ZitatHelen Hansford ist alles andere als eine konventionelle Frau – erst recht für die Sechzigerjahre. Unter der Woche hilft sie Patienten in einer modernen Klinik durch Kunst zur Rehabilitation, an den Wochenenden versucht sie, die Affäre mit ihrem charismatischen Kollegen Dr. Gil Rudden zu retten. Dass Gil seine Frau und Kinder nicht verlassen will, macht Helen anfangs nicht aus. Schließlich ist sie doch jung, autonom und emanzipiert.
Er hat das Haus seiner verwirrten alten Tante seit Jahren nicht mehr verlassen und spricht kein Wort. Alle anderen sehen in dem verwahrlosten William nicht mehr als eine Randfigur. Nur Helen bemerkt seine überraschende künstlerische Begabung und setzt alles daran, sein Geheimnis zu lüften.
Schnell offenbart sich, dass William nicht der Einzige ist, der schon lange nicht wirklich gesehen wurde ...
Mein Leseeindruck:"Scheue Wesen" ist ein warneherziger Roman über Trauma, Verlust und Selbstfindung, sowie ein Plädoyer für Freundlichkeit und Mitgefühl im Umgang miteinander.
Allerdings hat mich ein wenig die eingeflochtene Liebesgeschichte zwischen Helen und Gil gestört - diese hätte meiner Meinung nach gerne kürzer gefasst werden können, denn ich brauchte schon eine ganze Weile um ins Buch einzutauchen.
Auch wenn ich dadurch den einen oder anderen Kritikpunkt hatte, habe ich vor allem die Geschichte von William, aber auch die Arbeit in der psychiatrischen Klinik gerne gelesen.
[note 2-]
Danke für deine Rezi, das Buch wandert etwas höher auf meiner Wunschliste
Bei mir wandert es eher etwas runter ... okay es ist noch drauf, aber die Liebesgeschichte ... :dong: