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Leserunden => Leserunden-Archiv => Thema gestartet von: Steffi am 21. August 2016, 15:50:56

Titel: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Steffi am 21. August 2016, 15:50:56
Hallo Ihr Lieben!

Wir können ja mal Vorschläge sammeln, was Euch für den September für ein Motto reizt. In meinem Buchclub werden wir z.B. im September einen Thriller lesen. Welche, entscheiden wir beim nächsten Treffen in knapp zwei Wochen.

Wie gesagt, es gibt ganz viele Möglichkeiten... Genre, Autoren, Coverfarbe, besonderes Thema, Filmvorlage, Preis gewonnen, whatever!

Liebe Grüße,
Steffi
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Annette B. am 22. August 2016, 13:11:25
Nachdem ich die Postings der letzten Woche noch einmal überschlagen habe, denke ich, dass wir uns für unsere erste LR vielleicht ein Buch aussuchen sollten, welches nicht ganz so dick ist.
Da einige von uns mit dieser neuen, rasanten Entwicklung hier  :-) nicht gerechnet haben und den Sep. anderweitig verplant haben.
Aber ein Buch mit 350-500 Seiten könnte dann aber doch innerhalb von 4 Wochen noch dazwischen passen und jede Woche poe à poe mitgelesen werden.

Also konkrete Vorschläge habe ich grade nicht im Ärmel, aber es waren ja auch schon viele tolle Vorschläge hier gemacht worden.

Ich persönlich wäre jetzt für einen Krimi oder Thriller zu haben. Die sind im allgemeinen nicht so dick und bieten IMMER Stoff zum spekulieren und diskutieren.  :->

Da hatten Christiane (das Buch aus dem Whisky-Laden) und Kathrin schon tolle Vorschläge gemacht.

Für so einen richtig dicken und schönen Fantasy Schmöker hätte ich auch ab Oktober mehr Zeit, um hier in neue Fantasie Welten mit euch zu reisen.  :lesen:
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Kathrin am 22. August 2016, 14:29:01
Krimi/ Thriller würde ich jetzt voll unterstützen.
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Christiane am 22. August 2016, 14:34:21
Also wenn es der Whisky-Krimi würde würd ich doch auch im September versuchen mitzumachen. Der ist sooo dünn, das wird schon gehen  :zwinker:.

Liebe Grüße,
Christiane
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Kathrin am 22. August 2016, 15:06:04
Auf den spekulier ich auch ein wenig, Christiane. Gerade weil er so schön dünn ist. Einen 800 Seiten Krimi krieg ich glaub ich auch nicth mehr unter...
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Annette B. am 22. August 2016, 17:41:43
Auf den spekulier ich auch ein wenig, Christiane. Gerade weil er so schön dünn ist. Einen 800 Seiten Krimi krieg ich glaub ich auch nicth mehr unter...

Ich sehe das genauso wie ihr. Einen dicken Schinken kriege ich im Sep. auch nicht durch.
Da ich auch eine Leseschnecke bin - ähnlich wie Susanne, fände ich jetzt den Whisky Krimi sehr passend.

Wer wäre sonst noch von euch dabei...???

Mal locker in die Runde gefragt!   :winken:
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: SilkeS. am 22. August 2016, 21:07:49
Wer wäre sonst noch von euch dabei...???
ICH!  :->

Gruß  Silke
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Annette B. am 22. August 2016, 21:44:04
Wer wäre sonst noch von euch dabei...???
ICH!  :->

Gruß  Silke

Fein !!! Dann sind wir schon VIER!  :dance:
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Christiane am 22. August 2016, 21:52:31
Oh, das wär klasse!!!  (http://www.steffis-buecherkiste.de/bkf/Smileys/default/jumpies.gif)
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Inge78 am 23. August 2016, 07:51:57
Ich wäre dann auch mit dabei , einen Krimi kann ich mir gerade gut vorstellen
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Kathrin am 23. August 2016, 11:01:51
Wie schaut's aus? Wollen wir hier noch Alternativen zu "Talisker Blues" vorstellen und dann abstimmen? Nur damit diejenigen, die beim Whisky-Krimi nicht dabei wären, auch noch Chancen haben, was vielleicht noch spannenderes vorzuschlagen? Es gab da ja noch den ein oder anderen Vorschlag (Listchen zück), z.B. "13 Tage" von V.M. Giambanco´oder irgendwas von Charlotte Link.

Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Inge78 am 24. August 2016, 09:47:13

Sollen wir es bei Talisker Blues belassen?

Ich glaube das fand den meisten Anklang oder?
Dann hätten wir für September den Krimi und für Oktober können wir uns ja was Anderes überlegen
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Kathrin am 24. August 2016, 11:28:26
Dann erzähl ich Euch jetzt besser nicht, dass ich von der autorin noch ein anderes buch entdeckt hat, das sogar noch weniger SEiten hat  :->

Für mich Talisker Blues aber auch vollkommen okay :dance:
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Inge78 am 24. August 2016, 11:37:06
Dann erzähl ich Euch jetzt besser nicht, dass ich von der autorin noch ein anderes buch entdeckt hat, das sogar noch weniger SEiten hat  :->

Für mich Talisker Blues aber auch vollkommen okay :dance:

 :dong:
 :meditate1:
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Christiane am 24. August 2016, 11:53:52
Aber wenn Du es mir erzählst kann ich Dir vielleicht was zu dem Buch sagen - ich hab ja schon zwei andere Krimis von Mara Laue gelesen  :-> .
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Kathrin am 24. August 2016, 12:39:56
Aber wenn Du es mir erzählst kann ich Dir vielleicht was zu dem Buch sagen - ich hab ja schon zwei andere Krimis von Mara Laue gelesen  :-> .

Was ich gesehen habe war "Dalmore Jazz"...würde mich schon allein wg. des Musik-Themas reizen...
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Christiane am 24. August 2016, 13:01:39
Dalmore Jazz hat uns gut gefallen. Aber ich würd Dir empfehlen, erst Singleton Blues zu lesen. Die Krimihandlungen sind zwar in sich abgeschlossen, aber die Rahmenhandlung zieht sich durch beide Bücher und da ist der Singleton vor Dalmore. Spaß gemacht haben uns beide beim Lesen!
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Kathrin am 24. August 2016, 13:55:48
Ja, das andere Buch hatte ich auch gesehen. War mir von der Reihenfolge her unschlüssig. Werde jetzt eh erstmal schauen, wie mir Talisker Blues gefällt, dann sehe ich weiter. Noch ist mein SUB ja auch nicht abgebaut :->
Titel: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 24. August 2016, 16:55:33
Hallo ihr Lieben,

hier also unser erstes 'Monatsleserundenbuch':

[isbn]978-3940258168[/isbn]

Wir beginnen die LR am 01.09. hier in diesem Thread in lockerer Runde. Wer mag mitmachen?

Christiane
Annette
Inge
Kathrin
Silke
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Annette B. am 24. August 2016, 17:15:08
ICH bin dabei Christiane!  :schmusen:
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Inge78 am 25. August 2016, 07:39:03
Ich bin auch dabei

Danke für´s anlegen Christiane
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 25. August 2016, 08:11:18
Hallo!

Ich bin auch dabei!

Gruß Silke
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 25. August 2016, 08:33:25
Bin so frei gewesen, Christiane und hab die Teilnehmerliste in Deinem Posting gerade mal vervollständigt.

Freu mich drauf und werde mir das Buch in den nächsten Tagen zulegen um es bald lesen zu können.

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 25. August 2016, 08:50:31
Hallo!

Sorry, wenn ich das Thema hier nochmal aufbringe.
Wie machen wir das jetzt? Wird es LA geben und werden wir und regelmäßig, per Chat, oder LN oder wie auch immer treffen um zu reden, oder reden wir am Ende über das gesamte Buch?

Gruß Silke
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 25. August 2016, 09:14:16
Laß uns das in dem anderen Thread besprechen. Ich glaub ich fänd es besser, hier nicht erst 'als Vorspann' so eine Diskussion zu haben  :flirt:.
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Inge78 am 25. August 2016, 09:14:54
Also meiner Meinung nach sollten wir es einfach mal ganz locker probieren

Jeder postet wann er will , man sollte nur dabei schreiben bis zu welchen Abschnitt im Buch man postet ... und wenn jemand erst am Ende über das ganze Buch reden will kann er auch das dann posten
Dann schauen wir mal wie das klappt und können das ja eventuell beim nächsten Mal anders probieren

Oh, ups ... ich schreibe dazu dann noch mal im anderen Thread
Titel: Re: Motto für Lesemonat September
Beitrag von: Marmotte am 28. August 2016, 09:22:30
Hallo zusammen,

sorry, ich hatte mich hier gar nicht mehr gemeldet, aber letzte Woche hat sich das Sommerloch ziemlich kurzfristig und überraschend aus dem Staub gemacht ...

Thematisch würde mich Euer Buch schon interessieren (Krimi, Whisky, Schottland, ...), aber was ich so darüber gelesen habe, lockt mich eher nicht so. Außerdem hat es in dieser Woche schon ein ungeplantes Buch geschafft, meine SuB-Zugangsbeschränkungen zu unterlaufen, folglich bin ich dieses Mal nicht dabei.
Ich wünsche Euch aber viel Spaß und werde sicherlich auch ab und zu mal reinschauen.

LG, Marmotte
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 02. September 2016, 13:26:58
Hallo Ihr Lieben,

so, jetzt geht sie los, unsere erste Monats-Leserunde. Freu mich wirklich sehr, dass wir das jetzt mal versuchen und dann auch gleich mit einem Buch, dass mich von der ersten Seite an fesselt. Wie weit ich in den 1,5 Tagen gekommen bin, sag ich Euch nicht…okay…gleich. Will aber erst mal was allgemeines loswerden. Das kann noch jeder lesen, auch wer noch nicht begonnen hat. Ich mache dann kenntlich, wenn es zum Inhalt kommt.

Ich habe vorgestern (da hab ich noch in einem anderen Buch gelesen) mit einer Kollegin geschwätzt und irgendwie sind wir auf’s Lesen gekommen und da hab ich ihr erzählt, dass ich jetzt bald einen Whiskey-Krimi lesen will. Worauf hin sie meint, sie hätte vor ca. 2 Jahren auch einen gelesen, sie wüsste zwar grad nicht mehr wie er heißt, aber der wäre ja soooooooo toll gewesen und wie denn mein Whiskey-Krimi heiße…Es stellte sich dann heraus, dass sie damals auch „Talisker Blues“ gelesen hat und war schon ganz kribbelig, weil sie jetzt zuuuuuu gerne mit mir über das Buch gesprochen hätte. Sie sagte dazu, dass sie wirklich gerne liest, aber ganz viele Bücher – auch wenn sie gut waren – nicht hängen bleiben. Von Talisker Blues wisse sie aber noch ganz viel. Der hätte sie lange beschäftigt … finde das immer süß, wenn sich solche Gespräche durch Zufall ergeben und man seine Kollegen nochmal von einer anderen Seite kennenlernt.

Und dann noch etwas allgemeines zum Buch: Mir fehlt eine Karte von Skye. Ich war zwar schon zwei mal auf der Insel und weiß auch so grob wo was ist, aber ich hätte wirklich gerne eine Karte im Buch gehabt. So hab ich mir eine aus dem I-Net gezogen, die jetzt immer drin liegt. Schön finde ich hingegen, dass es einen Gälisch- bzw. Scot-Glossar gibt. Auch wenn ich den nicht nutze, Gälisch und ich werden wohl keinen Freunde mehr…

So, aber nun zum Inhalt bis einschließlich Kapitel 3:
Kieran wird nach 20 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Er soll 1991 seine Freundin Allison ermordert haben, kann sich aber selbst an die Tat und den Abend, an dem es passierte, nicht bzw. kaum erinnern. Allerdings gab es schwerwiegende Beweise gegen ihn. Er lag besinnungslos im Vollrausch auf der Toten, die Tatwaffe und die Whiskey-Flasche, die ebenfalls am Tatort gefunden wurde, tragen seine Fingerabdrücke. Außerdem wurde außer seinen und Allisons Spuren keine weiteren gefunden.

Und was soll ich sagen…ich habe gleich zwei Theorien
1)   Er hat eine Persönlichkeitsstörung und sein „anderes Ich“ hat Allison ermordet. Das würde in meinen Augen erklären, warum er sich nicht erinnern kann und warum keine weiteren Spuren am Strand gefunden wurden. Allerdings frage ich mich, warum das nie jemandem aufgefallen ist? Hätte das nicht im Gefängnis auffallen müssen oder zumindest dem Psychologen? Und irgendwie wäre mir das auch zu einfach und klischeehaft.
2)   Es war sein Bruder Paddy. Motiv: Eifersucht, weil er selbst in Allison verliebt war und außerdem Rache und Hass, weil Kieran eine Mitschuld an seinem steifen Bein hat, in Folge eines Unfalls bei dem Kieran mit damals 14 Jahren verbotenerweise am Steuer saß. Für Paddy könnte auch sprechen, dass er Kieran nach seiner Entlassung einen Job bei seinem eigenen Arbeitgeber in der Talisker-Distille besorgt hat und wir dann – als Kieran den Job bekommt - die hasserfüllten Gedanken eines noch Unbekannten kennenlernen, der ebenfalls dort arbeitet und Kieran in die Scheiße reiten will. Könnten durchaus die Gedanken von Paddy gewesen sein. Vielleicht spielt auch noch eine familiäre Geschichte und Eifersucht eine Rolle, weil wir im dritten Kapitel erfahren, dass Paddy und Kieran „nur“ Halbbrüder sind. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Paddy einen anderen Vater.

Ihr merkt, ich bin schon richtig drin in dem Buch. Kieran tut mir extrem leid, als er entlassen wird und überall nur auf Ablehnung, vor allen von den Eltern, stößt. Da hatte ich schon gleich zu Beginn, als er zu seinen Eltern nach Hause geht, einen dicken Kloß im Hals. Die Szene, als er seine Mutter beim Einkaufen trifft, fand ich allerdings noch schlimmer. Das fand ich tieftraurig, zumal ich glaube, dass dieser Ausschluss aus der Familie vom Vater ausging und die Mutter da nichts zu sagen hat(te). Allerdings muss ich auch sagen, dass mir Kieran fast schon ein wenig zu perfekt ist…wie er den alten Drew in die Notaufnahme bringt und dann noch Catie das Leben rettet…das war mir zu viel. Das wird mir zu sehr betont. Insofern vielleicht doch Theorie 1…erstmal Sympathien für Kieran sammeln und dann schlägt doch sein anderes Ich zu? Ich weiß es nicht. Wir werden sehen.

Richtig begeistert bin ich von Onkel Angus! Hach der ist toll! Ich finde es großartig wie er zu seinem Neffen steht. Für ihn scheint die Vergangenheit / die Ermordung Allisons und Kierans Gefängnisstrafe erledigt zu sein. Kieran hat für sein Tat gebüßt und jetzt wird weitergemacht.

Was mir übrigens auch noch im Kopf rumspukt ist die Beule und Gehirnerschüttung, die Kieran hatte, nachdem er volltrunken am Strand mit Allisons Leiche gefunden wurde. Wie soll er sich die zugezogen haben…am Strand? War doch ein dritter beteiligt?

Es hilft nix, ich muss weiterlesen und freu mich drauf. Wenn ich heute, wie meine Kollegin den Tag freigenommen hätte, weiß ich nicht, ob das Buch den Tag überlebt hätte…so 350 Seiten kann man auch mal an einem Tag lesen, wenn man nix anderes tut als lesen 

Bin gespannt, wann Ihr so anfangt und was Ihr zu dem Buch sagen werdet.

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 02. September 2016, 22:04:44
Hallo zusammen!

So, ich habe dann auch angefangen.

so, jetzt geht sie los, unsere erste Monats-Leserunde. Freu mich wirklich sehr, dass wir das jetzt mal versuchen und dann auch gleich mit einem Buch, dass mich von der ersten Seite an fesselt.
Es zieht einen schon in seinen Bann, das stimmt, aber so wirklich spannend ist es ja noch nicht.

Ich habe vorgestern (da hab ich noch in einem anderen Buch gelesen) mit einer Kollegin geschwätzt und irgendwie sind wir auf’s Lesen gekommen und da hab ich ihr erzählt, dass ich jetzt bald einen Whiskey-Krimi lesen will. Worauf hin sie meint, sie hätte vor ca. 2 Jahren auch einen gelesen, sie wüsste zwar grad nicht mehr wie er heißt, aber der wäre ja soooooooo toll gewesen und wie denn mein Whiskey-Krimi heiße…Es stellte sich dann heraus, dass sie damals auch „Talisker Blues“ gelesen hat und war schon ganz kribbelig, weil sie jetzt zuuuuuu gerne mit mir über das Buch gesprochen hätte. Sie sagte dazu, dass sie wirklich gerne liest, aber ganz viele Bücher – auch wenn sie gut waren – nicht hängen bleiben. Von Talisker Blues wisse sie aber noch ganz viel. Der hätte sie lange beschäftigt … finde das immer süß, wenn sich solche Gespräche durch Zufall ergeben und man seine Kollegen nochmal von einer anderen Seite kennenlernt.
Sowas liebe ich auch und ich verquatsche mich dann total geren mit den Leute.
Bitte berichte, wenn du mit ihr wieder über das Buch geredet hast, was sie so sagt, was ihr noch hängengeblieben ist. Das Buch muß ja echt Eindruck hinterlassen haben.

Und dann noch etwas allgemeines zum Buch: Mir fehlt eine Karte von Skye. Ich war zwar schon zwei mal auf der Insel und weiß auch so grob wo was ist, aber ich hätte wirklich gerne eine Karte im Buch gehabt. So hab ich mir eine aus dem I-Net gezogen, die jetzt immer drin liegt. Schön finde ich hingegen, dass es einen Gälisch- bzw. Scot-Glossar gibt. Auch wenn ich den nicht nutze, Gälisch und ich werden wohl keinen Freunde mehr…
Ich lese ja das Buch als Ebook und habe auch keine Karte und ich kenne die Insel nicht und habe null Plan von der Gegend, habe aber irgendwie immer die Landschaftsbilder von Outlander vor Augen beim Lesen


So, aber nun zum Inhalt bis einschließlich Kapitel 3:
Ich hoffe du spoilerst nicht, ich bin bis einschlließlich Kapitel 2

Kieran wird nach 20 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Er soll 1991 seine Freundin Allison ermordert haben, kann sich aber selbst an die Tat und den Abend, an dem es passierte, nicht bzw. kaum erinnern. Allerdings gab es schwerwiegende Beweise gegen ihn. Er lag besinnungslos im Vollrausch auf der Toten, die Tatwaffe und die Whiskey-Flasche, die ebenfalls am Tatort gefunden wurde, tragen seine Fingerabdrücke. Außerdem wurde außer seinen und Allisons Spuren keine weiteren gefunden.
Ich fand es krass wie schnell da echt ein Junge, der auf der Insel bekannt ist, verurteilt wird.
Und dass er eine BEULE auf dem Hinterkopf hat, d.h niedergeschlagen sein könnte, scheint nicht berücksichtigt worden zu sein.
Und nun wo er seine Haftstrafe verbüßt hat, nehmen ihn seine Eltern nicht wieder auf.  Das ist hart.

Und was soll ich sagen…ich habe gleich zwei Theorien
1)   Er hat eine Persönlichkeitsstörung und sein „anderes Ich“ hat Allison ermordet. Das würde in meinen Augen erklären, warum er sich nicht erinnern kann und warum keine weiteren Spuren am Strand gefunden wurden. Allerdings frage ich mich, warum das nie jemandem aufgefallen ist? Hätte das nicht im Gefängnis auffallen müssen oder zumindest dem Psychologen? Und irgendwie wäre mir das auch zu einfach und klischeehaft.
Puh, das ist ja schonmal eine Theorie...  :kopfkratz:
muß ich drüber nachdenken. Für mich war die Beule am Hinterkopf eben ein Zeichen, dass er Niedergeschlagen wurde, hatte vorher eben schon gut Alkohl getankt und jemand wollte ihm die Tat in die Schuhe schieben.
Motiv: Eifersucht, Rache ....  :detektiv:
Wäre eben alles so 0815-Schiene.

2)   Es war sein Bruder Paddy. Motiv: Eifersucht, weil er selbst in Allison verliebt war und außerdem Rache und Hass, weil Kieran eine Mitschuld an seinem steifen Bein hat, in Folge eines Unfalls bei dem Kieran mit damals 14 Jahren verbotenerweise am Steuer saß. Für Paddy könnte auch sprechen, dass er Kieran nach seiner Entlassung einen Job bei seinem eigenen Arbeitgeber in der Talisker-Distille besorgt hat und wir dann – als Kieran den Job bekommt - die hasserfüllten Gedanken eines noch Unbekannten kennenlernen, der ebenfalls dort arbeitet und Kieran in die Scheiße reiten will. Könnten durchaus die Gedanken von Paddy gewesen sein. Vielleicht spielt auch noch eine familiäre Geschichte und Eifersucht eine Rolle, weil wir im dritten Kapitel erfahren, dass Paddy und Kieran „nur“ Halbbrüder sind. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Paddy einen anderen Vater.
JA, mit der These bin ich eher einverstanden.... :respekt3:


Richtig begeistert bin ich von Onkel Angus! Hach der ist toll! Ich finde es großartig wie er zu seinem Neffen steht. Für ihn scheint die Vergangenheit / die Ermordung Allisons und Kierans Gefängnisstrafe erledigt zu sein. Kieran hat für sein Tat gebüßt und jetzt wird weitergemacht.
Ja, sein Onkel ist echt toll!

Was mir übrigens auch noch im Kopf rumspukt ist die Beule und Gehirnerschüttung, die Kieran hatte, nachdem er volltrunken am Strand mit Allisons Leiche gefunden wurde. Wie soll er sich die zugezogen haben…am Strand? War doch ein dritter beteiligt?
Siehe meine Antwort oben1

Es hilft nix, ich muss weiterlesen und freu mich drauf. Wenn ich heute, wie meine Kollegin den Tag freigenommen hätte, weiß ich nicht, ob das Buch den Tag überlebt hätte…so 350 Seiten kann man auch mal an einem Tag lesen, wenn man nix anderes tut als lesen 
morgen komme ich nicht viel zum lesen, aber SONNTAG dann. Dann hört das Buch vermutlich den Schlag nicht, denn es liest sich wie geschnitten Brot!


Gruß Silke
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 04. September 2016, 22:24:32
Hallo Ihr,

da dachte ich, ich muss jetzt erstmal x Seiten von Euch durchschmökern, aber sooo viel habt Ihr ja noch garnicht geschrieben. Na, da muss ich dann eher aufpassen, dass ich nicht zu viel schreib. Ich war am WE laaaange im Auto unterwegs und hatte daher viel Lesezeit. Nun bin ich schon fast durch.

Hier werd ich aber zunächst mal nur bis einschl. Kapitel 3 schreiben :

Ich hab mich im Buch sehr schnell wohl gefühlt. Den Schreibstil von Mara Laue mag ich sehr und ich mag dieses schottische Ambiente  :-> . Bei mir im Buch ist vorn eine Karte drin, nur enthält sie leider viel zu wenige der relevanten Orte. Aber besser als nix ist das allemal. Hast Du eine andere Ausgabe als ich, Kathrin?? Das Glossar find ich auch klasse.

Kieran ist mir auch schnell sehr sympathisch, was angesichts seiner Vorgeschichte ja schon erstaunlich ist  :kopfkratz:. (Mein Mann meinte eben, er erinnere ihn an Jamie - 'ein Mann zu gut, um wahr zu sein'  :-) - ein bisschen was ist da schon dran  :-> :->). Mal sehen wie sich das entwickelt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er für meinen Geschmack nicht zuuu wenige Ecken und Kanten hat??
Was die Begegnung mit seiner Familie und die Szene mit seiner Mutter im Supermarkt angeht stimme ich mit Euch voll überein: herzzerreißend!!

Vor allem denk ich die ganze Zeit darüber nach wie schrecklich das sein muss: Du kannst Dich an nichts erinnern. Du selbst hättest nie gedacht, dass Du zu so einer grausamen Tat wie dem Mord an Allison fähig währest. Aber alle Indizien sprechen gegen Dich, so dass Du irgendwann wohl oder übel selbst davon ausgehst, dass Du das gemacht hast.  :wah: Und dann soooo lange im Knast zu sitzen, sich auch sicher Gedanken darüber zu machen, wie es der Familie nun ergeht, wenn in so einer engen Gemeinschaft wie den Skyeman alle denken, der Sohn sei ein brutaler Mörder  :wah: . Damit leben, dass die eigenen Eltern Dich verstoßen. - Boah, das ist schon echt hartes Brot!!!

Ich tendiere ja auch dazu zu denken, dass Kieran unschuldig ist - indizien hin oder her. Die Beule, die 'Amnesie',... es gibt schon Hinweise für diese Theorie. Aber das wäre ja fast noch gruseliger, wenn er und seine Familie das alles auch noch zu Unrecht durchmachen würden  :umfall: .

Onkel Angus find ich auch richtig klasse!

So, dabei lass ich es für heute bewenden. Ich bin ziemlich k.o. vom WE uuuuund ich muss unbedingt noch ein paar Seiten lesen  :-> .

Liebe Grüße,
Christiane
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Annette B. am 04. September 2016, 22:45:45
Hallo ihr Lieben

Nun habe ich auch die ersten drei Kapitel gelesen. Ich hatte Kathrins Einführung gelesen und gesehen, dass sie bis einschließlich Kapitel 3 gelesen hatte.
Darum habe ich mir das dann als erste "Etappe" vorgenommen.

Zitat von: Kathrin
Es stellte sich dann heraus, dass sie damals auch „Talisker Blues“ gelesen hat und war schon ganz kribbelig, weil sie jetzt zuuuuuu gerne mit mir über das Buch gesprochen hätte. Sie sagte dazu, dass sie wirklich gerne liest, aber ganz viele Bücher – auch wenn sie gut waren – nicht hängen bleiben. Von Talisker Blues wisse sie aber noch ganz viel. Der hätte sie lange beschäftigt … finde das immer süß, wenn sich solche Gespräche durch Zufall ergeben und man seine Kollegen nochmal von einer anderen Seite kennenlernt.

Deine Kollegin ist ja wirklich süß.  :-)
Sie hat meine Neugierde auf dieses Buch noch gesteigert, denn diese Aussage, dass man viele Bücher liest, die echt gut sind, aber dennoch nur wenige in Erinnerung behält, kann ich bestätigen.

Hier nun meine Eindrücke bis einschließlich Kapitel 3

Was Kieran erlebt hat ist sehr grausam. Er hat 20 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht, ohne sich an sein Verbrechen - was ihm vorgeworfen wird- zu erinnern.
Man muss sich wundern, dass er da nicht wahnsinnig geworden ist.
Vor allen Dingen ist er sehr jung gewesen, als er ins Gefängnis kam und man muss bedenken, dass er sich dort zum Erwachsenen entwickelt hat.
Da ist er unter ganz anderen Bedingungen erwachsen geworden - eingeschlossen und ständig bedroht!
Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?

Andersherum kann ich natürlich verstehen, dass er auch unbedingt versuchen will, heraus zu finden, was damals passiert ist. Er kann sich ja an gar nichts erinnern.

Daher ist Kieran nun zunächst sehr mit sich selbst beschäftigt und oft hilflos, wenn eine neue Situation auf ihn zukommt.
So wie das Vorstellungsgespräch oder das Dinner bei den MacDonnalds.

An eine Persönlichkeitsstörung glaube ich grade nicht so sehr, obwohl das eine sehr plausible Erklärung wäre, wenn man bedenkt das er sich an überhaupt nix erinnert.
Paddy hatte ich auch schon mal kurz im Verdacht, besonders da die Ermordete ja auch erst mit Paddy eine Beziehung hatte und dann mit Kieran. Aber irgendwie erscheint mir diese These zu einfach.

Dieser geheimnisvolle Fremde, auf dem Parkplatz der Talisker-Whisky-Firma, hat Kieran ja offensichtlich in dem Moment zum ersten mal gesehen und war total geschockt. Ein unbändiger Hass flammte in ihm auf und er hat sofort wieder Rache geschworen.

Paddy könnte das ja wohl nicht gewesen sein, denn der hatte Kieran zuvor die Firma gezeigt und ihm auch zu dieser Arbeit verholfen.
Oder wenn das Paddy war, dann nur, weil Paddy diese Persönlichkeitsstörung hat.
Aber das ergibt für mich auch grade keinen Sinn. :kopfkratz:
Das Paddy und Kieran Halbbrüder sind, sehe ich auch nicht als so schlimm an, denn offenbar sind sie von den Eltern nicht unterschiedlich behandelt worden.
Den anderen Vater erwähnt Kierans Vater ja nur, wenn er sehr sauer ist. Ansonsten ist er mit beiden Jungens zum fischen gegangen und hat auch die Erziehung für beide gleich gestaltet.

Zitat von: Kathrin
Richtig begeistert bin ich von Onkel Angus! Hach der ist toll! Ich finde es großartig wie er zu seinem Neffen steht. Für ihn scheint die Vergangenheit / die Ermordung Allisons und Kierans Gefängnisstrafe erledigt zu sein. Kieran hat für sein Tat gebüßt und jetzt wird weitergemacht.

Ja dieser Onkel Angus gefällt mir auch sehr gut. Ich vermute mal, er hat Kieran von Anfang an geglaubt und will ihm deshalb auch helfen.
Andersherum macht mich so viel Freundlichkeit auch schon wieder misstrauisch. Wer weiß, was dieser Onkel unter dem Siegel der ärztlichen Schweigepflicht weiß?

Allerdings finde ich die Idee toll, dass Kieran im Kilt und vollem Ornat seines Clans zu dem Dinner der MacDonalds gehen soll. Ich finde solch ein traditionelles Auftreten immer schön.

Dagegen macht mir die Freundschaft zu Catie Sorge.
Das er ihr das Leben gerettet hat, weiß kaum jemand, außer ihre Familie. Und da jetzt offenbar ein alter Todfeind Kierans eine Rache plant, schwarnt mir fürchterliches.  :wah:

Ich habe auch schon überlegt, dass man bei dem Mord vor 20 Jahren, Kieran KO-Tropfen verpasst hat und um sich an Allison zu rächen und gleichzeitig einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.  :detektiv:

Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich da eher ihren eigenen Vater oder Bruder im Verdacht, als sonst irgend jemanden.  Sie hat ja wohl einen super schlechten Ruf gehabt und das bleibt auf einer Insel sicher auch in der Familie nicht verborgen.

Tja und wenn ich daran denke wie Kierans Eltern reagiert haben, da kann ich mir auch vorstellen wie die Eltern von Allison auf ihr lotterhaftes Leben reagiert haben.

Ich habe auch das e-book und diese Bücher sind meistens sehr sparsam ausgerüstet, daher habe ich erst gar nicht mit einer Karte gerechnet. Bei all` den gälischen Redewendungen und Namen, lese ich einfach mit dem "Mut zur Lücke" drüber weg. Vieles ergibt sich aus der Handlung oder Situation.  :->

Zitat von: Silke
Ich lese ja das Buch als Ebook und habe auch keine Karte und ich kenne die Insel nicht und habe null Plan von der Gegend, habe aber irgendwie immer die Landschaftsbilder von Outlander vor Augen beim Lesen

Ja so in etwa stelle ich mir auch die Landschaft vor. Zudem hat Martina Andrè auf ihrer HP viele Schottlandbilder, die ich mir beim lesen ihrer Bücher angeschaut habe. Da sind auch einige Bilder von dieser Insel dabei - glaube ich jedenfalls.

Zitat von: Silke
Und dass er eine BEULE auf dem Hinterkopf hat, d.h niedergeschlagen sein könnte, scheint nicht berücksichtigt worden zu sein.

Richtig Silke, es sind nur sehr geringe Hinweise, aber die hätten damals auch hinterfragt werden müssen.
Aber da Kieran ja als "Raufbold" bekannt war, hat man es sich einfach gemacht.

Zitat von: Silke
Motiv: Eifersucht, Rache ....  :detektiv:
Wäre eben alles so 0815-Schiene.

Ja diese 08/15 Schiene ist aber das häufigste Tatmotiv bei Mord.
Dennoch, es gibt auch noch genügend andere Motive....
Familienehre herstellen zum Beispiel, oder mal ganz weit "um die Ecke gedacht":
Kieran ist der einzige, leibliche Sohn des Vaters und wenn man Kieran ins Gefängnis bringt, schadet man dem Vater - der vielleicht politisch oder beruflich sehr Erfolgreich ist.  :detektiv:

Schauen wir mal, worauf das hier hinausläuft.

LG - Annette
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 05. September 2016, 09:05:32
Hallo zusammen!


So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Ich habe heute morgen bis Kapite 6 gelesen
Sorry, aber das WE war zu vollgepackt, ich kam nicht zum lesen wie ich wollte.  :heul: :meckern:


Hier werd ich aber zunächst mal nur bis einschl. Kapitel 3 schreiben :
Ich hab mich im Buch sehr schnell wohl gefühlt. Den Schreibstil von Mara Laue mag ich sehr und ich mag dieses schottische Ambiente  :-> .
Ich finde die gälischen Anreden verstärken das. Wären diese nicht, könnte es überall spielen. Von mir aus hätte bischen mehr Landschaftsbeschreibungen sein dürfen.


Kieran ist mir auch schnell sehr sympathisch, was angesichts seiner Vorgeschichte ja schon erstaunlich ist  :kopfkratz:. (Mein Mann meinte eben, er erinnere ihn an Jamie - 'ein Mann zu gut, um wahr zu sein'  :-) - ein bisschen was ist da schon dran  :-> :->). Mal sehen wie sich das entwickelt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er für meinen Geschmack nicht zuuu wenige Ecken und Kanten hat??
Ja, das ist für mich auch irgendwie ein Kritikpunkt. Er ist zu zahm und warum nimmt er es so hin, was ihm passiert (ist)
Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:


Ich tendiere ja auch dazu zu denken, dass Kieran unschuldig ist - indizien hin oder her. Die Beule, die 'Amnesie',... es gibt schon Hinweise für diese Theorie. Aber das wäre ja fast noch gruseliger, wenn er und seine Familie das alles auch noch zu Unrecht durchmachen würden  :umfall: .
Ja, definitiv. Man erfährt ja leider später auch, wer eigentlich dahinter steckt...  dazu aber später mehr...




Hier nun meine Eindrücke bis einschließlich Kapitel 3

Was Kieran erlebt hat ist sehr grausam. Er hat 20 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht, ohne sich an sein Verbrechen - was ihm vorgeworfen wird- zu erinnern.
Man muss sich wundern, dass er da nicht wahnsinnig geworden ist.
Vor allen Dingen ist er sehr jung gewesen, als er ins Gefängnis kam und man muss bedenken, dass er sich dort zum Erwachsenen entwickelt hat.
Da ist er unter ganz anderen Bedingungen erwachsen geworden - eingeschlossen und ständig bedroht!
Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Ja, das hatbe ich mir auch überlegt.
Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Die Insel ist doch keine Heimat... das wäre sei, wenn er dort Familie und Freunde hätte, die ihm gemeinsam helfen wieder sein leben auf die Reihe zu bekommen. So hat er mit mehr Widerstand und Argwohn zu kämen.
Okay, das hätter u.U. woanders auch, aber auf der Insel kennen die Leute ihn und "sein" VErbrechen nunmal, das wäre woanders, nicht  so...





Andersherum kann ich natürlich verstehen, dass er auch unbedingt versuchen will, heraus zu finden, was damals passiert ist. Er kann sich ja an gar nichts erinnern.
Versucht er doch garnicht. Das ist das was michs störrt!




Daher ist Kieran nun zunächst sehr mit sich selbst beschäftigt und oft hilflos, wenn eine neue Situation auf ihn zukommt.
So wie das Vorstellungsgespräch oder das Dinner bei den MacDonnalds.
Ja, er tat mir sooo leid, aber er hat sich tapfer geschlagen.





Dieser geheimnisvolle Fremde, auf dem Parkplatz der Talisker-Whisky-Firma, hat Kieran ja offensichtlich in dem Moment zum ersten mal gesehen und war total geschockt. Ein unbändiger Hass flammte in ihm auf und er hat sofort wieder Rache geschworen.
Ich fand es schade, dass so früh die Identität dieses jenigen bekannt wird. Das nimmt die Spannung raus, da man den Kontrahenten ja jetzt kennt.




Ich habe auch schon überlegt, dass man bei dem Mord vor 20 Jahren, Kieran KO-Tropfen verpasst hat und um sich an Allison zu rächen und gleichzeitig einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.  :detektiv:
entweder das, oder eben niedergeschlagen - ich erinnere an die Beule




Ich habe auch das e-book und diese Bücher sind meistens sehr sparsam ausgerüstet, daher habe ich erst gar nicht mit einer Karte gerechnet. Bei all` den gälischen Redewendungen und Namen, lese ich einfach mit dem "Mut zur Lücke" drüber weg. Vieles ergibt sich aus der Handlung oder Situation.  :->
Ja, ich finde es auch umständlich beim Ebook immer hinten ins Glossar zu schauen... Mache ich auch nicht.




Zitat von: Silke
Ich lese ja das Buch als Ebook und habe auch keine Karte und ich kenne die Insel nicht und habe null Plan von der Gegend, habe aber irgendwie immer die Landschaftsbilder von Outlander vor Augen beim Lesen
Ja so in etwa stelle ich mir auch die Landschaft vor. Zudem hat Martina Andrè auf ihrer HP viele Schottlandbilder, die ich mir beim lesen ihrer Bücher angeschaut habe. Da sind auch einige Bilder von dieser Insel dabei - glaube ich jedenfalls.
Oh, danke. Da werde ich mal googlen.




Zitat von: Silke
Und dass er eine BEULE auf dem Hinterkopf hat, d.h niedergeschlagen sein könnte, scheint nicht berücksichtigt worden zu sein.
Richtig Silke, es sind nur sehr geringe Hinweise, aber die hätten damals auch hinterfragt werden müssen.
Aber da Kieran ja als "Raufbold" bekannt war, hat man es sich einfach gemacht.
Ja, ich werde jedesmal sauer, weil er so ein Schubladenden-Image verpasst bekommen.
Ich finde es nachvollziehbar, dass er jeden vermöbelt, der schlecht über seinen Bruder redet, da er sich ja auch Schuld an dem Unfall gibt, den er ja auch hat. Immerhin wollter ja unbedingt mit Auto losfahren!!!
Dass der andere ihm die Vorfahrt genommen hat und Es ein "Unfall" war hin oder her.
Er ist mit dem Auto gefahren, obwohl er es nicht hätte dürfen! PUNKTUM! Das sein Bruder deswegen und dadurch zu einem Krüppel wurde, dafür trägt er die Verantwortung. Da soll er sich ruhig Prügeln!!!





Zitat von: Silke
Motiv: Eifersucht, Rache ....  :detektiv:
Wäre eben alles so 0815-Schiene.

Ja diese 08/15 Schiene ist aber das häufigste Tatmotiv bei Mord.
Dennoch, es gibt auch noch genügend andere Motive....
Familienehre herstellen zum Beispiel, oder mal ganz weit "um die Ecke gedacht":
Kieran ist der einzige, leibliche Sohn des Vaters und wenn man Kieran ins Gefängnis bringt, schadet man dem Vater - der vielleicht politisch oder beruflich sehr Erfolgreich ist.  :detektiv:
Ja, auf der Insel spielt Kultur, Ehre, etc ja eine GROßE Rolle und ich gebe zu, ich kenne mit nicht so gut aus.
Aber ich denke mal das Motiv, wird passend zu der Inselkultur sein...






So,  mein Eindruck bis Kapitel 6

Es wird leider sehr schnell enthüllt, wer Kiran nachschleicht, im Nachspioniert und seine Rache an ihm plant.
Das finde ich sehr schade, es hätte doch etwas die Spannung erhalten, wenn man den Namen nicht mitbekommen hätte.

nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.

Ansonsten "dümpelt" die Geschichte ja etwas vor sich hin.
Catie ist in verliebt, zieht ihren Psycho-Dozenten hinzu, der Kiran auf den Zahn fühlt. Fand ich jetzt irgendwie nicht so nett.
Das etwas Distanzlos. Ich meine, der Zeitraum, seit Catie von Kiran gerettet wurde, sind ein paar Tage/Wochen und Kiran kämpft noch mit dem Leben in Freiheit...Sie soll ihm doch Zeit lassen, Himmel.

Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.

Als Leser weiß man doch was kommen wird und "nein, geh nicht!" schreien... 


Das Buch liest sich wirklich gut und leichtgängig, wenn ich aber eben auch das Konstruierte Vorhersehbare etwas nervig finde und Kiran soooo glatt ist... Er dürfte ruhig etwas männlicher sein, der die Wahrheit herausfinden will, für sich für seine Gefühle für Catie um sich mit seiner Familie doch noch versöhnen zu können um wieder ohne Schatten der Vergangenheit leben zu müssen.

Gruß Silkes

Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 05. September 2016, 11:01:22
Moin miteinander!

So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Ja, wir sind nun beide durch.

Ich habe heute morgen bis Kapite 6 gelesen
Sorry, aber das WE war zu vollgepackt, ich kam nicht zum lesen wie ich wollte.  :heul: :meckern:
Macht doch nix, das ist doch eine MONATSleserunde - Du hast also noch fast 4 Wochen Zeit für das Buch  :-).


Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:
Die Fragen hab ich mir natürlich auch gestellt. Ich denke, hier dürfen wir die 20 Jahre im Knast nicht vergessen. Wenn er da die ganze Zeit mit all diesen Fragen, Ungewißheiten,.... gehadert hätte wäre er sicher irgendwann durchgedreht. Ich glaube, dass es ihm in der Zeit mit Hilfe des Psychologen, der Therapie, des Pfarrers, seiner Ausbildungen und Arbeit gelungen ist, sich irgendwie abzufinden. Er hat damit innerlich abgeschlossen, nimmt es hin und kann daher einigermaßen frei in die Zukunft blicken.






Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Ja, das hatbe ich mir auch überlegt.
Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Die Insel ist doch keine Heimat... das wäre sei, wenn er dort Familie und Freunde hätte, die ihm gemeinsam helfen wieder sein leben auf die Reihe zu bekommen. So hat er mit mehr Widerstand und Argwohn zu kämen.
Ich glaube, die Rückkehr in die Heimat ist nötig für einen Menschen wie ihn. Er hängt an der Umgebung mindestens so sehr wie an den Menschen dort.
Zudem ist wohl die Rückkehr an den Ort des Geschehens für ihn so der allerletzte abschließende Versuch, ob eine Erinnerung wiederkommt. Das was quasi noch fehlt, um - egal ob er sich erinnert oder nicht - die Vergangenheit ruhen zu lassen.
Und wie seine Eltern reagieren kann er vorher nicht wissen. Solche Extremsituationen und die Reaktion der Menschen darauf kann man nicht vorhersehen. Was hätte Kieran tun sollen: nie mehr heimkehren aufgrund der Vermutung, dass seine Eltern in rauswerfen? Und immer die Ungewissheit im Hinterkopf, dass sie ihn vielleicht ja doch wieder aufgenommen hätten? So wie Angus es ja schließlich auch tut!

Ich fand es schade, dass so früh die Identität dieses jenigen bekannt wird. Das nimmt die Spannung raus, da man den Kontrahenten ja jetzt kennt.
Ab wo genau warst Du Dir denn sicher wer es ist?

Zitat
Da sind auch einige Bilder von dieser Insel dabei - glaube ich jedenfalls.
Ich schau bei sowas immer mal gern in Google maps - oft gibt es streetview oder Fotos.



So,  mein Eindruck bis Kapitel 6

nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.
Ja, man weiß nicht wann und wie - aber schon, dass sicher wieder was passieren wird  :wah: .

Ansonsten "dümpelt" die Geschichte ja etwas vor sich hin.
Catie ist in verliebt, zieht ihren Psycho-Dozenten hinzu, der Kiran auf den Zahn fühlt. Fand ich jetzt irgendwie nicht so nett.
Das etwas Distanzlos. Ich meine, der Zeitraum, seit Catie von Kiran gerettet wurde, sind ein paar Tage/Wochen und Kiran kämpft noch mit dem Leben in Freiheit...Sie soll ihm doch Zeit lassen, Himmel.

Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.
Ich glaube, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan. Einerseits geb ich Dir in dem was Du da schreibst recht. Andererseits denke ich, dass vieles davon mit etwas mehr 'Drumherum' viel passender, weniger konstruiert wirken würde:
Dass Catie sich so schnell auf Kieran einlässt ... Die Beziehung wäre langsamer gewachsen, die Autorin hätte genauer auf die Schwierigkeiten eingehen können, hätte sie nicht so mit dem 'psychologischen Holzhammer' einbringen müssen.
Ihr Verhältnis zu dem Dozenten, sein Besuch bei ihr ... das fand ich eigentlich sehr gut, da es dem Leser die Probleme des Ex-Knackis sehr deutlich vor Augen führt. Aber auch hier hätten mehr Seiten einen Gewinn bedeutet, da man die Beziehung von Catie zu ihrem Dozenten besser hätte beschreiben können. Dann würde es sicher glaubhafter werden.
Ebenso dieser Anja Schulte-Handlungsstrang ... auf mehr Seiten hätte man ihre Persönlichkeit auch ein wenig mehr ausarbeiten können. So bleibt sie schablonenhaft, oberflächlich. Ich stell sie mir einerseits sehr offen, aber auch sehr naiv vor. Und mit einem Hang zu romantischem 'Keltizismus'. Vielleicht hat sie schon seit Jahren ein Faible für die Bücher von DG, für Jamie und co. und erträumt sich nun alle Schotten als solche 'Wunderkerle'. Da wäre dann schon eher verständlich, dass sie es cool findet, so einen Kerl mal 'auszuprobieren'  :->.
Aber all das hätte mehr Seiten gebraucht  .... so wie es ist braucht es statt dessen unsere Phantasie  :-) .

Liebe Grüße,
Christiane
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 05. September 2016, 13:57:54
Hallo zusammen,

Bitte berichte, wenn du mit ihr wieder über das Buch geredet hast, was sie so sagt, was ihr noch hängengeblieben ist. Das Buch muß ja echt Eindruck hinterlassen haben.
Ja, klar mach ich.

Ich lese ja das Buch als Ebook und habe auch keine Karte und ich kenne die Insel nicht und habe null Plan von der Gegend, habe aber irgendwie immer die Landschaftsbilder von Outlander vor Augen beim Lesen
Ich war ja schon zwei mal auf Skye und auch sonst in Schottland und finde eigentlich, dass es schon landschaftlich unterschiedlich ist, ob Du nun auf Skye bist oder in den eigentlichen Highlands auf dem schottischen Festland. Mir die Landschaft vorzustellen, fällt mir auch überhaupt nicht schwer, die hab ich von meinen Urlauben im Kopf. GErade weil wir auf Skye einen ziemlich lustigen Abend in einer alten Fischerkneipe verbracht haben, das war in Portree. Was ich grade nicht mehr auf den Radar hab, ist, ob wir beim Dunvegan Castle waren...ich glaube schon, aber ich weiß es nicht sicher. Und ob ich das aus meinen Bildern heraussehen kann, die ich auch erstmal wieder durchforsten müsste...keine Ahnung. Da sind unzählige Ruinen drauf, weil ich die so liebe  :->

So, aber nun zum Inhalt bis einschließlich Kapitel 3:
Ich hoffe du spoilerst nicht, ich bin bis einschlließlich Kapitel 2
Das mit dem Spoilern war hoffentlich ein Scherz, Silke. Denn wenn ich schreibe, dass ich bis einschließlich Kap. 3 gelesen habe und Du aber nur bis Kapitel 2, dann liegt es in Deiner eigenen Verantwortung, ob Du liest, was ich geschrieben habe. Ich nehme da keine Rücksicht drauf und schreibe was mir einfällt und gut möglich, dass ich Dir was aus Kapitel 3 verraten habe, was Du zu dem Zeitpunkt noch nicht wusstest.

Ich fand es krass wie schnell da echt ein Junge, der auf der Insel bekannt ist, verurteilt wird.
Und dass er eine BEULE auf dem Hinterkopf hat, d.h niedergeschlagen sein könnte, scheint nicht berücksichtigt worden zu sein.
Naja, ich weiß nicht. Es scheint ja wirklich viel für ihn gesprochen zu haben. Die Beule am Kopf und die Gehirnerschütterung haben mich natürlich auch stutzig gemacht. Aber Anfang der 90er war man denke ich in den Ermittlungen auch noch nicht so weit wie heute. Wenn alles gegen einen spricht und es keinerlei Hinweis oder Spuren auf einen anderen Mörder gibt, dann finde ich es schon ein Stückweit verständlich, dass er da der Hauptverdächtige ist. Letztlich war ja noch nicht mal sein Anwalt von seiner Unschuld überzeugt.

Und nun wo er seine Haftstrafe verbüßt hat, nehmen ihn seine Eltern nicht wieder auf.  Das ist hart.
Das fand ich wie gesagt auch sehr schlimm.

da dachte ich, ich muss jetzt erstmal x Seiten von Euch durchschmökern, aber sooo viel habt Ihr ja noch garnicht geschrieben. Na, da muss ich dann eher aufpassen, dass ich nicht zu viel schreib. Ich war am WE laaaange im Auto unterwegs und hatte daher viel Lesezeit. Nun bin ich schon fast durch.
Das Buch liest sich aber auch wirklich gut. Und ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass Du nicht selbst gefahren bist und als Beifahrerin lesen konntest. Oder hat Dir Dein Mann vorgelesen?

Ich hab mich im Buch sehr schnell wohl gefühlt. Den Schreibstil von Mara Laue mag ich sehr und ich mag dieses schottische Ambiente  :-> . Bei mir im Buch ist vorn eine Karte drin, nur enthält sie leider viel zu wenige der relevanten Orte. Aber besser als nix ist das allemal. Hast Du eine andere Ausgabe als ich, Kathrin?? Das Glossar find ich auch klasse.
Ich hab das Taschenbuch, 2. Auflage von 2013. Habe es gebraucht gekauft.

Kieran ist mir auch schnell sehr sympathisch, was angesichts seiner Vorgeschichte ja schon erstaunlich ist  :kopfkratz:. (Mein Mann meinte eben, er erinnere ihn an Jamie - 'ein Mann zu gut, um wahr zu sein'  :-) - ein bisschen was ist da schon dran  :-> :->). Mal sehen wie sich das entwickelt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er für meinen Geschmack nicht zuuu wenige Ecken und Kanten hat??
Huch, an Jamie erinnert er mich nun gar nicht. Kieran ist für mich dunkelhaarig. Mit Jamie hat er eigentlich nur gemeinsam, dass bei Schotten sind. :-> Ich hab mich aber auch in keiner Sekunde an Jamie erinnert gefühlt.

Vor allem denk ich die ganze Zeit darüber nach wie schrecklich das sein muss: Du kannst Dich an nichts erinnern. Du selbst hättest nie gedacht, dass Du zu so einer grausamen Tat wie dem Mord an Allison fähig währest. Aber alle Indizien sprechen gegen Dich, so dass Du irgendwann wohl oder übel selbst davon ausgehst, dass Du das gemacht hast.  :wah:
Das finde ich das eigentlich schlimmste an der ganzen Geschichte. Dass er irgendwann selbst glaubt, dass er Allison getötet hat. Das wäre etwa ganz anderes, wenn er sich daran erinnern könnte, aber da ist ja null Erinnerung. Deshalb bin ich auch immer mehr davon überzeugt, dass er vielleicht tatsächlich niedergeschlagen worden ist, was ja auch - wie Silke schon schreibt - eine Erklärung für die Beule und die Gehirnerschütterung ist.

Ich tendiere ja auch dazu zu denken, dass Kieran unschuldig ist - indizien hin oder her. Die Beule, die 'Amnesie',... es gibt schon Hinweise für diese Theorie. Aber das wäre ja fast noch gruseliger, wenn er und seine Familie das alles auch noch zu Unrecht durchmachen würden  :umfall: .
Die Vorstellung finde ich auch ganz arg schlimm. Für ihn natürlich am meisten, aber ich will auch nicht wissen, was die Eltern während seiner Gefängniszeit durchmachen mussten - egal ob sich der Vater nun von seinem Sohn losgesagt hat oder nicht.

Vor allen Dingen ist er sehr jung gewesen, als er ins Gefängnis kam und man muss bedenken, dass er sich dort zum Erwachsenen entwickelt hat.
Da ist er unter ganz anderen Bedingungen erwachsen geworden - eingeschlossen und ständig bedroht!
Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Das war auch einer meiner Gedanken. WArum ist er zurück nach Skye gegangen? Aber gut, er wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass seine Eltern ihn verstoßen haben. Er hat es sich vielleicht denken können, denn es scheint ja keinen Kontakt zu Ihnen in den 20 Jahren gegeben zu haben. Und wo sollte er auch hin. Mein erster Anlaufpunkt ist auch immer die Familie. Sich woanders ein neues Leben aufbauen kann er im Prinzip immer noch. Die Vergangenheit wird ihn so oder so immer wieder einholen. Die wird er nicht abschütteln können. Wenn er sich beispielsweise in England einen neuen Job gesucht hätte, wäre seine Verurteilung auch ans Tageslicht gekommen. Warum es dann nicht erstmal dort versuchen, wo er sich auskennt.
Was mir aber extrem gut gefällt ist seine Liebe zur Natur und wie er die Freiheit, die Luft, die Natur alles genießt.

An eine Persönlichkeitsstörung glaube ich grade nicht so sehr, obwohl das eine sehr plausible Erklärung wäre, wenn man bedenkt das er sich an überhaupt nix erinnert.
Paddy hatte ich auch schon mal kurz im Verdacht, besonders da die Ermordete ja auch erst mit Paddy eine Beziehung hatte und dann mit Kieran. Aber irgendwie erscheint mir diese These zu einfach.
Ja, mir sind meine Thesen an sich auch zu einfach. Das war von mir einfach erstmal drauf losgeschossen. Wir werden sehen, was bei rauskommt.

Dieser geheimnisvolle Fremde, auf dem Parkplatz der Talisker-Whisky-Firma, hat Kieran ja offensichtlich in dem Moment zum ersten mal gesehen und war total geschockt. Ein unbändiger Hass flammte in ihm auf und er hat sofort wieder Rache geschworen.
Das war für mich gar nicht so offensichtlich, dass er ihn da zum ersten Mal wiedergesehen hat. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die Autorin das bewusst so leicht undeutlich geschrieben hat. Das könnten in meinen Augen immer noch Paddys Gedanken sein.

Paddy könnte das ja wohl nicht gewesen sein, denn der hatte Kieran zuvor die Firma gezeigt und ihm auch zu dieser Arbeit verholfen.
Oder wenn das Paddy war, dann nur, weil Paddy diese Persönlichkeitsstörung hat.
Huch, das wäre ja auch noch eine Theorie...Paddy hat die Persönlichkeitsstörung. Aber das glaube ich nicht, wenn er der Mörder/ Hasser sein sollte, dann ist er sich dessen ganz bewusst.

Das Paddy und Kieran Halbbrüder sind, sehe ich auch nicht als so schlimm an, denn offenbar sind sie von den Eltern nicht unterschiedlich behandelt worden.
Den anderen Vater erwähnt Kierans Vater ja nur, wenn er sehr sauer ist. Ansonsten ist er mit beiden Jungens zum fischen gegangen und hat auch die Erziehung für beide gleich gestaltet.
Naja, wer weiß, wie oft er Paddy schon vorgeworfen hat, ein Bastard zu sein. Es seinem Sohn überhaupt vorzuwerfen, fand ich schon schlimm. Wenn er sie wirklich gleich lieben würde, dann würde er es ihm gar nicht vorwerfen.

Ja dieser Onkel Angus gefällt mir auch sehr gut. Ich vermute mal, er hat Kieran von Anfang an geglaubt und will ihm deshalb auch helfen.
Andersherum macht mich so viel Freundlichkeit auch schon wieder misstrauisch. Wer weiß, was dieser Onkel unter dem Siegel der ärztlichen Schweigepflicht weiß?
Du verdächtigst jetzt aber nicht Onkel Angus? Oder sollten wir vielleicht jeden mal verdächtigen, irgendeine von uns wird schon auf den richtigen Täter treffen  :kopfkratz: :-) :-) :-)

Ich habe auch schon überlegt, dass man bei dem Mord vor 20 Jahren, Kieran KO-Tropfen verpasst hat und um sich an Allison zu rächen und gleichzeitig einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.  :detektiv:
An KO-Tropfen hab ich auch schon gedacht. Aber irgendwie bringe ich KO-Tropfen eher mit der heutigen Zeit in Verbindung, weniger mit den 90ern.

Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich da eher ihren eigenen Vater oder Bruder im Verdacht, als sonst irgend jemanden.  Sie hat ja wohl einen super schlechten Ruf gehabt und das bleibt auf einer Insel sicher auch in der Familie nicht verborgen.
Nee, das glaube ich jetzt weniger. Aber ohne es begründen zu können. Für mich bleibt Paddy der Hauptverdächtige.

Ich habe auch das e-book und diese Bücher sind meistens sehr sparsam ausgerüstet, daher habe ich erst gar nicht mit einer Karte gerechnet. Bei all` den gälischen Redewendungen und Namen, lese ich einfach mit dem "Mut zur Lücke" drüber weg. Vieles ergibt sich aus der Handlung oder Situation.  :->
Das mach ich bei den gälischen Redewendungen auch so. Die ausgedruckte Karte hab ich aber immer parat, da ich da auf der Rückseite auch meine Notizen mach, insofern passt das ganz gut.

Familienehre herstellen zum Beispiel, oder mal ganz weit "um die Ecke gedacht":
Kieran ist der einzige, leibliche Sohn des Vaters und wenn man Kieran ins Gefängnis bringt, schadet man dem Vater - der vielleicht politisch oder beruflich sehr Erfolgreich ist.  :detektiv:
Hui, was für eine Theorie. Die ist mir im Moment dann doch noch zu weit hergeholt...oder sagen wir mal so, auf diese Idee würde ich nie von alleine kommen...nicht zu diesem Zeitpunkt des Buches und mit den Informationen, die wir bis jetzt haben. ABer ich bin ja auch nicht der Super-Krimi-Leser.

So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Nein ich bin noch nicht durch. Hatte am Wochenende durch den Auftritt auch nciht so viel Zeit zum lesen. Bin mitten in Kapitel 6. Da geh ich jetzt aber noch nciht drauf ein. Mach ich denke ich morgen dann.

Ja, das ist für mich auch irgendwie ein Kritikpunkt. Er ist zu zahm und warum nimmt er es so hin, was ihm passiert (ist)
Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:
Ich denke das liegt daran, weil er selbst von seiner Schuld überzeugt ist. Er hat sich damit abgefunden, ein Mörder zu sein. Den Stempel würde er eh erst loswerden, wenn es Beweise dafür gibt, dass es ein anderer war. Aber da alle Welt davon überzeugt ist, dass er Allison umgebracht hat, wird sich auch niemand auf die Suche nach Beweisen für Kierans Unschuld machen. Wie gesagt, noch nicht mal der Anwalt ist von seiner Unschuld überzeugt. Und da er sich an nichts erinnern kann udn alles gegen ihn spricht, glaubt er inzwischen selbst, dass er es war, auch wenn er es sich eigentlich nicht erklären kann.

Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Wie schon geschrieben, er hätte in meinen Augen überall Probleme bekommen sich ein neues Leben aufzubauen. Seine Haft wäre immer irgendwann ans Tageslicht gekommen und die Menschen sind wie sie sind...wenn neben mir ein Straftäter (sagen wir mal Gewaltverbrecher) leben würde, der seine Strafe abgesessen hat, wäre ich auch skeptisch ihm gegenüber. Da bin ich ehrlich. Da hätte ich trotzdem Schiss udn würde ihm vermutlich nicht so schnell vertrauen.

Die Fragen hab ich mir natürlich auch gestellt. Ich denke, hier dürfen wir die 20 Jahre im Knast nicht vergessen. Wenn er da die ganze Zeit mit all diesen Fragen, Ungewißheiten,.... gehadert hätte wäre er sicher irgendwann durchgedreht. Ich glaube, dass es ihm in der Zeit mit Hilfe des Psychologen, der Therapie, des Pfarrers, seiner Ausbildungen und Arbeit gelungen ist, sich irgendwie abzufinden. Er hat damit innerlich abgeschlossen, nimmt es hin und kann daher einigermaßen frei in die Zukunft blicken.
Ja, super geschrieben, Christiane. Da bin ich ganz bei Dir.

Ich fand es schade, dass so früh die Identität dieses jenigen bekannt wird. Das nimmt die Spannung raus, da man den Kontrahenten ja jetzt kennt.
Ab wo genau warst Du Dir denn sicher wer es ist?
Für mich ist bislang auch noch nicht im Geringsten klar, dass der Hasser in Kursiv-Schrift der ist, der er ausgibt zu sein. Dazu schreib ich später mehr, wenn ich denn Zeit dazu habe. Das passt für mich eher bis zu Kapitel 6.

LG
Kathrin

Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 05. September 2016, 14:52:37
Hallo Kathrin!

Ich war ja schon zwei mal auf Skye und auch sonst in Schottland und finde eigentlich, dass es schon landschaftlich unterschiedlich ist, ob Du nun auf Skye bist oder in den eigentlichen Highlands auf dem schottischen Festland. Mir die Landschaft vorzustellen, fällt mir auch überhaupt nicht schwer, die hab ich von meinen Urlauben im Kopf...
Kannst Du zu den Unterschieden noch ein bisschen erzählen? Liegt es am speziellen 'Inselfeeling' oder ist die Natur anders? Dass Du Dir das gleich vorstellen kannst wenn Du schon dort warst kann ich gut nachvollziehen. So ging es mir mit meinem vorherigen Buch, das in der Bretagne spielte auch - da hab ich Land und Leute immer gleich im Kopf und das ist alles viel lebendiger.



Das Buch liest sich aber auch wirklich gut. Und ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass Du nicht selbst gefahren bist und als Beifahrerin lesen konntest. Oder hat Dir Dein Mann vorgelesen?
Nein, vorgelesen haben wir nicht - dazu ist auch unser Lesetempo zu weit auseinander. Aber wir haben uns beim Fahren abgewechselt und immer der der Pause hatte bekam das Buch - so gab es da wenigstens auch keinen Streit  :-). Abends vorm Schlafen gehen musste ich dann allerdings auf ein Zeitbuch ausweichen  :nixweiss1: .

Ich hab das Taschenbuch, 2. Auflage von 2013. Habe es gebraucht gekauft.
Ich hab die 3. Auflage von 2014. Da haben sie dann wohl die kleine Karte ergänzt :-).

Kieran ist mir auch schnell sehr sympathisch, was angesichts seiner Vorgeschichte ja schon erstaunlich ist  :kopfkratz:. (Mein Mann meinte eben, er erinnere ihn an Jamie - 'ein Mann zu gut, um wahr zu sein'  :-) - ein bisschen was ist da schon dran  :-> :->). Mal sehen wie sich das entwickelt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er für meinen Geschmack nicht zuuu wenige Ecken und Kanten hat??
Huch, an Jamie erinnert er mich nun gar nicht. Kieran ist für mich dunkelhaarig. Mit Jamie hat er eigentlich nur gemeinsam, dass bei Schotten sind. :-> Ich hab mich aber auch in keiner Sekunde an Jamie erinnert gefühlt.
Uups, da fehlte dann wohl doch ein wenig Erklärung  :rotwerd:. Es ging ihm nicht ums Aussehen, wohl nichtmal um den Charakter,... Sondern es ging eher um die Art von Romanfigur, die wie Jamie und eben auch Kieran immer zur rechten Zeit da ist, um die holde Maid zu retten. Der sich nicht provozieren lässt, der stark, zuverlässig,... ist, dazu gut kocht, eine romantische Ader hat  - eben einfach 'zu gut um real zu sein'. Keine Frage der Einzelheiten sondern der 'Schublade perfekter Mann', wenn Du weißt was ich meine. Dass dann gerade Jamie als zweites Beispiel dieser Spezies herhalten musste liegt sicher an der Geographie und daran, dass mein Mann das Forum hier immer mit Jamie und co. assoziiert.   :zwinker:

.... Aber das wäre ja fast noch gruseliger, wenn er und seine Familie das alles auch noch zu Unrecht durchmachen würden  :umfall: .
Die Vorstellung finde ich auch ganz arg schlimm. Für ihn natürlich am meisten, aber ich will auch nicht wissen, was die Eltern während seiner Gefängniszeit durchmachen mussten - egal ob sich der Vater nun von seinem Sohn losgesagt hat oder nicht.
Ja, ich glaube das ist für Eltern auch die Hölle wenn das eigene Kind so ein Verbrechen begeht. Irgendwie nimmt man das sicher auch als eigenes Versagen wahr. Und auch hier: wer weiß schon vorher wie er in Extremsituationen reagieren wird??! Die Eltern mussten zuerst den Schock und dann sicher auch Anfeindungen ihrer sozialen Umgebung ertragen.

Was mir aber extrem gut gefällt ist seine Liebe zur Natur und wie er die Freiheit, die Luft, die Natur alles genießt.
Das ist mir auch total sympathisch. Und da kann ich auch Catie sofort verstehen, dass sie Kieran auf Anhieb interessant findet.

Naja, wer weiß, wie oft er Paddy schon vorgeworfen hat, ein Bastard zu sein. Es seinem Sohn überhaupt vorzuwerfen, fand ich schon schlimm. Wenn er sie wirklich gleich lieben würde, dann würde er es ihm gar nicht vorwerfen.
Ja, das seh ich genauso :five: . So etwas sagt man nicht einfach mal so im Zorn, dazu geht das zu sehr an die Substanz

LG, Christiane

Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 05. September 2016, 14:55:08
Ach, eins muss ich Euch noch erzählen: als wir gestern heimkamen war ein Päckchen angekommen und so konnten wir uns abends zum Schmökern noch einen kleinen 'Talisker' genehmigen (http://www.steffis-buecherkiste.de/bkf/Smileys/default/trinken.gif) .
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 05. September 2016, 15:00:48
Hallo!

So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Ja, wir sind nun beide durch.
Ich glaube beim nächsten LR Buch verkürzen wir auf 2 Wochen Lesezeit.  :->






Ich habe heute morgen bis Kapite 6 gelesen
Sorry, aber das WE war zu vollgepackt, ich kam nicht zum lesen wie ich wollte.  :heul: :meckern:
Macht doch nix, das ist doch eine MONATSleserunde - Du hast also noch fast 4 Wochen Zeit für das Buch  :-).
so lange werde ich nicht brauchen. Ich finde es eben schade, dass ich gestern einfach keine Lesezeit gefunden habe.Wenn nicht am WE, wann soll eine Berufstätig wie ich sich denn bei einem tollen Buch entspannen, wenn nicht am WE.  :meckern:



Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:
Die Fragen hab ich mir natürlich auch gestellt. Ich denke, hier dürfen wir die 20 Jahre im Knast nicht vergessen. Wenn er da die ganze Zeit mit all diesen Fragen, Ungewißheiten,.... gehadert hätte wäre er sicher irgendwann durchgedreht. Ich glaube, dass es ihm in der Zeit mit Hilfe des Psychologen, der Therapie, des Pfarrers, seiner Ausbildungen und Arbeit gelungen ist, sich irgendwie abzufinden. Er hat damit innerlich abgeschlossen, nimmt es hin und kann daher einigermaßen frei in die Zukunft blicken.
JA, vielleicht hast Du recht, nur denke ich, dass es MICH am Leben und vor dem WAHNSINN gerettet hätte zu wissen, dass ich nach der verbüßten Haftstrafe der Wahrheit aufgrund gehen kann. Sei ich nun schuld oder nicht, aber dann ist es wenigstens sicher und nicht: man hat es mir eingeredet, ich war es...
Verstehst Du was ich meine.
Ich bin ein Mensch, ich lasse mir nichts einreden. Ich muß Fakten haben um es zu glauben!



Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Ja, das hatbe ich mir auch überlegt.
Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Die Insel ist doch keine Heimat... das wäre sei, wenn er dort Familie und Freunde hätte, die ihm gemeinsam helfen wieder sein leben auf die Reihe zu bekommen. So hat er mit mehr Widerstand und Argwohn zu kämen.
Ich glaube, die Rückkehr in die Heimat ist nötig für einen Menschen wie ihn. Er hängt an der Umgebung mindestens so sehr wie an den Menschen dort.
Zudem ist wohl die Rückkehr an den Ort des Geschehens für ihn so der allerletzte abschließende Versuch, ob eine Erinnerung wiederkommt. Das was quasi noch fehlt, um - egal ob er sich erinnert oder nicht - die Vergangenheit ruhen zu lassen.
Und wie seine Eltern reagieren kann er vorher nicht wissen. Solche Extremsituationen und die Reaktion der Menschen darauf kann man nicht vorhersehen. Was hätte Kieran tun sollen: nie mehr heimkehren aufgrund der Vermutung, dass seine Eltern in rauswerfen? Und immer die Ungewissheit im Hinterkopf, dass sie ihn vielleicht ja doch wieder aufgenommen hätten? So wie Angus es ja schließlich auch tut!
Er hätte sich ja die Option, dass wenn es auf Skype nicht klappt, woanders ein neues Leben aufbauen können, als Plan B überlegen können.


Ich fand es schade, dass so früh die Identität dieses jenigen bekannt wird. Das nimmt die Spannung raus, da man den Kontrahenten ja jetzt kennt.
Ab wo genau warst Du Dir denn sicher wer es ist?
kapitel 4
Zum einen. ich spoilere:
ist das die Stelle wo steht, er wäre körperlich eingeschränkt und hätte Probleme beim Treppenlaufen.
Bei diesem Pausenbier was ausgeben wird, wird ja erwähnt Ian hätte einen mächtigen Bauch und solche Personen könnte Treppenlaufen schwer fallen. :detektiv:
zum anderen, stellt er sich dieser Touristin Anja ja namentlich vor und vorher ist die Stelle, wo der Täter beobachtet, dass Kiran mit Anja spricht... und da habe ich kombiniert.
Er wäre ja auch derjenige der Rache üben könnte, weil er  Allison ja heirten wollte," wenn sie sich ausgetobt hat" (Zitat), habe ich mir leider nicht markiert
Ach und genau, nachdem diesem Pausenbier fingen die STellen an, wo Kiran von dem  "Täter" beoachtet wird. Voher wußte ja Ian nicht, dass Kiran wieder auf freien Fuß ist und auf der Insel aufgetaucht.

Auch bleiben alle anderen Personen sehr nebulös, dass man da raten könnte.


Zitat
Da sind auch einige Bilder von dieser Insel dabei - glaube ich jedenfalls.
Ich schau bei sowas immer mal gern in Google maps - oft gibt es streetview oder Fotos.
Ja ich in der Regel auch, nur während der Zugfahrt, oder Samstag abend in der Badewanne hatte ich da leider keine Gelegenheit



So,  mein Eindruck bis Kapitel 6
nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.
Ja, man weiß nicht wann und wie - aber schon, dass sicher wieder was passieren wird  :wah: .
ja, genau das meine ich


Ansonsten "dümpelt" die Geschichte ja etwas vor sich hin.
Catie ist in verliebt, zieht ihren Psycho-Dozenten hinzu, der Kiran auf den Zahn fühlt. Fand ich jetzt irgendwie nicht so nett.
Das etwas Distanzlos. Ich meine, der Zeitraum, seit Catie von Kiran gerettet wurde, sind ein paar Tage/Wochen und Kiran kämpft noch mit dem Leben in Freiheit...Sie soll ihm doch Zeit lassen, Himmel.

Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.
Ich glaube, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan. Einerseits geb ich Dir in dem was Du da schreibst recht. Andererseits denke ich, dass vieles davon mit etwas mehr 'Drumherum' viel passender, weniger konstruiert wirken würde:
Dass Catie sich so schnell auf Kieran einlässt ... Die Beziehung wäre langsamer gewachsen, die Autorin hätte genauer auf die Schwierigkeiten eingehen können, hätte sie nicht so mit dem 'psychologischen Holzhammer' einbringen müssen.
Ihr Verhältnis zu dem Dozenten, sein Besuch bei ihr ... das fand ich eigentlich sehr gut, da es dem Leser die Probleme des Ex-Knackis sehr deutlich vor Augen führt. Aber auch hier hätten mehr Seiten einen Gewinn bedeutet, da man die Beziehung von Catie zu ihrem Dozenten besser hätte beschreiben können. Dann würde es sicher glaubhafter werden.
Ebenso dieser Anja Schulte-Handlungsstrang ... auf mehr Seiten hätte man ihre Persönlichkeit auch ein wenig mehr ausarbeiten können. So bleibt sie schablonenhaft, oberflächlich. Ich stell sie mir einerseits sehr offen, aber auch sehr naiv vor. Und mit einem Hang zu romantischem 'Keltizismus'. Vielleicht hat sie schon seit Jahren ein Faible für die Bücher von DG, für Jamie und co. und erträumt sich nun alle Schotten als solche 'Wunderkerle'. Da wäre dann schon eher verständlich, dass sie es cool findet, so einen Kerl mal 'auszuprobieren'  :->.
Aber all das hätte mehr Seiten gebraucht  .... so wie es ist braucht es statt dessen unsere Phantasie  :-) .
ja ich merke, Du verstehst was ich meine und Du fasst es ziemlich gut zusammen. :respekt3:


Ich lese ja das Buch als Ebook und habe auch keine Karte und ich kenne die Insel nicht und habe null Plan von der Gegend, habe aber irgendwie immer die Landschaftsbilder von Outlander vor Augen beim Lesen
Ich war ja schon zwei mal auf Skye und auch sonst in Schottland und finde eigentlich, dass es schon landschaftlich unterschiedlich ist, ob Du nun auf Skye bist oder in den eigentlichen Highlands auf dem schottischen Festland. Mir die Landschaft vorzustellen, fällt mir auch überhaupt nicht schwer, die hab ich von meinen Urlauben im Kopf. GErade weil wir auf Skye einen ziemlich lustigen Abend in einer alten Fischerkneipe verbracht haben, das war in Portree. Was ich grade nicht mehr auf den Radar hab, ist, ob wir beim Dunvegan Castle waren...ich glaube schon, aber ich weiß es nicht sicher. Und ob ich das aus meinen Bildern heraussehen kann, die ich auch erstmal wieder durchforsten müsste...keine Ahnung. Da sind unzählige Ruinen drauf, weil ich die so liebe  :->
Ja, ich glaube in das Land muß ich auch mal fahren und Urlaub machen. Genau wie Island.


So, aber nun zum Inhalt bis einschließlich Kapitel 3:
Ich hoffe du spoilerst nicht, ich bin bis einschlließlich Kapitel 2
Das mit dem Spoilern war hoffentlich ein Scherz, Silke. Denn wenn ich schreibe, dass ich bis einschließlich Kap. 3 gelesen habe und Du aber nur bis Kapitel 2, dann liegt es in Deiner eigenen Verantwortung, ob Du liest, was ich geschrieben habe. Ich nehme da keine Rücksicht drauf und schreibe was mir einfällt und gut möglich, dass ich Dir was aus Kapitel 3 verraten habe, was Du zu dem Zeitpunkt noch nicht wusstest.
du hast nichts verraten...  :schmacht:


Ich fand es krass wie schnell da echt ein Junge, der auf der Insel bekannt ist, verurteilt wird.
Und dass er eine BEULE auf dem Hinterkopf hat, d.h niedergeschlagen sein könnte, scheint nicht berücksichtigt worden zu sein.
Naja, ich weiß nicht. Es scheint ja wirklich viel für ihn gesprochen zu haben. Die Beule am Kopf und die Gehirnerschütterung haben mich natürlich auch stutzig gemacht. Aber Anfang der 90er war man denke ich in den Ermittlungen auch noch nicht so weit wie heute. Wenn alles gegen einen spricht und es keinerlei Hinweis oder Spuren auf einen anderen Mörder gibt, dann finde ich es schon ein Stückweit verständlich, dass er da der Hauptverdächtige ist. Letztlich war ja noch nicht mal sein Anwalt von seiner Unschuld überzeugt.
ja, aber man hat ihn doch aufwachsen sehen und kennt seine Eltern.... .




Vor allem denk ich die ganze Zeit darüber nach wie schrecklich das sein muss: Du kannst Dich an nichts erinnern. Du selbst hättest nie gedacht, dass Du zu so einer grausamen Tat wie dem Mord an Allison fähig währest. Aber alle Indizien sprechen gegen Dich, so dass Du irgendwann wohl oder übel selbst davon ausgehst, dass Du das gemacht hast.  :wah:
Das finde ich das eigentlich schlimmste an der ganzen Geschichte. Dass er irgendwann selbst glaubt, dass er Allison getötet hat. Das wäre etwa ganz anderes, wenn er sich daran erinnern könnte, aber da ist ja null Erinnerung. Deshalb bin ich auch immer mehr davon überzeugt, dass er vielleicht tatsächlich niedergeschlagen worden ist, was ja auch - wie Silke schon schreibt - eine Erklärung für die Beule und die Gehirnerschütterung ist.
:fivel:


Ich tendiere ja auch dazu zu denken, dass Kieran unschuldig ist - indizien hin oder her. Die Beule, die 'Amnesie',... es gibt schon Hinweise für diese Theorie. Aber das wäre ja fast noch gruseliger, wenn er und seine Familie das alles auch noch zu Unrecht durchmachen würden  :umfall: .
Die Vorstellung finde ich auch ganz arg schlimm. Für ihn natürlich am meisten, aber ich will auch nicht wissen, was die Eltern während seiner Gefängniszeit durchmachen mussten - egal ob sich der Vater nun von seinem Sohn losgesagt hat oder nicht.
Ja, das stimmt. Sie wurden bestimmt geschnitten, isoliert, es wurde getratscht... :meckern:
Mein Mann hat sowas in der Gemeinde in der aufgewachsen ist erlebt, nachdem Selbstmord seines Vaters.
Was wünscht man niemanden. Man kommt in einen Laden, alle schauen dich an, oder schauen weg, die Gespräche verstummen, etc... Da werden dann nach phantasiereich die Geschichten ausgeschmückt!




Vor allen Dingen ist er sehr jung gewesen, als er ins Gefängnis kam und man muss bedenken, dass er sich dort zum Erwachsenen entwickelt hat.
Da ist er unter ganz anderen Bedingungen erwachsen geworden - eingeschlossen und ständig bedroht!
Er muss wirklich erst einmal lernen, sich frei zu entfalten und ich weiß nicht, ob es wirklich klug war, dass er in seine Heimat zurück gekehrt ist?
Das war auch einer meiner Gedanken. WArum ist er zurück nach Skye gegangen? Aber gut, er wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass seine Eltern ihn verstoßen haben. Er hat es sich vielleicht denken können, denn es scheint ja keinen Kontakt zu Ihnen in den 20 Jahren gegeben zu haben. Und wo sollte er auch hin. Mein erster Anlaufpunkt ist auch immer die Familie. Sich woanders ein neues Leben aufbauen kann er im Prinzip immer noch. Die Vergangenheit wird ihn so oder so immer wieder einholen. Die wird er nicht abschütteln können. Wenn er sich beispielsweise in England einen neuen Job gesucht hätte, wäre seine Verurteilung auch ans Tageslicht gekommen. Warum es dann nicht erstmal dort versuchen, wo er sich auskennt.
Was mir aber extrem gut gefällt ist seine Liebe zur Natur und wie er die Freiheit, die Luft, die Natur alles genießt.
ja seine Liebe zur Natur, daraus Kraft zu ziehen, macht ihn am Sympathischten für mich.


Das Paddy und Kieran Halbbrüder sind, sehe ich auch nicht als so schlimm an, denn offenbar sind sie von den Eltern nicht unterschiedlich behandelt worden.
Den anderen Vater erwähnt Kierans Vater ja nur, wenn er sehr sauer ist. Ansonsten ist er mit beiden Jungens zum fischen gegangen und hat auch die Erziehung für beide gleich gestaltet.
Naja, wer weiß, wie oft er Paddy schon vorgeworfen hat, ein Bastard zu sein. Es seinem Sohn überhaupt vorzuwerfen, fand ich schon schlimm. Wenn er sie wirklich gleich lieben würde, dann würde er es ihm gar nicht vorwerfen.
:kopfkratz: Da scheine ich was überlesn zu haben...


Ja dieser Onkel Angus gefällt mir auch sehr gut. Ich vermute mal, er hat Kieran von Anfang an geglaubt und will ihm deshalb auch helfen.
Andersherum macht mich so viel Freundlichkeit auch schon wieder misstrauisch. Wer weiß, was dieser Onkel unter dem Siegel der ärztlichen Schweigepflicht weiß?
Du verdächtigst jetzt aber nicht Onkel Angus? Oder sollten wir vielleicht jeden mal verdächtigen, irgendeine von uns wird schon auf den richtigen Täter treffen  :kopfkratz: :-) :-) :-)
mhm, warum eigentlich nicht?
Aber was wäre sein Motiv. Allision war weder seine Tochter die geschützt werden mußte, noch hätte er mit ihr eine Beziehung eingehen können/dürfen/sollen ect....
 :detektiv: :detektiv:


Ich habe auch schon überlegt, dass man bei dem Mord vor 20 Jahren, Kieran KO-Tropfen verpasst hat und um sich an Allison zu rächen und gleichzeitig einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.  :detektiv:
An KO-Tropfen hab ich auch schon gedacht. Aber irgendwie bringe ich KO-Tropfen eher mit der heutigen Zeit in Verbindung, weniger mit den 90ern.[/quote9
Nein, das glaube ich auch nicht...


Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich da eher ihren eigenen Vater oder Bruder im Verdacht, als sonst irgend jemanden.  Sie hat ja wohl einen super schlechten Ruf gehabt und das bleibt auf einer Insel sicher auch in der Familie nicht verborgen.
Nee, das glaube ich jetzt weniger. Aber ohne es begründen zu können. Für mich bleibt Paddy der Hauptverdächtige.
Bruder, vielleicht wegen der Ehre. Aber Kiran wäre ja für Allison nicht der erste und nicht der letzte geblieben.
Kathrin, warum ist es für dich Paddy?



Familienehre herstellen zum Beispiel, oder mal ganz weit "um die Ecke gedacht":
Kieran ist der einzige, leibliche Sohn des Vaters und wenn man Kieran ins Gefängnis bringt, schadet man dem Vater - der vielleicht politisch oder beruflich sehr Erfolgreich ist.  :detektiv:
Hui, was für eine Theorie. Die ist mir im Moment dann doch noch zu weit hergeholt...oder sagen wir mal so, auf diese Idee würde ich nie von alleine kommen...nicht zu diesem Zeitpunkt des Buches und mit den Informationen, die wir bis jetzt haben. ABer ich bin ja auch nicht der Super-Krimi-Leser.
Die Theorie verstehe ich garnicht wirklich




So, ich denke Kathrin wird mit dem Buch durchsein, Christiane samt Mann liegen auch in den letzten Zügen.
Nein ich bin noch nicht durch. Hatte am Wochenende durch den Auftritt auch nciht so viel Zeit zum lesen. Bin mitten in Kapitel 6. Da geh ich jetzt aber noch nciht drauf ein. Mach ich denke ich morgen dann.
Wir sind ungefähr gleichweit.


Ja, das ist für mich auch irgendwie ein Kritikpunkt. Er ist zu zahm und warum nimmt er es so hin, was ihm passiert (ist)
Warum versucht er nicht die Wahrheit rauszufinden, warum läßt er sich, obwohl er seine "verdiente" Strafe verbüßt hat, immernoch als Mörder, Verbrecher abstempeln   :kopfkratz:
Ich denke das liegt daran, weil er selbst von seiner Schuld überzeugt ist. Er hat sich damit abgefunden, ein Mörder zu sein. Den Stempel würde er eh erst loswerden, wenn es Beweise dafür gibt, dass es ein anderer war. Aber da alle Welt davon überzeugt ist, dass er Allison umgebracht hat, wird sich auch niemand auf die Suche nach Beweisen für Kierans Unschuld machen. Wie gesagt, noch nicht mal der Anwalt ist von seiner Unschuld überzeugt. Und da er sich an nichts erinnern kann udn alles gegen ihn spricht, glaubt er inzwischen selbst, dass er es war, auch wenn er es sich eigentlich nicht erklären kann.
Wie oben geschrieben, brauche ich Fakten: nur weil alle es glauben, muß es nicht stimmen, bei mir würde immer zweifel bleiben und wenn ich die Gelegenheit habe, die Wahrheit herauszufinden, dann tue ich es.


Grad weil ihn dort ja niemand haben will. Okay, er bekommt Hilfe durch seinen Onkel und seinen Bruder, aber das konnte er ja vorher nicht wissen.
Er hätte sich doch auch wohanders wieder ein Leben aufbauen können. Er ist ja einer, der sein LEben selbst in die Hand nimmt, nichts geschenkt haben will und sich für nichts zu schade ist..
Wie schon geschrieben, er hätte in meinen Augen überall Probleme bekommen sich ein neues Leben aufzubauen. Seine Haft wäre immer irgendwann ans Tageslicht gekommen und die Menschen sind wie sie sind...wenn neben mir ein Straftäter (sagen wir mal Gewaltverbrecher) leben würde, der seine Strafe abgesessen hat, wäre ich auch skeptisch ihm gegenüber. Da bin ich ehrlich. Da hätte ich trotzdem Schiss udn würde ihm vermutlich nicht so schnell vertrauen.
Ja, woanders wäre seine "Kriminelle" Karriere auch aufgeflogen, aber man hätte ihn persönlich anders kennengelernt, als wenn man ihn von klein auf kennt. VErstehst Du was ich meine?

Ach, eins muss ich Euch noch erzählen: als wir gestern heimkamen war ein Päckchen angekommen und so konnten wir uns abends zum Schmökern noch einen kleinen 'Talisker' genehmigen (http://www.steffis-buecherkiste.de/bkf/Smileys/default/trinken.gif) .

Und wie schmeckt er??? Ich trinke ja sowas garnicht. Ich bin ein Likör und Weintrinker!




Gruß Silke


Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 05. September 2016, 15:44:29
Hallo Silke,

zu Deinem Spoiler schreib ich mal noch nix.

Und was den Talisker betrifft muss ich zugeben: im allgemeinen halt ich es wie Du und trinke Wein statt Whiskey. Aber wenn mein Mann Whiskey trinkt schnuppere ich supergern daran. Vor allem die torfigen Whiskeys riechen unglaublich gut, finde ich. Aber zum trinken ist mir das zu scharf.
Den Talisker musst ich dann allerdings doch mal probieren - wenigstens 'die Zunge anfeuchten'. Aber ich sag Dir, der brennt alles weg  :wah:. Nichts für Weicheier  :->. Und ich weiß jetzt, warum die Leute ihn in der Geschichte eher in Minimengen trinken und natürlich auch, warum der Talisker den jungen Kieran so dermaßen aus den Schuhen gehauen hat.

Liebe Grüße,
Christiane
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 05. September 2016, 16:16:21
Hallo Christiane!
Hallo Silke,

zu Deinem Spoiler schreib ich mal noch nix.
Ja, ich habe den SCHWEREN verdacht, ich bin der Autorin voll auf den Leim gegangen, das wäre ja echt ziemlich offensichtlich und zu einfach gewesen. War ja auch enttäucht es zu wissen... Ich recherchiere dann mal weiter


Und was den Talisker betrifft muss ich zugeben: im allgemeinen halt ich es wie Du und trinke Wein statt Whiskey. Aber wenn mein Mann Whiskey trinkt schnuppere ich supergern daran. Vor allem die torfigen Whiskeys riechen unglaublich gut, finde ich. Aber zum trinken ist mir das zu scharf.
Den Talisker musst ich dann allerdings doch mal probieren - wenigstens 'die Zunge anfeuchten'. Aber ich sag Dir, der brennt alles weg  :wah:. Nichts für Weicheier  :->. Und ich weiß jetzt, warum die Leute ihn in der Geschichte eher in Minimengen trinken und natürlich auch, warum der Talisker den jungen Kieran so dermaßen aus den Schuhen gehauen hat.
Ich kann ja auch kein Grappa trinken...

Gruß Silke
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 06. September 2016, 08:26:56
Hallo zusammen,

Kannst Du zu den Unterschieden noch ein bisschen erzählen? Liegt es am speziellen 'Inselfeeling' oder ist die Natur anders?
Hmmm, eigentlich wollte ich ja gestern noch nach den Bildern schauen, hab ich aber voll vergessen. Wenn mich meine Erinnerung nicht total veräppelt, dann fand ich Skye deutlich karger als die Highlands auf dem Festland. Deutlich weniger Wald. Es kann aber auch sein, dass ich das an bestimmten Bildern und Orten festmache, die sich vom Festland her in mein Gehirn eingebrannt haben und eben auch von Skye und dass es gar nicht so ein deutlicher Unterschied ist.

Uups, da fehlte dann wohl doch ein wenig Erklärung  :rotwerd:. Es ging ihm nicht ums Aussehen, wohl nichtmal um den Charakter,... Sondern es ging eher um die Art von Romanfigur, die wie Jamie und eben auch Kieran immer zur rechten Zeit da ist, um die holde Maid zu retten. Der sich nicht provozieren lässt, der stark, zuverlässig,... ist, dazu gut kocht, eine romantische Ader hat  - eben einfach 'zu gut um real zu sein'. Keine Frage der Einzelheiten sondern der 'Schublade perfekter Mann', wenn Du weißt was ich meine. Dass dann gerade Jamie als zweites Beispiel dieser Spezies herhalten musste liegt sicher an der Geographie und daran, dass mein Mann das Forum hier immer mit Jamie und co. assoziiert.   :zwinker:
Ah okay, danke für die Erklärung. Das "zu gut um real zu sein" kann ich bei beiden unterschreiben. Und das stört mich hier, je weiter ich in dem Buch komme, auch ziemlich.

Ich glaube beim nächsten LR Buch verkürzen wir auf 2 Wochen Lesezeit.  :->
Von unserem Tempo her, würde sogar eine Woche reichen, aber glücklicherweise hat der Monat ja 4 Wochen und da jeder anfangen kann, wann es ihm passt und auch jeder so schnell oder langsam liest, wie es geht, ändern wir da nix dran...weiß z.B. nicht, ob Inge überhaupt schon angefangen hat. Auf jeden Fall hat sie noch Urlaub.

so lange werde ich nicht brauchen. Ich finde es eben schade, dass ich gestern einfach keine Lesezeit gefunden habe.Wenn nicht am WE, wann soll eine Berufstätig wie ich sich denn bei einem tollen Buch entspannen, wenn nicht am WE.  :meckern:
Im Zug...wie ich...dann bekommt man auch nicht mit, wieviel Minuten/ Stunden/ Tage Verspätung der Zug gerade mal wieder hat... :gr:

@Silke zu Deinem Spoiler (ich spoilere dann auch mal)
körperlich eingeschränkt ist Paddy durch sein steifes Bein auch und somit hat er vermutlich sogar noch mehr Probleme mit dem Treppenlaufen als Ian Gunn und nur weil "er" sich Anja Schulte namentlich mit Ian Gunn vorstellt, heißt das noch lange nicht, dass er auch Ian Gunn ist. Ich bin im Zug auch schon blöd angemacht worden und nach meinem Namen gefragt worden und hab einen falschen Namen genannt. Ob das Zitat, was Du genannt hast, jetzt von Ian direkt war oder von dem kursivgedruckten Gedanken stammen, weiß ich grad nicht. Aber trotzdem könnte auch das Paddy gewesen sein, denn Paddy war ja auch mal mit Allison zusammen. Generell könnte die Autorin die kursiv gedruckten Gedanken des Täters bewusst so geschrieben haben, dass wir auf Ian Gunn hereinfallen sollen. Auf ihn weist so viel hin, fast schon zu viel und Paddy ist da deutlich weniger im Rampenlicht, hat aber für meine Begriffe auch genügend Motive, um Kieran zu hassen, der Unfall mit dem steifen Bein, Kierans Affaire mit Allison, die Eifersucht, dass Kieran der leibliche Sohn vom Vater ist ...


Ja, ich glaube in das Land muß ich auch mal fahren und Urlaub machen. Genau wie Island.
Ist auf jeden Fall wunderschön.

Kathrin, warum ist es für dich Paddy?
Siehe meine Antwort dazu im Spoiler.

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 06. September 2016, 09:32:31
Hallo zusammen,

so, dann versuche ich mal meine Eindrücke bis Kapitel 6 zu posten.


Es wird leider sehr schnell enthüllt, wer Kiran nachschleicht, im Nachspioniert und seine Rache an ihm plant.
Das finde ich sehr schade, es hätte doch etwas die Spannung erhalten, wenn man den Namen nicht mitbekommen hätte.
Dazu habe ich in dem Spoiler im vorherigen Posting geschrieben. Für mich ist es bislang noch nicht sicher, dass Ian Gunn der Täter ist. Und damit niemand lang suchen muss, hier nochmal das was ich geschrieben hatte.

körperlich eingeschränkt ist Paddy durch sein steifes Bein auch und somit hat er vermutlich sogar noch mehr Probleme mit dem Treppenlaufen als Ian Gunn und nur weil "er" sich Anja Schulte namentlich mit Ian Gunn vorstellt, heißt das noch lange nicht, dass er auch Ian Gunn ist. Ich bin im Zug auch schon blöd angemacht worden und nach meinem Namen gefragt worden und hab einen falschen Namen genannt. Ob das Zitat, was Du genannt hast, jetzt von Ian direkt war oder von dem kursivgedruckten Gedanken stammen, weiß ich grad nicht. Aber trotzdem könnte auch das Paddy gewesen sein, denn Paddy war ja auch mal mit Allison zusammen. Generell könnte die Autorin die kursiv gedruckten Gedanken des Täters bewusst so geschrieben haben, dass wir auf Ian Gunn hereinfallen sollen. Auf ihn weist so viel hin, fast schon zu viel und Paddy ist da deutlich weniger im Rampenlicht, hat aber für meine Begriffe auch genügend Motive, um Kieran zu hassen, der Unfall mit dem steifen Bein, Kierans Affaire mit Allison, die Eifersucht, dass Kieran der leibliche Sohn vom Vater ist ...

nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.
Das stört mich irgendwie gar nicht, weil das vom Klappentext her eh schon klar war, dass es ein zweites Opfer geben wird. Vielleicht ist das auch mit der Grund, warum ich von Anfang an nicht recht an Kierans Schuld auch im ersten Mordfall glauben konnte.

Ansonsten "dümpelt" die Geschichte ja etwas vor sich hin.
Catie ist in verliebt, zieht ihren Psycho-Dozenten hinzu, der Kiran auf den Zahn fühlt. Fand ich jetzt irgendwie nicht so nett.
Das etwas Distanzlos. Ich meine, der Zeitraum, seit Catie von Kiran gerettet wurde, sind ein paar Tage/Wochen und Kiran kämpft noch mit dem Leben in Freiheit...Sie soll ihm doch Zeit lassen, Himmel.
Da habt Ihr zwei eigentlich schon alles zu geschrieben. Diese ganze Aktion mit dem Professor fand ich völlig daneben. Wenn es zu Kapitel 7 kommt, schreibe ich da noch mehr zu.

Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.
Als Leser weiß man doch was kommen wird und "nein, geh nicht!" schreien... 
Wie schon gesagt, das fand ich nicht so schlimm, weil eh klar ist, dass es ein zweites Opfer geben wird. Und da bin ich ehrlich gesagt einfach nur froh, dass es dann wohl hoffentlich nicht Catie ist.

Das Buch liest sich wirklich gut und leichtgängig, wenn ich aber eben auch das Konstruierte Vorhersehbare etwas nervig finde und Kiran soooo glatt ist... Er dürfte ruhig etwas männlicher sein, der die Wahrheit herausfinden will, für sich für seine Gefühle für Catie um sich mit seiner Familie doch noch versöhnen zu können um wieder ohne Schatten der Vergangenheit leben zu müssen.
Dass es so vorhersehbar ist, stört mich auch. Wobei meine Theorie mit  Paddy als Täter ja noch nicht bewiesen ist. Aber wie schon gesagt, es ist mir eigentlich zu eindeutig, dass so viel auf Ian Gunn hindeutet. Im Prinzip deutet ähnlich viel auf Ian Gunn hin wie seinerzeit auf Kieran. Und wenn Kieran es für mich nicht ist, weil zu viele Indizien für ihn sprechen, dann kann  es Ian ja eigentlich auch nicht sein. sondern eher jemand, auf den nicht so viel hindeutet.

Ich glaube, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan. Einerseits geb ich Dir in dem was Du da schreibst recht. Andererseits denke ich, dass vieles davon mit etwas mehr 'Drumherum' viel passender, weniger konstruiert wirken würde:
Dass Catie sich so schnell auf Kieran einlässt ... Die Beziehung wäre langsamer gewachsen, die Autorin hätte genauer auf die Schwierigkeiten eingehen können, hätte sie nicht so mit dem 'psychologischen Holzhammer' einbringen müssen.
Ja, mehr Seiten hätten dem Buch vermutlich wirklich gut getan. Catie ist mir da mit ihren Gefühlen für Kieran eindeutig viel zu schnell.

Ihr Verhältnis zu dem Dozenten, sein Besuch bei ihr ... das fand ich eigentlich sehr gut, da es dem Leser die Probleme des Ex-Knackis sehr deutlich vor Augen führt. Aber auch hier hätten mehr Seiten einen Gewinn bedeutet, da man die Beziehung von Catie zu ihrem Dozenten besser hätte beschreiben können. Dann würde es sicher glaubhafter werden.
Den Professor hab ich echt gar nicth gebraucht. Selbst wenn sich Kieran noch auf die Hypnose einlassen sollte und es helfen sollte, dass er sich auch einmischt.

Ebenso dieser Anja Schulte-Handlungsstrang ... auf mehr Seiten hätte man ihre Persönlichkeit auch ein wenig mehr ausarbeiten können. So bleibt sie schablonenhaft, oberflächlich. Ich stell sie mir einerseits sehr offen, aber auch sehr naiv vor. Und mit einem Hang zu romantischem 'Keltizismus'. Vielleicht hat sie schon seit Jahren ein Faible für die Bücher von DG, für Jamie und co. und erträumt sich nun alle Schotten als solche 'Wunderkerle'. Da wäre dann schon eher verständlich, dass sie es cool findet, so einen Kerl mal 'auszuprobieren'  :->.
Neben der Tatsache, dass mich das ganze Anja Schulte Dingen nicht stört, weil ja schon von Anfang an klar war dass es ein zweites Opfer geben wird, stört mich ihre Schablonenhaftigkeit auch nicht. Die einzige wichtige Rolle an ihr, ist die des zweiten Opfers. Ja, wahrscheinlcih wäre das Buch spannender und besser geworden, wenn auch sie etwas mehr Persönlichkeit gehabt hätte, aber da in dem Buch irgendwie alles nicht so wirklich Profil hat, stört es mich an ihr halt auch nicht. Ich meine, Kieran ist uns ja auch zu glatt, Catie zu schnell in K. verliebt und der Prof. schwingt den Psycho-Holzhammer. Ein Opfer mit mehr Persönlichkeit hätte ich die ganze Flachheit irgendwie nicht gepasst. Ich will das Buch jetzt nicht verdammen, es liest sich wirklich gut und flutschig, aber es ist für mich zu einfach in der Handlung und zu einfach in den Persönlichkeiten um es wirklich spannend zu machen. Das einzige was mich noch von dem Buch wirklcih überzeugen könnte, wäre ein anderer Mörder als Paddy  :->

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 06. September 2016, 09:45:35
So, und dann noch schnell meine Eindrücke zu Kapitel 7

Boah, dieses Prof. brauch ich echt gar nicht. Ich finde Caties so extrem offenes Verhältnis zu ihm, wie sie mit ihm über ihre Beziehung/ Gefühle zu Kieran redet daneben. Ich finde es ja schon daneben, dass sie eh so schnell so tiefe Gefühle für K. hat, aber dass sie dann auch noch ausgerechnet mit ihrem Professor drüber redet. Das wäre ja so, als ob ich mit meinem Chef über meine niegelnagelneue Liebe reden würde (die es nicht gibt). Boah, und dann der Sex zwischen Kieran und Catie...da war ich echt kurz davor abzubrechen. Ihr wisst, dass ich das grundsätzlich nicht in Romanen brauche. Aber hier war es auch leider noch dazu schlecht gemacht. Caties Verführung war genauso mit dem Holzhammer, wie die Psychotests vom Prof., als er Kieran ausfragt und provoziert.

Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass auch Kierans Linkshändigkeit noch eine Rolle spielen wird. Das dachte ich mir schon, als sie relativ früh im Buch das erste Mal erwähnt wird. Wahrscheinlich erweist sich seine Unschuld daran, dass die Tat nur ein Rechtshänder begangen haben kann und wenn das so sein sollte, dann war's das glaube ich mit dem Buch für mich.  :rollen:

Die hellen Haare, die damals bei Allison gefunden worden und nicht untersucht worden sind, könnten übrigens auch von Paddy sein, es steht ja hier irgendwo in kapitel 7, ich glaube das war in diesem Rückblick zur Feier vor dem mord, dass Paddy hellblonde Haare habe. "Strohkopf'" oder wie er beschimpft wurde.

Nun ja, ich werde das Buch schon beenden, aber es überzeugt mich immer weniger, je weiter ich komme.

wie waren denn die anderen Bücher von der Autorin, Christiane? Hatten die auch solche Schwächen oder sind die besser?

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 06. September 2016, 10:07:56
Moin Kathrin,

also ohne die LR hätt ich dies Buch vermutlich einfach so flutschig weggelesen und als 'nette Zwischendurchlektüre' genommen - dafür finde ich es prima. Aber wenn wir so darüber sprechen werden einem die Schwächen nochmal bewußter, finde ich.

Was mich gleich gestört hat ist, dass auf dem Klappentext viel zu viel verraten wird. Von dem zweiten Opfer hätt man echt nix schreiben dürfen!! So ist schon einiges an Spannung und Überraschung weg.

Nach wie vor find ich den Prof nicht grundsätzlich verkehrt. Nur eben nicht in dieser 'Steno-Version', sondern mit mehr Zeit, langsamerer Entwicklung. So als Holzhammerpsychologe, der in einem Nachmittag eine fertige Analyse hat - das ist schon doof. Aber wie gesagt: mit ihm hat man die Gelegenheit, die Welt eines Exknackis zu beleuchten, die Schwierigkeiten,.... Und dass Catie so ein enges Verhältnis zu ihm hat stört mich auch nicht. Ich weiß nicht wie es heute so an Unis läuft, aber als ich studierte gab es schon Profs, die in so ein Bild reinpassen würden.

Die anderen Bücher: das Problem mit den wenigen Seiten besteht da natürlich auch. Da hat die Autorin nicht sooo viel Zeit, ihre Charaktere auszufeilen und zu entwickeln. Aber ein paar mehr Ecken und Kanten hat Rowan. Ich hab länger gebraucht, um die Story zu durchschauen. Und vor allem steht da ja die Ermittlerin im Mittelpunkt, für die es immerhin dann zwei Bücher gibt, um sie ausführlicher in Szene zu setzen. Also für mich ist 'Talisker Blues' eindeutig schwächer.

LG, Christiane
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 06. September 2016, 14:37:51
Halllo zusammen!

Uups, da fehlte dann wohl doch ein wenig Erklärung  :rotwerd:. Es ging ihm nicht ums Aussehen, wohl nichtmal um den Charakter,... Sondern es ging eher um die Art von Romanfigur, die wie Jamie und eben auch Kieran immer zur rechten Zeit da ist, um die holde Maid zu retten. Der sich nicht provozieren lässt, der stark, zuverlässig,... ist, dazu gut kocht, eine romantische Ader hat  - eben einfach 'zu gut um real zu sein'. Keine Frage der Einzelheiten sondern der 'Schublade perfekter Mann', wenn Du weißt was ich meine. Dass dann gerade Jamie als zweites Beispiel dieser Spezies herhalten musste liegt sicher an der Geographie und daran, dass mein Mann das Forum hier immer mit Jamie und co. assoziiert.   :zwinker:
Ah okay, danke für die Erklärung. Das "zu gut um real zu sein" kann ich bei beiden unterschreiben. Und das stört mich hier, je weiter ich in dem Buch komme, auch ziemlich.
Ja, ich hatte Christines mann auch genau so verstanden.
Ist ja auch immer so bei z.B. Nora Roberts oder Karen Rose Thrillern, dass die Kerle dort einfach "zu gut" sind, so ganz ohne fehl und Tadel


Ich glaube beim nächsten LR Buch verkürzen wir auf 2 Wochen Lesezeit.  :->
Von unserem Tempo her, würde sogar eine Woche reichen, aber glücklicherweise hat der Monat ja 4 Wochen und da jeder anfangen kann, wann es ihm passt und auch jeder so schnell oder langsam liest, wie es geht, ändern wir da nix dran...weiß z.B. nicht, ob Inge überhaupt schon angefangen hat. Auf jeden Fall hat sie noch Urlaub.
Puh, für sie wird es schwierig hier noch einzusteigen, sie muß ganz neue Threads aufmachen sonst spoilern wir durch unserer Beiträge. Aber da sieht man es wird schwer mit diesen offenen LR



so lange werde ich nicht brauchen. Ich finde es eben schade, dass ich gestern einfach keine Lesezeit gefunden habe.Wenn nicht am WE, wann soll eine Berufstätig wie ich sich denn bei einem tollen Buch entspannen, wenn nicht am WE.  :meckern:
Im Zug...wie ich...dann bekommt man auch nicht mit, wieviel Minuten/ Stunden/ Tage Verspätung der Zug gerade mal wieder hat... :gr:
Und da hat man dann mitreisende, Schulklasse, Renter auf Ausflug...  :wuschig:


@Silke zu Deinem Spoiler (ich spoilere dann auch mal)
körperlich eingeschränkt ist Paddy durch sein steifes Bein auch und somit hat er vermutlich sogar noch mehr Probleme mit dem Treppenlaufen als Ian Gunn und nur weil "er" sich Anja Schulte namentlich mit Ian Gunn vorstellt, heißt das noch lange nicht, dass er auch Ian Gunn ist. Ich bin im Zug auch schon blöd angemacht worden und nach meinem Namen gefragt worden und hab einen falschen Namen genannt. Ob das Zitat, was Du genannt hast, jetzt von Ian direkt war oder von dem kursivgedruckten Gedanken stammen, weiß ich grad nicht. Aber trotzdem könnte auch das Paddy gewesen sein, denn Paddy war ja auch mal mit Allison zusammen. Generell könnte die Autorin die kursiv gedruckten Gedanken des Täters bewusst so geschrieben haben, dass wir auf Ian Gunn hereinfallen sollen. Auf ihn weist so viel hin, fast schon zu viel und Paddy ist da deutlich weniger im Rampenlicht, hat aber für meine Begriffe auch genügend Motive, um Kieran zu hassen, der Unfall mit dem steifen Bein, Kierans Affaire mit Allison, die Eifersucht, dass Kieran der leibliche Sohn vom Vater ist ...
Ja, stimmt, das habe ich alles nicht berücksichtig. Ich war falsch,...


Ja, ich glaube in das Land muß ich auch mal fahren und Urlaub machen. Genau wie Island.
Ist auf jeden Fall wunderschön.
Ja das glaube ich auch


so, dann versuche ich mal meine Eindrücke bis Kapitel 6 zu posten.
Es wird leider sehr schnell enthüllt, wer Kiran nachschleicht, im Nachspioniert und seine Rache an ihm plant.
Das finde ich sehr schade, es hätte doch etwas die Spannung erhalten, wenn man den Namen nicht mitbekommen hätte.
Dazu habe ich in dem Spoiler im vorherigen Posting geschrieben. Für mich ist es bislang noch nicht sicher, dass Ian Gunn der Täter ist. Und damit niemand lang suchen muss, hier nochmal das was ich geschrieben hatte.

körperlich eingeschränkt ist Paddy durch sein steifes Bein auch und somit hat er vermutlich sogar noch mehr Probleme mit dem Treppenlaufen als Ian Gunn und nur weil "er" sich Anja Schulte namentlich mit Ian Gunn vorstellt, heißt das noch lange nicht, dass er auch Ian Gunn ist. Ich bin im Zug auch schon blöd angemacht worden und nach meinem Namen gefragt worden und hab einen falschen Namen genannt. Ob das Zitat, was Du genannt hast, jetzt von Ian direkt war oder von dem kursivgedruckten Gedanken stammen, weiß ich grad nicht. Aber trotzdem könnte auch das Paddy gewesen sein, denn Paddy war ja auch mal mit Allison zusammen. Generell könnte die Autorin die kursiv gedruckten Gedanken des Täters bewusst so geschrieben haben, dass wir auf Ian Gunn hereinfallen sollen. Auf ihn weist so viel hin, fast schon zu viel und Paddy ist da deutlich weniger im Rampenlicht, hat aber für meine Begriffe auch genügend Motive, um Kieran zu hassen, der Unfall mit dem steifen Bein, Kierans Affaire mit Allison, die Eifersucht, dass Kieran der leibliche Sohn vom Vater ist ...
Ja, ich gebe zu, ich bin der falschen Fährte etwas zu leichtgläubig gefolgt.  :rotwerd:


nun gut, er plant das nächste Verbrechen, was er Kiran in die Schuhe schieben will und das macht einen großen Teild er Spannung aus, dass man nicht weiß wann es passiert.
Das stört mich irgendwie gar nicht, weil das vom Klappentext her eh schon klar war, dass es ein zweites Opfer geben wird. Vielleicht ist das auch mit der Grund, warum ich von Anfang an nicht recht an Kierans Schuld auch im ersten Mordfall glauben konnte.
Mich störte es auch nicht, sonder machte das Lesen eben spannend.


Was ich auch noch sehr konstruiert fand, ist diese Anja Schulte, diese Touristin.
Sie hat sich verirrt, ist Kiran einmal begegenet und als als denn der Brief mit der Einladung kommt, tappt sie sofort in die Falle.
Als Leser weiß man doch was kommen wird und "nein, geh nicht!" schreien... 
Wie schon gesagt, das fand ich nicht so schlimm, weil eh klar ist, dass es ein zweites Opfer geben wird. Und da bin ich ehrlich gesagt einfach nur froh, dass es dann wohl hoffentlich nicht Catie ist.
Ja, man wußte zwar schon, aber trotzdem wollte ich sie nicht in ihr Verderben rennen lassen


Das Buch liest sich wirklich gut und leichtgängig, wenn ich aber eben auch das Konstruierte Vorhersehbare etwas nervig finde und Kiran soooo glatt ist... Er dürfte ruhig etwas männlicher sein, der die Wahrheit herausfinden will, für sich für seine Gefühle für Catie um sich mit seiner Familie doch noch versöhnen zu können um wieder ohne Schatten der Vergangenheit leben zu müssen.
Dass es so vorhersehbar ist, stört mich auch. Wobei meine Theorie mit  Paddy als Täter ja noch nicht bewiesen ist. Aber wie schon gesagt, es ist mir eigentlich zu eindeutig, dass so viel auf Ian Gunn hindeutet. Im Prinzip deutet ähnlich viel auf Ian Gunn hin wie seinerzeit auf Kieran. Und wenn Kieran es für mich nicht ist, weil zu viele Indizien für ihn sprechen, dann kann  es Ian ja eigentlich auch nicht sein. sondern eher jemand, auf den nicht so viel hindeutet.
Ja genau das ist es, ich bin grad auch auf Paddys Schuld angesprungen, frage mich aber wie er das alles gemacht hat...
Talisker Flasche ist einfach, aber ihn die ganze zeit zu stalken ... müsste doch irgendwie auffallen. Er lebt auf der Insel ist bekannt...



Ich glaube, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan. Einerseits geb ich Dir in dem was Du da schreibst recht. Andererseits denke ich, dass vieles davon mit etwas mehr 'Drumherum' viel passender, weniger konstruiert wirken würde:
Dass Catie sich so schnell auf Kieran einlässt ... Die Beziehung wäre langsamer gewachsen, die Autorin hätte genauer auf die Schwierigkeiten eingehen können, hätte sie nicht so mit dem 'psychologischen Holzhammer' einbringen müssen.
Ja, mehr Seiten hätten dem Buch vermutlich wirklich gut getan. Catie ist mir da mit ihren Gefühlen für Kieran eindeutig viel zu schnell.
OHJA!!!! Das stimmt. Stecke grad in Kapitel 7 und schon sind sie verlobt  :wah:


Ihr Verhältnis zu dem Dozenten, sein Besuch bei ihr ... das fand ich eigentlich sehr gut, da es dem Leser die Probleme des Ex-Knackis sehr deutlich vor Augen führt. Aber auch hier hätten mehr Seiten einen Gewinn bedeutet, da man die Beziehung von Catie zu ihrem Dozenten besser hätte beschreiben können. Dann würde es sicher glaubhafter werden.
Den Professor hab ich echt gar nicth gebraucht. Selbst wenn sich Kieran noch auf die Hypnose einlassen sollte und es helfen sollte, dass er sich auch einmischt.
Ja, vorallem weil ich ihn nicht sonderlich sympatisch fand.


Ebenso dieser Anja Schulte-Handlungsstrang ... auf mehr Seiten hätte man ihre Persönlichkeit auch ein wenig mehr ausarbeiten können. So bleibt sie schablonenhaft, oberflächlich. Ich stell sie mir einerseits sehr offen, aber auch sehr naiv vor. Und mit einem Hang zu romantischem 'Keltizismus'. Vielleicht hat sie schon seit Jahren ein Faible für die Bücher von DG, für Jamie und co. und erträumt sich nun alle Schotten als solche 'Wunderkerle'. Da wäre dann schon eher verständlich, dass sie es cool findet, so einen Kerl mal 'auszuprobieren'  :->.
Neben der Tatsache, dass mich das ganze Anja Schulte Dingen nicht stört, weil ja schon von Anfang an klar war dass es ein zweites Opfer geben wird, stört mich ihre Schablonenhaftigkeit auch nicht. Die einzige wichtige Rolle an ihr, ist die des zweiten Opfers. Ja, wahrscheinlcih wäre das Buch spannender und besser geworden, wenn auch sie etwas mehr Persönlichkeit gehabt hätte, aber da in dem Buch irgendwie alles nicht so wirklich Profil hat, stört es mich an ihr halt auch nicht. Ich meine, Kieran ist uns ja auch zu glatt, Catie zu schnell in K. verliebt und der Prof. schwingt den Psycho-Holzhammer. Ein Opfer mit mehr Persönlichkeit hätte ich die ganze Flachheit irgendwie nicht gepasst. Ich will das Buch jetzt nicht verdammen, es liest sich wirklich gut und flutschig, aber es ist für mich zu einfach in der Handlung und zu einfach in den Persönlichkeiten um es wirklich spannend zu machen. Das einzige was mich noch von dem Buch wirklcih überzeugen könnte, wäre ein anderer Mörder als Paddy  :->
Ich bin mir noch nicht so ganz sicher mit der Meinung über das Buch. Es ist besser als erwartet, aber auch konstruierter als erwartet und irgendwie auch anders als erwartet...  :nixweiss1:



also ohne die LR hätt ich dies Buch vermutlich einfach so flutschig weggelesen und als 'nette Zwischendurchlektüre' genommen - dafür finde ich es prima. Aber wenn wir so darüber sprechen werden einem die Schwächen nochmal bewußter, finde ich.
Christiane hast Du mit Deinem Mann intensiver über das Buch geredet, oder nur über Kiran und war gut/nicht gut?
Mich würde interessieren, wie er es fand.
EBENSO wie ich neugierig bin, was Kathrins Kollegin zu dem Buch zu sagen hat.


Was mich gleich gestört hat ist, dass auf dem Klappentext viel zu viel verraten wird. Von dem zweiten Opfer hätt man echt nix schreiben dürfen!! So ist schon einiges an Spannung und Überraschung weg.
Nun hätte ich nicht gewußt, dass noch eine weitere Tote kommt hätte ich am Anfang noch mehr Kritik geübt. Die ersten 100 Seiten passiert ja so irgendwie garnichts.


Nach wie vor find ich den Prof nicht grundsätzlich verkehrt. Nur eben nicht in dieser 'Steno-Version', sondern mit mehr Zeit, langsamerer Entwicklung. So als Holzhammerpsychologe, der in einem Nachmittag eine fertige Analyse hat - das ist schon doof. Aber wie gesagt: mit ihm hat man die Gelegenheit, die Welt eines Exknackis zu beleuchten, die Schwierigkeiten,.... Und dass Catie so ein enges Verhältnis zu ihm hat stört mich auch nicht. Ich weiß nicht wie es heute so an Unis läuft, aber als ich studierte gab es schon Profs, die in so ein Bild reinpassen würden.
Ja, da sind wir uns glaube ich alle einig.


Die anderen Bücher: das Problem mit den wenigen Seiten besteht da natürlich auch. Da hat die Autorin nicht sooo viel Zeit, ihre Charaktere auszufeilen und zu entwickeln. Aber ein paar mehr Ecken und Kanten hat Rowan. Ich hab länger gebraucht, um die Story zu durchschauen. Und vor allem steht da ja die Ermittlerin im Mittelpunkt, für die es immerhin dann zwei Bücher gibt, um sie ausführlicher in Szene zu setzen. Also für mich ist 'Talisker Blues' eindeutig schwächer.
Ich glaube ich würde das buch als "ganz nett" bezeichnen. Durch die LR hat es aufjedenfall ncoh mehr Attraktivität als wenn ich es vielleicht alleine gelesen hätte
 
Gruß Silke
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 06. September 2016, 14:43:33
Hallo!

so damit des nicht ein Antwort-Kauderwelch wird, hier ein eigener Beitrag

So, und dann noch schnell meine Eindrücke zu Kapitel 7

Boah, dieses Prof. brauch ich echt gar nicht. Ich finde Caties so extrem offenes Verhältnis zu ihm, wie sie mit ihm über ihre Beziehung/ Gefühle zu Kieran redet daneben. Ich finde es ja schon daneben, dass sie eh so schnell so tiefe Gefühle für K. hat, aber dass sie dann auch noch ausgerechnet mit ihrem Professor drüber redet. Das wäre ja so, als ob ich mit meinem Chef über meine niegelnagelneue Liebe reden würde (die es nicht gibt). Boah, und dann der Sex zwischen Kieran und Catie...da war ich echt kurz davor abzubrechen. Ihr wisst, dass ich das grundsätzlich nicht in Romanen brauche. Aber hier war es auch leider noch dazu schlecht gemacht. Caties Verführung war genauso mit dem Holzhammer, wie die Psychotests vom Prof., als er Kieran ausfragt und provoziert.[/qquote]
Ja, das stimmt, für diese starken Psychosen, dem Wissen darüber, dass er vergewaltigt wurde, ging das ja wirklich schnell und Problemlos und war zudem noch sooooo toll  :wah: :meckern:

Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass auch Kierans Linkshändigkeit noch eine Rolle spielen wird. Das dachte ich mir schon, als sie relativ früh im Buch das erste Mal erwähnt wird. Wahrscheinlich erweist sich seine Unschuld daran, dass die Tat nur ein Rechtshänder begangen haben kann und wenn das so sein sollte, dann war's das glaube ich mit dem Buch für mich.  :rollen:
:detektiv: :respekt3: Gut aufgepasst, als ich das wieder gelesen habe, habe ich auch dacht: nanana, das könnte mal wichtig werden.

Die hellen Haare, die damals bei Allison gefunden worden und nicht untersucht worden sind, könnten übrigens auch von Paddy sein, es steht ja hier irgendwo in kapitel 7, ich glaube das war in diesem Rückblick zur Feier vor dem mord, dass Paddy hellblonde Haare habe. "Strohkopf'" oder wie er beschimpft wurde.
Ich stecke zwar auch irgendwo IN Kapitel 7, aber soweit war ich noch nicht.

Nun ja, ich werde das Buch schon beenden, aber es überzeugt mich immer weniger, je weiter ich komme.
Naja, nun sitzen wir alle imselben Boot. Ich habe noch 70 Ebookseiten, die lese ich nun auch noch. Will ja immerhin wissen wer es war...


Gruß Silke
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Annette B. am 06. September 2016, 23:17:34
Hallo Silke,

zu Deinem Spoiler schreib ich mal noch nix.

Und was den Talisker betrifft muss ich zugeben: im allgemeinen halt ich es wie Du und trinke Wein statt Whiskey. Aber wenn mein Mann Whiskey trinkt schnuppere ich supergern daran. Vor allem die torfigen Whiskeys riechen unglaublich gut, finde ich. Aber zum trinken ist mir das zu scharf.
Den Talisker musst ich dann allerdings doch mal probieren - wenigstens 'die Zunge anfeuchten'. Aber ich sag Dir, der brennt alles weg  :wah:. Nichts für Weicheier  :->. Und ich weiß jetzt, warum die Leute ihn in der Geschichte eher in Minimengen trinken und natürlich auch, warum der Talisker den jungen Kieran so dermaßen aus den Schuhen gehauen hat.

Liebe Grüße,
Christiane

Aha, dieses ist eine sehr interessante Information für jemanden wie mich, die auch lieber Weinschorle trinkt. Vielen Dank Christiane. :schmusen:

Also ich habe eure Beiträge jetzt noch nicht gelesen, nur diesen von Christiane.

Ich komme im Moment nicht so zum Lesen, wie ich es gerne möchte, aber ich habe heute 
Kapitel 4 gelesen.

Da muss ich sagen, dass ich es echt blöd fand, dass wir nun den Übeltäter direkt mit Namen und passendem Motiv präsentiert bekommen. Und schlimmer noch, wir begleiten ihn bei den Vorbereitungen zu seiner nächsten Tat.  :meckern:

Irgendwie nimmt mir das den Spaß und die Spannung beim lesen. Auch hat sich bei mir sofort schon der "mögliche Ausgang" der Geschichte für Kieran aufgezeigt.
Womöglich wandert Kieran wieder ins Gefängnis und Ian geht wieder ungeschoren seiner Wege. Das würde mich jetzt nicht wundern.  :rollen:

Nachdem nun der Bruder von Catie sich einmischt und auch dafür sorgt, dass Kieran seine Unterkunft verliert, wird es jetzt sehr schwierig für Kieran.

Ian wird weiter dafür sorgen, dass man Kieran offen anfeindet, egal wohin er geht.

Der Clan Chef der MacDonalds ist auch nicht so klug wie der Clan Chef von Kierans Clan. Klar, es geht um die einzige Tochter der MacDonalds, aber ich finde die Reaktion wirklich etwas übertrieben.
Zumal die Mutter sich auch noch für die Eingliederung der Strafgefangen engagiert. Also das ist tatsächlich eine sehr seltsame "Moral-Auffassung" in der Familie.

Aber wie gesagt, im Moment bin ich etwas verschnupft, so früh wollte ich nun doch nicht den Täter kennenlernen.  :gr:
Mal schauen wie es weiter geht. Aber in den nächsten Tagen werde ich nicht viel Zeit zum Lesen haben, denn diese Woche sind noch unsere Enkelsöhne aus München bei uns. Aber der Monat hat ja grade erst angefangen.  :-)

LG - Annette
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 06. September 2016, 23:43:50
Liebe Annette!

Und was den Talisker betrifft muss ich zugeben: im allgemeinen halt ich es wie Du und trinke Wein statt Whiskey. Aber wenn mein Mann Whiskey trinkt schnuppere ich supergern daran. Vor allem die torfigen Whiskeys riechen unglaublich gut, finde ich. Aber zum trinken ist mir das zu scharf.
Den Talisker musst ich dann allerdings doch mal probieren - wenigstens 'die Zunge anfeuchten'. Aber ich sag Dir, der brennt alles weg  :wah:. Nichts für Weicheier  :->. Und ich weiß jetzt, warum die Leute ihn in der Geschichte eher in Minimengen trinken und natürlich auch, warum der Talisker den jungen Kieran so dermaßen aus den Schuhen gehauen hat.

Aha, dieses ist eine sehr interessante Information für jemanden wie mich, die auch lieber Weinschorle trinkt. Vielen Dank Christiane. :schmusen:

Ich hab im vergangenen Jahr meinem Mann einen Abend mit gutem Essen und Whiskeyprobe geschenkt. Dazu hat ein Fachmann (so richtig in Kilt,...) viele interessante Dinge rund um den Whiskey erzählt. Unter anderem hat er auch erklärt wie man es schafft, das Aroma eines Whiskey besser zu riechen. Oft ist ja der Alkohol so scharf, dass das vieles überdeckt (und mir das schnuppern sogar ein wenig verleidet). Seither mach ich es so: ein bisschen Whiskey in die Hand gießen, verreiben und dann in die hohlen Hände reinschnuppern. Der Alkohol verfliegt durch die Körperwärme sehr schnell und zurück bleiben die reinen Aromen. DAS ist echt klasse!!! Das solltest Du mal versuchen - und wenn es dann so ein torfiger ist (z.B. von Islay) - dann hast Du das Gefühl, das Torffeuer brennt daheim in Deinem Kamin *träum*...


Ich komme im Moment nicht so zum Lesen, wie ich es gerne möchte, aber ich habe heute 
Kapitel 4 gelesen.

Da muss ich sagen, dass ich es echt blöd fand, dass wir nun den Übeltäter direkt mit Namen und passendem Motiv präsentiert bekommen. Und schlimmer noch, wir begleiten ihn bei den Vorbereitungen zu seiner nächsten Tat.  :meckern:
Aber Du wirst doch durchhalten, oder?!

Nachdem nun der Bruder von Catie sich einmischt und auch dafür sorgt, dass Kieran seine Unterkunft verliert, wird es jetzt sehr schwierig für Kieran.
Boah, da war ich so sauer - so ein Depp!! Da konnte ich Catie gut verstehen, dass sie diesen Bruder total blöd findet. Den hätt ich an ihrer Stelle auch 'zusammengefaltet'.  :meckern:   :->

Der Clan Chef der MacDonalds ist auch nicht so klug wie der Clan Chef von Kierans Clan. Klar, es geht um die einzige Tochter der MacDonalds, aber ich finde die Reaktion wirklich etwas übertrieben.
Zumal die Mutter sich auch noch für die Eingliederung der Strafgefangen engagiert. Also das ist tatsächlich eine sehr seltsame "Moral-Auffassung" in der Familie.
Also dass er sich um seine tochter sorgt kann ich ja schon irgendwie verstehen. Aber gerade mit diesem Engagement für Strafgefangene paßt das natürlich kein Stück zusammen und er sollte in der Lage sein souveräner zu reagieren und Kieran zumindest eine Chance zu geben. Kein Wunder, dass Catie ausflippt.

Liebe Grüße,
Christiane
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 07. September 2016, 08:06:01
Hallo zusammen!

Ich komme im Moment nicht so zum Lesen, wie ich es gerne möchte, aber ich habe heute 
Kapitel 4 gelesen.

Da muss ich sagen, dass ich es echt blöd fand, dass wir nun den Übeltäter direkt mit Namen und passendem Motiv präsentiert bekommen. Und schlimmer noch, wir begleiten ihn bei den Vorbereitungen zu seiner nächsten Tat.  :meckern:
Tja, wie Christiane mich unten schon fragte: Bist Du sicher, dass es der richtige Täter ist? Wie bist Du darauf gekommen?  :->


Irgendwie nimmt mir das den Spaß und die Spannung beim lesen. Auch hat sich bei mir sofort schon der "mögliche Ausgang" der Geschichte für Kieran aufgezeigt.
Womöglich wandert Kieran wieder ins Gefängnis und Ian geht wieder ungeschoren seiner Wege. Das würde mich jetzt nicht wundern.  :rollen:
Der Schein trügt, es wird schon nochmal spannend - fand ich jedenfalls



Nachdem nun der Bruder von Catie sich einmischt und auch dafür sorgt, dass Kieran seine Unterkunft verliert, wird es jetzt sehr schwierig für Kieran.
Er weiß sich zu helfen. Okay ihm ist auch ziemlich das Glück hold...



Ian wird weiter dafür sorgen, dass man Kieran offen anfeindet, egal wohin er geht.
Ja, die beiden werden keine Freunde, das stimmt


Der Clan Chef der MacDonalds ist auch nicht so klug wie der Clan Chef von Kierans Clan. Klar, es geht um die einzige Tochter der MacDonalds, aber ich finde die Reaktion wirklich etwas übertrieben.
Zumal die Mutter sich auch noch für die Eingliederung der Strafgefangen engagiert. Also das ist tatsächlich eine sehr seltsame "Moral-Auffassung" in der Familie.
ja, das fand ich auch eine ziemliche Farce. 


Aber wie gesagt, im Moment bin ich etwas verschnupft, so früh wollte ich nun doch nicht den Täter kennenlernen.  :gr:
Mal schauen wie es weiter geht. Aber in den nächsten Tagen werde ich nicht viel Zeit zum Lesen haben, denn diese Woche sind noch unsere Enkelsöhne aus München bei uns. Aber der Monat hat ja grade erst angefangen.  :-)
lass Dir Zeit, es fehlt ja noch ein LR Mitglied, was im Urlaub verweilt, aber vielleicht hat sie das Buch zwischenzeitlich schon gelesen



Gruß Silke
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 07. September 2016, 13:52:34
Hallo zusammen,

ich versuch mal in mehreren Threads zu antworten, zumindest mal will ich auf Annettes Posting und dann auch auf Kapitel 7 (wie bereits versucht) separat eingehen...wboei ich gerade gesehen habe, dass mir da gar nix mehr zu einfällt...
Wenn ich mein Geschreibsel im Nachgang richtig überflogen hab, dürfte dieses Posting bis einschließlich Kapitel 6 gehen.

also ohne die LR hätt ich dies Buch vermutlich einfach so flutschig weggelesen und als 'nette Zwischendurchlektüre' genommen - dafür finde ich es prima. Aber wenn wir so darüber sprechen werden einem die Schwächen nochmal bewußter, finde ich.
Ja, da hast Du recht. Ich glaube auch, ohne LR hätte ich das Buch einfach mal so weggelesen, hätte mir zwar schon so meine Gedanken gemacht, aber wenn man drüber redet, fallen Dir vielleicht Dinge auf, die mir gar nicht so bewusst aufgefallen wären. Z.B. dass Kieran so perfekt ist...das hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Andere hat dann vielleicht der Sex zwischen K und C  nicht so gestört wie mich. Das hab ich bei LR oft, dass man sich da in seiner Begeisterung oder aber eben in seinen Kritikpunkten ein wenig in "Rage" redet. Ich war z.B. gerade so was von begeistert von meinem Somnia-Re-Read mit Inge, dass mir die Schwächen, die ich beim ersten Mal gesehen hatte, gar nicth mehr gestört haben. Genauso kann ich mich aber auch die LR zur doofen Rose von England erinnnern (Annette war dabei), da haben wir uns im Kollektiv über das Buch aufgeregt. Wer weiß ob ich das Buch so schlecht beurteilt hätte, wenn ich es für mich gelesen hätte. Will damit nicht sagen, dass sich durch eine LR die Meinung zu einem Buch bei mir grundlegend ändert - ein für mich schlechtes Buch wir mit und ohne LR schlecht sein - aber es könnte schon in der "Benotung" zu Nuance-Unterschieden kommen, dass ich bein Buch z.B. mit LR mit einer 4- und ohne LR mit einer 4+ bewertet hätte. Ich bin nun mal ein Zwilling, sehr emotional, himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt :->

Was mich gleich gestört hat ist, dass auf dem Klappentext viel zu viel verraten wird. Von dem zweiten Opfer hätt man echt nix schreiben dürfen!! So ist schon einiges an Spannung und Überraschung weg.
Ja, das finde ich auch schade. Ich glaube aber, dass da die Autoren nicht immer so arg viel Mitspracherecht haben. Mitunter mag das aber auch TAktik sein, dass man im Klappentext schon ein wenig spoilert.

Nach wie vor find ich den Prof nicht grundsätzlich verkehrt. Nur eben nicht in dieser 'Steno-Version', sondern mit mehr Zeit, langsamerer Entwicklung. So als Holzhammerpsychologe, der in einem Nachmittag eine fertige Analyse hat - das ist schon doof. Aber wie gesagt: mit ihm hat man die Gelegenheit, die Welt eines Exknackis zu beleuchten, die Schwierigkeiten,....
Da finde ich, das man das bei Kieran selbst eigentlich schon gut sieht. Er verliert durch seine Vergangenheit schnell den Job und das gemietete Zimmer, man spürt wie er die Natur und Freiheit genießt, dass er Panik vor geschlossenen Räumen hat...da brauche ich eigentlich keinen Psychologen zu. Das hat die Autorin in meinen Augen, trotz aller Perfektion von Kieran, an ihm gut geschildert.

Die anderen Bücher: das Problem mit den wenigen Seiten besteht da natürlich auch. Da hat die Autorin nicht sooo viel Zeit, ihre Charaktere auszufeilen und zu entwickeln. Aber ein paar mehr Ecken und Kanten hat Rowan. Ich hab länger gebraucht, um die Story zu durchschauen. Und vor allem steht da ja die Ermittlerin im Mittelpunkt, für die es immerhin dann zwei Bücher gibt, um sie ausführlicher in Szene zu setzen. Also für mich ist 'Talisker Blues' eindeutig schwächer.
Hmmm, bin trotzdem sehr skeptisch, ob ich noch mal ein Buch von ihr lesen werde. Denke da gibt es andere Krimis, die mir besser gefallen könnten. Bin da jetzt wohl ein gebranntes Kind :gr:

Puh, für sie wird es schwierig hier noch einzusteigen, sie muß ganz neue Threads aufmachen sonst spoilern wir durch unserer Beiträge. Aber da sieht man es wird schwer mit diesen offenen LR
Ich versuche es jetzt zumindest mal mit unterschiedlichen Threads.

Und da hat man dann mitreisende, Schulklasse, Renter auf Ausflug...  :wuschig:
Da hab ich ein bewährtes Mittel gegen...Musik auf's Ohr und lesen. Bei mir klappt das wunderbar. Ich kann mich nicht konzentrieren, wenn ich Leute schwätzen höre, aber bei "Krach/ Geräuschen", die ich mag und mir selbst ausgesucht hab, funktioniert das wunderbar. Weiß aber, dass das viele nicht können. Konnte ich schon immer, lesen während ich Musik höre.

Christiane hast Du mit Deinem Mann intensiver über das Buch geredet, oder nur über Kiran und war gut/nicht gut?
Mich würde interessieren, wie er es fand.
EBENSO wie ich neugierig bin, was Kathrins Kollegin zu dem Buch zu sagen hat.
Ich habe heute morgen mit meier Kollegin gesprochen, schreibe ich in einem Extrathread was zu...

Nun hätte ich nicht gewußt, dass noch eine weitere Tote kommt hätte ich am Anfang noch mehr Kritik geübt. Die ersten 100 Seiten passiert ja so irgendwie garnichts.
Ich fand die ersten 100 Seiten noch ziemlich gut, für mich wurde es erst später von Seite zu Seite schlechter, weil einfach extrem vorhersehbar. Am Anfang dachte ich immer noch, dass es sich auch in eine andere Richtung entwickeln kann.

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 07. September 2016, 13:57:35
bis Kapitel 7 einschließlich in Ergänzung zum einem und Silkes Posting

Ja, das stimmt, für diese starken Psychosen, dem Wissen darüber, dass er vergewaltigt wurde, ging das ja wirklich schnell und Problemlos und war zudem noch sooooo toll  :wah: :meckern:
Ah, doch noch was, was mir einfällt zu Kapitel 7. Gut dass Du es erwähnst...Wieder einmal eine Vergewaltigung. Immerhin, wir müssen sie nicht live miterleben, aber das hätte es in meinen Augen trotzdem nicht gebraucht. Da hab ich irgendwie nur drauf gewartet. Nennt mir ein Buch, in dem es keine Vergewaltigung gibt...egal ob sie nur thematisiert wird oder ob man sie "live" miterlebt. Jedes Buch, in dem dies nicht thematisiert wird, bekommt allein aus diesem Grund schon eine Note besser in der Bewertung. Das nervt mich echt extrem. Vielleicht lese ich deshalb so gerne Fantasy, in historischen Romanen kommt man da ja leider kaum mehr drum herum.

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 07. September 2016, 14:50:58
bis Kapitel 4 (Annettes Posting und Antworten)

Ich komme im Moment nicht so zum Lesen, wie ich es gerne möchte, aber ich habe heute 
Kapitel 4 gelesen.
Nur kein Stress, Annette. Auch wenn wir hier teilweise schon das Buch beendet haben, bleiben wir mit Dir am Ball und diskutieren noch mit Dir mit, soweit uns das möglich ist.

Da muss ich sagen, dass ich es echt blöd fand, dass wir nun den Übeltäter direkt mit Namen und passendem Motiv präsentiert bekommen. Und schlimmer noch, wir begleiten ihn bei den Vorbereitungen zu seiner nächsten Tat.  :meckern:
Jetzt ganz unabhängig davon wen man verdächtigt oder glaubt als Täter identifiziert zu haben (ich hatte zu diesem Zeitpunkt einen anderen Verdacht, trotz der Offensichtlichkeit, dass es Ian Gunn war)...mich hat das zwar auch gestört, aber irgendwie dann doch nicht so sehr. Letztlich hatte ich immer noch im Hinterkopf, dass ich mich mit meiner Kombinationsgabe auch täuschen und mich die Autorin am Ende noch überraschen könnte. Insofern hatte ich zwar meinen Verdacht, habe aber die Augen immer noch offen gelassen für andere Möglichkeiten.

Nachdem nun der Bruder von Catie sich einmischt und auch dafür sorgt, dass Kieran seine Unterkunft verliert, wird es jetzt sehr schwierig für Kieran.
Wobei ich es schon so schwierig genug für ihn finde. Mich hat es schon gewundert, dass er so schnell den Job bekommen hat und auch später (ich setz das jetzt im Klammern, weil ich nicht weiß wo es steht)
hat dieser LAgermitarbeiter, dem Kieran erzählt, warum er im Knast war, bei der Wahrheit so gar nicht mit der Wimper gezuckt.
. Da sind mir Reaktionen, wie die von dem alten Mr. Drew oder auch von Caties Eltern und ihrem Bruder doch lieber, weil irgendwie verständlicher.

Der Clan Chef der MacDonalds ist auch nicht so klug wie der Clan Chef von Kierans Clan. Klar, es geht um die einzige Tochter der MacDonalds, aber ich finde die Reaktion wirklich etwas übertrieben.
Zumal die Mutter sich auch noch für die Eingliederung der Strafgefangen engagiert. Also das ist tatsächlich eine sehr seltsame "Moral-Auffassung" in der Familie.
Die Reaktion von Caties Vater finde ich an sich nicht übertrieben, ich finde sie nur scheinheilig im Bezug auf das Engagement der Mutter, die sich ja, wie Du schreibst, für die Wiedereingliederung von ehemaligen Straftätern engagiert. Ich hatte es schon vorher irgendwo geschrieben, dass ich wohl auch eher dazu neigen würde, einen ehemaligen Häftlich, der neu bei mir in der Nachbarschaft wohnen würde, mit Argusaugen zu beobachten und ihm nicht so leicht vertrauen würde, wie Catie es tut.

Mal schauen wie es weiter geht. Aber in den nächsten Tagen werde ich nicht viel Zeit zum Lesen haben, denn diese Woche sind noch unsere Enkelsöhne aus München bei uns. Aber der Monat hat ja grade erst angefangen.  :-)
Eben, der monat ist noch lang. Genieß die Zeit mitden Enkeln  :knuddel:

LG
Kathrin

PS. den Antworten von Christiane und Silke hab ich jetzt doch nix mehr hinzuzufügen, was nicht schon gesagt worden wäre.
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: SilkeS. am 08. September 2016, 14:19:41
Hallo zusammen!

Ich bin inzwischen fertig, komme aber nicht so zum Schreiben. So zwei Tage vor dem Urlaub will ich hier noch klar Schiff machen.

Ich hoffe ich komme am WE zum schreiben.

Gruß Silke
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 08. September 2016, 16:51:05
Ich bin auch durch. Melde mich hoffentlich morgen...kann aber sein, dass ich es nicht schaffe.

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Annette B. am 09. September 2016, 23:53:33
Hallo zusammen

Gestern war der Opa den ganzen Nachmittag mit den Zwergen schwimmen und ich hatte genug Zeit das Buch zu beenden.  :lesen:

Kapitel 5 bis zum Ende

Zunächst einmal muss dem Mann von Christiane recht geben und auch einigen anderen in dieser LR.
Kieran wird hier wirklich zu dem "Super Helden" gemacht, den wir schon aus vielen anderen Büchern kennen. Einen Supermann der nie die Beherrschung verliert und natürlich auch nicht an enttäuschenden Situationen verzweifelt. Dabei ist er auch noch so ein super schönes Mannsbild mit hervorragenden Manieren! :rollen:

Kurz um, ein Mensch ohne jeden Fehler - nur ein winzig kleiner Makel - der Gefängnisaufenthalt - verhindert, dass er keinen Heiligenschein auf dem Haupt trägt.

Je weiter ich ins Buch eingetaucht bin, um so mehr hat es mich gestört, dass Kieran zu jeder passenden Gelegenheit wieder zum Super Mann gekürt wurde. Ein Typ der so gar keine Fehler hat ist mir dann doch suspekt.

Zitat von: Kathrin
Jetzt ganz unabhängig davon wen man verdächtigt oder glaubt als Täter identifiziert zu haben (ich hatte zu diesem Zeitpunkt einen anderen Verdacht, trotz der Offensichtlichkeit, dass es Ian Gunn war)...mich hat das zwar auch gestört, aber irgendwie dann doch nicht so sehr. Letztlich hatte ich immer noch im Hinterkopf, dass ich mich mit meiner Kombinationsgabe auch täuschen und mich die Autorin am Ende noch überraschen könnte. Insofern hatte ich zwar meinen Verdacht, habe aber die Augen immer noch offen gelassen für andere Möglichkeiten.

Also eine Überraschung am Ende hatte ich mir auch gewünscht, aber nachdem im Kapitel 7 auf einmal Paddys Strohkopf erwähnt wurde, bin ich ins Grübeln gekommen.
Es gab also Ian Gunn, der auch nach 20 Jahren noch einen gewaltigen Groll gegen Kieran hegte. Andersherum haben wir ja auch im Kapitel 7 (glaube ich) erfahren, dass Ian grade Vater geworden war und verheiratet ist. Gibt ein Mann dieses Glück einfach so auf wegen einer Freundin, die seit über 20 Jahren tot ist? Kann er auch einfach, ohne einen Bezug zum Opfer zu haben noch einmal so ausrasten, wie mit 18 oder 19 Jahren, als er sich von Kieran und Allis betrogen fühlte?
Ich denke nicht.
Besonders als ich gelesen habe, dass er in der Whisky Brennerei als "Stunk-Bruder" bekannt war, der immer versuchte gegen irgendwem zu hetzten, war mir klar: Das ist eine falsche Fährte. In Ermanglung weiterer Verdächtiger, blieb eigentlich nur noch einer über.
Nur mit dem Motiv - da habe ich etwas verschlafen oder überlesen.
Oder anders gesagt, die Autorin hat dafür gesorgt, dass der Leser nicht zu viel über die einzelnen Personen erfährt.

Ihr habt es schon erwähnt, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan.
Den ehemaligen Professor von Catie hätte ich auch nicht gebraucht.
Dafür das er forensische Psychiatrie lehrte, hat er einfach zu plump seine Tests an Kieran durchgeführt. Ja und die Beurteilung die er dann von sich gab, ich glaube das hatte jeder Leser auch ohne seine Beurteilung schon auf dem Schirm. Kieran ist unschuldig, denn der nächste Mord war schon in Planung.

Ganz ehrlich, es hat mich auch ein wenig gestört wie leicht es für Kieran war einen Job zu bekommen und als er den verloren hatte, bekam er gleich einen noch besseren Job und als er kein Dach mehr überm Kopf hatte, bekam er auch da direkt wieder etwas neues u.s.w.
Selbst jemand der nicht im Gefängnis war, hat mehr Schwierigkeiten einen Job zu bekommen und eine Unterkunft.
Aber gut, die Handlung spielt auf einer schottischen Insel und kann es ja sein, dass alles etwas anders abläuft.  :kopfkratz:

Aber so richtig übel fand ich dann am Ende noch, dass McGill sich noch so lang und breit entschuldigt hat und Kieran auch ihm mal eben alles nachsehen kann. Klar waren vor 20 Jahren die Ermittlungsmethoden noch nicht so ausgereift, aber klar war auch, dass McGill vor 20 Jahren Kieran Vorverurteilt hat, weil ja schon einiges gegen ihn vor lag und die Indizien ausreichten!!!

Wo ist das Silbertuch, wir müssen den Heiligenschein von Kieran weiter polieren...  :gr:

Was man der Autorin wirklich bescheinigen kann, ist, dass sie einen sehr schönen Schreibstil hat. Die Erzählweise und die Handlung waren mir stellenweise etwas zu zäh. Tja und ein paar unerwartete Wendungen hätten der Handlung gut getan.

Und mal ganz ehrlich, als Catie zu Kieran sagte, dass er bei dem nächsten Dinner bei ihrem Vater direkt um ihre Hand anhalten kann....
Also das war dann wirklich, nach drei oder vier Wochen die sie sich kannten, fast wie in einem Groschenroman. :rollen:

Die Idee war gut, der Schreibstil war Klasse, aber die Handlung war nicht so gut ausgearbeitet. Da hätte man echt mehr draus machen können.
Es fehlte ein gewisser Pfiff.
Die falsche Fährte war zu plump ausgelegt und nur eine weitere heiße Spur, war für einen Krimileser wie mich, etwas zu wenig.
Onkel Angus oder irgendein MacLeod habe ich gar nicht erst in Erwägung gezogen. Dafür wurde viel zu wenig zu den Personen und Familien gesagt in dem Buch.

Wenn ich für diesen Krimi eine Rezi schreiben müsste, dann würde ich ihn als leichten Unterhaltungskrimi beurteilen, in dem die Charakter nicht besonders viel tiefe haben. Für mich sind alle Personen zu glatt gewesen, stellenweise auch schwarz/weiß gezeichnet, aber leider ohne Macken.
Auch die Auflösung war am Ende recht schnell und problemlos über die Bühne gegangen und die einzig wirklich tragische Figur in diesem Buch, war für mich Kierans und Paddys Mutter. Was hat die Frau nur getan, dass sie so vom Schicksal gequält wird?
Was diese Frau durchmachen muss, dass kann ich nur ahnen, aber es muss sie sehr schmerzen und quälen.  :heul:

Soweit meine Eindrücke. Es war ein kurzer Roman, der auch leicht zu lesen war.
Die ausführlichen Erklärungen zu der gälischen Sprache habe ich überschlagen, aber die Erklärungen zu den verschiedenen Talisker Qualitäten und besonders zu dem Alkoholgehalt.... Mein lieber Herr Gesangsverein, da darf man wirklich nur ein "Pröbchen" trinken sonst hat man am Ende noch eine Alkoholvergiftung.
Das ist schon ein sehr edles Tröpfchen dieser Whisky.  :flirt:

LG - Annette

 
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 12. September 2016, 13:48:13
Hallo zusammen,

Kapitel 5 bis zum Ende

Je weiter ich ins Buch eingetaucht bin, um so mehr hat es mich gestört, dass Kieran zu jeder passenden Gelegenheit wieder zum Super Mann gekürt wurde. Ein Typ der so gar keine Fehler hat ist mir dann doch suspekt.
So extrem fand ich das jetzt gar nicht. Ich hab es zum Beispiel gar nicht verstanden, was sich Kieran davon versprochen hat, zu seinen Eltern zu fahren um nochmal mit ihnen zu reden. Da war gerade der Artikel draußen, dass er wieder des Mordes verdächtigt wird und er fährt hin um sie von seiner Unschuld zu überzeugen. Und was ich noch viel schlimmer finde, er lässt Catie allein, dabei hat er doch Angst um sie. Es war doch so klar, dass  in seiner Abwesenheit was passieren wird.

