergebnis bekommen.
Die Bauern früher haben zwar im Grunde von 'ihrer Scholle' gelebt, aber die meisten haben zumindest in kleinen Mengen tierische Produkte genutzt: Milch, mal eine Taube (die man auch wild fangen kann), einen (wild gefangenen oder selbst gefütterten) Hasen, ein Schwein, das übers Jahr mit Abfällen oder in Hutewäldern ernährt wurde, etc. Sie konnten angeln gehen, Wild erjagen (ob erlaubt oder nicht). Wenn sie wirklich rein vegan lebten, dann eher weil irgendein feudales Gesellschaftssystem das erzwang, als weil das den Bauern so erstrebenswert erschien. Sie haben eben nur nicht diese Mengen Fleisch verputzt wie das heute als 'normal' gilt und haben die Tiere nicht mit Nahrung gefüttert, die auch sie selbst hätten essen können. Die kleinen Mengen tierischer Nahrungsmittel waren ausreichend, um für genug Vitamin B12 zu sorgen, das peppte den Eisenhaushalt ein wenig auf, sorgte für etwas mehr Zink, Selen und andere Stoffe, die über rein vegane Ernährung zumindest nur schwer in ausreichendem Maß zu erhalten sind.
Zudem konnten die Bauern Waren und Produkte ertauschen, waren in der Regel nicht so völlig isoliert. Es gab Märkte,... Wenn Du dagegen Bauern in sehr einsamen Gegenden als Vergleich heranziehst, war das häufig ein sehr armes Leben am Rande des Existenzminimums. Wie hoch war die Lebenserwartung? Wie hoch die Sterblichkeit? Ich glaube, da hat man doch oft eine eher romantische Vorstellung.
Wenn man das 'früher' nicht ganz so weit in die Vergangenheit schiebt, wurde häufig massiv gedüngt und mit Pflanzenschutzmitteln gearbeitet. Das hatte dann auch wenig mit dem Leben in der E2 zu tun, die ja keinen Dünger oder so etwas von außen bekommen, sondern auf Biodünger angewiesen sind. Damit sind die Erträge pro Fläche aber geringer als bei Intensivbewirtschaftung (die sich erst auf lange Sicht durch die umweltzerstörerischen Aspekte wie Überdüngung, Artenverarmung, etc rächt).
Am Scheitern der 'echten' E2-Bewohner haben zudem Mikroben einen großen Anteil gehabt. Unser Gesamtökosystem ist einfach unglaublich komplex und den Forschern sind damals zum einen daran gescheitert, dass die Artenzusammensetzung nicht optimal war - es gab Arten, die ausstarben (u.a. die Bienen und was das für den Anbau bedeutet, ist uns ja inzwischen klar), es gab andere Arten, die sich massiv vermehrten (u.a. Kakerlaken und eben diverse Mikroben). Die Mikroben verbrauchten deutlich mehr O² als erwartet und bildeten dafür CO², so dass irgendwann der Sauerstoffgehalt so stark absank, dass es bedrohlich wurde. Im echten Experiment hat man dann Sauerstoff von außen zugeführt - und damit natürlich alles ad absurdum geführt.
Hier zeigt sich auch, dass es kaum möglich ist, so eine Ecosphere zu bauen und komplett alle Organismen gezielt und überwacht einzubringen. An Pflanzen, an und in Tieren, in der Erde, an jedem Gegenstand, an und in den menschlichen Bewohnern befinden sich haufenweise Organismen, die als 'blinde Passagiere' mit in die E2 einziehen.
Trotzdem denke ich, dass man bei einem besseren Versuchsmanagement (und weniger Prestigegedöns) deutlich mehr nützliche Informationen aus dem Experiment hätte herausholen können. Seit die E2 nur noch für einzelne wissenschaftliche Experimente genutzt wird, ist wohl der Nutzen deutlich höher geworden.
Zitat von: Christiane in 17. April 2022, 16:37:09
Zitat von: SilkeS. in 17. April 2022, 14:04:18
Ich kenne mich wirklcih nciht gut aus, aber früher die Bauer, die ja auch sich selbst versorgt haben, die die Feldarbeit auch selbst gemacht haben ohne elektrsiche Geräte. Haben die Mangel gelitten.
ICH haben den EINDRUCK, dass die Ackerfläche nicht so bestellt wurde, dass die Terranauten alles haben, was sie brauchen. WAs ist z.B. mit Getreide oder Hülsenfrüchten? Dafür gibt es einen Dschungel, der zwer eine grüne Oase ist und auch für die Temperaturregulierung ist (stellvertretend vermutlich für die grüne Lunge, dem Regenwald in Brasilien stehend)
Ja, die Bauern haben überlebt, keine Frage. Aber trotzdem denke ich, dass Du es Dir da zu einfach machst. Nur einige Aspekte und Stichpunkte, die Du da vielleicht außer Acht lässt:
Wie Du ja sagst, es ist komplex und ich weiß es nicht alles,wollte eben meine Überlegungen in die Runde werfen
Zitat von: Christiane in 17. April 2022, 16:37:09
Die Bauern früher haben zwar im Grunde von 'ihrer Scholle' gelebt, aber die meisten haben zumindest in kleinen Mengen tierische Produkte genutzt: Milch, mal eine Taube (die man auch wild fangen kann), einen (wild gefangenen oder selbst gefütterten) Hasen, ein Schwein, das übers Jahr mit Abfällen oder in Hutewäldern ernährt wurde, etc. Sie konnten angeln gehen, Wild erjagen (ob erlaubt oder nicht). Wenn sie wirklich rein vegan lebten, dann eher weil irgendein feudales Gesellschaftssystem das erzwang, als weil das den Bauern so erstrebenswert erschien. Sie haben eben nur nicht diese Mengen Fleisch verputzt wie das heute als 'normal' gilt und haben die Tiere nicht mit Nahrung gefüttert, die auch sie selbst hätten essen können. Die kleinen Mengen tierischer Nahrungsmittel waren ausreichend, um für genug Vitamin B12 zu sorgen, das peppte den Eisenhaushalt ein wenig auf, sorgte für etwas mehr Zink, Selen und andere Stoffe, die über rein vegane Ernährung zumindest nur schwer in ausreichendem Maß zu erhalten sind.
Ich dechte bei Bauern eben auch eher daran, dass sie ja auch körperlich sehr schwer gearbeitet haben und nicht immer alle Nährstoffe oder GENUG an Energie täglich zuführen konnten. Mal hatten sei mehr, mal hatten sie weniger.
Aber sie waren gesund/gesünder... :kopfkratz:
Zitat von: Christiane in 17. April 2022, 16:37:09
Zudem konnten die Bauern Waren und Produkte ertauschen, waren in der Regel nicht so völlig isoliert. Es gab Märkte,... Wenn Du dagegen Bauern in sehr einsamen Gegenden als Vergleich heranziehst, war das häufig ein sehr armes Leben am Rande des Existenzminimums. Wie hoch war die Lebenserwartung? Wie hoch die Sterblichkeit? Ich glaube, da hat man doch oft eine eher romantische Vorstellung.
Ja, stimmt ein Punkt den ich nicht bedacht habe.
