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Leserunden => aktuelle Leserunden => Corinna Kastner - Das Erbe von Ragusa => Thema gestartet von: Inge78 am 18. Juni 2018, 06:56:40

Titel: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Inge78 am 18. Juni 2018, 06:56:40
Bitte nur für den o.g. Abschnitt posten
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Inge78 am 27. Juni 2018, 10:59:51
Hallo zusammen

Ich habe bewusst auf das Posten in den vorherigen Abschnitten verzichtet um niemanden zu spoilern. Das ist beim Re-Read ja noch schwieriger als sonst

Aber über das Ende können wir ja dann noch reden.

Ich habe mich ja zum Ende hin wieder mit Safet ausgesöhnt auch wenn ich finde dass er einfach mit Nella hätte reden sollen. Diese Heimlichtuerei hat Beiden nicht gut getan.

Was ich schade finde ist, dass wir am Ende nie erfahren wie die Kette in diesen Laden in Jugoslawien gekommen ist. Und bestimmt ist es Schicksal dass die Kette Nella UND Safet, dem Erben von Miranja in die Hände fällt. Denn genau diesen "Turn" in der Geschichte finde ich ganz wunderbar.
Und ich mag auch dass das Buch dann "zufällig " gefunden wird und ausgestellt wird. Und nicht nur das, es wird auch wissenschaftlich ausgewertet.

Mirjanas Rettung hat schon was von "Romeo & Julia" und als sie da im Folterkeller zusammenbricht wusste ich tatsächlich noch dass sie überlebt. Das hat sich dann doch in mein Gedächtnis gebrannt.

Ich mag einfach diese Mischung mit diesen mysterischen Elementen, das ist toll. Und ich würde mir wirklich mehr davon wünschen Corinna

Ich werde gleich erstmal bei Amazon eine Bewertung schreiben, ich muss zugeben dass habe ich viel zu oft nicht getan.

Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 27. Juni 2018, 17:10:52
Ich habe mich ja zum Ende hin wieder mit Safet ausgesöhnt auch wenn ich finde dass er einfach mit Nella hätte reden sollen.

Rein theoretisch natürlich schon. Die Story wäre aber dann vermutlich mindestens um die Hälfte kürzer gewesen.  :->
Das trifft wohl für die meisten Romane zu, in denen es irgendeine Art von Konflikt gibt. Wenn jeder mit jedem immer alles gleich ausdiskutieren würde - und diese Frage ist jetzt ernst gemeint - fändest Du das dann als Roman nicht langweilig?

Was ich schade finde ist, dass wir am Ende nie erfahren wie die Kette in diesen Laden in Jugoslawien gekommen ist.

Das stimmt. Ich denke, daraus könnte man einen neuen Roman machen - über die Jahrhunderte hinweg den Weg der Kette schildern. Nella und Safet hätten es unmöglich herausfinden können.

Mirjanas Rettung hat schon was von "Romeo & Julia" und als sie da im Folterkeller zusammenbricht wusste ich tatsächlich noch dass sie überlebt. Das hat sich dann doch in mein Gedächtnis gebrannt.

Das gehört zu den Dingen, die nicht geplant waren - weil Vecellio eben auch so nicht geplant gewesen ist.

Ich mag einfach diese Mischung mit diesen mysterischen Elementen, das ist toll. Und ich würde mir wirklich mehr davon wünschen Corinna

Momentan bin ich ein bisschen dem Mystery entwachsen. Oder das Mystery mir. Aber ich halte es mit James Bond: Never say never.  :->

Ich werde gleich erstmal bei Amazon eine Bewertung schreiben, ich muss zugeben dass habe ich viel zu oft nicht getan.

Danke schön!  :kuss2:
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Inge78 am 28. Juni 2018, 14:47:27
Zitat
Rein theoretisch natürlich schon. Die Story wäre aber dann vermutlich mindestens um die Hälfte kürzer gewesen.  :->
Das trifft wohl für die meisten Romane zu, in denen es irgendeine Art von Konflikt gibt. Wenn jeder mit jedem immer alles gleich ausdiskutieren würde - und diese Frage ist jetzt ernst gemeint - fändest Du das dann als Roman nicht langweilig?

 :kopfkratz:
Hmm ... ich muss zugeben, Du hast wohl recht
Mich nervt in Büchern oft dieses "mal hü, mal hott" ... aber ja, ohne wäre es wohl auch zu langweilig, denn dann würden gewissen Probleme ja gar nicht bestehen.
Aber trotzdem , auch Safet muss ja Schwächen haben, sonst wäre er dann doch zu perfekt


Zitat
Das stimmt. Ich denke, daraus könnte man einen neuen Roman machen - über die Jahrhunderte hinweg den Weg der Kette schildern. Nella und Safet hätten es unmöglich herausfinden können.

Ja dann ...


Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 28. Juni 2018, 17:42:02
:kopfkratz:
Hmm ... ich muss zugeben, Du hast wohl recht
Mich nervt in Büchern oft dieses "mal hü, mal hott" ... aber ja, ohne wäre es wohl auch zu langweilig, denn dann würden gewissen Probleme ja gar nicht bestehen.
Aber trotzdem , auch Safet muss ja Schwächen haben, sonst wäre er dann doch zu perfekt

Mich nerven am meisten Protinen, die nicht wissen, was sie wollen. Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, und das über 500 Seiten. Klar kann man mal unentschieden sein oder auch mal seine Meinung ändern, aber nicht andauernd oder - beinah noch schlimmer - 499 Seiten zögern und immer wieder neue Gründe finden, warum man nicht endlich mit dem Kerl in die Kiste hüpft, den man doch eigentlich schon seit Seite 1 will, und der einem selbst auch schon tausendfach Avancen gemacht hat.  :-> :-> Aber wie immer gilt auch hier: Alles Geschmacksache.
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Inge78 am 12. Juli 2018, 13:58:44
Erzählst Du uns noch was Vecellio eigentlich für eine Rolle spielen sollte? Du meintest ja dass er sich in den Vordergrund gedrängelt hat
Wie wäre Mirijam sonst gerettet worden?
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 12. Juli 2018, 21:59:04
Erzählst Du uns noch was Vecellio eigentlich für eine Rolle spielen sollte? Du meintest ja dass er sich in den Vordergrund gedrängelt hat
Wie wäre Mirijam sonst gerettet worden?

