Inhalt:
Henrietta ist eine lebenshungrige junge Frau, die auf einer Farm in den Wäldern New Hampshires aufwächst. Elspeth ist 150 Jahre früher, Mitte des 19. Jahrhunderts, aus Schottland an ebendiesen Ort gekommen. Und doch verbindet die beiden mehr als dieser Zufall. Beide geraten in Konflikt mit den Moralvorstellungen ihrer Zeit. Beide verschwinden aus dem Leben ihrer Familie. Und beide hinterlassen eine schmerzliche Lücke im Leben ihrer jüngeren Schwestern. Diese versuchen zu verstehen, was mit ihrem Geschwister geschehen ist. Denn tief in ihrem Inneren wissen sie, dass sie selbst nicht ganz frei von Schuld sind.
Meine Meinung:
Ich weiß nicht wirklich, wie ich auf den Roman ,,Der Schatten meiner Schwester" von Abi Maxwell aufmerksam geworden bin, irgendwann ist es irgendwie auf meine Wunschliste gelandet und wurde mir dann für die 12 Books in 2026 per Zufallsprinzip ausgelost. Und der Text auf dem hinteren Buchcover klingt auch wirklich vielversprechend, aber ich habe weit weniger bekommen, als ich mir erhofft habe. Es ist ein Buch, das man lesen kann, aber nicht gelesen haben ,,muss."
Wobei ich den Einstieg in die Geschichte um Henrietta wirklich gut gemacht und fesselnd fand. Ich habe teilweise gar nicht gemerkt, schnell ich vorangekommen bin, wie viele Seiten ich in relativ kurzer Zeit gelesen habe. Die Autorin weiß, wie man Atmosphäre erzeugt und seine Leserinnen zum weiterlesen bringt. Dabei sind Henrietta und auch ihre Schwester Jane beide etwas seltsam, ihre Eltern übrigens auch, insofern verwundert es vielleicht auch nicht. Gerade Henrietta ist ein schwieriger Charakter und relativ weit weg von mir in ihrem Alter, sie war mir nicht sympathisch aber über die gesamte Geschichte hinweg gesehen, muss ich ihr schon ganz schön Respekt zollen, wie sie ihr Leben lebt und meistert. Jane hingegen fand ich durchweg nervig.
Was ich überhaupt nicht gebraucht habe, war der Erzählstrang um Elspeth, der 150 Jahre vorher dem Erzählstrang um Henrietta und Jane spielt. Der war in meinen Augen fast schon unnötig, davon weiß ich sogut wie nichts mehr. Das hätte die Autorin auch weglassen und dafür mehr Tiefe in die Geschichte und Figuren von Henrietta und Jane stecken können. Aber das ist meine persönliche Meinung.
Alles in allem ein unterhaltsames und rutschig zu lesendes Buch, aber keines das bei mir bleibt. Vielleicht findet es in einem öffentlichen Bücherschrank eine dankbare Abnehmer*in.
Note 3, :Box1: :Box1: :Box1: :Box_grau1: :Box_grau1: