Manfred Böckl - Die Braut von Landshut

Begonnen von jaqui, 21. Mai 2009, 16:30:43

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jaqui

Im Rahmen des Wettbewerbs habe ich das Buch von Manfred Böckl [isbn]3892513031 [/isbn] gelesen und ich bin sehr froh darüber, denn es war wirklich gut.

Inhalt: Jeder kennt die berühmte "Landshuter Hochzeit", die alle vier Jahre zur Erinnerung an die Eheschließung zwischen der polnischen Königstochter Hedwig und dem Thronfolger Georg von Bayern-Landshut im 15. Jahrhundert stattfindet. Doch nur wenige wissen, daß Hedwigs so strahlend begonnene Ehe äußerst unglücklich verlief. Weil sie ihrem Gemahl, der bald Herzog von Niederbayern wurde, keinen männlichen Thronerben, sondern "nur" Töchter sowie einen schwerbehinderten Sohn gebären konnte, wandte sich Georg von ihr ab und vergnügte sich in Landshut mit Mätressen und Alkohol. Hedwig hingegen verbrachte ihr tragisches Leben auf der Festung Burghausen in einem Goldenen Käfig und starb, noch keine fünfzig Jahre alt, als zutiefst unglückliche Frau.

Meine Meinung: Ich liebe historische Romane aus dieser Zeit und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Böckl zeichnet eine faszinierende Welt in der es Liebe und Hass nebeneinander gibt. Das Leben von Hedwig wird in allen Facetten dargestellt, und der Autor hätte sich ruhig ein paar Seiten mehr nehmen können, denn manches kam für mich zu kurz. Man hat das Gefühl, dass Hedwig immer schwanger ist und der Leser bekommt nur die Zeugung und die Geburt mit, die Zeit dazwischen wird mit wenigen Sätzen abgehandelt.

Was mich am Anfang störte, war die Liebe der beiden. So wie es Böckl darstellt haben sich die beiden auf den ersten Blick verliebt und stellt die damaligen Ehe-Verhandlungen in den Hintergrund. Später wird einem aber klar warum er das macht, denn dann beginnen sich die beiden zu hassen und durch die vorherigen Gefühle wird das alles noch verstärkt.

Das Buch hat mich wieder dazu inspiriert mich mehr mit der Geschichte der Wittelsbacher zu befassen und das werde ich sicher auch tun.

Katrin