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ZitatEin großes Buch, das viel mittelalterlichen Staub aufwirbelt!
Sie kämpften gegen Wikinger, vergifteten ihre Feinde und waren Spioninnen – die vergessenen Frauen des europäischen Mittelalters kümmerten sich beileibe nicht nur um Haus und Hof. Dennoch ist es genau dieses Bild einer patriarchalen Gesellschaft, die Frauen unterdrückte, das unsere Vorstellung vom Mittelalter prägt. Es waren Männer, die diese Geschichte schrieben und die Frauen des Mittelalters aus unserem kollektiven Gedächtnis verbannten. Janina Ramirez gibt den Frauen ihren Platz in der Geschichtsschreibung zurück: Sie erzählt von der mächtigen Königin Jadwiga von Polen, der wilden Kriegerin Æthelflæd und der außergewöhnlichen Heilerin Hildegard von Bingen und eröffnet uns so ein buntes Kaleidoskop an verschiedensten weiblichen Lebensrealitäten, die die ganze Vielfalt dieses »dunklen Zeitalters« abbilden.
»Wunderbar frei und herrlich originell lässt uns ›Femina‹ auf aufregende und provokative Weis
Meinung:
Brillant, aufregend und provokativ
Eines meiner liebsten Bücher sind welche, die vergessene Frauengeschichten in den Mittelpunkt stellen, und genau das hat Ramírez in Femina getan.
Femina untersucht Fallbeispiele von frühen Frauen aus allen Epochen, indem sie Fundstücke analysiert, Kontextinformationen liefert und den Text mit anschaulichen Beschreibungen durchsetzt, um die historischen Frauen zum Leben zu erwecken.
In 9 Kapiteln erzählt Ramírez eine beeindruckende Geschichte, die deutlich macht, dass die moderne Geschichte nicht nur falsch, sondern auch verzerrt ist.
Die Anzahl der Männer, die das, was ihnen zugesprochen wird, ohne das Zutun einer Frau nicht erreicht hätten oder gar nicht erreicht haben, ist groß und es scheint abwegig, dass diese starken Persönlichkeiten einfach vergessen werden könnten.
Von mittelalterlichen Königinnen bis hin zu Wikinger-Kriegern, Ramírez wirft wirklich ein Licht auf das Innenleben der Vormoderne.
Sie schafft es, die Geschichte auf eine Weise zu erzählen, die unterhaltsam ist, ohne die Grundsätze einer soliden Wissenschaft zu verletzen.
Fazit:
Dies ist ein gut recherchierter und überzeugender Blick auf Frauen in herausragenden Positionen im Mittelalter und in einer Vielzahl von Nationen und Kulturen.
Es ist verblüffend, wie diese außergewöhnlichen Frauen so viel später immer noch zu uns sprechen können.
Von Æthelflæd, der ersten Frau, die eigenständig ein englisches Königreich regierte
bis zu Jadwiga von Polen, dem ersten und einzigen weiblichen König, erzählt uns die Autorin.
Ein wirklich brillantes Buch.
Das klingt tatsächlich ziemlich interessant. Ist mal auf meine Wunschliste gehüpft.