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Leserunden => aktuelle Leserunden => Marion Zimmer Bradley: Die Nebel von Avalon => Thema gestartet von: Inge78 am 13. Dezember 2018, 13:48:49

Titel: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Inge78 am 13. Dezember 2018, 13:48:49
Hier nur für den angegeben Abschnitt posten (in meiner Ausgabe von 1992 ab Seite 305)
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: leseschnecke am 27. Dezember 2018, 11:35:11
Ich bin auf Seite 525.

Morgaines Zeit bei Morgause habe ich gern gelesen. Irgendwie mag ich Morgause, obwohl sie so intrigant ist. Aber sie ist auch so pragmatisch und trocken. Und sie steht Morgaine bei. Das sie ihr das Kind entfremdet, finde ich jedes Mal shocking. Passt aber.

Mit Gwenhwyfar kann ich nur ungeduldig sein. So eine tumbe Nuss! Und so Frauen gibt es!
Ewig dieses mea culpa *augenroll*. Sie ist Königin, aber zu schwach, diese Rolle auch wirklich auszufüllen. Artus tut alles für sie, aber sie schmachtet Lancelot hinterher. Den kann sie nicht haben, ist auch nicht in der Lage, ihn sich einfach zu nehmen, aber er soll auch keine andere haben.
Diese Bigotterie! Besonders übel nehme ich ihr, wie sie mit Kevin, dem Barden umgeht. Seine Musik hört sie gerne. Er darf sich die Finger wund spielen, aber direkt im Anschluss fühlt sie sich von seinem Anblick besudelt. Blöde Kuh!

In dieser Hinsicht passt Lancelot zu Gwenhwyfar. Auch so ein Zauderer. Und jedes Mal, wenn er Morgaine klar machen könnte und damit allem eine bessere Richtung geben könnte, geht es schief. Kollektives aufseufzen. Man sieht förmlich, wie alles den falschen Gang nimmt.

Super finde ich auch, wie der christliche Glaube dargestellt wird. Die Macht der Priester, das ewige Gesäusel über Sünde, die Unterdrückung der Frauen etc. Sehr treffend gemacht.

Bei der großen Ehe fand ich Artus noch sympathisch. Bei seiner Krönung könnte ich ihn schütteln. Mann, er ist König! Die Weicheierei ist ja erbärmlich! Und so tragisch: Alle versuchen das Richtige zu tun und alles geht den Bach runter.

Wer mir total gut gefällt, ist Kevin. Eine starke Persönlichkeit. Seine Zeit kommt ja erst noch.
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: leseschnecke am 28. Dezember 2018, 11:40:49
Morgaine findet in die Welt der Sterblichen zurück und trifft auf Kevin. Wie bittersüß und was für ein toller Mann! Ihre Beziehung ist großartig, weil gleichwertig. Beide sehen hinter den äußeren Schein und nehmen den anderen wirklich wahr.

Gwenwhyfar wird immer bigotter. "Camelot war dem Himmel zu nahe! Sicher war es nicht recht, dass Menschen, einfache Sterbliche so weit sehen konnten!" Mann, das halte ich nicht aus! Natürlich ist es fantastisch geschrieben und die Vorstellung, dass das die Sichtweise der meisten Menschen im Mittelalter wiedergibt, lässt mich sehr froh sein, heute zu leben. Nun stehe ich der christlichen Lehre eher skeptisch gegenüber (wen das Thema interessiert, dem sei Christopher Hitchens empfohlen). Die dienstbare Frömmelei und der ganze Schuld und Sühne Aspekt, besonders die ERB-Sünde durch Eva!, ist sehr gut dargestellt.

Ohne gläubig zu sein, gefällt mir aus Emanzipationsgründen die große-Mutter-Sicht sehr viel besser.

Der Dreier zu Pfingsten zeigt auf, wie die Konstellationen sein könnten, wenn die drei ehrlich zu sich wären. Auch eine der Schlüssel-Szenen. Ab da geht das Sünde und Mea-Culpa Karusell ja erst richtig los. Wäre ja auch nicht weiter dramatisch, wenn es halt nicht diese politischen Konsequenzen hätte. Deren Nachhall wir heute immer noch hören. Man denke nur an den ganzen Artus-Kult. Hach, das fasziniert mich immer wieder. :->
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Firnsarnwen am 06. Januar 2019, 15:51:19
Morgaines Zeit bei Morgause habe ich gern gelesen. Irgendwie mag ich Morgause, obwohl sie so intrigant ist. Aber sie ist auch so pragmatisch und trocken. Und sie steht Morgaine bei. Das sie ihr das Kind entfremdet, finde ich jedes Mal shocking. Passt aber.

Naja, Morgaine hat selber ihren Anteil daran, dass sie keine Beziehung zu ihrem Kind hat. So wichtig sicher der erste Kontakt direkt nach der Geburt ist, hätte sie durchaus die Möglichkeit gehabt, sich (vielleicht vom Stillen abgesehen) um das Kind zu kümmern. Stattdessen wiederholt sie ja den Fehler, den sie später ihrer eigenen Mutter vorhält: sie überlässt den Sohn Fremden.


Super finde ich auch, wie der christliche Glaube dargestellt wird. Die Macht der Priester, das ewige Gesäusel über Sünde, die Unterdrückung der Frauen etc. Sehr treffend gemacht.

Das sehe ich genauso. Wieviel Leid hat die Interpretation der verschiedenen Religionen schon über die Welt gebracht................und tut es noch.  :nixweiss1:


Gwenwhyfar wird immer bigotter. "Camelot war dem Himmel zu nahe! Sicher war es nicht recht, dass Menschen, einfache Sterbliche so weit sehen konnten!" Mann, das halte ich nicht aus! Natürlich ist es fantastisch geschrieben und die Vorstellung, dass das die Sichtweise der meisten Menschen im Mittelalter wiedergibt, lässt mich sehr froh sein, heute zu leben.

Es ist wirklich kaum auszuhalten, wie Gwenwhyfar, deren Gedanken sich immer nur um  sich selber kreiseln, sich alles so zurechtlegt, dass es ihr Gewissen beruhigt.
Anfangs wollte ich ihr zugute halten, dass sie wenig Bildung genossen hat und zudem ja auch unter einer Angststörung leidet (Angst vor der Weite), aber dieses Hin und Her in diesem Leseabschnitt.  :hau: Sie bringt Artur dazu, seinen Eid Avalon gegenüber zu brechen und damit der alten Religion zu entsagen, geht dann aber zu Morgaine und möchte einen Fruchtbarkeitszauber.............

Der Dreier zu Pfingsten zeigt auf, wie die Konstellationen sein könnten, wenn die drei ehrlich zu sich wären.

Ich finde die Szene richtig gut. Die drei lieben sich und es wirkt so geradeheraus, was sie dann tun. Schade, dass sie alle betrunken sein mussten, um den Mut zu fassen. Artus zeigt hier durchaus Größe und Weitsicht.

Auch eine der Schlüssel-Szenen. Ab da geht das Sünde und Mea-Culpa Karusell ja erst richtig los. Wäre ja auch nicht weiter dramatisch, wenn es halt nicht diese politischen Konsequenzen hätte. Deren Nachhall wir heute immer noch hören. Man denke nur an den ganzen Artus-Kult.

Was meinst Du genau mit "Nachhall"?
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: leseschnecke am 06. Januar 2019, 21:34:29
Zitat
Was meinst Du genau mit "Nachhall"?

Die Artus Legende ist ja auch heutzutage noch sehr lebendig und aktuell. Das wäre sicherlich nicht so, wenn die drei bzw vier eine glückliche, liebevolle Koexistenz geführt hätten ohne die Problematik Christentum/ alter Glaube.
Ich glaube, dann würde heute niemand über Artus und seine Runde sprechen.
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Firnsarnwen am 06. Januar 2019, 23:58:44

Die Artus Legende ist ja auch heutzutage noch sehr lebendig und aktuell. Das wäre sicherlich nicht so, wenn die drei bzw vier eine glückliche, liebevolle Koexistenz geführt hätten ohne die Problematik Christentum/ alter Glaube.
Ich glaube, dann würde heute niemand über Artus und seine Runde sprechen.