Ich fürchte, im Exposé stand noch, dass niemand Mirjana rettet. Sie wäre gestorben, wenn Vecellio nicht so massiv bei mir aufgetreten wäre. Eigentlich sollte er nur ein bisschen Ärger machen, dazu beitragen, dass Mirjana als Hexe verdächtigt wird, und wieder in der Versenkung verschwinden. Er wusste es aber eindeutig besser und fand das nicht richtig.
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Inge78 am 13. Juli 2018, 10:05:23
Erzählst Du uns noch was Vecellio eigentlich für eine Rolle spielen sollte? Du meintest ja dass er sich in den Vordergrund gedrängelt hat
Wie wäre Mirijam sonst gerettet worden?

Ich fürchte, im Exposé stand noch, dass niemand Mirjana rettet. Sie wäre gestorben, wenn Vecellio nicht so massiv bei mir aufgetreten wäre. Eigentlich sollte er nur ein bisschen Ärger machen, dazu beitragen, dass Mirjana als Hexe verdächtigt wird, und wieder in der Versenkung verschwinden. Er wusste es aber eindeutig besser und fand das nicht richtig.

Ich würde sagen, da bin ich ganz bei ihm
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 13. Juli 2018, 12:07:30
Ich auch!
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: nala11 am 17. Juli 2018, 20:58:10
 :winken:

Zitat
Ich habe mich ja zum Ende hin wieder mit Safet ausgesöhnt auch wenn ich finde dass er einfach mit Nella hätte reden sollen. Diese Heimlichtuerei hat Beiden nicht gut getan.
Ich auch. Und klar, hätte den beien das gut getan, mal was mehr miteinander zu reden, aber wie hätte Corinna denn die ganze Geschichte darum spinnen sollen? :nixweiss1:
Manchmal nervt mich so eine HÜ und HOTT Geschichte auch, da ist dieser "ich könnte die sowas von schütteln du Idiot(in)"-Moment.. Andersrum mag ich den auch, wenn diese Momente nicht überhand nehmen und ich finde, Corinna, das hast du hier echt toll gelöst!
Da waren für mich einfach immer Dinge in Safets Vegangenheit, und auch in Nellas, wodurch die Beiden das Reden verlernt haben. Ich fand dieses Hin und Her immer nachvollziehbar.

Zitat
Mirjanas Rettung hat schon was von "Romeo & Julia"
:-> :->  ... das habe ich im vorherigen Abschnitt schon geschrieben, dass ich die ganze Zeit drauf gehofft habe.

Zitat
Ich fürchte, im Exposé stand noch, dass niemand Mirjana rettet. Sie wäre gestorben,
:kopfkratz: Hätte mir auch "gefallen". Ich bin nicht unbedingt der "und sie lebten froh ..."-Typ. Für mich muss dieses gute Ende passen und nicht an den Haaren herbeigezogen sein. Das fand ich hier durch Vecellios (massives) Einmischen bei Corinna echt gut gelöst. Wie gesagt, China passte für mich und denke beider Leben gerne weiter, ohne dass es kitschig rüber kam. Vielleicht auch, weil wir die Wahrheit nicht erfahren, sondern nur Spekulationen gehört haben. Das macht es für mich stimmig.

Zitat
Ich mag einfach diese Mischung mit diesen mysterischen Elementen, das ist toll. Und ich würde mir wirklich mehr davon wünschen Corinna
Mir hat das sehr gut gefallen! Ich habe noch Eileens Geheimnis ... das ich kennenlernen möchte.

Zitat
Das stimmt. Ich denke, daraus könnte man einen neuen Roman machen - über die Jahrhunderte hinweg den Weg der Kette schildern. Nella und Safet hätten es unmöglich herausfinden können.
Jaa!!! Fände ich auch spannend zu erfahren!



Danke, Corinna!  :flirt:

Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 18. Juli 2018, 17:12:41
Zitat
Ich habe mich ja zum Ende hin wieder mit Safet ausgesöhnt auch wenn ich finde dass er einfach mit Nella hätte reden sollen. Diese Heimlichtuerei hat Beiden nicht gut getan.
Ich auch. Und klar, hätte den beien das gut getan, mal was mehr miteinander zu reden, aber wie hätte Corinna denn die ganze Geschichte darum spinnen sollen? :nixweiss1:
Manchmal nervt mich so eine HÜ und HOTT Geschichte auch, da ist dieser "ich könnte die sowas von schütteln du Idiot(in)"-Moment.. Andersrum mag ich den auch, wenn diese Momente nicht überhand nehmen und ich finde, Corinna, das hast du hier echt toll gelöst!
Da waren für mich einfach immer Dinge in Safets Vegangenheit, und auch in Nellas, wodurch die Beiden das Reden verlernt haben. Ich fand dieses Hin und Her immer nachvollziehbar.