Zitat von: Christiane in 17. April 2022, 16:37:09
Am Scheitern der 'echten' E2-Bewohner haben zudem Mikroben einen großen Anteil gehabt. Unser Gesamtökosystem ist einfach unglaublich komplex und den Forschern sind damals zum einen daran gescheitert, dass die Artenzusammensetzung nicht optimal war - es gab Arten, die ausstarben (u.a. die Bienen und was das für den Anbau bedeutet, ist uns ja inzwischen klar), es gab andere Arten, die sich massiv vermehrten (u.a. Kakerlaken und eben diverse Mikroben). Die Mikroben verbrauchten deutlich mehr O² als erwartet und bildeten dafür CO², so dass irgendwann der Sauerstoffgehalt so stark absank, dass es bedrohlich wurde. Im echten Experiment hat man dann Sauerstoff von außen zugeführt - und damit natürlich alles ad absurdum geführt.
Ja ich denke mal aufgrund der komplexibiltät ist nötig mehrere Anläufe zu versuchen. Ist ja auch eine Forschung und man muß eben experementieren und bei Fehlern nachjustieren
Alles in allem aber spannend.
Eben auch was mit den Eingeschlossenen psychisch passiert. Darum geht es aber eher ab dem 2. EinschlußJahr
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 11:32:54
Wie Du ja sagst, es ist komplex und ich weiß es nicht alles,wollte eben meine Überlegungen in die Runde werfen
Ja, so mach ich das auch :->. Ich bin ja auch kein Experte in Sachen Landwirtschaft oder gar deren Geschichte. Ein bisschen was weiß ich, ein bisschen was reime ich mir zusammen, mach mir meine Gedanken. Und dann können wir hier diskutieren :zwinker:.
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 11:32:54
Ich dechte bei Bauern eben auch eher daran, dass sie ja auch körperlich sehr schwer gearbeitet haben und nicht immer alle Nährstoffe oder GENUG an Energie täglich zuführen konnten. Mal hatten sei mehr, mal hatten sie weniger.
Aber sie waren gesund/gesünder... :kopfkratz:
Ich glaube, genau da liegt der Fehlschluss. Die Lebenserwartung lag im 18. Jh bei rund 30 Jahren und im 19. Jh bei knapp 40 Jahren. Also deutlich unter unserer heutigen Lebenserwartung. (Hab ich gerade nochmal ergoogelt) Das lag zu einem großen Teil an der hohen Kindersterblichkeit, die zu einem guten Teil eben auch an der schlechten Grundversorgung hing. Dazu kam natürlich, dass es mit der Medizin noch total anders aussah als heute. Aber viele Bauern litten schlicht auch unter Hunger und Mangelernährung.
Heute haben wir uns dafür andere (Zivilisations-)Krankheiten eingesammelt: Herz-Kreislauferkrankungen, Rücken durch Fehlbelastungen (seltener durch Überlastung wie früher mal), das weite Feld der Allergien, Adipositas (das sich früher nur die Megareichen erlauben konnten). Ich glaube, dass wir uns das zu selten bewusst machen wie gut es uns eigentlich geht. Eine Lebenserwartung von 70+ ist nun wirklich kein Grund zur Klage. Und dass viele von uns unter Bewegungsmangel, Stress und Fehlernährung leiden - tja, wir sind da weitgehend selbst schuld, während die Menschen früher ihren Nährstoffmangel oft kaum selbst beeinflussen konnten.
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 11:58:08
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 11:32:54
Ich deahte bei Bauern eben auch eher daran, dass sie ja auch körperlich sehr schwer gearbeitet haben und nicht immer alle Nährstoffe oder GENUG an Energie täglich zuführen konnten. Mal hatten sei mehr, mal hatten sie weniger.
Aber sie waren gesund/gesünder... :kopfkratz:
Ich glaube, genau da liegt der Fehlschluss. Die Lebenserwartung lag im 18. Jh bei rund 30 Jahren und im 19. Jh bei knapp 40 Jahren. Also deutlich unter unserer heutigen Lebenserwartung. (Hab ich gerade nochmal ergoogelt) Das lag zu einem großen Teil an der hohen Kindersterblichkeit, die zu einem guten Teil eben auch an der schlechten Grundversorgung hing. Dazu kam natürlich, dass es mit der Medizin noch total anders aussah als heute. Aber viele Bauern litten schlicht auch unter Hunger und Mangelernährung.
Nun, aber eine Sterblichkeit /Lebenserwartung in Verhältnis zu setzten bei einem Forschungsprojekt was über 2 Jahre geht, weiß ich nicht, ob man es in Relation stellen kann.
WAs man beobachtet, ist, dass die Terranauten schon nach einem Jahr abnehmen, dünn werden und scheinbar /offensichtlich einen Mangel haben.
Dazu müsste man aber mehr ins Detail gehen, Blutwerte,-druck etc.
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 11:58:08
Heute haben wir uns dafür andere (Zivilisations-)Krankheiten eingesammelt: Herz-Kreislauferkrankungen, Rücken durch Fehlbelastungen (seltener durch Überlastung wie früher mal), das weite Feld der Allergien, Adipositas (das sich früher nur die Megareichen erlauben konnten). Ich glaube, dass wir uns das zu selten bewusst machen wie gut es uns eigentlich geht. Eine Lebenserwartung von 70+ ist nun wirklich kein Grund zur Klage. Und dass viele von uns unter Bewegungsmangel, Stress und Fehlernährung leiden - tja, wir sind da weitgehend selbst schuld, während die Menschen früher ihren Nährstoffmangel oft kaum selbst beeinflussen konnten.
Das ist die andere Seite der MEdailie.
Man sagt uns ja nach, dass wir eben zuviel Fleisch essen, uns zuwenig Bewegen... Daher eben Herz-Kreislauf-Beschwerden kommen.
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 13:07:37
Nun, aber eine Sterblichkeit /Lebenserwartung in Verhältnis zu setzten bei einem Forschungsprojekt was über 2 Jahre geht, weiß ich nicht, ob man es in Relation stellen kann.
WAs man beobachtet, ist, dass die Terranauten schon nach einem Jahr abnehmen, dünn werden und scheinbar /offensichtlich einen Mangel haben.
Dazu müsste man aber mehr ins Detail gehen, Blutwerte,-druck etc.
Nein, so direkt geht das natürlich nicht. Die Sterblichkeit ist einfach nur ein leicht greifbares Indiz dafür, wie gesund und langlebig solche bäuerlichen Gesellschaften sind.
Dass die Terranauten abnehmen zeigt sicherlich, dass sie weniger und wohl auch nicht optimal gemischte Nährstoffe bekommen als sie bräuchten. Aber auch da müsste man genauer hinschauen: Wie war der Fett-, wie war der Muskelanteil vorher? Da fehlen uns die genauen Infos. Für das, was hier im Buch gezeigt werden soll ist das m.E. allerdings ausreichend. Die Arbeit ist körperlich total anstrengend, trotzdem reicht das Essen nur so leidlich und die Leute werden nach und nach geschwächt. Es zeigt, wie schwer es ist, in so einem geschlossenen System genug Nahrung für alle zu produzieren.
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 13:07:37
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 11:58:08
Heute haben wir uns dafür andere (Zivilisations-)Krankheiten eingesammelt: Herz-Kreislauferkrankungen, Rücken durch Fehlbelastungen (seltener durch Überlastung wie früher mal), das weite Feld der Allergien, Adipositas (das sich früher nur die Megareichen erlauben konnten). Ich glaube, dass wir uns das zu selten bewusst machen wie gut es uns eigentlich geht. Eine Lebenserwartung von 70+ ist nun wirklich kein Grund zur Klage. Und dass viele von uns unter Bewegungsmangel, Stress und Fehlernährung leiden - tja, wir sind da weitgehend selbst schuld, während die Menschen früher ihren Nährstoffmangel oft kaum selbst beeinflussen konnten.
