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Autor: Müller, Titus
Titel: Die Brillenmacherin
Originaltitel: n.v.
Erschienen: 2005
Verlag: Rütten & Loening
Seiten: 437
ISBN-10: 3352007179
ISBN-13: 9783352007170
Cover: HC
Preis: 19,90 €
Besonderheiten: Persönliche Signierung
Inhaltsangabe:
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Es ist eine dunkle Zeit, doch es gibt eine Frau. Die den Menschen die Augen öffnet.
England im Jahr 1387. Nur wenige Brillenmeister können den Menschen ihre Sehkraft zurückgeben. Doch wer mit eigenen Augen sehen kann, erblickt Dinge, die das stolze England von Grund auf verändern werden: ein verbotenes und doch heiliges Buch, einen ketzerischen und doch frommen Geheimbund königlicher Ritter, einen gnädigen und doch grausamen Erzbischof. Zwischen zwei feindlichen Heeren findet sich eine junge Brillenmacherin wieder. Um das Leben ihrer Tochter und das ihres Geliebten zu retten. Muss sie die Geheimnisse des Lichts ergründen.
Die Brillenmacherin ist ein prachtvoller und dramatischer Roman aus dem englischen Mittelalter. Mit Hilfe einer epochemachenden Erfindung behauptet sich eine charismatische junge Frau in der Welt der Männer[/quote]
Quelle: Klappentext des Buches
Meine Meinung:
Dies gebundene Buch habe ich für mich signiert von einer lieben Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen.
Das Cover zeigt eine gut gekleidete Frau die ein in Metall gefasstes Monokel in der Hand hält. Zu der Zeit in dem dies Buch Spielt gab es noch keine Monokel geschweige den in Metall gegossen, die Vergrößerungslinse war noch nicht erfunden.
In dieser Geschichte geht es um Catherine die Frau eines Brillenmachers. Catherine ist geistig für ihre Zeit weit voraus.
Dennoch zweifelt sie in Laufe der Geschichte sehr häufig an ihrem Können und ihren Gedanken.
Schon sehr bald wird sie zum Spielball der hohen Herrn die da sind Sir Latimer und der Erzbischof. Jeder versucht Catherine für ihre Zwecke einzuspannen.
Sir Latimer für die Reformierung der Kirche und der Erzbischof für die Erhaltung der alten Kirche in lateinischer Form.
Es passieren immer mehr schreckliche Ding in Catherines Umgebung und auch in ihrer Familie, so das sie nur noch auf Rache aus ist.
Leider kommt Catherine nie richtig zum Zug und alles zieht sich unendlich in die Länge. Ständige Wiederholungen bestimmter Ereignisse lassen diese Story sehr langatmig werden. So sehr das ich zwei mal kurz davor war abzubrechen.
Die Protagonisten werden leider nur sehr unzureichend vorgestellt. Es gibt zwar den Ansatz eines roten Faden, aber der hoppelt auch so vor sich her. Wird dann irgendwann wieder aufgenommen und weitergeführt.
Spannung habe ich in dieser Geschichte vergeblich gesucht.
Fazit:
Diese Geschichte wird den interessanten Klappentext leider ganz und gar nicht gerecht. Das Thema selber hätte soviel Spannendes zu erzählen, aber leider ist davon nun fast nichts zu Papier gekommen.
Schade eigentlich.
[note5]
Hallo el ratón,
"Die Brillenmacherin" habe ich im Juli gelesen und habe das HC auch zum Geburtstag geschenkt bekommen.
Nach dem zweiten Anlauf habe ich es dann geschafft das Buch fertig zu lesen.
Am Anfang habe ich mich noch für Catherine Schicksal interessiert, aber dann hat sich die Geschicht nur noch so gezogen. Spannung es kam nie richtig auf.
Ich habe mir auch wesentlich mehr erwartet.
[note5]
LG Katha
Hallo Katha,
gut das es mir nicht allein so erging, ich habe bis dato nur sehr positive Rezis gelesen, kann dem aber ganz und gar nich zustimmen. Hätte ich für das Buch 20 € ausgegeben hätte ich mir in den Po gekniffen.
Dann kommt hier mal eine positive Rezi :->
Die Brillenmacherin von Titus Müller hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen.
Catherine, die Frau des Brillenmachers, fand ich am Anfang der Geschichte sehr blauäugig. Sie ist überzeugt davon, dass ihr die geistliche Obrigkeit nach dem Tod ihres Mannes sicher helfen wird, nur weil er ein paarmal für diese gearbeitet hat. Dass sie von den Mächtigen nur ausgenutzt wird, kommt ihr dabei nie in den Sinn.
Dabei gerät sie in einen Krieg zwischen Kirche und Adel. Die Kirche will nicht, dass die Bibel ins englische übersetzt wird, denn so könnten die Menschen die Lügen der Geistlichen erkennen. Der Erzbischof Courtenay war mir zwar sehr unsympathisch, aber er war sehr gut dargestellt. Genauso stelle ich mir die Geistlichkeit der damaligen Zeit vor.
Ein toller lebendiger Roman mit vielen Facetten. Einziger Kritikpunkt: Über das Handwerk des Brillenmachens erfährt man leider sehr wenig. Und auch dass Catherine an einem Nachmittag die perfekte Brille macht, während ihr Mann es schon monatelang versucht kam mir sehr unrealistisch vor. Aber diese Kleinigkeit habe ich dem Autor dank der wirklich guten restlichen Geschichte schnell verziehen.
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