Danke schön! Es ist natürlich immer eine Gratwanderung, wie viel man da machen kann - und es wird auch sicher von jedem ein bisschen anders wahrgenommen. Was einem zu viel ist, ist dem anderen zu wenig. Letztlich kann man nur so "machen", wie man selbst es als richtig empfindet.

Zitat
Ich fürchte, im Exposé stand noch, dass niemand Mirjana rettet. Sie wäre gestorben,
:kopfkratz: Hätte mir auch "gefallen". Ich bin nicht unbedingt der "und sie lebten froh ..."-Typ. Für mich muss dieses gute Ende passen und nicht an den Haaren herbeigezogen sein. Das fand ich hier durch Vecellios (massives) Einmischen bei Corinna echt gut gelöst. Wie gesagt, China passte für mich und denke beider Leben gerne weiter, ohne dass es kitschig rüber kam. Vielleicht auch, weil wir die Wahrheit nicht erfahren, sondern nur Spekulationen gehört haben. Das macht es für mich stimmig.

Auch solche Dinge können eine Gratwanderung sein. Ich bin ein grundsätzlicher Freund von Happy-Ends - aber es muss trotzdem nicht zwingend eins geben, wenn ich "fremdlese". Will sagen: Für meine eigenen Personen hätte ich gerne eins und ermögliche es entsprechend. Ich habe aber auch mal ein Buch gelesen, in dem der Ich-Erzähler am Ende erschossen wird. Das ist ja nun sehr weit von einem Happy End entfernt - aber ich fand diesen Schock bzw. den Aha-Effekt einfach nur grandios.

Zitat
Ich mag einfach diese Mischung mit diesen mysterischen Elementen, das ist toll. Und ich würde mir wirklich mehr davon wünschen Corinna
Mir hat das sehr gut gefallen! Ich habe noch Eileens Geheimnis ... das ich kennenlernen möchte.

Dann hoffe ich, dass Dir die Reise nach Guernsey auch gefällt.  :flirt:

Danke, Corinna!  :flirt:

Sehr gerne!  :kuss2:
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: nala11 am 18. Juli 2018, 21:20:21
Zitat
. . Letztlich kann man nur so "machen", wie man selbst es als richtig empfindet.
 
Ich denke, auch nur so kann man richtig dahinter stehen. Und das finde ich sehr wichtig, weil es dann für mich authentisch ist.

Zitat
Ich habe aber auch mal ein Buch gelesen, in dem der Ich-Erzähler am Ende erschossen wird. Das ist ja nun sehr weit von einem Happy End entfernt - aber ich fand diesen Schock bzw. den Aha-Effekt einfach nur grandios.
 
Genau diese Aha-Effekte meine ich, wenn es bei einem Happy Ende einen Aha-Effekt gibt, ist das für mich genauso richtig.
Und das war es für mich mit der "China-Spekulation".
Es gab nicht unbedingt ein " und sie lebten glücklich bis an ihr Ende" ...


Zitat
Dann hoffe ich, dass Dir die Reise nach Guernsey auch gefällt
Danke!
Ich Reise erst mal mit Charlie Lyne nach Sopot und dann ...
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 19. Juli 2018, 16:58:01
Zitat
. . Letztlich kann man nur so "machen", wie man selbst es als richtig empfindet.
 
Ich denke, auch nur so kann man richtig dahinter stehen. Und das finde ich sehr wichtig, weil es dann für mich authentisch ist.

Sehe ich auch so. Man kann es - leider - nicht allen LeserInnen recht machen. Für mich muss es aber vom Herzen her stimmen. Das kostet auch manchmal schlaflose Nächte und sogar auch mal Alpträumen. Sicheres Zeichen dafür, dass etwas nicht richtig ist und man auf die Figuren hören sollte.

Zitat
Dann hoffe ich, dass Dir die Reise nach Guernsey auch gefällt
Danke!
Ich Reise erst mal mit Charlie Lyne nach Sopot und dann ...

Da ist es bestimmt auch sehr spannend! Grüße an Charly.
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: nala11 am 19. Juli 2018, 19:55:01
Oh .. Albträume sind aber schon böse ...

Und es ist, wie mir allem anderen: nan kann es nicht jedem recht machen...

Das Bauchgefühl ist meist das Richtige.
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Annette B. am 19. Juli 2018, 23:32:57
Ich bin dann auch durch  :heul: und muss sagen, dass Ende war schon sehr spannend.

Einige Punkte sind mir so "leise lächelnd" erst jetzt am Ende bewusst aufgefallen.  :-)

Da ist nun diese Flucht mit dem Buch UND der geheimen Rezeptur aus der Franziskaner Apotheke.
In diesem kleinen Hotel vertraut Safet Nella nicht und umgekehrt scheint es genauso zu sein. Trotzdem sind beide erschöpft und schlafen ein.
Safets Albtraum ist wirklich heftig und Nella macht sich auch ehrlich Sorgen.
Genauso ist es auch mit Safet, der sich ebenfalls um Nella sorgt. Er bemüht sich fürs Essen zu sorgen und auch für neue Kleidung.
Merkt ihr was???

Nella und Safet haben immer wieder in diesem Buch so "Aussetzer und Distanzen" in ihrer Beziehung gehabt, aber sie haben sich auch immer umeinander gesorgt. Das war nicht einfach "Abhauen" als Safet nach Dubrovnik geflogen ist. Ich denke, er war mit dieser Beziehung erst einmal überfordert, weil er irgendetwas für Nella empfunden hat, was er gar nicht richtig zuordnen konnte.
Genauso erging es Nella auch. Sie hatte nicht damit gerechnet das ihr Leben aus den Fugen gerät (die Arbeitslosigkeit) und dann auch noch eine völlig unerwartete Liebe ihren Weg kreuzt.
Sie war genauso überfordert in dieser Situation, wie Safet. Und darum haben beide die Distanz gesucht und dabei gar nicht bemerkt, wie sehr sie die Nähe des anderen brauchten.
Hinzu kam dann aber noch das Rätsel um die Kette und Mirjana, von den Schwierigkeiten beim Suchen nach dem Buch mal ganz zu schweigen.