Ist ja interessant. Bevor ich damals irgendwelche Bücher gelesen /Filme geschaut habe, waren meine Assoziationen eher: gerechter König eines vereintes Britannien, Tafelrunde, Camelot, Rittertum mit den Tugenden wie Ehre, Tapferkeit u.s.w.
 
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: leseschnecke am 07. Januar 2019, 06:57:34
Zitat
Ist ja interessant. Bevor ich damals irgendwelche Bücher gelesen /Filme geschaut habe, waren meine Assoziationen eher: gerechter König eines vereintes Britannien, Tafelrunde, Camelot, Rittertum mit den Tugenden wie Ehre, Tapferkeit u.s.w.

Das war bei mir immer anders. Ich hatte als Kind ein Kinderbuch „Artus und die Tafelrunde „, das habe ich geliebt. Zum Schluss war es ganz zerlesen. Darin wird über alle berichtet, zB auch über Parsifal, Galahad, Tristan und Isolde. Und natürlich auch über Artus und Lancelot und darüber, dass Gwenwhyfar mit Lancelot die Ehe bricht. Schon damals fand ich Lancelots Verrat an Artus schlimmer als Gwenwhyfars Ehebruch.
Dass die Tafelrunde letztendlich an Verrat und Treulosigkeit zerbricht, macht das Thema doch in großen Teilen aus.
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Inge78 am 07. Januar 2019, 07:29:28
Zitat
Ist ja interessant. Bevor ich damals irgendwelche Bücher gelesen /Filme geschaut habe, waren meine Assoziationen eher: gerechter König eines vereintes Britannien, Tafelrunde, Camelot, Rittertum mit den Tugenden wie Ehre, Tapferkeit u.s.w.

Das war bei mir immer anders. Ich hatte als Kind ein Kinderbuch „Artus und die Tafelrunde „, das habe ich geliebt. Zum Schluss war es ganz zerlesen. Darin wird über alle berichtet, zB auch über Parsifal, Galahad, Tristan und Isolde. Und natürlich auch über Artus und Lancelot und darüber, dass Gwenwhyfar mit Lancelot die Ehe bricht. Schon damals fand ich Lancelots Verrat an Artus schlimmer als Gwenwhyfars Ehebruch.
Dass die Tafelrunde letztendlich an Verrat und Treulosigkeit zerbricht, macht das Thema doch in großen Teilen aus.

Ich bin da ganz bei Dir, ich empfand Lancelots Verrat auch immer als das Schlimmste was passieren konnte.
Und wie Du schon sagst, ohne diesen Verrat und den Zwist der dadurch entstand wäre die Arthus Saga nie so groß geworden, denn leider machen erst Dramen eine Geschichte richtig interessant
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: SilkeS. am 07. Januar 2019, 08:33:22
Hallo!
Da Leseschnecke in ihrem Beitrag ja gleich irgendwo bei seite 500 ist, habe ich die Beiträge mal nicht gelesen um nicht gespoilert zu werden.
Ich wollte nur sagen, dass ich gestern abend, sowohl die Geburt bei Morgaine als auch die Ankunft der Braut für Lancelot gelesen habe.
Seitenzahl weiß ich grad nicht genau irgendwas um die 350 oder so :kopfkratz:, bin wieder auf der Arbeit und das Buch liegt zu Hause.


Gruß silke
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: SilkeS. am 12. Januar 2019, 21:59:41
Ich habe soeben diesen Abschnitt beendet :yahoo1:.
Er hat sich ziemlich gezogen, weil sich immer etwas wiederholt. abwenden wird schwanger, verliert ihr Kind, wird wieder schwanger verliert wieder Kind, wird wieder schwanger ...
Diese Geschichte um Sie und Lancelot  :schnarch:...
Kriegsszenen gibt es auch keine spannenden



Mit Gwenhwyfar kann ich nur ungeduldig sein. So eine tumbe Nuss! Und so Frauen gibt es!
Ewig dieses mea culpa *augenroll*. Sie ist Königin, aber zu schwach, diese Rolle auch wirklich auszufüllen.
Ohne das hat mich auch genervt!



Artus tut alles für sie,
Zitat
Vorallem die Sache mit dem Banner!!! Das war so bescheuert und gefährlich!



