| [isbn]3785557434[/isbn] | | Verlag: Loewe Verlag ISBN: 3785557434 Seiten: 413 Ausgabe: Hardcover Preis: € 16,90
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Klappentext:Die Drachen bewahren den Schlüssel zur Rettung der Welt. Aber das Geheimnis ihrer Zuflucht wurde aufgedeckt. Nun sammeln sich die Heere im alten China zur letzten Schlacht. Kreaturen, aus Lava geboren, entsteigen den Tiefen der Berge. Riesen erklimmen von Süden her die Gipfel. Himmelskrieger in gewaltigen Luftschiffen nähern sich aus dem Norden. Inmitten des heraufziehenden Krieges verzweifelt Niccolo an seiner Liebe zu Mondkind. Die Drachen könnten das sterbende Mädchen heilen - doch das würde es zu einer tödlichen Gegnerin machen. Derweil stößt Nugua auf das Grab eines Wesens, das vor Äonen die Welt erschuf - und jetzt zur mächtigsten Waffe des Feindes wird.
Meine MeinungMit ,,Drache und Diamant" beendet Kai Meyer seine Wolkenvolk-Trilogie, die im China des 18. Jahrhunderts spielt. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, da ich Teil 1 und 2 erst vor kurzem gelesen habe und mir die Figuren und das Setting der Geschichte dadurch noch sehr vertraut waren.
Das Buch ist wie die Vorgänger gut und flüssig zu lesen, einzig die Geschichte selbst haut mich nicht vom Hocker. Ich kann es leider nicht richtig in Worte fassen, was mir gefehlt hat, zum einen bestimmt der WAH-Effekt, der mir die Haare zu Berge stehen lässt, vielleicht liegt es aber auch einfach an der chinesischen Kultur im Hintergrund, was für mich schon bei der Vorstellung der Drachen anfängt. Ich bin da einfach geprägt durch die westliche Vorstellung und die gefällt mir besser. Die Drachen hier haben mich leider nicht überzeugen können, und was mich vermutlich am meisten gestört hab, war das Manga-Artige der gesamten Trilogie. Ich bin ein Kind, was mit Augsburger Puppenkiste, Bine Maja und Neues aus Uhlenbusch aufgewachsen ist, oder auch mit Astrid Lindgren und ich kann mit diesen Kung-fu-Kampfszenen, bei denen ich mich wie eine Figur in einer Playstation fühle einfach nicht warm werden. Ich mag diese sich meterhoch in die Luft wirbelnden und Säbel schwingenden Figuren einfach nicht. Ist nicht meine Welt, tut mir leid. Man kann jetzt natürlich sagen, dass ich das auch direkt schon nach Teil 1 hätte merken können (hab ich auch) und Teil 2 und 3 nicht mehr hätte lesen müssen, aber ich bin dann ja doch neugierig, was passiert und meine Lieblinge hatte ich mit Wisperwind und Feiqing dann ja doch gefunden. Vor allem das Rätsel um deren Geheimnisse, (warum ist Wisperwind so allein, was ist passiert, dass sie so geworden ist, wer war derjenige, der ihr so wehgetan hat? und wer steckt genau hinter Feiqings Rattendrachenkostüm?) hätte ich zu gerne erfahren und das waren auch meine Hauptantriebe, warum ich weitergelesen hab. Und genau was diese beiden betrifft, weiß ich jetzt nicht genau, ob ich Kai Meyer bewundern oder ,,verdammen" soll, denn das wurde nicht geklärt. Ich hätte über beide so gerne noch viel mehr erfahren und ihren weiteren Weg mitverfolgt und gesehen, was aus ihnen geworden ist, aber das wurde uns gegönnt. Ich hätte es wirklich gerne gewusst und hätte ihnen von Herzen alles Glück dieser Erde gewünscht, statt dessen hat es einen leichten schalen Nachgeschmack bei mir hinterlassen. Auf der anderen Seite finde ich es auch mutig von Kai Meyer, dass er es nicht aufgelöst hat oder ein Happy End draus gemacht hat.
Alles in allem ist es eine nette Fantasy-Geschichte, allerdings muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich es bereue dafür 51 Euro ausgegeben zu haben für die ganze Trilogie. Denn überzeugt hat sie mich nicht. Ich glaube ausleihen wäre in dem Fall echt besser gewesen und das von jemand, der alle Bücher, die er auch liest, unbedingt selbst besitzen muss. Aber da bin ich ja selbst dran schuld.
Bewertung:[note3+]
lg
kathrin