Das ist die andere Seite der MEdailie.
Man sagt uns ja nach, dass wir eben zuviel Fleisch essen, uns zuwenig Bewegen... Daher eben Herz-Kreislauf-Beschwerden kommen.
Genau, wir sind von einem Extrem ins andere gefallen. Früher herrschte für weite Teile der Bevölkerung Mangel an Fleisch und auch pflanzliche Nahrungsmittel waren oft zum einen nicht so üppig, zum anderen oftmals einseitig vorhanden. Dann kamen noch die Weltkriege hinzu. Die Generation meiner Eltern hat ja durchaus echten Mangel, hat Hunger erlebt. Dann kam das Wirtschaftswunder und 'plötzlich' waren die Läden voll, wurden auch solche Luxusgüter wie Fleisch, etc. für jedermann erschwinglich. Da schlug das Pendel dann eben ganz gehörig in Richtung Völlerei aus. Den richtigen Mittelweg zu finden, daran gilt es m.E. immer noch zu arbeiten: mehr Getreide, Obst, Gemüse, weniger tierische Produkte. Alles möglichst frisch und aus der Region. Wenn das bei der breiten Masse 'normal' wäre, dann wäre schon sehr viel gewonnen.
Unsere Natur schlägt uns da leider immer wieder ein Schnippchen, denn unsere Veranlagungen wurden in Zeiten ausgebildet, in denen die Leute fast immer zu wenig Kalorien bekamen und in denen man mit Bewegung haushalten musste, um sich nicht zu sehr zu verausgaben. Also ist uns ein innerer Hang zu Zucker und Kalorien eingepflanzt, ebenso wie ein gewisser Hang dazu, sich eben nicht/wenig zu bewegen, wenn man die Möglichkeit hat. Das passt aber nicht in unsere heutige Umwelt, die sich aber für diese angeborenen Veranlagungen viel zu schnell verändert hat.
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 15:22:44
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 13:07:37
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 11:58:08
Heute haben wir uns dafür andere (Zivilisations-)Krankheiten eingesammelt: Herz-Kreislauferkrankungen, Rücken durch Fehlbelastungen (seltener durch Überlastung wie früher mal), das weite Feld der Allergien, Adipositas (das sich früher nur die Megareichen erlauben konnten). Ich glaube, dass wir uns das zu selten bewusst machen wie gut es uns eigentlich geht. Eine Lebenserwartung von 70+ ist nun wirklich kein Grund zur Klage. Und dass viele von uns unter Bewegungsmangel, Stress und Fehlernährung leiden - tja, wir sind da weitgehend selbst schuld, während die Menschen früher ihren Nährstoffmangel oft kaum selbst beeinflussen konnten.
Das ist die andere Seite der MEdailie.
Man sagt uns ja nach, dass wir eben zuviel Fleisch essen, uns zuwenig Bewegen... Daher eben Herz-Kreislauf-Beschwerden kommen.
Genau, wir sind von einem Extrem ins andere gefallen. Früher herrschte für weite Teile der Bevölkerung Mangel an Fleisch und auch pflanzliche Nahrungsmittel waren oft zum einen nicht so üppig, zum anderen oftmals einseitig vorhanden. Dann kamen noch die Weltkriege hinzu. Die Generation meiner Eltern hat ja durchaus echten Mangel, hat Hunger erlebt. Dann kam das Wirtschaftswunder und 'plötzlich' waren die Läden voll, wurden auch solche Luxusgüter wie Fleisch, etc. für jedermann erschwinglich. Da schlug das Pendel dann eben ganz gehörig in Richtung Völlerei aus. Den richtigen Mittelweg zu finden, daran gilt es m.E. immer noch zu arbeiten: mehr Getreide, Obst, Gemüse, weniger tierische Produkte. Alles möglichst frisch und aus der Region. Wenn das bei der breiten Masse 'normal' wäre, dann wäre schon sehr viel gewonnen.
Unsere Natur schlägt uns da leider immer wieder ein Schnippchen, denn unsere Veranlagungen wurden in Zeiten ausgebildet, in denen die Leute fast immer zu wenig Kalorien bekamen und in denen man mit Bewegung haushalten musste, um sich nicht zu sehr zu verausgaben. Also ist uns ein innerer Hang zu Zucker und Kalorien eingepflanzt, ebenso wie ein gewisser Hang dazu, sich eben nicht/wenig zu bewegen, wenn man die Möglichkeit hat. Das passt aber nicht in unsere heutige Umwelt, die sich aber für diese angeborenen Veranlagungen viel zu schnell verändert hat.
Mhm, unsere Gesellschaft wird ja auch "empfindlicher" Allergien und Unverträglichkeiten prägen unsere Ernährungsbild. Darauf konnten Bauern früher ja wenig Rücksichtnehmen.
Auch werden Nahrungsmittel heute schnell produziert.
Irgendwo habe ich z.B. mal eine Reportage gesehen, wo es hieß, dass Brot heute "zu schnell" gebacken wird.
Dem Kneten und gehen lassen wird zu wenige Zeit und Aufmerksamkeit gegeben, dadurch vertragen "wir" das Brot nicht mehr so gut vertragen.
Das mit dem Hyper auf Süßes fand ich aber spannend. Ist ja eigentlich auchmeist eben ein Zeichen, dass der Körper hier einen vermehrten Bedarf an den Stoffen hat.
ZitatMhm, unsere Gesellschaft wird ja auch "empfindlicher" Allergien und Unverträglichkeiten prägen unsere Ernährungsbild.
Soweit ich weiß, ist das
auch darauf zurückzuführen, dass wir "zu sauber" leben, also gerade Kinder weniger mit Dreck in Berührung kommen, viel desinfiziert wird
Was ich mich wohl gefragt habe ist, ob die Terranauten wirklich keine Erkältung bekommen können. Es hieß ja im Text, dass sie dadurch, dass sie keine Viren mitgebracht haben, auch keine Viren sie krank machen können. Ist das so? Können sich da in der Umgebung auch keine Virenstämme entwickeln?
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 15:46:38
Mhm, unsere Gesellschaft wird ja auch "empfindlicher" Allergien und Unverträglichkeiten prägen unsere Ernährungsbild. Darauf konnten Bauern früher ja wenig Rücksichtnehmen.
Ja genau: Thema Zivilisationskrankheiten. Das ist wohl eine wilde Mischung aus echten Erkrankungen, die durch die aktuellen Umwelt- und Ernährungsbedingungen kommen. Zum anderen vermute ich aber auch, dass man viel eher danach schaut, dass da was juckt, was pickelt, was nicht 100% im Lot ist - wie Du sagst: für solchen 'Firlefanz' hatten die Leute früher gar keine Zeit. Darüber ging man schlicht hinweg.
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 15:46:38
Auch werden Nahrungsmittel heute schnell produziert.
Irgendwo habe ich z.B. mal eine Reportage gesehen, wo es hieß, dass Brot heute "zu schnell" gebacken wird.
Dem Kneten und gehen lassen wird zu wenige Zeit und Aufmerksamkeit gegeben, dadurch vertragen "wir" das Brot nicht mehr so gut vertragen.