Diese Bigotterie! Besonders übel nehme ich ihr, wie sie mit Kevin, dem Barden umgeht. Seine Musik hört sie gerne. Er darf sich die Finger wund spielen, aber direkt im Anschluss fühlt sie sich von seinem Anblick besudelt. Blöde Kuh!
Sie sie ist total oberflächlich :meckern

Aber ich werde in dem Abschnitt mit keinem der Charakter warm, Artur nervt, Lancelot der "Held" der alles kann von jedem geliebt wird..., Morgaine ...

Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Firnsarnwen am 14. Januar 2019, 12:56:52
Das klingt so, als ob Du mit dem Buch insgesamt so gar nicht warm wirst. Hmm?
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: SilkeS. am 15. Januar 2019, 08:09:17
Das klingt so, als ob Du mit dem Buch insgesamt so gar nicht warm wirst. Hmm?
Für mich ist es ein Re-Read.  :-> und ja so wirklich gefallen tut e mir grad nicht. Ich lese es als Zweitbuch und fürchte, das es mich irgendwie in eine Leseflaute zieht.  :meckern:
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Inge78 am 16. Januar 2019, 13:10:07
Hab gerade weitergelesen

Arthus und Gwenhwyfar sind zwei Jahre verheiratet . Gerade hat Lancelot mit Morgaine geschlafen und nun ist Morgaine vom Hof verschwunden und keiner weiß, wo sie hin ist.
Diese Szene zwischen Lancelot und ihr hätte so schön sein können, aber irgendwie sind sie einfach nicht füreinander gemacht. Wobei ich da Morgaine auch nicht verstehen konnte, beschwert sich, dass Lancelot zu vorsichtig ist  :rollen:.
Aber wo ist Morgaine  :kopfkratz:, ich weiß es wirklich nicht mehr.

Und nun hat Arthus Gwenhwyfar vorgeschlagen, dass er auch das Kind eines Anderen an seiner statt annehmen würde. Das ist schon - heftig. Aber wahrscheinlich sagt er das aus Pflichtgefühl UND weil es sich um Lancelot handelt. Aber irgendwie hat Gwenhwyfar ihn nicht verdient. Ihre Schuldbeteuerungen und dieses "Buße tun" finde ich echt schlimm.

Zitat
In dieser Hinsicht passt Lancelot zu Gwenhwyfar. Auch so ein Zauderer. Und jedes Mal, wenn er Morgaine klar machen könnte und damit allem eine bessere Richtung geben könnte, geht es schief. Kollektives aufseufzen. Man sieht förmlich, wie alles den falschen Gang nimmt.

Ja, Du hast recht, man sieht förmlich dass es schief laufen wird und alles in einem großen Disaster endet

Zitat
Wer mir total gut gefällt, ist Kevin. Eine starke Persönlichkeit. Seine Zeit kommt ja erst noch.

Bis jetzt finde ich ihn noch ziemlich blass. Und ich muss zugeben, ich bin total über seinen Namen gestolpert, irgendwie ist "Kevin" doch echt ein vorbelasteter Name. Aber an seine "Rolle" an sich erinnere ich mich noch gut

Zitat
Bei der großen Ehe fand ich Artus noch sympathisch. Bei seiner Krönung könnte ich ihn schütteln. Mann, er ist König! Die Weicheierei ist ja erbärmlich! Und so tragisch: Alle versuchen das Richtige zu tun und alles geht den Bach runter.

Ich empfinde ihn noch gar nicht als so "weichei-ig" wie ich ihn in Erinnerung habe. Noch mag ich ihn sehr, aber es werden Momente kommen in denen ich ihn hassen werde, das ahne ich schon.

Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Firnsarnwen am 16. Januar 2019, 19:01:10


 Gerade hat Lancelot mit Morgaine geschlafen und nun ist Morgaine vom Hof verschwunden und keiner weiß, wo sie hin ist.
Diese Szene zwischen Lancelot und ihr hätte so schön sein können, aber irgendwie sind sie einfach nicht füreinander gemacht. Wobei ich da Morgaine auch nicht verstehen konnte, beschwert sich, dass Lancelot zu vorsichtig ist  :rollen:.


