Alicia Giménez-Bartlett: Gefährliche Riten

Begonnen von ClaudiC, 25. Dezember 2007, 22:05:12

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ClaudiC


Petra Delicado – Anwältin, frische geschieden – fristet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Polizeiarchiv ein eher unspektakuläres Dasein. Doch plötzlich wendet sich das Blatt, und schneller, als ihr lieb ist, leitet sie die Ermittlungen in einem spektakulärem Fall: Ein Vergewaltiger treibt in Barcelona sein Unwesen. Sein Kennzeichen: ein mysteriöses Mal in Form einer Blume, das er bei allen Opfern hinterlässt. Ein komplizierter Fall und ein nicht minder komplizierter Kollege fordern die Inspectora heraus. Denn Subinspector Fermín Garzón ist nicht nur neu in Barcelona – für den Dickschädel aus der Provinz sind auch die ganz eigenen Methoden seiner forschen Chefin neu.

[isbn]3404921526[/isbn]


Mir hat Petra Delicados erster Fall sehr gefallen und somit fange ich wohl eine neue Krimi-Reihe zu lesen an.
Bei Krimis interessiert mich das Privatleben der Ermittler ohnehin meistens mindestens genauso sehr wie das zu beleuchtende Verbrechen. So auch hier.
Sich mit Petra Delicado anzufreunden fällt anfangs etwas schwer, weil sie sehr eigentümlich ist. Außerdem entspricht sie nicht dem klassischen Ermittler, wie man ihn aus diversen anderen populären Krimireihen kennt. Aber gerade das macht natürlich auch ihren Reiz aus. Außerdem ist Barcelona ein, zumindest mir, bisher unbekannter Ort für literarisches Morden.
Was Petra Delicado und ihr Supinspector Fermin Garzon allerdings gemeinsam mit ihren britischen, italienischen und skandinavischen Kollegen haben ist ihre Vorliebe für Essen und das ein oder andere alkoholische Getränk (zuviel) nach Feierabend. Ob sich zwischen den beiden auch die übliche Romanze entwickelt, soll hier jedoch nicht verraten werden.
Pluspunkte gibt es auch für den Verlauf der Verhandlungen sowie die Auflösung. Zwar wäre ich niemals auf den Täter gekommen, aber, im Nachhinein betrachtet, Alicia Gimenez-Bartlett hat diverse Hinweise zwischen die Zeilen gestreut und ich bin immer froh, wenn nicht auf den letzten 50 Seiten das alles entscheidende Detail auftaucht, woraus sich die Lösung ergibt. Gefährliche Riten eignet sich mithin zum mitermitteln und hat mir viel Spaß gemacht.

Note: 2
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