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Unterhaltung => Rezensionen => Thema gestartet von: Dante in 23. September 2023, 18:25:33

Titel: Mosel, Katharina - Frühlingswellen
Beitrag von: Dante in 23. September 2023, 18:25:33
Klappentext

ZitatZuhause ist der Ort, wo man dich aufnimmt.

Die Aussteigerin Henrike kehrt wenige Monate vor ihrem 50. Geburtstag schweren Herzens auf ihre Heimatinsel Sylt zurück. Alles, was ihr bisher Sicherheit gab, ist verloren. Sie zieht bei ihrer Mutter Witta ein, der sie in der Vergangenheit aus dem Weg gegangen ist.

Aus Geldmangel nimmt Henrike einen Job bei Joris, dem Bruder ihrer Kindheitsfreundin Ulli, an. Beide kommen sich näher, aber für Henrike steht fest, dass Sylt nur eine Zwischenstation ist. Wäre da nicht dieses komische Gefühl, dass ihr etwas Entscheidendes entgeht. Wieso hat Witta so viele Freundinnen? Und was belastet Joris? Ist das Inselleben tatsächlich so trostlos, wie Henrike es in Erinnerung hatte?

Eine Geschichte über die Schwierigkeit, Liebe wiederzufinden und anzunehmen.

Ich habe die Audioversion, gelesen von Henrike Tönnes, gehört. Ausgewählt habe ich sie - ehrlicherweise - nur, weil ich im aktuellen Bingo ein "Frühlingsbuch" gebraucht habe. Und nach nun über 9 Stunden fühle ich mich bestätigt, dass ich nicht die Zielgruppe dieses Werkes bin. Ein Frauenroman, der sich - für meinen Geschmack - ein wenig zu lange hingezogen hat. Wie ein Rosamunde Pilcher-Film ... Die Handlung plätschert so vor sich hin ohne größere Katastrophen oder Spannung. Abgebrochen habe ich auch nur deshalb nicht, weil ich wissen wollte, warum Henrike denn nun pleite ist und was ihr Ex Mark damit zu tun hat. Am Ende war es weniger spektakulär als gedacht, ich habe für meinen Geschmack ein wenig zu oft mit den Augen rollen müssen wegen der rosaroten Kitschbrille.

Dass in anderen Bewertungen nach einem ausführlicheren Ende gerufen wird, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Henrike ist mir nicht wirklich sympathisch, zu viele sich ständig wiederholenden Gedanken - und dieses gleichmäßge Plätschern der Handlung ...

Kurzum: Nicht mein Buch, aber eine Erfahrung. Die Umsetzung durch die Sprecherin hat die Geschichte definitv qualitativ verbessert, am liebsten hatte ich den nordischen Slang der Freundinnen von Witta, der Mutter.

Aber wer einen Sylt-Roman sucht, ist hier definitiv richtig. Ich war zwar noch nie dort, aber man bekommt eine gute Vorstellung davon und das setting scheint sehr gut recherchiert zu sein.

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