Öhm, wenn ich das richtig verstanden habe, haben sie andere Dinge gemacht, aber nicht miteinander geschlafen. Deswegen ist Morgaine ja so sauer.
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Inge78 am 17. Januar 2019, 07:54:15
Zitat
Öhm, wenn ich das richtig verstanden habe, haben sie andere Dinge gemacht, aber nicht miteinander geschlafen. Deswegen ist Morgaine ja so sauer.

Ich habe die Szene tatsächlich zweimal gelesen weil ich mir nicht sicher war und ich dachte schon dass sie letztendlich miteinander geschlafen haben  :kopfkratz:
Ich dachte, sie wäre sauer weil er zu vorsichtig ist  :gr: und dadurch ihre Leidenschaft nicht gestillt wurde

Hmm, vielleicht lese ich die Szene nochmal
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: SilkeS. am 17. Januar 2019, 08:03:40


 Gerade hat Lancelot mit Morgaine geschlafen und nun ist Morgaine vom Hof verschwunden und keiner weiß, wo sie hin ist.
Diese Szene zwischen Lancelot und ihr hätte so schön sein können, aber irgendwie sind sie einfach nicht füreinander gemacht. Wobei ich da Morgaine auch nicht verstehen konnte, beschwert sich, dass Lancelot zu vorsichtig ist  :rollen:.


Öhm, wenn ich das richtig verstanden habe, haben sie andere Dinge gemacht, aber nicht miteinander geschlafen. Deswegen ist Morgaine ja so sauer.

So habe ich die Szene auch gelesen. Sie haben NICHT miteinander geschlafen.
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Inge78 am 17. Januar 2019, 08:43:46
Hmm, okee
Ich lese das in der Mittagspause noch mal nach
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Inge78 am 18. Januar 2019, 13:06:21
Ich glaube, ihr habt doch recht
Das war nur "heavy petting"  :hau:

Gerade ist Igraine gestorben
Ich musste ja schon ein wenig grinsen als sie dem Christengott so komplett abgeschworen hat und in ihren letzten Stunden endlich das gesagt hat, was ihr vielleicht schon so lang auf der Seele gelegen hat. Schade, dass es nur Gwenhwyfar hört. Igraine hätte Viviane vergeben sollen und nach Avalon gehen sollen. Letzendlich hat es sich für Igraine doch gut gefügt, so schlimm die Ehe am Anfang auch für sie gewesen sein muss
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: leseschnecke am 20. Januar 2019, 12:02:47
Zitat
Ich musste ja schon ein wenig grinsen als sie dem Christengott so komplett abgeschworen hat und in ihren letzten Stunden endlich das gesagt hat, was ihr vielleicht schon so lang auf der Seele gelegen hat.

Ja, die Szene ist klasse  :->
Sie erinnert mich immer an eine Szene aus dem Film "Zeit der Dunkelheit". Darin geht es Abelard und Heloise. Heloise spricht in ihren letzten Minuten im Kloster auch das auch, was sie in Wirklichkeit immer gedacht hat. Den Film habe ich vor Ewigkeiten gesehen, aber das ist mir in Erinnerung geblieben.
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: nala11 am 01. April 2019, 12:37:09
Zitat
Das sehe ich genauso. Wieviel Leid hat die Interpretation der verschiedenen Religionen schon über die Welt gebracht................und tut es noch.
Ja, das denke ich auch so oft, wenn ich sowas lese, Leider gibt es da auch genügend " Stoff"..

Gwenhwyfar ... diese Frau ist soo ohne Worte. So verblendet, so mit sich selbst beschäftigt, so ängstlich auf alles ...
Sie hat mich wahnsinnig genervt. Ich habe mich oft gefragt, wie Arthus das ausgehalten hat..

Zitat
     Schon damals fand ich Lancelots Verrat an Artus schlimmer als Gwenwhyfars Ehebruch.
    Dass die Tafelrunde letztendlich an Verrat und Treulosigkeit zerbricht, macht das Thema doch in großen Teilen aus.