Richtig. Die Bestandteile des Mehls werden bei dem Schnellverfahren nicht so gut aufgeschlossen und daher vom Körper viel eher als 'fremd' klassifiziert. Zudem macht es so dem Magen-Darmtrakt mehr Mühe.
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 15:46:38
Das mit dem Hyper auf Süßes fand ich aber spannend. Ist ja eigentlich auch meist eben ein Zeichen, dass der Körper hier einen vermehrten Bedarf an den Stoffen hat.
Ja, eigentlich ist es so gedacht, dass der Körper sich je nach Bedarf meldet. Aber das klappt wie gesagt heute nicht mehr so optimal, da der Körper mit seinem starken 'Zuckergelüst' an eine Umgebung angepasst ist, in der Zucker Mangelware ist, in der raffinierter Zucker schlicht nicht existiert. Deshalb schießt man da so leicht übers Ziel raus.
Zitat von: Inge78 in 19. April 2022, 15:59:59
ZitatMhm, unsere Gesellschaft wird ja auch "empfindlicher" Allergien und Unverträglichkeiten prägen unsere Ernährungsbild.
Soweit ich weiß, ist das auch darauf zurückzuführen, dass wir "zu sauber" leben, also gerade Kinder weniger mit Dreck in Berührung kommen, viel desinfiziert wird.
Ja, das ist einer der wichtigen Aspekte. Aber nicht der einzige. Ein anderer ist z.B., dass viel mehr künstliche Stoffe und Giftstoffe in der Umwelt sind, die den Organismus schwächen. Und die andere (meist schnellere) Art, Nahrung zu verarbeiten, ist auch ein Aspekt.
Zitat von: Inge78 in 19. April 2022, 15:59:59
Was ich mich wohl gefragt habe ist, ob die Terranauten wirklich keine Erkältung bekommen können. Es hieß ja im Text, dass sie dadurch, dass sie keine Viren mitgebracht haben, auch keine Viren sie krank machen können. Ist das so? Können sich da in der Umgebung auch keine Virenstämme entwickeln?
Also wo kein Virus ist kann man auch keine Viruserkrankung bekommen. Das ist richtig.
Ob sie es aber wirklich schaffen können, komplett virusfrei in die E2 einzuziehen? Das halte ich für äußert fraglich. Irgendwelche Viren werden sie wohl schon eingeschleppt haben. Die Frage ist mehr, ob da Erkältungsviren dabei sind. Oder ob andere Viren dabei sind, die so mutieren können, dass es erkältungsähnliche Symptome zur Folge hat. Was dann passiert sehen wir ja gerade live und in Farbe:
Anfangs hat man ein neues Virus, das eine Spezies befällt (wie zB das Corona-Virus uns Menschen). Im blödesten Fall kann es sich schnell ausbreiten, ist hoch ansteckend und macht heftigste Symptome, fordert viele Tote. Die schnelle Verbreitung ist gut fürs Virus, die hohe Todesrate aber nicht. Denn ein toter Wirt nützt dem Virus ja nichts. Das Virus mutiert (das passiert beim einen Virus schneller, beim anderen langsamer) und dabei setzen sich mit der Zeit die Varianten durch, die sich möglichst schnell ausbreiten, dabei aber den Wirt nur mäßig krank machen. Zeitgleich trainiert das Immunsystem der Wirtsorganismen und lernt, sich zu schützen. Die Frage ist nur, wie lang es dauert, bis sich ein für alle erträgliches Gleichgewicht einpendelt und wie viele Tote das kostet.
Zitat von: Inge78 in 19. April 2022, 15:59:59
ZitatMhm, unsere Gesellschaft wird ja auch "empfindlicher" Allergien und Unverträglichkeiten prägen unsere Ernährungsbild.
Soweit ich weiß, ist das auch darauf zurückzuführen, dass wir "zu sauber" leben, also gerade Kinder weniger mit Dreck in Berührung kommen, viel desinfiziert wird
Was ich mich wohl gefragt habe ist, ob die Terranauten wirklich keine Erkältung bekommen können. Es hieß ja im Text, dass sie dadurch, dass sie keine Viren mitgebracht haben, auch keine Viren sie krank machen können. Ist das so? Können sich da in der Umgebung auch keine Virenstämme entwickeln?
Guter Gedanke
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 16:14:40
Zitat von: Inge78 in 19. April 2022, 15:59:59
ZitatMhm, unsere Gesellschaft wird ja auch "empfindlicher" Allergien und Unverträglichkeiten prägen unsere Ernährungsbild.
Soweit ich weiß, ist das auch darauf zurückzuführen, dass wir "zu sauber" leben, also gerade Kinder weniger mit Dreck in Berührung kommen, viel desinfiziert wird.
Ja, das ist einer der wichtigen Aspekte. Aber nicht der einzige. Ein anderer ist z.B., dass viel mehr künstliche Stoffe und Giftstoffe in der Umwelt sind, die den Organismus schwächen. Und die andere (meist schnellere) Art, Nahrung zu verarbeiten, ist auch ein Aspekt.
Ja, z.B. haben sie keine Abgabe von Firmen/Autos etc in der Luft.
Die Luft die sie atmen ist sauberer, reiner ...
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 16:14:40
Also wo kein Virus ist kann man auch keine Viruserkrankung bekommen. Das ist richtig.
Ob sie es aber wirklich schaffen können, komplett virusfrei in die E2 einzuziehen? Das halte ich für äußert fraglich. Irgendwelche Viren werden sie wohl schon eingeschleppt haben. Die Frage ist mehr, ob da Erkältungsviren dabei sind. Oder ob andere Viren dabei sind, die so mutieren können, dass es erkältungsähnliche Symptome zur Folge hat. Was dann passiert sehen wir ja gerade live und in Farbe:
Anfangs hat man ein neues Virus, das eine Spezies befällt (wie zB das Corona-Virus uns Menschen). Im blödesten Fall kann es sich schnell ausbreiten, ist hoch ansteckend und macht heftigste Symptome, fordert viele Tote. Die schnelle Verbreitung ist gut fürs Virus, die hohe Todesrate aber nicht. Denn ein toter Wirt nützt dem Virus ja nichts. Das Virus mutiert (das passiert beim einen Virus schneller, beim anderen langsamer) und dabei setzen sich mit der Zeit die Varianten durch, die sich möglichst schnell ausbreiten, dabei aber den Wirt nur mäßig krank machen. Zeitgleich trainiert das Immunsystem der Wirtsorganismen und lernt, sich zu schützen. Die Frage ist nur, wie lang es dauert, bis sich ein für alle erträgliches Gleichgewicht einpendelt und wie viele Tote das kostet.
ABer wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass da jetzt nach 1 Jahr Einschluß noch was kommt
Wenn dann hätten sie es doch gleich zu Beginn gemerkt, oder?
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 16:03:50
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 15:46:38
Mhm, unsere Gesellschaft wird ja auch "empfindlicher" Allergien und Unverträglichkeiten prägen unsere Ernährungsbild. Darauf konnten Bauern früher ja wenig Rücksichtnehmen.