Irgendwie finde ich es auch passend, dass weder Nella, noch Safet dem anderen gleich seine ganze Lebensgeschichte und intimsten Probleme erzählen wollte. Das wäre dann Stillos gewesen und kommt bestenfalls in billigen Heftromanen so vor.

Während der Flucht versuchen sie nicht nur das Buch zu schützen, sondern denken auch immer wieder an die Sicherheit des Partners. Sie kennen sich noch nicht lange und müssen erst noch das Vertrauen zueinander finden.

Das wir nicht mehr erfahren, was aus Ivan geworden ist und ob der Fluch gewirkt hat, na ja - nicht schlimm.  :egal1:
Ich bin mir sicher, der Fluch hat gewirkt und Ivan wird einen erbärmlichen Lebensabend gehabt haben. Diese Vorstellung brauche ich für mein Seelenheil  :-> und Corinna hat ja deutlich gemacht, dass Mirjanas Wille (oder Fluch wer dran glauben mag) auch nach mehreren Jahrhunderten noch wirkt.

Die Szene, als Nellas Vater das Buch anfasst und an sich nehmen will, war Beweis genug. Er hat sich in seiner Gier tatsächlich ordentlich die Finger verbrannt. 
Geschieht ihm recht!  :teufel:

Das Dusko  persönlich Nellas Sachen nach Hannover bringt, fand ich auch wieder eine tolle Überraschung. Obendrein erfährt nun Nella, was es mit Safets Albträumen auf sich hat.
Der Krieg hat ihm einige liebe Menschen genommen und er war so furchtbar hilflos. Konnte nix gegen dieses sinnlose töten tun.
So etwas brennt sich in die Seele ein, da wird ihm auch bestimmt keine Therapie helfen können.

Nachdem Safet und Nella bei dem Vater waren, hat Safet wohl auch eingesehen, dass dieses Buch nicht verkauft werden kann, weil es nach Ragusa /Dubrovnik gehört.
Das war Mirjanas Vermächtnis. 

Das dann am Ende auch noch so ganz zufällig, dieses Buch gefunden wird...  :-)
Ja, da musste ich ein wenig schmunzeln, aber andersherum ist Mirjanas Wunsch nun wirklich in Erfüllung gegangen.
Wenigstens dies hat sie erreichen können.

Das sie wusste, dass ihr Kind, welches sie mit Ivan zusammen hatte, auch Nachkommen haben würde, war für mich dagegen dann wieder ein neues Rätsel.  :kopfkratz:
Sie wusste ihr Kind lebt, warum hat sie Ivan nicht gefragt, wo das Kind ist und ob sie es besuchen könnte? Sie hätte ihm doch sagen können, dass sie das als Mutter spürt und deshalb noch längst keine Hexe ist. Das ist reine Mutterliebe.
OK, diese wissenschaftliche Erklärung der Synapse zwischen Mutter und Kind kannte man damals noch nicht, aber jeder wusste das es gab. Sie wurde auch von früheren Generationen gespürt.

Alles in Allem ist dieser Roman wieder wunderbar rund abgeschlossen worden. Die losen Enden wurden verknüpft und ich als Leserin konnte zwischenzeitlich auch mal meiner eigenen Fantasie  freien lauf lassen.

Liebe Corinna, es war ein wunderschönes und spannendes Buch. Ich finde es sehr schade, dass du diesen mystischen Geschichten keine Chance mehr geben willst, durch deine Tastatur zu sausen.
Du hast hier eine außergewöhnliche Handlung, mit vielen unerwarteten Wendungen geschrieben. Obendrein hast du auch eine andere Art der Zeitreise "erfunden" - die nicht so "Abgekupfert" ist, wie die von Diana Gabaldon zum Beispiel. 
DAS ist für mich das Besondere an deinen mystischen Büchern, in dem Buch "Die verborgene Kammer" gehst du auch einen sehr eigenwilligen Weg, um deine Hauptdarstellerin in die Vergangenheit schauen zu lassen.
Schade das das Buch zu Ende ist, ich hätte Nella und Safet gerne noch länger begleitet und wer weiß, wo Nella Mirjana vielleicht noch einmal getroffen hätte.  :-) :zwinker:
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Tara am 20. Juli 2018, 16:45:53
Huhu, ich bins, die unzuverlässige LR-Teilnehmerin...  :gr:
Ich schreibe nur noch kurz meine Eindrücke, das meiste ist ja schon besprochen und kann ich auch so unterschreiben :)

Ich war mit dem Ende auch sehr versöhnt  :smilie_les_0081:
Zitat
Nachdem Safet und Nella bei dem Vater waren, hat Safet wohl auch eingesehen, dass dieses Buch nicht verkauft werden kann, weil es nach Ragusa /Dubrovnik gehört.
Das war Mirjanas Vermächtnis. 

Hat sich Safet wirklich erst in diesem Moment umentschieden? :gr:

Zitat
In diesem kleinen Hotel vertraut Safet Nella nicht und umgekehrt scheint es genauso zu sein. Trotzdem sind beide erschöpft und schlafen ein.
Das war wirklich ein Nervenkrieg in diesem Hotel!
Zu Makarska wollte ich noch erzählen, dass wir auch dort waren. Ich fand dort alles furchtbar. Zuviele Touris. Mieses Wetter und ständig Sturmböen, die mich ganz schwindlig gemacht haben. Horrende Parkgebühren von ca. 3 Euro die Stunde. Und dann haben wir dort in einem Cafe auch noch das Spiel Deutschland-Südkorea geguckt.  :gr: :gr: :gr:
Ansonsten fand ich die Beschreibungen wo beide in Kroatien rumfahren ganz interessant, da wir ja wirklich ein bisschen auf Ihren Fußspuren gewandelt sind. In Rijeka waren wir auch :)


Zitat
Das dann am Ende auch noch so ganz zufällig, dieses Buch gefunden wird...  :-)

Hmhm, ich frag mich nur, warum die gute Silke nicht nochmal versucht hat an das Buch zu kommen....


Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 20. Juli 2018, 17:48:06
Oh .. Albträume sind aber schon böse ...

Ja, das war nicht schön. Ich bin aber trotzdem dankbar, dass ich die damals (nicht bei Ragusa) hatte, weil mir das viel deutlicher als meine rationalen Zweifel gesagt hat, dass etwas so nicht geht.
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 20. Juli 2018, 18:05:29
Nella und Safet haben immer wieder in diesem Buch so "Aussetzer und Distanzen" in ihrer Beziehung gehabt, aber sie haben sich auch immer umeinander gesorgt. Das war nicht einfach "Abhauen" als Safet nach Dubrovnik geflogen ist. Ich denke, er war mit dieser Beziehung erst einmal überfordert, weil er irgendetwas für Nella empfunden hat, was er gar nicht richtig zuordnen konnte.

Gefällt mir sehr! Ich habe trotzdem noch eine etwas andere (und natürlich sehr persönliche) Erklärung.
Erinnert Euch: Hier sagte jemand, ich glaube, es war Inge, sie würde lieber nicht übersetzen, was Safet sagt, nachdem er und Nella das erste Mal Sex hatten - das, was er kurz vom Einschlafen gemurmelt hat: zaljubiosamseutebbe. Ordentlich muss das heißen: zaljubio sam se u tebbe und es bedeutet: Ich habe mich in dich verliebt.

Ich denke, Safet konnte sehr wohl zuordnen, was er fühlte. Und es machte ihm Angst, weil er solche Gefühl gar nicht (mehr) kannte.

Das wir nicht mehr erfahren, was aus Ivan geworden ist und ob der Fluch gewirkt hat, na ja - nicht schlimm.  :egal1:
Ich bin mir sicher, der Fluch hat gewirkt und Ivan wird einen erbärmlichen Lebensabend gehabt haben. Diese Vorstellung brauche ich für mein Seelenheil  :->

Für meins auch!  :->

Nachdem Safet und Nella bei dem Vater waren, hat Safet wohl auch eingesehen, dass dieses Buch nicht verkauft werden kann, weil es nach Ragusa /Dubrovnik gehört.

Ich glaube, das wusste er vorher schon - sonst hätte er nicht die ganze Kohle wieder mitgebracht, die Nellas Vater ihm schon als Anzahlung gegeben hatte.

Sie wusste ihr Kind lebt, warum hat sie Ivan nicht gefragt, wo das Kind ist und ob sie es besuchen könnte? Sie hätte ihm doch sagen können, dass sie das als Mutter spürt und deshalb noch längst keine Hexe ist. Das ist reine Mutterliebe.
OK, diese wissenschaftliche Erklärung der Synapse zwischen Mutter und Kind kannte man damals noch nicht, aber jeder wusste das es gab. Sie wurde auch von früheren Generationen gespürt.

Mirjana wusste, dass Ivan alles verabscheut, das nicht vollkommen ist. Ivan hätte sie mit ihrem Kind rausgeworfen - und sie hätte nicht nur für sich, sondern auch für das Kind irgendwie sorgen müssen. Das wäre vermutlich nicht so ganz einfach gewesen, und Mirjana hat gedacht (wahrscheinlich zu recht), dass ihr Sohn es im Kloster besser haben wird (leider weiß ich jetzt gerade die Seitenzahl nicht). Ich finde jedenfalls, dass das auch Mutterliebe ist.

Liebe Corinna, es war ein wunderschönes und spannendes Buch. Ich finde es sehr schade, dass du diesen mystischen Geschichten keine Chance mehr geben willst, durch deine Tastatur zu sausen.

Danke schön!  :kuss2: Ich hab ja auch nicht ausgeschlossen, dass ich das wieder mal mache, aber momentan sehe ich mich da nicht so. Obwohl ... so ganz abgeschworen hab ich dem Mystischen ja nicht. Bruno aus den Fischland-Krimis hat immerhin hin und wieder so seine vorausschauenden Träume und Ahnungen.  :flirt:

DAS ist für mich das Besondere an deinen mystischen Büchern, in dem Buch "Die verborgene Kammer" gehst du auch einen sehr eigenwilligen Weg, um deine Hauptdarstellerin in die Vergangenheit schauen zu lassen.

An der "Kammer" ist aber nichts mystisch. Viktoria ist als Schriftstellerin nur mit einer gehörigen Portion Vorstellungsvermögen gesegnet, so dass sie sich ein Bild davon machen kann, was in der Vergangenheit außerhalb des Tagebuchs passiert ist. Den Rest malt sie aus. Aber es stimmt, dass einige LeserInnen das damals tatsächlich ähnlich wie Du gesehen haben - vielleicht, weil sie von mir Mystisches gewohnt waren und es daher erwarteten.  :gruebel:

Schade das das Buch zu Ende ist, ich hätte Nella und Safet gerne noch länger begleitet und wer weiß, wo Nella Mirjana vielleicht noch einmal getroffen hätte.  :-) :zwinker:

Tjahahaaa... Wer weiß? :->
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 20. Juli 2018, 18:12:52
Hat sich Safet wirklich erst in diesem Moment umentschieden? :gr:

Nein, glaub ich auch nicht - s. meine Antwort an Annette. Er hat das genau so geplant, Nellas Vater das Buch vor die Nase zu halten und dann wieder damit zu verschwinden. Nur dass er nicht ahnte, dass Nella auch dort sein würde.

Zu Makarska wollte ich noch erzählen, dass wir auch dort waren. Ich fand dort alles furchtbar. Zuviele Touris. Mieses Wetter und ständig Sturmböen, die mich ganz schwindlig gemacht haben. Horrende Parkgebühren von ca. 3 Euro die Stunde. Und dann haben wir dort in einem Cafe auch noch das Spiel Deutschland-Südkorea geguckt.  :gr: :gr: :gr:
Ansonsten fand ich die Beschreibungen wo beide in Kroatien rumfahren ganz interessant, da wir ja wirklich ein bisschen auf Ihren Fußspuren gewandelt sind. In Rijeka waren wir auch :)

Da hast Du mir was voraus. Ich war weder in Makarska noch in Rijeka. Allerdings sind wir damals bis Knin gefahren und haben uns die alte Festung angesehen, außerdem natürlich Cavtat erwandert, das musste unbedingt sein, als zweiter wichtiger Handlungsort, wo Nella und Safet das Buch finden.
Was ich - unabhängig vom Buch - noch empfehlen kann, ist natürlich Split, aber auch speziell Trogir. Und wenn Ihr mal Gelegenheit habt, eine Motorsegler-Tour entlang der Küste von Trogir nach Dubrvonik zu machen: Tut es! Es ist genial schön!

Hmhm, ich frag mich nur, warum die gute Silke nicht nochmal versucht hat an das Buch zu kommen....

Wann hätte sie das machen sollen? Als Safet erst mal in Hannover war, wird er das Buch in einen Safe gelegt haben (mit Ausnahme seines Auftritts bei Nellas Vater) - und dass er es später mit Nella zurück nach Dubrovnik bringt, werden sie nicht an die große Glocke gehängt haben.
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Annette B. am 22. Juli 2018, 21:23:31
Zitat von: Corinna
Gefällt mir sehr! Ich habe trotzdem noch eine etwas andere (und natürlich sehr persönliche) Erklärung.
Erinnert Euch: Hier sagte jemand, ich glaube, es war Inge, sie würde lieber nicht übersetzen, was Safet sagt, nachdem er und Nella das erste Mal Sex hatten - das, was er kurz vom Einschlafen gemurmelt hat: zaljubiosamseutebbe. Ordentlich muss das heißen: zaljubio sam se u tebbe und es bedeutet: Ich habe mich in dich verliebt.

Ich denke, Safet konnte sehr wohl zuordnen, was er fühlte. Und es machte ihm Angst, weil er solche Gefühl gar nicht (mehr) kannte.

Ok, ich war da ganz bei Inge und habe auch nicht versucht diese Sätze zu übersetzen.  :-)
Sieht so aus Inge, als hätten wir das doch tun sollen, dann hätten wir vielleicht etwas mehr Verständnis für Safet gehabt.  :zwinker:
Für meine Überlegungen stand einfach auch diese Tatsache, dass Safet vor dem Krieg geflohen war im Mittelpunkt und das er durch Nellas Gabe, mit Mirjana in Kontakt zu treten, sehr verwirrt war. Und dann kamen auch noch diese unerwarteten Gefühle hinzu...
Also hat er erst einmal Abstand gesucht und sich in die Recherche vor Ort gestürzt um sich selbst in den Griff zu bekommen.
Aber die Sehnsucht blieb und ohne Nella ging es auch nicht weiter bei der Suche nach dem Buch.   :->

Für Nella war das alles ja auch sehr verwirrend und sie hat auch gespürt, dass sie ohne Safet nicht weiter kommt. Somit war es einfach nur logisch, dass sie mit ihm zusammenarbeiten musste. Nur wohin mit diesem ganzen Gefühlschaos in ihr?
Sie hat sich also immer wieder verschlossen und daher wirkte sie vielleicht tatsächlich arrogant, wie Eva es bezeichnete. In Wahrheit war sie wohl Unsicher und vielleicht auch etwas Hilflos.
 
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Tara am 22. Juli 2018, 21:28:41
Zitat
Nein, glaub ich auch nicht - s. meine Antwort an Annette. Er hat das genau so geplant, Nellas Vater das Buch vor die Nase zu halten und dann wieder damit zu verschwinden. Nur dass er nicht ahnte, dass Nella auch dort sein würde.

Sorry Corinna, das hatte ich überlesen! Stimmt an das mit Geld hatte ich gar nicht gedacht....

Zitat
Da hast Du mir was voraus. Ich war weder in Makarska noch in Rijeka. Allerdings sind wir damals bis Knin gefahren und haben uns die alte Festung angesehen, außerdem natürlich Cavtat erwandert, das musste unbedingt sein, als zweiter wichtiger Handlungsort, wo Nella und Safet das Buch finden.
Was ich - unabhängig vom Buch - noch empfehlen kann, ist natürlich Split, aber auch speziell Trogir. Und wenn Ihr mal Gelegenheit habt, eine Motorsegler-Tour entlang der Küste von Trogir nach Dubrvonik zu machen: Tut es! Es ist genial schön!

