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Krimi => Rezensionen => Thema gestartet von: Tintagel in 22. September 2007, 18:58:36

Titel: Morpheus - Jilliane Hoffman
Beitrag von: Tintagel in 22. September 2007, 18:58:36
(http://ec1.images-amazon.com/images/I/51K7SGKAD3L._AA240_.jpg)

[isbn]3805207743[/isbn]

Morpheus, der Gott des Schlafes. In diesem Fall wohl der Gott des ewigen Schlafes. Miami ist in heller Aufregung, ein Serienmörder geht um und wie es scheint, hat er sich auf Cops spezialisiert.

C.J. Townsend, Staatsanwältin in Miami, ist die erste der auffällt, dass Morpheus – so wird der Copkiller von der Presse genannt – es auf die Leute abgesehen hat, die vor ein paar Jahren in den Cupido Fall verwickelt waren. Denn nur eine Handvoll Cops und C.J. selbst wissen, dass William Bantling nicht die Taten begangen hat, für die er sterben soll. Wie es aussieht, will sich jemand in Bantlings Namen an den Verschwörern rächen.

Die Grundidee der Story ist gut und auch der Anfang des Buches ist fesselnd geschrieben. Die Beschreibung der Mordopfer Morpheus' jagen einem beim lesen Gänsehaut über den Körper und zeichnen schreckliche Bilder vor dem inneren Auge.

Doch so stark wie das Buch beginnt, so schwach endet es auch. Nach einem drittel der Handlung nimmt die Spannungskurve stetig ab und die Story zieht sich immer weiter in die Länge. Während es in Cupido viel um staatsanwaltschaftlichen Kram geht, rückt in diesem Band C.J.'s Privatleben in den Vordergrund.

Doch auch dieses muss bald ihren größten Ängsten Platz machen und fortan dreht sich alles nur noch darum, dass C.J.'s Betrug im Cupido Fall nicht auffliegt. Nebenbei gerät auch noch ihr Liebesleben aus allen Fugen und der Leser versinkt mit Miss Townsend immer tiefer in den Wirrungen ihres Alltags. Ehemals als starke Persönlichkeit beschrieben wird aus C.J. bald ein nervliches Wrack das nur noch mit Mühe und Not im Alltag funktioniert.

Das an sich könnte ja eine interessante Wendung im Buch werden – Happy End muss ja nicht immer sein – doch auch diese Hoffnung schwindet immer weiter. Trauriges Highlight dieses eher mäßigen Buches ist das Ende. Vollkommen konstruiert und äußerst unrealistisch.

Mich hat dieses Buch in erster Linie enttäuscht. Gut unterhalten zu werden ist etwas anderes. Und der Cliffhanger mit dem das Buch zum Schluss aufwartet hätte nun wirklich nicht sein müssen. Es ist fraglich, was in diesem Band um C.J. Townsend noch nicht ausführlich genug behandelt wurde, das einen weiteren Band um die Cupido – Morde rechtfertigen würde.

Note: 5+

[note5+]
Titel: Re: Morpheus - Jilliane Hoffman
Beitrag von: uschi in 22. September 2007, 19:32:59
Hallo Tintagel,

ich fand das Buch auch nicht so besonders. Hat mich aber trotzdem nicht abgehalten "Vater unser" zu kaufen. Es ist heute angekommen, da bin ich mal gespannt, ob diese Story wieder besser ist. Soweit ich es sehen kann, hat ihr neuestes Werk aber nichts mit den Vorgängerromanen zu tun- glaube ich wenigstens.  :->

Liebe Grüße
Uschi
Titel: Re: Morpheus - Jilliane Hoffman
Beitrag von: Tintagel in 22. September 2007, 19:37:29
So wie es ausschaut hat "Vater unser" tatsächlich nichts mti den C.J. Townsend Büchern zu schaffen. Das ist für das Buch auch sicherlich besser so.  :teufel:

Trotzdem werde ich mir das Buch erstmal nicht zu legen. Irgendwie bin ich so negativ von Morpheus beeinflusst, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, dass da nochmal was besseres kommen könnte.

Dir wünsche ich trotzdem viel Spaß bei dem Buch!   :winken:


Liebe Grüße,
Tintagel
Titel: Re: Morpheus - Jilliane Hoffman
Beitrag von: Susanne in 23. September 2007, 14:32:58
Hallo Tintagel,

Mir hat damals Morpheus auch nicht so gut gefallen. Aber ich war auch nicht absolut von Cupido begeistert. Wobei ich genau wie Uschi schon überlege mit "Vater unser" zuzuelgen. Da sich der Plot doch recht interessant anhört.

Liebe Grüße
Susanne
Titel: Re: Morpheus - Jilliane Hoffman
Beitrag von: behind in 09. Oktober 2007, 11:41:40
Hallo,
ich habe das Buch erst letzten Monat gelesen, direkt nach Cupido.

Meine Meinung:

Die Story um den Copkiller fand ich recht spannend, zumal ich wirklich bis zum Schluss keine Ahnung hatte um wen es sich handelt.
Wie bereits von Tintagel erwähnt, wird C.J. als nervliches Wrack beschrieben, was mich zwar enttäuscht hat aber durchaus nachvollziehbar ist.
Man wünscht sich immer einen starken Hauptcharakter,aber wenn ich mir vorstelle mir wäre das gleiche passiert, finde ich CJ´s Wendung doch sehr realistisch.

Ein bisschen weniger von CJs Privatleben, dafür zB. mehr aus der Gedankenwelt des Killers, hätte dem Buch bestimmt gut getan.
Ich denke jedem war klar, das dies eine Fortsetzung ist.
Deshalb fand ich es unnötig, das die bereits bekannten Ereignisse aus Cupido immer wieder hier erklärt werden.

Wenn man das Buch nicht direkt mit Cupido vergleicht, hat es meiner Meinung eine bessere Note als eine 5+ verdient.
Aber über Geschmack, lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Beide Bücher stehen als Hardcover im Regal, was ich nicht bereue.
"Vater unser" werde ich mir auch kaufen, allerdings dann nur noch als Taschenbuch.

Note: 2

[note2]


Liebe Grüße,
behind