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[isbn]3442355591[/isbn]
Der ehrgeizige Student Beau Stark schneidet sich eines Morgens an einem kleinen, scharfkantigen Objekt, das er unter seinem Auto findet. Zum Schrecken seiner Freundin Cassy Winthrope ist er seitdem wie ausgewechselt. Ein ungeahnter Fanatismus ergreift Besitz von ihm und treibt Beau in die Fänge einer sektenartigen Bewegung, deren Zentrum das "Institut für einen Neubeginn" ist. Seine Führer haben das Ziel, die Weltherrschaft an sich zu reißen, geben aber vor, die Erde vor politischen und ökologischen Bedrohungen durch die Menschheit bewahren zu wollen. Innerhalb kurzer Zeit steigt Beau zum Assistenten des Begründers auf. Unterdessen tauchen überall kleine Flugobjekte auf, die die Menschen anfallen und mit ihrem gezackten Rand verletzen. Die Infizierten geben Heim und Arbeit auf und schließen sich in Scharen der Bewegung an. Cassy, der Medizinstudent Pitt, die Ärztin Sheila Miller und der Polizist Jesse Kemper glauben einen Zusammenhang zwischen dem Massenfanatismus und dem plötzlichen Auftauchen dieser Flugobjekte zu erkennen. Sie vermuten eine Virusinfektion, die genetische Veränderungen hervorruft. Doch ihre Nachforschungen werden bald entdeckt, und die Gruppe muss in höchster Not fliehen. Ihre einzige Chance liegt im "Center for Disease Control", aber auch dort gibt es nur noch Infizierte.
Ich lese solche "medizinischen Thriller" eigentlich sehr selten, aber hier hat mich die "sektenartige Bewegung" gereizt.
Der Roman beginnt auch sehr vielversprechend, denn die Veränderungen die Beaus Freunde an ihm feststellen sind zwar eigenartig, aber nicht wirklich beängstigend. Er ist sexy und liebevoll, gut gelaunt und voller Leben. Doch dann wendet er seine Stärke einem neuen Projekt zu, dem Cassy und einige Nicht-Infizierte gar nicht trauen.
Der Roman ist tatsächlich gespickt von medizinischen Informationen und Details über Viren, Krankheitsbildern und Infektionsmöglichkeiten. Ich hatte aber als medizinischer Laie keinerlei Schwierigkeiten auch diese Seiten flüssig und verständlich zu lesen.
Über die mich zu interessierende sektenartige Bewegung wird leider weniger berichtet als erhofft. Vielmehr geht es um die Versuche der "Gesunden", das Virus wieder aus der Welt zu schaffen. Auch das tatsächliche Vorhaben der Sekte fand ich ein wenig an den Haaren herbeigezogen.
Trotz allem ist Grünes Gift ein flüssig zu lesender, relativ spannender Roman, dessen Ende ein wenig abrupt kommt, so als hätte der Autor eine gewisse Seitenzahl nicht überschreiten dürfen. Für zwischendurch, am Strand oder so, aber okay.
Note: 3
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