Ja genau: Thema Zivilisationskrankheiten. Das ist wohl eine wilde Mischung aus echten Erkrankungen, die durch die aktuellen Umwelt- und Ernährungsbedingungen kommen. Zum anderen vermute ich aber auch, dass man viel eher danach schaut, dass da was juckt, was pickelt, was nicht 100% im Lot ist - wie Du sagst: für solchen 'Firlefanz' hatten die Leute früher gar keine Zeit. Darüber ging man schlicht hinweg.
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 15:46:38
Auch werden Nahrungsmittel heute schnell produziert.
Irgendwo habe ich z.B. mal eine Reportage gesehen, wo es hieß, dass Brot heute "zu schnell" gebacken wird.
Dem Kneten und gehen lassen wird zu wenige Zeit und Aufmerksamkeit gegeben, dadurch vertragen "wir" das Brot nicht mehr so gut vertragen.
Richtig. Die Bestandteile des Mehls werden bei dem Schnellverfahren nicht so gut aufgeschlossen und daher vom Körper viel eher als 'fremd' klassifiziert. Zudem macht es so dem Magen-Darmtrakt mehr Mühe.
Daher sind selbstgebackene Brote besser verträglich.
Es gibt bei uns einen Bauern, der ein "Bauerbrot" verkauft, mit Sauerteig.
Das kann ich nicht essen, ich bekomme richtig Bauchschmerzen und Durchfall davon
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 16:03:50
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 15:46:38
Das mit dem Hyper auf Süßes fand ich aber spannend. Ist ja eigentlich auch meist eben ein Zeichen, dass der Körper hier einen vermehrten Bedarf an den Stoffen hat.
Ja, eigentlich ist es so gedacht, dass der Körper sich je nach Bedarf meldet. Aber das klappt wie gesagt heute nicht mehr so optimal, da der Körper mit seinem starken 'Zuckergelüst' an eine Umgebung angepasst ist, in der Zucker Mangelware ist, in der raffinierter Zucker schlicht nicht existiert. Deshalb schießt man da so leicht übers Ziel raus.
Der Körper ist ja an den Zucker gewöhnt, der einfach versteckt überall drin ist: Getränke, Konserven, Müsli.
Ich habe mich ja mal damit auseinander gesetzt und mehrfach schon "Zuckerentzug" durchgeführt.
DAs ist echt hart und wie eine Sucht, einfach weil der Körper an den Stoff gewöhnt ist und man immer mehr danach verlangt.
Aber toll ist, was man nach so einem Entzug erlebt: man schmeckt intensiver, schläft besser, fühlt sich fitter, die Haut wird klarer und reiner.
Lohnt sich dahingehend schon
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 16:36:18
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 16:14:40
Also wo kein Virus ist kann man auch keine Viruserkrankung bekommen. Das ist richtig.
Ob sie es aber wirklich schaffen können, komplett virusfrei in die E2 einzuziehen? Das halte ich für äußert fraglich.
ABer wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass da jetzt nach 1 Jahr Einschluß noch was kommt
Wenn dann hätten sie es doch gleich zu Beginn gemerkt, oder?
Nicht unbedingt. Zum einen weiß ich nicht, in wieweit sie dort klimatisch die Jahreszeiten nachempfinden und Erkältungsviren können sich aus verschiedenen Gründen im nasskalten Wetter besser ausbreiten. Zum anderen lässt mit den Strapazen und der Mangelernährung ja auch die Widerstandskraft nach. Daher wäre es zumindest denkbar, dass sie anfangs mit den vorhandenen Viren klar kamen und irgendwann das Immunsystem kapituliert. :nixweiss1: Denkbar wäre das.
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 16:36:18
Daher sind selbstgebackene Brote besser verträglich.
Es gibt bei uns einen Bauern, der ein "Bauerbrot" verkauft, mit Sauerteig.
Das kann ich nicht essen, ich bekomme richtig Bauchschmerzen und Durchfall davon
Aber auch nur dann, wenn Du dem Selbstgebackenen die entsprechende Zeit lässt. Schau mal im Internet wie viele 'Blitzrezepte für Brot' da kursieren. Ja, was dabei rauskommt sieht aus wie Brot und schmeckt auch so. Aber es ist eben auch nicht das Brot, das besser verträglich ist.
Und das Sauerteigbrot: Bei Sauerteig kommt es total auf die genaue Zusammensetzung der Bakterien und Hefen an. Und danach kommt dann noch die Art der Verarbeitung, die wichtig ist.
Zitat von: SilkeS. in 19. April 2022, 16:36:18
Der Körper ist ja an den Zucker gewöhnt, der einfach versteckt überall drin ist: Getränke, Konserven, Müsli.
Ich habe mich ja mal damit auseinander gesetzt und mehrfach schon "Zuckerentzug" durchgeführt.
DAs ist echt hart und wie eine Sucht, einfach weil der Körper an den Stoff gewöhnt ist und man immer mehr danach verlangt.
Aber toll ist, was man nach so einem Entzug erlebt: man schmeckt intensiver, schläft besser, fühlt sich fitter, die Haut wird klarer und reiner.
Lohnt sich dahingehend schon
Der Körper verlangt nach Zucker und heute ist er zu allem Überfluss an große Mengen Zucker gewöhnt. Das IST eine Sucht.
Wir hatten es gerade daheim noch von einem anderen Stoff, an den zu viele Leute in zu großer Menge gewöhnt sind: Kochsalz. Da ist es ähnlich, dass das früher eher ein Luxusgut war, mit dem man sehr sparsam umging und von dem heute viele Menschen doppelt so viel wie benötigt oder sogar noch mehr zu sich nehmen. Es steckt in Fastfood und Fertignahrung, es wird in Kantinen und Großküchen reichlich verwendet. Und hat man sich einmal an eine überhöhte Salzmenge gewöhnt, dann nutzt man es auch daheim im Übermaß.
Das führt auf die Dauer zu erhöhtem Blutdruck, zu hoher Gefäßbelastung, Schlaganfällen und Herzinsuffizienz. Und die Nieren sind auch nicht glücklich mit dem Zuviel an NaCl.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Was mir auch gut gefallen hat, war, wie sie mit der Fleisch Gewinnung umgehen. Das klar ist, dass sie es brauchen, aber Dawn zB nichts davon essen kann, aber trotzdem die Notwendigkeit sieht und das Schwein töten kann.
Ja, da fand ich auch gut dargestellt. Die einen, die anderswo 'wichtige Arbeiten' haben, die anderen, die beim Schlachten dabei sind und das Schwein auch einfach essen können, Dawn, die zwar schlachtet, aber dann lieber nichts von dem Schwein essen mag, zu dem sie so etwas wie eine persönliche Beziehung hatte.
Da haben wir es in unserer modernen Welt natürlich einfach: Wir gehen in den Laden und kaufen etwas, dem man kaum noch ansieht, dass das ein Teil eines zuvor lebenden Tieres war. Die Zeiten, dass der Schweinekopf mit in der Metzgerstheke lag, sind eindeutig vorbei.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Und was ist das mit Gretchen und Ramsay, zwei verschiedene Geschichten, wer erzählt die Wahrheit, wer lügt? Ich kann es nicht einschätzen, aber so oder so benimmt Ramsay sich den Frauen gegenüber unmöglich, gerade in dieser Gemeinschaft. Auch wenn sie ja nicht das einzige Paar zu sein scheinen. Und über Düsentriebs Trieb wird gar nicht mehr gesprochen, komisch.
