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Unterhaltung => Rezensionen => Thema gestartet von: Inge78 in 01. Oktober 2026, 08:44:09

Titel: Souvankham Thammavongsa - Frag nach Susan
Beitrag von: Inge78 in 01. Oktober 2026, 08:44:09
Zitat"Ich lebe in einer Welt voller Susans. Alle, die hier im Nagelstudio arbeiten, bekommen ein Namensschild von mir, und auf jedem Namensschild steht 'Susan'."

Die pensionierte Boxerin Ning arbeitet im Nagelstudio. Bei "Susan's" tragen alle Angestellten schwarze, mittellange Haare, schwarze Jeans, schwarze T-Shirts, schwarze Schuhe – und den Namen Susan. Die Kundschaft kann ihre echten Namen ohnehin nicht aussprechen, geschweige denn auseinanderhalten. An einem scheinbar gewöhnlichen Sommertag feilen, schneiden, lackieren, lachen, nicken und plaudern die Susans, doch hinter ihrem Lächeln verbergen sich Spannungen, Ängste und unerfüllte Wünsche. Ning führt mit unbestechlicher Klarheit durch ihren Arbeitsalltag, die Herabwürdigungen durch Kundinnen und die Machtspiele, die sie bei Laune und am Leben halten.

"Frag nach Susan" erzählt mit bissigem Witz von lackierten Nägeln, von Klassenkämpfen und inneren Kämpfen – und fordert schließlich eine Abrechnung mit der Art und Weise, wie die privilegierte Welt auf Frauen wie Ning blickt.

Für mich leider ein totaler Flopp. Ich habe weder bissigen Witz noch eine Art Abrechnung gelesen sondern habe mich hauptsächlich gelangweilt. Ich bin wahrscheinlich mit falschen Voraussetzungen ans Buch heran gegangen , in einem anderen Buch, was ich gelesen habe, wurde das Thema der Ausbeutung von asiatischen Arbeitskräfte gerade in Nagelstudios thematisiert und ich dachte, dieses Buch würde in eine ähnliche Richtung gehen. Dem war nicht so. Es geht um einen Tag in dem Nagelstudio von Ning. Und es passiert wenig bis nichts. Mir fehlte Tiefgang , es bleibt alles recht oberflächlich und ich finde die Personen alle unsympathisch.

[note 5]