In Knin waren wir nicht - und ich kannte auch die geschichtliche Bedeutung nicht, habe das jetzt aber bei Wikipedia nachgelesen, sowie auch die gesamte Geschichte des Krieges, schon während des Urlaubs und danach. Wir waren bei der Tafel in Dubrovnik, die gezeigt hat was alles zerstört war. Und dann auf dem Rückweg haben wir bei Karlovac in der Nähe von Zagreb auch noch eine Menge Einschusslöcher gesehen. Der Geschehnisse sind dort wirklich oft noch ganz nah.
In Split und Trogir waren wir auch. Trogir war trotz voller Straßen sehr angenehm und relaxt, Split wesentlich voller und es war furchtbar heiss. Aber ich habe mich in Split auf den ersten Blick schockverliebt. Der Blick durch das Nordtor mit Blick auf die verschiedenen zeitlichen Schichten - der römische Palast und die darin gebauten Häuser - haben mich gleich magisch angezogen.
Ich kann das hier auch nur jedem empfehlen!  :schmacht:
(Ansonsten waren wir noch im Norden in Istrien - Pula auch sehr sehenswert (mittlerweile habe ich fast alle europäischen Amphietheater besucht  :bang:) in Opatija (beeindruckende k.u.k.-Bauten) und auf dem Heimweg noch eine Nacht bei den Plitvicer Seen (auch sehr überlaufen aber ein wundervolles Paradies))
Sorry für meine OT-Schwärmereien, aber ich kanns nur jedem empfehlen! :schmacht:


Zitat
Wann hätte sie das machen sollen? Als Safet erst mal in Hannover war, wird er das Buch in einen Safe gelegt haben (mit Ausnahme seines Auftritts bei Nellas Vater) - und dass er es später mit Nella zurück nach Dubrovnik bringt, werden sie nicht an die große Glocke gehängt haben.
Hmhm, sie hätte die beiden ja weiter beobachten lassen können was sie machen? :detektiv:
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Annette B. am 22. Juli 2018, 21:33:09
Zitat von: Corinna
Ich glaube, das wusste er vorher schon - sonst hätte er nicht die ganze Kohle wieder mitgebracht, die Nellas Vater ihm schon als Anzahlung gegeben hatte.

Das war wieder eine Szene in der ich ihn nicht durchschauen konnte und an der ich auch etwas stinkig mit Safet war. Ich konnte nicht verstehen, dass er sich nicht mit Nella abgesprochen hat, nach allem was sie beide auf der Flucht durchgemacht haben.
Aber hinterher habe ich nur gedacht:
Wer weiß was Mirjana so alles vorher gesehen hat und dann vielleicht einfach mal einen Wunsch in die Zukunft geschickt hat.
Oder wie Bruder Heinrich (der Teufel soll ihn holen) sagen würde:
Einen Liebeszauber gesprochen hat und Safet und Nella verhext hat.   :zwinker:
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 23. Juli 2018, 19:11:38
Zitat von: Corinna
Gefällt mir sehr! Ich habe trotzdem noch eine etwas andere (und natürlich sehr persönliche) Erklärung.
Erinnert Euch: Hier sagte jemand, ich glaube, es war Inge, sie würde lieber nicht übersetzen, was Safet sagt, nachdem er und Nella das erste Mal Sex hatten - das, was er kurz vom Einschlafen gemurmelt hat: zaljubiosamseutebbe. Ordentlich muss das heißen: zaljubio sam se u tebbe und es bedeutet: Ich habe mich in dich verliebt.

Ich denke, Safet konnte sehr wohl zuordnen, was er fühlte. Und es machte ihm Angst, weil er solche Gefühl gar nicht (mehr) kannte.

Ok, ich war da ganz bei Inge und habe auch nicht versucht diese Sätze zu übersetzen.  :-)
Sieht so aus Inge, als hätten wir das doch tun sollen, dann hätten wir vielleicht etwas mehr Verständnis für Safet gehabt.  :zwinker:

Nee, nee - dann hättet Ihr ja das alles schon gewusst, was in ihm vorgeht. Wenn ich das gewollt hätte, hätte ich es ihn auf Deutsch sagen lassen!  :->

Für meine Überlegungen stand einfach auch diese Tatsache, dass Safet vor dem Krieg geflohen war im Mittelpunkt

Safet ist nicht vor dem Krieg geflohen, er hat schon schon in Deutschland gelebt, als der Krieg begann. Er ist ja sogar mitten im Krieg immer wieder zurückgekehrt, um die Kunstwerke zu retten.
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 23. Juli 2018, 19:49:09
Zitat
Nein, glaub ich auch nicht - s. meine Antwort an Annette. Er hat das genau so geplant, Nellas Vater das Buch vor die Nase zu halten und dann wieder damit zu verschwinden. Nur dass er nicht ahnte, dass Nella auch dort sein würde.

Sorry Corinna, das hatte ich überlesen!

Nein, Du hast nichts überlesen, ich hatte die Antwort erst geschrieben, nachdem Du gepostest hattest. ;-)