Ramsay ist wirklich ziemlich hormongesteuert :rollen:. Und bei Gretchen auch reichlich feige, als er das Verhältnis zu ihr beenden will. Allerdings finde ich, dass sowohl Judy als auch Gretchen jetzt nicht 'unschuldige Opfer' sind. Judy ist sicher nicht der Typ Frau, die sich von einem Mann wie Ramsay, der noch dazu ihr Untergebener ist, einfach gegen ihren Willen ins Bett schleifen lässt. Auch wenn wir ihre Sicht der Dinge nicht direkt hören, kann ich mir gut vorstellen, dass sie da sehr aktiv vorgeht und sich holt was sie will. Da haben sich zwei getroffen, die beide S³x wollen und nicht von Liebe reden.
Dass Gretchen sich nun ausgerechnet in einen Typen wie Ramsay verliebt - da bin ich nicht sicher, ob sie wirklich so unerfahren ist, dass sie nicht rafft wie er drauf ist. Man kann ja nicht behaupten, dass er irgendwie 'von Liebe faselt'. Er geht ja schon sehr direkt zur Sache.
Wie sie ihn dann aber verfolgt, ihn bedrängt, etc., das finde ich schon auch sehr strange. So viel Vereinnahmung, so wenig Gespür für den anderen und seine Gefühle, da kann man sich schon gestalkt fühlen, oder?! Auch wie sie ihm da im Beisein der anderen unterm Tisch ans Gemächt fasst - das ist doch auch krass. Und mal ehrlich: sie kann doch nicht wirklich glauben, dass aus ihr und Ramsay doch nochmal ein 'romantisch verliebtes Paar' nach ihren Vorstellungen wird?!
Letztlich denke ich, dass bei den zwei verschiedenen Geschichten der Mittelweg vermutlich der Wahrheit am nächsten käme und beide sich teils dusselig, teils mies benommen haben.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Ich muss sagen Lindas Passagen mag ich am Wenigsten und auch Linda mag ich immer weniger und kann ich immer weniger verstehen. Vor Allem gab es doch diesen großen Streit zwischen Dawn und ihr an Weihnachten und jetzt sind sie wieder Freundinnen? Das habe ich nicht verstanden.
Linda ist von Neid zerfressen, sie sucht nur ihren Vorteil und macht dabei alles falsch, wird zur Alkoholikerin
Ja, Linda wird immer mehr zur Unsympathin. Sie spielt allen was vor: ihren Vorgesetzten genauso wie Dawn und vor allem auch sich selbst (von wegen 'ich bin keine Alkoholikerin' :doof:).
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Und was soll das mit diesen Theaterstücken? Das verstehe ich gar nicht
Ich hab es so verstanden, dass es so eine Art 'teambildende Maßnahme' zwischen der Crew drinnen und den Leuten draußen sein soll. Und eine spinnerte Idee von GV :->.
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Ansonsten finde ich das Buch echt immer noch gut zu lesen, es ist für mich vom Thema her nicht so dramatisch und diskutabel wie bei Sam aber ein interessantes Setting
Und jetzt bin ich gepannt ob das Kind echt in E2 geboren wird. Das wäre natürlich Presse Rummel ohne Ende
Das geht mir ähnlich. Nicht dramatisch - aber man kann schon darüber nachdenken, darüber diskutieren.
Und ja, da bin ich auch gespannt wie es mit der Schwangerschaft weitergeht...
Um die nächste Ernte ist es ja übel bestellt: Diese Milben, die die Kartoffeln vernichten (Da haben sie mit einem Nützling versucht, gegenzusteuern und sind gescheitert - so einfach funktioniert ein Ökosystem eben selten), die Wurzelfäule bei den Erbsen (den Erregerpilz werden sie kaum wieder los), das wird die Ernährungssituation vermutlich dramatisch verschlechtern.
Und dann noch das Wetter, das zu so schlechten Sauerstoffwerten führt.
Ich fürchte, wenn die E2 funktionieren soll, müssen sie noch viel viel dazu lernen... :rollen:
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 22:13:32
Um die nächste Ernte ist es ja übel bestellt: Diese Milben, die die Kartoffeln vernichten (Da haben sie mit einem Nützling versucht, gegenzusteuern und sind gescheitert - so einfach funktioniert ein Ökosystem eben selten), die Wurzelfäule bei den Erbsen (den Erregerpilz werden sie kaum wieder los), das wird die Ernährungssituation vermutlich dramatisch verschlechtern.
Und dann noch das Wetter, das zu so schlechten Sauerstoffwerten führt.
Ich fürchte, wenn die E2 funktionieren soll, müssen sie noch viel viel dazu lernen... :rollen:
Es ist aber auch schwer, von heute auf morgen zum Selbstversorger zu werden, wenn man von Ackerbau und Viehzucht nicht viel weiß, versteht und sich nicht auskennt.
Aber interessant das mal so in der Geschichte zu lesen. Gibt zumindest mir eine neue Sicht auf die Dinge
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 22:03:40
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Was mir auch gut gefallen hat, war, wie sie mit der Fleisch Gewinnung umgehen. Das klar ist, dass sie es brauchen, aber Dawn zB nichts davon essen kann, aber trotzdem die Notwendigkeit sieht und das Schwein töten kann.
Ja, da fand ich auch gut dargestellt. Die einen, die anderswo 'wichtige Arbeiten' haben, die anderen, die beim Schlachten dabei sind und das Schwein auch einfach essen können, Dawn, die zwar schlachtet, aber dann lieber nichts von dem Schwein essen mag, zu dem sie so etwas wie eine persönliche Beziehung hatte.
Da haben wir es in unserer modernen Welt natürlich einfach: Wir gehen in den Laden und kaufen etwas, dem man kaum noch ansieht, dass das ein Teil eines zuvor lebenden Tieres war. Die Zeiten, dass der Schweinekopf mit in der Metzgerstheke lag, sind eindeutig vorbei.
Ich könnte es nicht einmal schlachten! :heul:
Habe viele Gespräche diesbezügl. mit dem Mann meiner Stiefmutter gehabt, als ich vegan wurde.
Er hat im Krieg gehungert, sie hatten Hasen und Meerschweinchen, sie selbst eben ernährt, und geschlachtet, gehäutet und dann gegessen haben.
Er ist da einfach auf dem Standpunkt, wenn Du sonst nichts hast, dann isst man so ein Tier. :nixweiss1:
Tja, nur gut, dass es bei uns nicht so ist und hoffentlich auch nie mehr so sein wird
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 22:03:40
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Und was ist das mit Gretchen und Ramsay, zwei verschiedene Geschichten, wer erzählt die Wahrheit, wer lügt? Ich kann es nicht einschätzen, aber so oder so benimmt Ramsay sich den Frauen gegenüber unmöglich, gerade in dieser Gemeinschaft. Auch wenn sie ja nicht das einzige Paar zu sein scheinen. Und über Düsentriebs Trieb wird gar nicht mehr gesprochen, komisch.
Ramsay ist wirklich ziemlich hormongesteuert :rollen:. Und bei Gretchen auch reichlich feige, als er das Verhältnis zu ihr beenden will. Allerdings finde ich, dass sowohl Judy als auch Gretchen jetzt nicht 'unschuldige Opfer' sind. Judy ist sicher nicht der Typ Frau, die sich von einem Mann wie Ramsay, der noch dazu ihr Untergebener ist, einfach gegen ihren Willen ins Bett schleifen lässt. Auch wenn wir ihre Sicht der Dinge nicht direkt hören, kann ich mir gut vorstellen, dass sie da sehr aktiv vorgeht und sich holt was sie will. Da haben sich zwei getroffen, die beide S³x wollen und nicht von Liebe reden.
Dass Gretchen sich nun ausgerechnet in einen Typen wie Ramsay verliebt - da bin ich nicht sicher, ob sie wirklich so unerfahren ist, dass sie nicht rafft wie er drauf ist. Man kann ja nicht behaupten, dass er irgendwie 'von Liebe faselt'. Er geht ja schon sehr direkt zur Sache.
Wie sie ihn dann aber verfolgt, ihn bedrängt, etc., das finde ich schon auch sehr strange. So viel Vereinnahmung, so wenig Gespür für den anderen und seine Gefühle, da kann man sich schon gestalkt fühlen, oder?! Auch wie sie ihm da im Beisein der anderen unterm Tisch ans Gemächt fasst - das ist doch auch krass. Und mal ehrlich: sie kann doch nicht wirklich glauben, dass aus ihr und Ramsay doch nochmal ein 'romantisch verliebtes Paar' nach ihren Vorstellungen wird?!
Letztlich denke ich, dass bei den zwei verschiedenen Geschichten der Mittelweg vermutlich der Wahrheit am nächsten käme und beide sich teils dusselig, teils mies benommen haben.
Mich wundert das Ramsay sich überhaupt auf Gretchen eingelassen hat.
Okay da war der Trieb und sie war da und "willig", aber bös gesagt, ist es dann echt so, dass eben Ramsay mal die Verantwortung für sein Tun tragen muß.
Sie ist aber auch echt ziemlich oberflächlich unterwegs. Ich kapiere es nicht und mich nervt sie ziemlich beim Lesen,
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 22:03:40
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Ich muss sagen Lindas Passagen mag ich am Wenigsten und auch Linda mag ich immer weniger und kann ich immer weniger verstehen. Vor Allem gab es doch diesen großen Streit zwischen Dawn und ihr an Weihnachten und jetzt sind sie wieder Freundinnen? Das habe ich nicht verstanden.
Linda ist von Neid zerfressen, sie sucht nur ihren Vorteil und macht dabei alles falsch, wird zur Alkoholikerin
Ja, Linda wird immer mehr zur Unsympathin. Sie spielt allen was vor: ihren Vorgesetzten genauso wie Dawn und vor allem auch sich selbst (von wegen 'ich bin keine Alkoholikerin' :doof:).
Da habe ich auch gestutzt und dachte:" Ja rede Du Dir das mal nur ein.!"
Zitat von: Christiane in 19. April 2022, 22:03:40
Zitat von: Inge78 in 15. April 2022, 15:40:57
Und was soll das mit diesen Theaterstücken? Das verstehe ich gar nicht
Ich hab es so verstanden, dass es so eine Art 'teambildende Maßnahme' zwischen der Crew drinnen und den Leuten draußen sein soll. Und eine spinnerte Idee von GV :->.
Ja in die Richtung denke ich auch.
ZitatIch könnte es nicht einmal schlachten! :heul:
Habe viele Gespräche diesbezügl. mit dem Mann meiner Stiefmutter gehabt, als ich vegan wurde.
Er hat im Krieg gehungert, sie hatten Hasen und Meerschweinchen, sie selbst eben ernährt, und geschlachtet, gehäutet und dann gegessen haben.
Er ist da einfach auf dem Standpunkt, wenn Du sonst nichts hast, dann isst man so ein Tier. :nixweiss1:
Tja, nur gut, dass es bei uns nicht so ist und hoffentlich auch nie mehr so sein wird
Ich bin ja auf einem Bauernhof großgeworden und da wurde Kleinvieh noch selber geschlachtet.(Großvieh schon nicht mehr, das darf man ja nicht mehr selber, was auch richtig ist) Ich finde das eine völlig normalen Vorgang, wobei ich mich wahrscheinlich schon überwinden müsste wenn ich es jetzt wieder schlachten müsste
Aber mir als Fleischesser ist völlig bewusst, was dazu gehört, wenn ich ein Tier esse. Wir bemühren uns sehr, kein Billigfleisch zu kaufen, auf Haltungsbedingungen zu achten etc. Und da muss man sagen, dass das in E2 ja eigentlich schon ziemlich gut ist für die Tiere, so lange sie nicht Hunger leiden müssen, wenn die Vorräte schrumpfen
Zitat von: SilkeS. in 20. April 2022, 07:43:13
Es ist aber auch schwer, von heute auf morgen zum Selbstversorger zu werden, wenn man von Ackerbau und Viehzucht nicht viel weiß, versteht und sich nicht auskennt.
Aber interessant das mal so in der Geschichte zu lesen. Gibt zumindest mir eine neue Sicht auf die Dinge
Dabei sind hier ja sogar eigentlich Experten unterwegs. Sie haben eine intensive Ausbildung im Hinblick auf das Projekt und ihren jeweiligen Anteil daran hinter sich. Wenn ich morgen anfangen wollte, als Selbstversorger zu leben, hätte ich erheblich weniger Ahnung. Und wo die Terranauten dies selbst gebastelte (und offensichtlich doch nicht so arg ausgewogene) Ökosystem haben, über das sie doch schon recht viel wissen, müsste ich erstmal sehen, welche Kulturpflanzen ausreichend gut auf meinem miserablen Boden hier wachsen, ...
Zitat von: SilkeS. in 20. April 2022, 07:43:13
Ich könnte es nicht einmal schlachten! :heul:
Habe viele Gespräche diesbezügl. mit dem Mann meiner Stiefmutter gehabt, als ich vegan wurde.
Er hat im Krieg gehungert, sie hatten Hasen und Meerschweinchen, sie selbst eben ernährt, und geschlachtet, gehäutet und dann gegessen haben.
Er ist da einfach auf dem Standpunkt, wenn Du sonst nichts hast, dann isst man so ein Tier. :nixweiss1:
Tja, nur gut, dass es bei uns nicht so ist und hoffentlich auch nie mehr so sein wird
Ich finde es auf jeden Fall sehr konsequent, dann eben zu sagen, dass man vegan leben will. Auch wenn ich selbst wohl den anderen Weg wählen würde: Das Tier gut pflegen und versorgen und dann so schnell und schmerzlos töten wie möglich. Die Argumentation Deines Stief²vaters kann ich gut nachvollziehen. Ich denke, dass der Hunger einen wirklich viele Hemmungen und Tabus vergessen lässt. Wie weit das beim Einzelnen geht weiß man wohl erst, wenn man wirklich in die Lage käme. Und wie Du sagst: Hoffen wir, dass uns und unsern Kindern das erspart bleibt!
Zitat von: SilkeS. in 20. April 2022, 07:43:13
Mich wundert das Ramsay sich überhaupt auf Gretchen eingelassen hat.
Okay da war der Trieb und sie war da und "willig", aber bös gesagt, ist es dann echt so, dass eben Ramsay mal die Verantwortung für sein Tun tragen muß.