Also eine Überraschung am Ende hatte ich mir auch gewünscht, aber nachdem im Kapitel 7 auf einmal Paddys Strohkopf erwähnt wurde, bin ich ins Grübeln gekommen.
Naja, aber Kapitel 7 war ja dann doch eher am Ende vom Buch und nicht mehr wirklich mittendrin...

Es gab also Ian Gunn, der auch nach 20 Jahren noch einen gewaltigen Groll gegen Kieran hegte. Andersherum haben wir ja auch im Kapitel 7 (glaube ich) erfahren, dass Ian grade Vater geworden war und verheiratet ist. Gibt ein Mann dieses Glück einfach so auf wegen einer Freundin, die seit über 20 Jahren tot ist? Kann er auch einfach, ohne einen Bezug zum Opfer zu haben noch einmal so ausrasten, wie mit 18 oder 19 Jahren, als er sich von Kieran und Allis betrogen fühlte?
Ich denke nicht.
Dass er das ggf. wegen seines jungen Familienglücks nicht gemacht haben könnte, daran habe ich keinen Gedanken verschwendet. Für mich war einfach zu viel Aufmerksamkeit auf Ian Gunn gelegt, dass er es für mich allein aus diesem Grund nicht war.

Aber so richtig übel fand ich dann am Ende noch, dass McGill sich noch so lang und breit entschuldigt hat und Kieran auch ihm mal eben alles nachsehen kann. Klar waren vor 20 Jahren die Ermittlungsmethoden noch nicht so ausgereift, aber klar war auch, dass McGill vor 20 Jahren Kieran Vorverurteilt hat, weil ja schon einiges gegen ihn vor lag und die Indizien ausreichten!!!
Mich hat dieser McGill auch überhaupt nicht überzeugt. Er war eindeutig zu schwarz-weiß gezeichnet. Der böse Bulle, der Kieran von vorneweg als Mörder sieht und keine andere Möglichkeit gelten lässt. Das fand ich irgendwie falsch. Dass man damals noch nicht mit den DNA-Analysen soweit war, das mag ich ja noch akzeptieren, aber dass man übersehen hat, dass Kieran als Linkshänder den Mord nicht begangen haben kann, das fand ich echt schlecht. Das hat sich die Autorin zwar irgendwie hingebogen und erklärt, aber dass das so gar niemandem aufgefallen ist, finde ich irgendwie unglaubwürdig. Ich meine dem McGill ist es doch beim Mord an Allison schon aufgefallen, dass Kieran Linkshänder ist. Linkshänder gibt es nicht wie Sand am Meer, da hätte es irgendjemand, spätestens Kierans Anwalt überprüfen müssen, ob den Mord ein Linkshänder hätte begehen können oder nicht. Das war so schwach.

Und mal ganz ehrlich, als Catie zu Kieran sagte, dass er bei dem nächsten Dinner bei ihrem Vater direkt um ihre Hand anhalten kann....
Also das war dann wirklich, nach drei oder vier Wochen die sie sich kannten, fast wie in einem Groschenroman. :rollen:
Ja, mit Catie war ich auch nicht wirklich einverstanden. Es freut mich zwar ungemein für Kieran, dass wenigstens sie zu ihm hält, aber ich finde auch das unrealistisch. Sie kennt ihn doch gar nicht. Dann hätte ich es eher verstanden, wenn es einen besten Freund gegeben hätte, der von Kierans Unschuld überzeugt ist oder ihm nach verbüßter Haftstrafe wieder in die Arme geschlossen hätte. Aber nein, eine wildfremde Frau ist absolut unvoreingenommen und verliebt sich knall auf Fall in einen verurteilten Mörder.

Die Idee war gut, der Schreibstil war Klasse, aber die Handlung war nicht so gut ausgearbeitet. Da hätte man echt mehr draus machen können.
Es fehlte ein gewisser Pfiff.
Die falsche Fährte war zu plump ausgelegt und nur eine weitere heiße Spur, war für einen Krimileser wie mich, etwas zu wenig.
Kurz und knapp zusammengefasst. Passt für mich!

... und die einzig wirklich tragische Figur in diesem Buch, war für mich Kierans und Paddys Mutter. Was hat die Frau nur getan, dass sie so vom Schicksal gequält wird?
Was diese Frau durchmachen muss, dass kann ich nur ahnen, aber es muss sie sehr schmerzen und quälen.  :heul:
Vom Grundsatz her hast Du da recht, aber die Mutter wie auch der Vater sind für mich so was von Randfiguren, dass ich irgendwie kaum mit ihr mitfühlen konnte. Der Verstand ja, der hat auch mit ihr Mitleid, aber das Herz war nicht dabei. Sie hat mich nicht bewegt, weil sie einfach eine viel zu kleine Rolle gespielt hat.

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Inge78 am 12. September 2016, 14:07:10
ANFANG BIS ENDE!

Also ich habe das Buch gestern beendet und schaue jetzt hier in die LR rein und falle fast vom Stuhl ... da muss ich ja fast genauso viel dran lesen wie am Buch  :wieher:

Das Buch war ... OK
Kein großer Knaller und sogar ich war recht schnell auf Paddys Fährte und ich falle normalerweise schnell auf Krimi Autoren und ihre falschen Fährten rein

Das Setting hat mir gut gefallen und ich mochte Kieran und auch Catie
Ja, OK, beide waren schon sehr perfekt und sehr füreinander gemacht, aber ach, das war gar nicht so schlecht
Irgendwie gönne ich es Kieran , warum sollte er jetzt noch lange und kompliziert eineFrau suchen müssen, so ist es doch viel besser
Und dann noch direkt die Tochter vom Clan Chef, wie praktisch ;-)

Jetzt muss ich nur noch mal einen Talisker probieren


Auf jeden Fall lies sich das Buch rutschig lesen und ich für meinen Teil war sehr zufrieden den Fall durschaut zu haben  :detektiv:

Und ich muss auch sagen, es wäre in diesem Fall wirklich besser gewesen wenn wir Abschnitte gemacht hätte, so ist es wirklich recht chaotisch


Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 12. September 2016, 14:17:06
Hallo Inge!

ANFANG BIS ENDE!

Also ich habe das Buch gestern beendet und schaue jetzt hier in die LR rein und falle fast vom Stuhl ... da muss ich ja fast genauso viel dran lesen wie am Buch  :wieher:
Na, kennst uns doch - wenn schon LR, denn gibt's auch viel Text  :-). Wobei ich festgestellt hab, dass ich das Buch wahrscheinlich eher ohne die LR genossen hätte. Es ist 'ein netter Zwischendurchschmöker' und als solcher schnell und angenehm zu lesen. Aber in einer LR macht man sich (mach ich mir) dann doch mehr Gedanken und da kommen einem die Schwächen eher ins Bewußtsein. Und das find ich für mich ein bisschen schade.
Trotzdem: die LR als solches macht mit den Leuten hier einfach für sich genommen ganz viel Spaß. Also  :egal1:

Jetzt muss ich nur noch mal einen Talisker probieren
Mein Mann fand die Bücher von Mara Laue auch eine prima 'Ausrede' um seine Whiskeygalerie zu erweitern. Nun stehen hier Talisker, Singleton und Dalmore auf dem Regal ... und sind natürlich auch schon verkostet  :->. (Und GöGa hofft auf weitere kriminelle Ideen von der Autorin  :wieher:)

Auf jeden Fall lies sich das Buch rutschig lesen und ich für meinen Teil war sehr zufrieden den Fall durschaut zu haben  :detektiv:
Na, das ist doch prima!

Liebe Grüße,
Christiane
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Inge78 am 12. September 2016, 14:22:43
Zitat
Na, kennst uns doch - wenn schon LR, denn gibt's auch viel Text  :-). Wobei ich festgestellt hab, dass ich das Buch wahrscheinlich eher ohne die LR genossen hätte. Es ist 'ein netter Zwischendurchschmöker' und als solcher schnell und angenehm zu lesen. Aber in einer LR macht man sich (mach ich mir) dann doch mehr Gedanken und da kommen einem die Schwächen eher ins Bewußtsein. Und das find ich für mich ein bisschen schade

Ja, ich weiß was Du meinst ... so hätte man es gelesen und gedacht "joa, gut" und fertig
Aber so haben wir wenigstens Redebedarf gehabt ;-) (nicht dass wir einen Grund zum quatschen brauchen  :wieher: )

Zitat
Mein Mann fand die Bücher von Mara Laue auch eine prima 'Ausrede' um seine Whiskeygalerie zu erweitern. Nun stehen hier Talisker, Singleton und Dalmore auf dem Regal ... und sind natürlich auch schon verkostet  :->. (Und GöGa hofft auf weitere kriminelle Ideen von der Autorin  :wieher:)

 :->
Ich bin ja nicht so der Whiskey Trinker ... aber vielleicht habe ich einfach noch nicht den richtigen Whiskey gefunden
Hier bei uns "um die Ecke" gibt es eine Whiskeykneipe, die haben ca 80 Sorten und bieten auch Verkostungen an ... ich glaube so einen Abend mache ich mal mit

Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 12. September 2016, 14:29:42
Ich bin ja nicht so der Whiskey Trinker ... aber vielleicht habe ich einfach noch nicht den richtigen Whiskey gefunden
Hier bei uns "um die Ecke" gibt es eine Whiskeykneipe, die haben ca 80 Sorten und bieten auch Verkostungen an ... ich glaube so einen Abend mache ich mal mit

Ich bin auch kein Whiskey-Trinker. Ich bin begeisterter Whiskey-Schnüffler  :-). Bei einer Whiskeyverkostung, die ich mal meinem Mann geschenkt hab, hab ich gelernt, dass es etliche Whiskeys gibt, die total gut riechen. Vor allem, wenn man den Alkohol zum verdunsten bringt und dann nur die Aromen übrigbleiben (dann ist die Schärfe zum großen Teil weg). Hach, das duftet!!!!!
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Inge78 am 12. September 2016, 14:44:47
Oh, schnüffeln könnte ich mir auch gut vorstellen

Ich rieche zB total gerne Kaffee, ich trinke ihn nur nicht
Und an Whiskey habe ich auch schon geschnüffelt, aber bis jetzt waren mir alle zu rauchig, das mochte ich nicht so
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 12. September 2016, 15:23:55
Also ich liebe die torfigen/rauchigen Sorten ganz besonders  :-). Da hab ich so ein Gefühl von 'kuschlig am Kamin oder Lagerfeuer sitzen' .

Bei der Verkostung hat der Fachmann uns erklärt, das man ein winziges Schlückchen Whiskey in die hohle Hand gießen und dann mit der anderen Hand verreiben soll. Durch die Wärme verfliegt der Alkohol. Wenn Du dann die Nase in die Höhle zwischen den Händen steckst und schnupperst bekommst Du das reine Aroma .... hhhhhmmmmmmmm!
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Inge78 am 12. September 2016, 15:45:40
Oh je, wenn ich jetzt anfangen bei Freunden den guten Whiskey zu verschütten kriege ich glaube ich Ärger
Ich habe sogar schon mal nach Eis gefragt, da wäre ich fast raus geflogen
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 12. September 2016, 16:09:38
Also ich habe das Buch gestern beendet und schaue jetzt hier in die LR rein und falle fast vom Stuhl ... da muss ich ja fast genauso viel dran lesen wie am Buch  :wieher:
Das kommt davon, wenn man Urlaub macht und nicht ins Netz geht  :->

Irgendwie gönne ich es Kieran , warum sollte er jetzt noch lange und kompliziert eineFrau suchen müssen, so ist es doch viel besser
Ja, gönnen tu ich es ihm auch, keine Frage. Aber unrealistisch fand ich es halt doch irgendwie.

Jetzt muss ich nur noch mal einen Talisker probieren
Ich sollte vielleicht mal meinen Schwager fragen, ob der einen hat. Die Frage ist aber auch, ob er mir davon abgeben würde... :-)

Ich bin aber auch nicht so der Whiskeytrinker. In Schottland schmeckt das super, aber hier...da muss es schon böse kalt draußen sein, dass der von innen her wärmt. Ich hab in Schottland zwei Sorten bewusst probiert...in Kombination mit einer Führung und Whiskey-Probe. Das eine war die Distillerie Edradour und die andere war die Distillerie Tobermory. Da fand ich den von Tobermory deutlich besser. Torfiger/ rauchiger...der war echt gut. Da hat aber auch alles gepasst. Das Örtchen war süß und das Wetter war Whiskey-würdig eher kalt und nass :->

LG
Kathrin
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Inge78 am 12. September 2016, 16:19:13
Zitat
Das kommt davon, wenn man Urlaub macht und nicht ins Netz geht  :->

 :funkey:

Äh, ja, irgendwie hatten wir Besseres zu tun  :->

Vielleicht sollten wir mal bei einem Forentreffen eine Whiskey Verkostung machen
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 12. September 2016, 16:27:43
Vielleicht sollten wir mal bei einem Forentreffen eine Whiskey Verkostung machen

Au ja, dann kommt Ihr alle zu mir in die Pfalz. Hier in Kaiserslautern hat man die Wahl zwischen reiner Verkostung oder aber Whiskeyabend mit Dudelsack - Schotte im Kilt, der durch den Abend führt, lecker essen plus Whiskey. Das wird immer mal wieder angeboten. Das letztere hab ich mit GöGa gemacht und das war auch für mich als Autofahrerin ein schöner Abend.

Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Inge78 am 13. September 2016, 07:31:43
Oh, alleine für den Schotten im  Kilt komme ich  :schmacht:
Aber natürlich dann auch für Dich  :schmusen:
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Christiane am 13. September 2016, 12:20:46
Tja, wußt ich's doch - mit Speck fängt man Mäuse (und Hühner)  :zwinker:  :wieher:
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Inge78 am 13. September 2016, 13:11:23
Tja, wußt ich's doch - mit Speck fängt man Mäuse (und Hühner)  :zwinker:  :wieher:

 :wieher:
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Annette B. am 13. September 2016, 22:47:13
@ Kathrin  :winken1:
Was ich unbedingt noch sagen wollte,  die LR zu
 - Die Rose von England -
War das Einzig gute an dem Buch. 
Wenn ich das Buch heute noch einmal alleine lesen würde, dann würde ich es wohl abbrechen.
Die glorifizierung von Richard III , würde mir jetzt noch fieser gegen den Strich gehen.
Ich habe nämlich mittlerweile ein recht gutes Buch gelesenen, in dem er viel glaubwürdiger beschrieben wurde.
Ich finde nur grade den Titel nicht.
Irgendwie war das ein Krimi, der in der heutigen Zeit spielt und in dem ein Kommissar und seine Freunde versuchen das Schicksal der verschwundenen Kinder aufzuklären.
Anhand von alten Dokumenten und einigen wissenschaftlichen Arbeiten zu Richard III.
DAS war wirklich glaunwürdig und gut geschrieben.
Das Hörbuch  zur Rose von England  war damals sein Geld nicht wert und an dieser Meinung hat sich bei mir nichts geändert.   :gr:
Dennoch die LR hat einen Mords Spaß gemacht.  :zwinker:
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 14. September 2016, 07:51:23
Also an dem Buch wäre ich interessiert, Annette. Also an dem Krimi. Wenn Dir der Titel wieder einfallen sollte, dann gib mal LAut, ja?

LG
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Annette B. am 20. September 2016, 18:00:36
Also an dem Buch wäre ich interessiert, Annette. Also an dem Krimi. Wenn Dir der Titel wieder einfallen sollte, dann gib mal LAut, ja?

LG

Endlich hatte ich die Zeit und Ruhe um den Titel raus zu suchen.
Das Buch besitze ich leider nicht, es stand in irgendeiner Ferienwohnung im Regal. Ich habe es im Urlaub dort gelesen und danach wieder ins Regal zurück gestellt.

[isbn] 3423251697[/isbn]
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 21. September 2016, 07:53:23
Danke, Annette :knuddel:
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Kathrin am 04. Januar 2017, 16:53:36
So, ich poste meine Rezi jetzt mal noch hier im abschließenden Thread.

Meine Meinung:
Talisker Blues aus der Feder von Mara Laue ist ein Krimi der auf der schönen schottischen Insel Skye spielt. Kieran wird nach 20 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Er soll 1991 seine Freundin Allison ermordet haben, kann sich aber selbst an die Tat und den Abend nicht bzw. kaum erinnern. Es gab seinerzeit schwerwiegende Beweise gegen ihn, die letztlich zu seiner Verurteilung führen, denn er lag besinnungslos im Vollrausch auf der Toten und die Tatwaffe und die Whiskey-Flasche, die ebenfalls am Tatort gefunden wurden, trugen seine Fingerabdrücke. Weitere Spuren außer seinen und Allisons gab es ebenfalls nicht.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und als extrem emotionaler Mensch hatte ich schnell tiefes Mitleid mit Kieran, als er als verurteilter Mörder nach seiner Entlassung zu Hause auf Skye überall nur auf Ablehnung, vor allen von den Eltern, stößt. Gerade die Begegnungen mit seinen Eltern haben mich schwer mitgenommen.

Doch die anfängliche Begeisterung ließ schnell nach, denn das Buch hat zwei große Schwachstellen: der Fall ist zu durchsichtig und die Figuren sind zu eindimensional und unglaubwürdig, die auch an vielen Stellen für mein Empfinden unlogisch agieren und sich verhalten.

Letzteres gilt nicht nur für Kieran, der mir als Hauptfigur zu glatt und zu perfekt ist. Dies gilt ebenso für den Holzhammer-schwingenden Psychologie-Professor, das zweite, extrem blasse Opfer, das aber für die Story unerlässlich war, den bösen, bösen Bullen Mc Gill, der ohne jeden Zweifel in Kieran den Mörder sieht und keine andere Möglichkeit gelten lässt und dabei schwerwiegende Ermittlungsfehler macht (wo bei mir sofort die Alarmglocken läuteten). Dies gilt vor allem aber auch für Catie, die viel zu schnell tiefe Gefühle für Kieran entwickelt, mit ihrem offenen Verhältnis zu ihrem Professor und deren plumpe Verführungskünste mich fast haben verzweifeln lassen. Ich war echt kurz davor, das Buch abzubrechen. Kierans Onkel Angus ist für mich die einzig gut gelungene Figur der Geschichte.

Der einzige Grund, warum ich das Buch letztlich nicht abgebrochen habe, war die schlichte Neugier, ob ich mit meiner Wer-ist-der-Mörder-Theorie, die ich schon sehr früh im Buch hatte, richtig liegen würde. Und was soll ich sagen, ich hatte wirklich sehr früh den richtigen Riecher. Mir wäre es lieber gewesen, die Autorin hätte mich da überraschen können, mag aber auch sein, dass das ein Glückstreffer war. Aber die falsche Fährte, die gelegt wurde, war einfach zu offensichtlich. Das hat viel zu perfekt gepasst, als dass ich daran geglaubt hätte.

Leider hat mir auch eine Karte von Skye gefehlt. Ich war zwar schon zwei mal auf der Insel und weiß grob wo was ist, aber ich hätte wirklich gerne eine Karte im Buch gehabt und hätte Kierans Wege auf der Karte verfolgt. Schön finde ich hingegen, dass es einen Gälisch- bzw. Scot-Glossar gab. Auch wenn ich den nicht nutzte, Gälisch und ich werden wohl keinen Freunde mehr…

…Mara Laues Krimi und ich aber leider auch nicht. Die Idee war gut, der Schreibstil auch, aber die Handlung war unausgegoren. Einen weiteren Roman von ihr werde ich wohl eher nicht lesen.

Bewertung
Titel: Re: LR Sept. 2016: Mara Laue - Talisker Blues
Beitrag von: Annette B. am 04. Januar 2017, 17:09:48
Uii Kathrin, da hast du aber wirklich keinen Lesegenuss bei diesem Buch gehabt.
Schade...

Ganz so schlecht fand ich das Buch nun nicht, weil mir einfach auch die Beschreibung der Lebensart, die diese Inselbewohner auf Skye pflegen, gut gefallen hat.
Klar, die Figuren im Buch waren wirklich etwas zu einfach in schwarz/weiß gezeichnet, aber die Informationen zur Whisky-Herstellung am Ende oder zu diesem Brauch: Whisky gemeinsam aus einer Schale zu trinken um sich ein Versprechen zu geben - das fand ich doch sehr schön Beschrieben.

Wie du schon sagtest, der Schreibstil ist sehr gut gewesen und die Landschaftsbeschreibungen fand ich auch sehr schön.

Bei mir hätte dieses Buch bestimmt eine bekommen.
Und das ist bei mir schon eine nicht so gute Bewertung, wenn ich Rezis schreibe.

Im großen und ganzen war es für mich ein unterhaltsames Buch, nur der Krimi-Anteil war echt nicht gelungen. Da hätte die Autorin (oder der Verlag) lieber "Roman" drauf schreiben sollen, als "Krimi".
Für einen Krimi war die Handlung einfach zu schwach und die Ermittlungsfehler zu gravierend.

LG - Annette