ZitatAm liebsten würde die vierzehnjährige Libby Gallagher den Sommer wie immer mit ihrer Freundin Sage verbringen. In ihrem heimlichen Königreich im Wald lauwarmes Bier trinken, reden und Menthol-Zigaretten rauchen. Doch diese Ferien fangen gar nicht gut an. Auf der Fahrt von der Schule nach Hause herrscht im Auto dicke Luft. Die fünf Geschwister liegen sich in den Haaren, und Libbys kleinere Schwester Ellen bringt die Mutter zur Weißglut. So sehr, dass sie am Straßenrand anhält und ihre Tochter auffordert, auszusteigen. Sollen die anderen Geschwister protestieren wie sie wollen, die Mutter legt den Gang ein und tritt aufs Gaspedal. Im schwindenden Tageslicht, im dunklen Schatten der Bäume bleibt die zwölfjährige Ellen zurück. Die Entscheidung eines Augenblicks, die alles verändert. Licht zwischen den Bäumen ist das bewegende Porträt einer zerrissenen Familie und literarischer Thriller. Ein Roman über Loyalität und Liebe, Scham und Schuld und den bitteren Geschmack wohlmeinenden Verrats.
Mein Leseeindruck:"Licht zwischen den Bäumen" ist eine atmosphärisch-fesselnde und unterhaltsame Geschichte über das Leben und den Alltag von Libby und ihrer Familie.
Man erfährt von ihren Erlebnissen, Gedanken und Sorgen - alles fokussierend auf die Bedrohlichkeit, die vom Missetäter ihrer Schwester Ellen ausgeht und die mit Wilson zu tun hat.
Wer hier allerdings unglaubliche Spannung erwartet, wird enttäuscht. Der Schluss war zwar durchaus dramatisch und rasant und die Auflösung stimmig, dennoch konnte mich der Roman nicht so packen wie von mir erwartet und gewünscht.
[note 2-3]