Hallo Ihr Lieben!
Ich habe gerade noch ein neues Unterboard eröffnet. Meiner Meinung (und ich bin auch schon ein paar mal darauf angesprochen worden) nach das einzige "Thema" was hier noch fehlte.
Der Treffpunkt "Shakespeare and Company" war übrigens eine berühmte Buchhandlung in Paris (geführt von Sylvia Beach), in der Autoren wie James Joyce, T.S. Eliot, etc. anzutreffen waren. Beach hatte auch den Wagemut "Ulysses" von Joyce zu verlegen.
Ich finde es ist ein passender Begriff für diese Kategorie, weil es sowohl zu den Klassikern, aber auch zu den anspruchsvollen Romanen des letzten Jahrhunderts passt. Einen Text dazu werde ich aber noch ins Forum setzen.
So und nun denke ich, ist das Forum komplett. Sämtliche anderen Untersparten kann man sicherlich in eine der Hauptsparten einordnen und ich möchte das Forum nicht zu sehr aufdröseln.
Liebe Grüße,
Steffi
P.S. Die Rezensionen zu Austen, Bronte, etc. werde ich dann in den Klassikerbereich verschieben.
Hallo Steffi,
das ist wirklich eine tolle Idee.
Machst du dann auch wieder so einen Thread " Was ist eigentlich Anspruchvolles ?" , mit ein paar Beispielautoren?
:wieher: Eigentlich hört sich das ja bescheuert an, wenn man unvoreingenommen liest: Was ist anspruchvoll ? *kicher*
Ich habe mal ein paar Beispiele, vielleicht empfindest du es genauso mit den Autoren:
Mitch Albom, Jakob Arjouni, Paul Auster, Carlos Maria Dominguez, Jeffrey Eugenides, Jostein Gaarder, Wilhelm Genazino, Chang-rae Lee, Francois Lelord, Haruki Murakami, Hanns-Josef Ortheil, Carlos Ruiz Zafon, Shan Sa, Bernhard Schlink, Eric-Emmanuel Schmitt, Zeruya Shalev, sowie die meisten der Literaturnobelpreisträger :->
Liebe Grüße,
behind
Hallo Behind!
Habe ich gerade gemacht und ja...Du hast recht...es klingt bescheuert! :-> Aber leider auch dringend nötig. Wie viele haben immer noch Angst vor solcher Literatur, weil sie glauben sie seien zu doof oder die Literatur zu schwer oder zu langweilig. Klar gibts auch langweilige Klassiker und langweiige anspruchsvolle Literatur. Aber es gibt auch schnarchlangweilige historische Romane und Krimis. Langeweile ist nicht auf ein Genre begrenzt! :->
Deine Beispiel-Autoren habe ich auch teilweise genannt, auch wenn für mich weder Lelord, noch Albom oder Schmitt dazu zählen. Das ist für mich (persönliche Sache) Unterhaltungsliteratur. Schmitt vielleicht noch am Wenigsten, aber Lelord und Albom...hm... das ist so wie mit Coelho. Irgendwie...hm...mir fällt das richtige Wort nicht ein....gut gemeinte Lebensweisheiten, die ich nicht brauche! :-)))
Aber Arjouni zum Beispiel ist toll. Der schreibt so genial - auch wenn ich sein letztes Buch (Chez Max) nicht so toll gefunden habe. Aber "Hausaufgaben" war einfach brilliant.
Liebe Grüße,
Steffi
Liebe Steffi,
ich finde es toll, dass jetzt auch diese Kategorie in diesem Forum vertreten ist. Mein Lesespektrum schließt ,,anspruchsvolle Bücher" oder ,,Klassiker" mit ein. Mal mehr und mal weniger intensiv. Die Abgenzung finde ich allgemein aber schwierig. Was ist "anspruchsvoll"? Und wann ist ein Buch ein "Klassiker"?
Gerade Anfang August ist bei Büchereule eine Leserunde zu ,,Jane Eyre" zu Ende gegangen und die Lektüre dieses Klassikers hat mir viel Spaß gemacht. Im Moment nehme ich gerade an der Leserunde ,,Die Hüter der Rose" teil und bin über das Haus Lancater im Internet mal so auf Shakespeare gekommen. Warum nicht mal einen Shakespeare ausprobieren?
Sicherlich ist es so, dass man bei vielen ,,anspruchsvollen Büchern" oder ,,Klassikern" genauer lesen muss und auf eine andere Art zum Nachdenken angeregt wird. Und ist das Schöne an einem solchen Forum nicht gerade der Austausch untereinander? Bei ,,schwierigen" Büchern vielleicht noch mehr als bei locker zu lesenden Büchern, weil jemand anders eine Stelle vielleicht ganz anders versteht oder einen Gedanken einbringen, auf den man selbst noch gar nicht gekommen ist. :klugscheiss:
Zum Thema Schul-Klassiker kann ich auch noch etwas beitragen. Mir ist Franz Kafka aus der Schule verhasst, da wir uns fast ein halbes Jahr ausschließlich mit diesem Autor beschäftigt haben (und das im Grundkurs – der Leistungskurs kam damals nicht zustande!). Ständig nur seine schwere Kindheit und sein autoritärer Vater und seine Depressionen, alles ließ sich irgendwie vor diesem Hintergrund interpretieren. Kafka haben wir sicher ,,totinterpretiert", aber dennoch möchte ich irgendwann ,,Der Prozess" von ihm lesen.
Liebe Grüße,
Nebelpriesterin
Hallo Nebelpriesterin!
Du hast schon recht, die Abgrenzung ist manchmal schwierig. Aber das kriegen wir schon hin! *G*
Ansonsten hast Du alles gesagt, was ich auch dazu sagen würde. Man sollte es einfach mal ausprobieren und gerade Klassiker und etwas anspruchsvollere Bücher haben viel Diskussionspotential. Weswegen sie sich eigentlich gut für ein Forum eignen.
Und wie gesagt, man muss ja nicht gleich mit den Brocken, wie James Joyce oder Kafka anfangen.
Liebe Grüße,
Steffi
P.S. Bei Euch ist kein Deutsch-LK zustande gekommen? :umfall:
Hallo Steffi,
Die neue Sparte finde ich auch super, von alleine lese ich z.B. kaum solche Bücher. Außer Faust das Buch liebe ich :rotwerd:.
Ich bin gespannt, ob mir hier jemand ein Buch so richtig schmackhaft machen kann.
@Nebelpriesterin: Ich fand Kafka in der Schule zum Diskutieren einfach Klasse :-). Für mich war Woyzeck die Strafe überhaupt und dann hatte ich es auch noch im mündlichen Abi :heul:.
Liebe Grüße
Susanne
Zitat von: Susanne in 16. August 2007, 19:29:35
Für mich war Woyzeck die Strafe überhaupt und dann hatte ich es auch noch im mündlichen Abi :heul:.
:ausrast: Ach Du Schande! Das war auch einer meiner Favoriten, da kann ich mich noch bestens dran erinnern. Und dann kamen gleich so Highlights wie Andorra oder Nathan der Weise *schüttel*
Zum Glück hatte ich bloß GK und mein mündliches Abi in Physik, da konnte ich damals ausführlich über die Mir referieren, war schon viel netter *gg*
LG, Wuschl
Hallo Wuschl,
ZitatZum Glück hatte ich bloß GK und mein mündliches Abi in Physik
:ausrast: In PHYSIK! Das wäre mein Untergang gewesen :umfall:. Ich hatte Deutch mündlich und habe mich mit Gedichten von Andreas Gryphyius :wah: bis zur Moderne herumgeschlagen.
Nathan der Weise finde ich nun wieder gut, weil die Botschaft einfach zeitlos ist und noch immer Gültigkeit hat.
LG, Nebelpriesterin
Hallo!
Oh Gott...Physik...das hab ich so schnell es ging abgewählt. Ich hatte Deutsch-LK.
Dazu muss man wissen, wir haben in der 12. Klasse zwei mal Klausuren über "Der gute Mensch von Sezuan" von Berti Brecht geschrieben. Deswegen haben wir alle gedacht, das würde Arnsberg als Abi-Klausurvorschlag ablehnen.
Von daher dachten wir...okay....ein Vorschlag mit Gedicht (war mir klar, tue ich mir nicht an), ein Vorschlag mit politischer Rede (war mir klar, tue ich mir nicht an) und halt die Interpretation einer Textstelle von einem Roman, den wir gelesen hatten. Musste also eigentlich "Effi Briest" von Theo Fontane sein. Tja...Steffi sich gefreut, wie doof, weil sie in der Briest-Klausur nämlich eine 1 hatte.
Tja - Steffi geht in ihre Abiklausur, macht Umschlag 1 auf....Gedicht....wegleg, macht Umschlag 2 auf....Rede....wegleg, macht Umschlag 3 auf....Berti Brecht! :ausrast: Ich hab ganz laut "och neee" gerufen. Mein Deutschlehrer hat geguckt wie ein Auto, der Rest der Klasse hat mich angegrinst.
Liebe Grüße,
Steffi
Hallo Zusammen,
@Wuschel: Nathan der Weise, daß Buch fand ich damals total Klasse. Aber meine Eltern hatten das Buch aber auch als HB auf LP (das sind die großen schwarzen Scheiben mit dem Loch in der Mitte :->), so habe ich mir das Lesen des Buches sparen können :rotwerd:. Und dadurch war das Buch als HB einfach super :-).
Wenn ich jetzt sage, daß ich mal angefangen habe Physik zu studieren, darf ich dann hier noch weiter mitschreiben :rotwerd:?
Liebe Grüße
Susanne
Zitat von: Susanne in 17. August 2007, 13:00:50
Wenn ich jetzt sage, daß ich mal angefangen habe Physik zu studieren, darf ich dann hier noch weiter mitschreiben :rotwerd:?
*lach* Hatte ich auch in der engeren Studienwahl.
Ich hab mich dann aber im Erststudium auf lateinische Romanistik und Anglistik verlegt, bevor ich ein paar Jahre später doch noch ehrbarer Inschenör geworden bin .
Darf ich jetzt überhaupt noch mitschreiben, so als Lateiner mein ich :-)
LG, Wuschl
Oja Steffi und Wuschl,
"Effi Briest" sowie "Nathan der Weise" waren absolute Pflichtlektüre wohl jeden Schülers.
Auch -
"Der zerbrochene Krug"
Schillers "Räuber"
"Romeo und Julia"
"Goethes "Faust" ( oh nooooo!)
ebenso die Klassiker, fällt mir spontan ein, wenn ich in meine Oldie-Gedächtnis-Ecke linse, sind wohl:
"Die Erben Kains" J. Jakes
"Graf von Monte Christo" Duma
"Dr. Schiwago" Pasternack
"Dornenvögel" Mc Cullogh
"Die Prärie" J.F. Cooper
"Krieg und Frieden"
"Der stille Don"
es klingelt, sorry. Vielleicht auch gut, denn mir ging gerade die Puste beim Nachdenken aus.
LB
Susi