ZitatValerie hat nicht die einfachste Beziehung zu ihrer Mutter. Am besten klappt es, wenn die beiden einander nur selten sehen. Doch eine Krebsdiagnose schafft neue Tatsachen - vom einen Tag auf den anderen muss Valerie für ihre Mutter da sein, ganz gleich, wie schwer ihr das fällt. Und sie bekommt es mit der Angst zu tun: Was, wenn dies tatsächlich das Ende ist? Als zeitgleich Valeries Sohn beschließt, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen, droht ihre Welt vollends aus den Fugen zu geraten.
Mein Leseeindruck:"Wir sitzen im Dickicht und weinen" ist der Debütroman von Felicitas Prokopetz und hat mich absolut abgeholt und begeistert. Ich bin ohne große Erwartungen an diesen Roman herangegangen und habe einen sehr feinfühligen Familienroman erhalten.
Alle - vornehmlich weiblichen - Charaktere sind eigen und gehen einem zuweilen auf die Nerven: aber gerade dadurch wirkt der Roman so authentisch.
Es hat ein wenig gedauert, bis mir klar war, inwiefern und in welcher direkten Linie die Protagonistinnen miteinander verwandt sind: wer die Vorfahrin und wer die "Prägerin" der jeweiligen Anderen war.
Dabei sei erwähnt, dass alle Protagonistinnen Einzelkämpferinnen mit starken Persönlichkeiten sind, auch wenn ihnen das selbst oft nicht bewusst ist.
Dieses sensible Familienportrait ist durchzogen von generationenübergreifenden Traumata und komplexen Mutter-Tochter-Beziehungen.
Sehr lesenswert und ich hoffe die Autorin schreibt noch viele weitere Romane.
[note 1]
Klingt echt gut, Sandra. Habe es auch auf der WuLi
Das klingt zumindest so als sollte ich mal einen Blick in das Buch werfen. Ob ich gerade Lust auf so spezielle Charaktere hab - weiß ich allerdings nicht :-) .