Elisabeth Büchle - Unter dem Polarlicht

Begonnen von Annette B., 01. Dezember 2015, 22:10:34

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Annette B.


[isbn]3957340780[/isbn]



Zitat von: Klappentext lt. AmazonChiara verliert ausgerechnet zu Beginn der Adventszeit ihren Job. Entsprechend froh ist sie über den Auftrag, für einen berühmten Autor, der sich beide Hände gebrochen hat, sein neuestes Manuskript zu tippen. Hals über Kopf reist sie in die kanadischen Rocky Mountains, wo Florian Forster in einer einsamen Berghütte lebt. Dieser entpuppt sich als wortkarger Eigenbrötler. Die lebenslustige Chiara lässt sich durch seine schroffe Art nicht beeindrucken, sondern fordert ihn heraus, sich dem Leben zu stellen. Bald ist sie nicht nur von den Polarlichtern, der verschneiten Märchenlandschaft und dem Geheimnis der weißroten Zuckerstangen verzaubert. Doch dann stoßen Chiaras Freunde aus Deutschland auf ein dunkles Geheimnis aus Florians Vergangenheit. Schwebt sie etwa in großer Gefahr?

Meine Meinung:

Ich bin Begeistert !
Dies war mein erstes Buch von Elisabeth Büchle, aber bestimmt nicht mein letztes.
Die Handlung ist realistisch und mitten aus dem heutigen Leben gegriffen.
Mit scheinbar leichter Hand und einem sehr angenehmen Schreibstil, erzählt die Autorin hier eine wunderbare Weihnachtsgeschichte.

Die Geschichte zweier Menschen, die in der Vergangenheit verletzt wurden und dennoch versuchen ihren Weg zu gehen.
Gleichzeitig suchen beide auch nach Geborgenheit und Liebe. Jedoch sind die alten Wunden tief und die Angst vor neuen Verletzungen ist groß.

Frau Büchle hat sehr einfühlsam und liebevoll jeden einzelnen Charakter in der Handlung beschrieben. Mit Chiara konnte ich mich sofort anfreunden und auch andere Nebenfiguren sind mir schnell ans Herz gewachsen. Sogar Florian wurde mir sehr schnell sympathisch.

Was der Autorin bei diesen beiden Hauptdarstellern besonders gut gelungen ist, das sind die lebendigen Dialoge. Diese Mischung aus tiefsinnigen Gedanken und lockeren Humor, gepaart mit pfiffigen Dialogen gefiel mir wirklich gut.

Die Beschreibungen der kanadischen Landschaft und der freundlichen Dorfgemeinschaft, haben mir schöne Bilder vor das innere Auge gezaubert. Ein idyllisches Dorf mit kleinen Häusern, viel Wald und Schnee drum herum, das verleitet zum träumen.

Dieses stimmungsvolle Weihnachtsbuch, ist für mich auch das Buch der leisen und nachdenklichen Töne gewesen. Darum habe ich nur dann darin gelesen, wenn ich die innere Ruhe hatte um mich auf diese besinnliche und tiefsinnige Handlung einzulassen. Ich finde diese Aufmerksamkeit hat diese gut durchdachte Weihnachtsgeschichte und die Autorin verdient.

Jeder Leser, der jetzt in der Vorweihnachtszeit nach einem stimmungsvollen Wohlfühlbuch sucht, wird mit dieser Lektüre wirklich glücklich werden. Dieses Buch kann ich sehr Empfehlen, besonders auch als Geschenkidee für liebe Freundinnen.

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Liebe Grüße Annette

nirak

Unter dem Polarlicht

Chiara, eine junge Frau von Anfang 20 verliert ihren Job und sieht zunächst keine Perspektive. Doch dann vermittelt ihr ein Freund eine neue Arbeit, zwar nur für 6 Wochen, aber immerhin. Sie soll einem Autor das Tippen am Computer abnehmen. Dieser hat sich wohl beide Hände gebrochen.
Florian Forster lebt auf einer einsamen Berghütte in Kanada, er ist ziemlich wortkarg und von der Idee seines Verlages, ihm eine Angestellte zu schicken wenig begeistert. Chiara lässt sich davon aber nicht beeindrucken und so macht sie sich auf den Weg, nichts ahnend, auf was sie sich da einlässt.

Unter dem Polarlicht beginnt sozusagen mitten im Leben von Chiara. Sie verliert ihren Job und gleichzeitig bietet sich ihr eine neue Chance.

Der Erzählstil von Elisabeth Büchle ist dabei leicht und locker zu lesen, ein bisschen mit Humor aber auch mit einer leisen mahnenden Stimme, mal inne zu halten und nachzudenken. Abgeschieden in den Rocky Mountains, so ohne Telefon und Internet, wird sich Chiara erst der Stille bewusst die eintritt, wenn nicht ständig irgendwo irgendetwas bimmelt, klingelt, summt oder brummt. Gerade die Weihnachtszeit lädt doch auch dazu ein, mal die Stille wirken zu lassen, und ein bisschen innezuhalten und über das Vergangene nachzudenken. Florian hat sich sein Exil nicht unbedingt freiwillig ausgesucht. So nach und nach kommen seine Beweggründe zutage. Automatisch stellt sich beim Lesen dann auch die Frage, wie weit geht Vertrauen? Vertrauen in sich selbst oder auch in Andere. Chiara hat ihr Vertrauen quasi ein wenig verloren, der Job weg und die Frage bleibt warum? Bin ich zu unqualifiziert oder einfach nicht hübsch genug? Florian mit seiner etwas schroffen Art, hilft nicht gerade dabei das angeknackste Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. Erst so nach und nach finden die Beiden einen Weg miteinander umzugehen. Die Dialoge, die Florian und Chiara hier miteinander führen, machen einfach Spaß zu lesen. 

Natürlich wird hier eine weihnachtliche Liebesgeschichte erzählt, aber doch so einfühlsam und still, dass sie zum Nachdenken anregt. Mir hat sie sehr gut gefallen. Die Autorin hat genau die richtige Mischung aus Humor, Liebe und ernstem Hintergrund getroffen. Zumal Büchle die Protagonisten auch gut beschrieben hat. Sie gibt ihnen genügend Raum sich zu entwickeln, über die eigenen Fehler nachzudenken oder vielleicht auch zu überdenken. Und so quasi am Rande schildert sie dann auch noch die tief verschneite Landschaft Kanadas und sorgt damit auch noch für die richtige Weihnachtsstimmung.

Unter dem Polarlicht ist in einem christlichen Verlag erschienen und somit ist der Glaube an Gott natürlich auch Thema und vorhanden, aber die Autorin versteht es geschickt, die Botschaft nicht so vordergründig zu stellen. So finden bestimmt auch alle anderen Leser gefallen an der Geschichte, ich kann sie jedenfalls nur wärmstens empfehlen.

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