In Knin waren wir nicht - und ich kannte auch die geschichtliche Bedeutung nicht, habe das jetzt aber bei Wikipedia nachgelesen, sowie auch die gesamte Geschichte des Krieges, schon während des Urlaubs und danach. Wir waren bei der Tafel in Dubrovnik, die gezeigt hat was alles zerstört war. Und dann auf dem Rückweg haben wir bei Karlovac in der Nähe von Zagreb auch noch eine Menge Einschusslöcher gesehen. Der Geschehnisse sind dort wirklich oft noch ganz nah.
In Split und Trogir waren wir auch. Trogir war trotz voller Straßen sehr angenehm und relaxt, Split wesentlich voller und es war furchtbar heiss. Aber ich habe mich in Split auf den ersten Blick schockverliebt. Der Blick durch das Nordtor mit Blick auf die verschiedenen zeitlichen Schichten - der römische Palast und die darin gebauten Häuser - haben mich gleich magisch angezogen.
Ich kann das hier auch nur jedem empfehlen!  :schmacht:
(Ansonsten waren wir noch im Norden in Istrien - Pula auch sehr sehenswert (mittlerweile habe ich fast alle europäischen Amphietheater besucht  :bang:) in Opatija (beeindruckende k.u.k.-Bauten) und auf dem Heimweg noch eine Nacht bei den Plitvicer Seen (auch sehr überlaufen aber ein wundervolles Paradies))
Sorry für meine OT-Schwärmereien, aber ich kanns nur jedem empfehlen! :schmacht:

Ich find nicht, dass das OT ist!
Ja, von Split war ich auch sehr begeistert - aber Trogir fand ich entspannter. Ich mag es normalerweise eher kleiner und "gemütlicher". In Trogir waren wir eine Woche - das war wirklich sehr relaxt.
Auf unserer Motorsegeltour waren wir u.a. noch kurz auf Korcula - da könnte man sicher auch mal mehr Zeit verbringen.

Was die Geschichte des Krieges angeht - 2006 haben wir eine Donaukreuzfahrt bis Vukovar gemacht. Da das im Hinterland liegt, kommen nicht sehr viele Touristen hin. Vukovar hat mich wirklich erschüttert.  Die Donau ist die Grenze zwischen Kroatien und Serbien, und in Vukovar haben sich solche Grausamkeiten abgespielt, dass das für die Menschen sicher noch lange ein Trauma sein wird. Es gab 2006 sogar auch immer noch Minenfelder, überall standen Warnschilder, dass man die Straße nicht verlassen sollte. Während man also an der Adria in den Feriengebieten den Krieg kaum noch wahrgenommen hat, war in Nicht-Touristengebieten das Geld nicht da, wieder für Ordnung zu sorgen.

Zitat
Wann hätte sie das machen sollen? Als Safet erst mal in Hannover war, wird er das Buch in einen Safe gelegt haben (mit Ausnahme seines Auftritts bei Nellas Vater) - und dass er es später mit Nella zurück nach Dubrovnik bringt, werden sie nicht an die große Glocke gehängt haben.
Hmhm, sie hätte die beiden ja weiter beobachten lassen können was sie machen? :detektiv:

Da hätte sie aber ziemlich langen Atem gebraucht - wenn sie Safet und Nella so lange beobachten ließ, bis die beiden nach Kroatien zurückkehrten. Dass Silke sich da an sie rangehängt hat auf den bloßen Verdacht hin, dass Safet und Nella das Buch dabei hatten, wäre natürlich möglich...
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 23. Juli 2018, 19:52:26
Zitat von: Corinna
Ich glaube, das wusste er vorher schon - sonst hätte er nicht die ganze Kohle wieder mitgebracht, die Nellas Vater ihm schon als Anzahlung gegeben hatte.

Das war wieder eine Szene in der ich ihn nicht durchschauen konnte und an der ich auch etwas stinkig mit Safet war. Ich konnte nicht verstehen, dass er sich nicht mit Nella abgesprochen hat, nach allem was sie beide auf der Flucht durchgemacht haben.

Ich war gar nicht stinkig mit ihm.  :-> Er ist davon ausgegangen, dass Nella nichts mehr mit ihm zu tun haben will - und sie hat ihm auch nie wirklich eine Chance gegeben, ihrem Verdacht zu widersprechen, dass ihr Vater Safet auf sie angesetzt hat. Also hat er beschlossen, seine kleine Rache an Henning allein durchzuziehen. Was er danach gemacht hätte, wenn Nella nicht aufgetaucht wäre ... Wer weiß? Vielleicht hätte er ja das Buch zu ihr gebracht?
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Inge78 am 24. Juli 2018, 07:03:14
Zitat
Sorry für meine OT-Schwärmereien, aber ich kanns nur jedem empfehlen! :schmacht:

Ich finde die Schwärmerei und  die Fotos super und auch super passend zum Buch
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Annette B. am 25. Juli 2018, 23:01:21
Liebe Corinna

Ich möchte mich noch gerne für deine geduldige und tolle Begleitung in dieser Leserunde bedanken.
Meine Rezension stelle ich gleich noch hier im Forum und bei Amazon ein.
Auch wenn ich mich immer etwas schwer tue mit dem verfassen einer Rezi, weil ich nicht Zuviel verraten möchte vom Buch. Aber für dieses Buch MUSSTE ich unbedingt eine Rezi schreiben, weil mich einige Ideen doch sehr beeindruckt haben.  :zwinker:

Ich hoffe sehr, dass es dich vielleicht doch noch einmal zu einem mystischen Roman hinzieht und wir etwas neues in dieser Art von dir lesen dürfen.

Bis dahin wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg.
Liebe Grüße
Annette
Titel: Re: 8: Kapitel 10 (Seite 456) - Ende
Beitrag von: Corinna Kastner am 26. Juli 2018, 18:24:30
Ich danke Dir, liebe Annette (und natürlich auch allen anderen Mitleserinnen) für die schöne Runde! Das war für mich auch wie eine kleine Zeitreise in meine eigenen Vergangenheit, die mir total viel Spaß gemacht hat!! :kuss2: :kuss2: :kuss2:

Und natürlich auch ganz lieben Dank für Deine guten Wünsche!
Heute ist mein neuer Krimi "Fischland-Angst" offiziell erschienen - da passt das ganz wunderbar!

Liebe Grüße von
Corinna