Ich bin da ganz bei Dir, ich empfand Lancelots Verrat auch immer als das Schlimmste was passieren konnte.
Und wie Du schon sagst, ohne diesen Verrat und den Zwist der dadurch entstand wäre die Arthus Saga nie so groß geworden, denn leider machen erst Dramen eine Geschichte richtig interessant
Ja, das sehe ich auch so.
Dass Lancelot seinen Freund Arthus belogen und hintergangen hat, fand ich auch imer schon die schlimmere Tat als den Ehebruch. Diese Ehe war arrangiert, beide wurden nur so halb gefragt. Aber Lancelot ist Arthurs Freund und diese Aktion war ein großer Vertauensbruch auch wenn Arthus da doch recht friedlich mit umging ..

Zitat
Artus tut alles für sie,
Zitat

    Vorallem die Sache mit dem Banner!!! Das war so bescheuert und gefährlich!
Ich habe das immer hinterfragt, warum er das genau getan hat ..
Liebe?..
Hilflosigkeit? ..
Frau ruhigstellen? ..
Wobei ich ja glaube, dass Liebe da die kleinere Rolle gespielt hat.
Und die Folgen, die das haben könnte, hat er nicht erahnt, oder erfolgreich verdrängt.

Zitat
    In dieser Hinsicht passt Lancelot zu Gwenhwyfar. Auch so ein Zauderer. Und jedes Mal, wenn er Morgaine klar machen könnte und damit allem eine bessere Richtung geben könnte, geht es schief. Kollektives aufseufzen. Man sieht förmlich, wie alles den falschen Gang nimmt.


Ja, Du hast recht, man sieht förmlich dass es schief laufen wird und alles in einem großen Disaster endet 
Ich erinnere mich auch noch daran, dass ich das beim ersten Lesen auch gespürt habe .. das war die ganze Zeit so eine unterschwellige düstere Stimmung..

Zitat
Gerade ist Igraine gestorben
Ich musste ja schon ein wenig grinsen als sie dem Christengott so komplett abgeschworen hat und in ihren letzten Stunden endlich das gesagt hat, was ihr vielleicht schon so lang auf der Seele gelegen hat. Schade, dass es nur Gwenhwyfar hört. Igraine hätte Viviane vergeben sollen und nach Avalon gehen sollen. Letzendlich hat es sich für Igraine doch gut gefügt, so schlimm die Ehe am Anfang auch für sie gewesen sein muss
Da war ich dann doch ein wenig mit Igraine versöhnt. Schade nur, dass sie ins Kloster und nicht nach Avalon gegangen ist.. und sehr blöd, dass es Gwenhwyfar war, die das hören durfte. Das tat mir sehr leid. Für Igraine und auch für Morgaine.
Titel: Re: 2. Buch Die Königin
Beitrag von: Inge78 am 02. April 2019, 08:36:31
Zitat
Gwenhwyfar ... diese Frau ist soo ohne Worte. So verblendet, so mit sich selbst beschäftigt, so ängstlich auf alles ...
Sie hat mich wahnsinnig genervt. Ich habe mich oft gefragt, wie Arthus das ausgehalten hat..
Zitat
Ich habe das immer hinterfragt, warum er das genau getan hat ..
Liebe?..
Hilflosigkeit? ..
Frau ruhigstellen? ..
Wobei ich ja glaube, dass Liebe da die kleinere Rolle gespielt hat.
Und die Folgen, die das haben könnte, hat er nicht erahnt, oder erfolgreich verdrängt.

Ich glaube ja, dass er einfach ein Mensch ist, der es ALLEN recht machen will
Erstmal ohne große Rücksicht auf die Folgen. Er meint es "gut" ... aber wie das immer so ist mit dem "gut meinen" ... das geht schon mal nach hinten los

Zitat
Ja, das sehe ich auch so.
Dass Lancelot seinen Freund Arthus belogen und hintergangen hat, fand ich auch imer schon die schlimmere Tat als den Ehebruch. Diese Ehe war arrangiert, beide wurden nur so halb gefragt. Aber Lancelot ist Arthurs Freund und diese Aktion war ein großer Vertauensbruch auch wenn Arthus da doch recht friedlich mit umging ..

Auch da wieder, Arthus will es Allen recht machen. Er liebt seine Frau und vor Allem seinen besten Frau und versucht es ihnen zu gönnen. Ich glaube ihm sogar wenn er sagt dass er selbst das Kind Lancelots als seines aufgezogen hätte. Er ist zu gut für diese Welt