[15 Jahr. Ulm/Venedig] Die Tochter des Tuchkaufmanns - Susann Rosemann

Begonnen von nirak, 16. September 2012, 14:38:14

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nirak

[isbn]978-3839212967[/isbn]


Inhalt:
Es ist das Jahr 1485 zu Ulm als Jolanthe, die Tochter eines Tuchkaufmanns, versucht selbst in den Handel einzusteigen. Sie hat bei ihrem Vater das Handwerk des Kaufmanns erlernt und geht ihm seid einigen Jahren zur Hand. Der französische Kaufmann Pascal greift Jolanthe  dabei hilfreich unter die Arme. Die Schwester von Jolanthe, Sieglinde, findet ihr Verhalten unpassend und für eine Frau nicht akzeptabel. Die Situation eskaliert und Jolanthe beschließt in die Handelstadt Venedig zu reisen um selbst Handel treiben zu können. Was führt Pascal im Schilde? Warum hilft er Jolanthe und was hat Sieglinde zu verbergen?

Meine Meinung:
Der Erzählstil von Susann Rosemann ist einfach gehalten und so lies sich die Geschichte gut lesen. Das Leben einer Kaufmannsfamilie und die damit verbundenen Risiken sind gut und glaubwürdig dargestellt. Wobei es mir schwer viel die eigentliche Geschichte um Jolanthe zu glauben. Sie wird als junge Frau dargestellt die allein Entscheidungen treffen darf, sie reist mit einem ihr fremden Mann nach Venedig ohne die Einwilligung der Eltern, dass scheint mir doch nicht so ganz glaubhaft. Schließlich spielt die Geschichte im 15 Jahrhundert und Frauen war es damals verboten irgendetwas allein zu entscheiden. Es sei denn Frau war Witwe, was Jolanthe ja nicht war. Sie war einen unverheiratete Jungfer. Aber so bald ich für mich diesen Manko ausgeblendet hatte, gefiel mir die Geschichte recht gut. Das Leben dieser Epoche wird gut dargestellt und durch den bildhaften Erzählstil der Autorin entstanden schnell Bilder in meinem Kopf. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben ihre Ecken und Kanten. Es hat Spaß gemacht sie kennen zu lernen und zu begleiten.

Leider fehlt ein erklärendes Nachwort der Autorin und so bleibt es dem Leser/erin selbst überlassen, was er/sie Dichtung oder Wahrheit sein lässt. Schade ich hätte gern gelesen, was Fiktion und Wahrheit ist. Gerade bei einem historischen Roman interessiert es mich immer sehr.

Mein Fazit: ,,Die Tochter des Tuchkaufmanns" ist ein netter historischer Roman über  das Leben einer Kaufmannstochter im 15 Jahrhundert. Er enthält eine Liebesgeschichte, einige Intrigen ein wenig Spannung, kurzum alles was meiner Meinung nach zu guter Unterhaltung dazu gehört. Ich hatte einige nette Lesestunden.

Bewertung: [note3-]