Sie ist aber auch echt ziemlich oberflächlich unterwegs. Ich kapiere es nicht und mich nervt sie ziemlich beim Lesen,
Ja, da ist er ja schon mit einer gewissen Selbsterkenntnis unterwegs, sieht selbst, dass er sich da feige verhält. Nur zieht er daraus leider keine Konsequenzen :meckern:. Ja, Gretchen ist willig, dann diese besondere Atmosphäre und Alkohol war doch auch noch im Spiel ... wenn es dabei geblieben wäre, nun gut, sie sind beide erwachsen. Aber dass es dann noch so lang weiterging und er sich letztlich ja nicht auf eine vernünftige Art gegen ihre Vereinnahmung abzugrenzen wusste, das ist schon armselig.
Allerdings denke ich eben, dass auch die Frauen durchaus in der Pflicht sind und Gretchen dreht schon ziemlich ab.
Ich frag mich echt, was an Ramsay so umwerfend ist, dass ihm die Frauen so reihenweise nachlaufen: Diese neue Freundin von Johnny, dann Judy, Linda ist auch so ein bisschen in ihn verknallt (sieht aber, dass sie keine Chance hat und ist wohl deshalb so fanatisch 'anti'), Gretchen und schließlich auch noch Dawn. :gruebel: :doof:.
Zitat von: Inge78 in 20. April 2022, 08:00:26
Ich bin ja auf einem Bauernhof großgeworden und da wurde Kleinvieh noch selber geschlachtet.(Großvieh schon nicht mehr, das darf man ja nicht mehr selber, was auch richtig ist) Ich finde das eine völlig normalen Vorgang, wobei ich mich wahrscheinlich schon überwinden müsste wenn ich es jetzt wieder schlachten müsste
Aber mir als Fleischesser ist völlig bewusst, was dazu gehört, wenn ich ein Tier esse. Wir bemühren uns sehr, kein Billigfleisch zu kaufen, auf Haltungsbedingungen zu achten etc. Und da muss man sagen, dass das in E2 ja eigentlich schon ziemlich gut ist für die Tiere, so lange sie nicht Hunger leiden müssen, wenn die Vorräte schrumpfen
Ich bin nicht sicher, ob das grundsätzlich richtig ist, dass Großvieh nicht mehr selbst geschlachtet werden darf. Vielleicht wäre es besser, dafür zu sorgen, dass die, die das selbst machen wollen, das schnelle Töten der Tiere vernünftig lernen. Statt dessen wird kaum noch Großvieh direkt daheim auf der Weide oder im Stall geschlachtet. Allen wird auch noch die Fahrt zum Schlachthof zugemutet. Und wie das beim Billigfleisch ausgeartet ist, darüber reden wir lieber nicht...
Wenn ich schlachten müsste wäre tatsächlich meine größte Sorge, dass mir die Fachkompetenz dazu fehlt, ich es nicht gut mache und es dadurch zum Gemetzel wird. Ansonsten geht es mir wie Dir: Für mich ist das normal, dass wir (in Maßen) auch tierische Produkte essen und dazu gehört eben am Ende auch, dass Tiere geschlachtet werden.
Ich vermute, dass sie in der E2 die Tiere schlachten, ehe es mit dem Futter zu eng wird. Denn wenn die Tiere unterernährt sind, bringen sie zu wenig Fleisch und kosten dafür zu viel Futter, das zumindest in Teilen ja auch direkt von den Menschen gegessen werden könnte. Wobei man ja sowohl Ziegen als auch Schweine schon von Dingen ernähren kann, die der Mensch eher nicht direkt verwehrten kann, bzw. die als Abfall entstehen.
ZitatIch bin nicht sicher, ob das grundsätzlich richtig ist, dass Großvieh nicht mehr selbst geschlachtet werden darf. Vielleicht wäre es besser, dafür zu sorgen, dass die, die das selbst machen wollen, das schnelle Töten der Tiere vernünftig lernen.
Geht dann aber nur für den Eigenbedarf, ansonsten wird das auch schwierig mit der Hygiene und der Kühlkette etc
Wir waren vor 3 Jahren auf einem Hof, der selber Wagyu Rinder züchtet. Alles in kleinem Maßstab, Selbstvermarktung. Der hat ewig gesucht, bis er jemanden gefunden hat, der ihm, immer nur 1 Tier, so schlachtet, wie er das will. Hofschlachtung hat er einfach nicht durchbekommen.
Er gewöhnt seine Tiere ab Kalbalter an den Anhänger, fährt mit ihnen Spazierfahrten und fährt sie dann selber die 40 km zum nächsten Schlachthof, an denen an bestimmten Tagen abends, nach Feierabend, ein Metzger Schlachtung auf Bestellung macht. Ohne den Stress, dass auch noch andere Tiere gleichzeitig da sind und eben fast ohne Transportstress. Dass dieses Vorgehen natürlich extra kostet kann man sich vorstellen
Und man sieht ja auch hier, wie empfindlich die Tiere reagieren. Dawn hat ja wirklich viel dafür getan, dass das Schwein sich bis zum letzten Moment wohl gefühl hat und das soltle das Mindeste sein, was man tun kann
Zitat von: Inge78 in 20. April 2022, 10:51:28
ZitatIch bin nicht sicher, ob das grundsätzlich richtig ist, dass Großvieh nicht mehr selbst geschlachtet werden darf. Vielleicht wäre es besser, dafür zu sorgen, dass die, die das selbst machen wollen, das schnelle Töten der Tiere vernünftig lernen.
Geht dann aber nur für den Eigenbedarf, ansonsten wird das auch schwierig mit der Hygiene und der Kühlkette etc
Wir waren vor 3 Jahren auf einem Hof, der selber Wagyu Rinder züchtet. Alles in kleinem Maßstab, Selbstvermarktung. Der hat ewig gesucht, bis er jemanden gefunden hat, der ihm, immer nur 1 Tier, so schlachtet, wie er das will. Hofschlachtung hat er einfach nicht durchbekommen.
Er gewöhnt seine Tiere ab Kalbalter an den Anhänger, fährt mit ihnen Spazierfahrten und fährt sie dann selber die 40 km zum nächsten Schlachthof, an denen an bestimmten Tagen abends, nach Feierabend, ein Metzger Schlachtung auf Bestellung macht. Ohne den Stress, dass auch noch andere Tiere gleichzeitig da sind und eben fast ohne Transportstress. Dass dieses Vorgehen natürlich extra kostet kann man sich vorstellen
Und man sieht ja auch hier, wie empfindlich die Tiere reagieren. Dawn hat ja wirklich viel dafür getan, dass das Schwein sich bis zum letzten Moment wohl gefühl hat und das soltle das Mindeste sein, was man tun kann
Ja, Hygiene und so weiter sind dann das Thema, was auch berücksichtigt werden muss. Aber direkt in den Verkauf im Hofladen oder die Metzgereien der umliegenden Dörfer wäre ja machbar, denke ich. Ist halt alles nichts für die große Masse. Aber Massen an Fleisch sollten eher auch nicht das Ziel sein.
Und ja, wenn man das so tierschutzgerecht wie möglich machen will, dann wird es richtig teuer. Dann wird Fleisch wieder ein Luxusgut. Da ist Verzicht gefordert. Und schon wird klar, warum das kaum durchzusetzen ist :rollen:. Zum einen ist Verzicht nicht wirklich populär, zum anderen würden ganze Industriezweige ausgedörrt.
Macht Doc Richard hier eigentlich auch Blutunterschungen oder nur messen und wiegen? :kopfkratz:
Wenn ich es richtig verstanden hab macht er auch etliches an Blut- und sonstigen Laborwerten. Diese täglichen Urinproben wurden ja auch erwähnt.